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Online-Dating. Die Digitalisierung der Partnerschaft

Titel: Online-Dating. Die Digitalisierung der Partnerschaft

Forschungsarbeit , 2016 , 30 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Andrea Gigauri (Autor:in)

Psychologie - Sozialpsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des Online-Datings auf den Kennenlernprozess von Singles sowie auf die Entstehung von Partnerschaften in der heutigen Zeit. Gesellschaftliche Veränderungen wie zunehmende Individualisierung, größeres Unabhängigkeitsstreben sowie effizientere Lebensgestaltungen bewirken, dass Singles in den letzten zehn Jahren verstärkt Internetkontaktbörsen zur Partnersuche nutzen.

Die Online-Dienste bieten Partnersuchenden die Möglichkeit, standortunabhängig und ohne großen zeitlichen oder finanziellen Aufwand eine Vielzahl an potentiellen Partnern kennenzulernen und die Aussicht auf eine Beziehung in kürzester Zeit herzustellen. Diese Beschleunigung von romantischen Kontaktanbahnungen birgt Risiken, die abhängig von den individuellen Vorgehensweisen der Partnersuchenden variieren. Je nach Intensität und Dauer des Online-Datings können sich Routinen einstellen und der zwischenmenschliche Annäherungsprozess verliert an Einzigartigkeit. Durch das Beachten einiger Regeln, wie etwa der eigenen Beschränkung auf eine überschaubare Anzahl an Kontaktaufnahmen, kann Online-Dating zu einer erfolgreichen Offline-Paarbeziehung führen.

Partnerschaftliche Beziehungen haben einen erheblichen Einfluss auf das psychische sowie körperliche Wohlbefinden und nehmen seit jeher eine zentrale Rolle im Leben eines jeden Menschen ein. Im Gegensatz zu früheren Zeiten, in denen die Partnerwahl stark durch eine Verankerung in stabilen familiären und kommunalen Gemeinschaften mitbestimmt wurde, findet heutzutage eine Herauslösung des Paares aus diesen traditionellen Konstrukten statt und die Zweierbeziehung erfährt eine neue Bedeutung. Der Bedeutungsverlust der Konstitution Familie, einhergehend mit einem Anstieg der Scheidungsrate, veränderte Rollenverteilungen und Intimbeziehungen außerhalb von Ehen, sind Ausdruck eines Strukturwandels der Gesellschaft und stellen Partnerschaften vor neue Herausforderungen.

Die zunehmende Schnelllebigkeit verbunden mit einer immer währenden Rastlosigkeit, dem Streben nach Selbstoptimierung und Individualisierung sowie ein gesteigertes Bedürfnis nach Abwechslung und Freiheit stellen Entwicklungsströme dar, welche das Eingehen von romantischen Beziehungen verändert und die Suche nach geeigneten Partnern erschwert. Als Ausdruck des Wandels in der Beziehungskultur und gewinnt das Online-Dating zunehmend an Bedeutung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 ONLINE-DATING

2.1 Kennzahlen des Online-Dating-Marktes

2.2 Instrumente und Funktionsweise des Online-Datings

3 SCHLÜSSELKOMPONENTEN DER ONLINE-DATING-DIENSTE

3.1 Zugang

3.2 Kommunikation

3.3 Matching

4 ERFOLGSFAKTOREN IM ONLINE-DATING

4.1 Selbstoffenbarung

4.2 Erfahrungen

4.3 Kommunikation

5 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN

6 FAZIT

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des Online-Datings auf den Kennenlernprozess von Singles und die Entstehung von Partnerschaften unter Berücksichtigung gesellschaftlicher Veränderungen sowie der Mechanismen moderner Internetpartnerbörsen.

  • Analyse der Mechanismen und Funktionen von Online-Dating-Plattformen
  • Untersuchung der psychologischen Aspekte bei der Online-Partnersuche
  • Bewertung von Erfolgsfaktoren für online initiierte Beziehungen
  • Kritische Reflexion der Auswirkungen digitaler Auswahlverfahren
  • Ableitung von Handlungsempfehlungen für eine erfolgreiche Partnersuche

Auszug aus dem Buch

3.1 Zugang

Wenn die Partnerwahl abseits internetbasierter Dating-Plattformen zum überwiegenden Teil auf der Intuition und des unbeeinflussbaren Zufalls der Situation basiert, ermöglicht das Internet nun passende Partner zusammenzuführen, welche sich unter anderen Umständen nicht kennenlernen würden.

Zu früheren Zeiten war die Auswahl potentieller Partner meist auf ein soziales Netzwerk beschränkt und Personengruppen mit langen Arbeitszeiten, Behinderungen oder aus ländlichen Gegenden verfügten nur über sehr begrenzte Möglichkeiten andere Singles kennenzulernen. Partnerbörsen im Internet können bequem von jedem beliebigen Aufenthaltsort genutzt werden und die Distanz zwischen zwei Kandidaten wird durch neue Kommunikationswege (bspw. Skype, E-Mail) aufgehoben (Finkel, Eastwick, Karney, Reis & Sprecher, 2012, S. 4).

Anders als beim traditionellen Kennenlernprozess bieten die digitalen Partnermärkte den Zugriff auf eine Vielzahl von persönlichen Informationen, z.B. Fotos, Angaben zu Körpermaßen, Interessen und Einstellungen, Alter sowie Bildungslevel. Bereits vor einem persönlichen Treffen und auch ohne das Wissen des unbekannten Gegenübers, kann auf Grundlage dieser Daten eine Vorauswahl der Kandidaten getroffen und nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden analysiert werden.

Neben den vielen Vorteilen, die Internetpartnerbörsen den Nutzern bieten, schlussfolgert Dröge (2013, S. 10) kritisch, dass mit länger andauernder digitaler Partnersuche die Chance auf eine Liebesbeziehung abnimmt. Der intensive Austausch mit vielen verschiedenen Kontaktpersonen führt zum Herausbilden von Routinemustern und folglich einem Abstumpfen in der Kontaktanbahnung und –aufrechterhaltung, sodass mit zunehmenden Dating die anfängliche Neugier und Erregung über den unbekannten Gesprächspartner sinkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Strukturwandel und die neue Bedeutung der Partnerschaft, wobei Online-Dating als instrumentelle Antwort auf ein Bedürfnis nach Effizienz und rationaler Partnerwahl eingeführt wird.

2 ONLINE-DATING: Dieses Kapitel liefert statistische Daten zur Marktentwicklung der Branche in Deutschland und beschreibt die grundlegenden technischen Instrumente wie Profilerstellung, Suchmasken und Nachrichtenfunktionen.

3 SCHLÜSSELKOMPONENTEN DER ONLINE-DATING-DIENSTE: Der Hauptteil analysiert die Mechanismen Zugang, Kommunikation und Matching im Vergleich zum traditionellen Kennenlernen, wobei insbesondere die Auswirkungen auf das Auswahlverhalten kritisch reflektiert werden.

4 ERFOLGSFAKTOREN IM ONLINE-DATING: Hier werden zentrale Determinanten wie Selbstoffenbarung, bisherige Erfahrungen und die Qualität der Kommunikation als entscheidende Einflussfaktoren für den Erfolg einer Offline-Paarbildung identifiziert.

5 HANDLUNGSEMPFEHLUNGEN: Auf Basis der vorangegangenen Analyse werden praktische Ratschläge gegeben, um etwaige Risiken durch Projektionen oder Überangebote zu minimieren und die Erfolgschancen für eine reale Beziehung zu erhöhen.

6 FAZIT: Das Fazit resümiert, dass Online-Dating ein effizientes Instrument zur Partnersuche darstellt, jedoch eine eigenverantwortliche Nutzung und ein zeitnaher Übergang zum persönlichen Treffen für eine nachhaltige Beziehungsanbahnung essenziell sind.

Schlüsselwörter

Online-Dating, Partnersuche, Digitalisierung, Kennenlernprozess, Selbstoffenbarung, Matching, Internetpartnerbörsen, Beziehungsanbahnung, Kommunikationsmodelle, Single-Haushalte, Psychologie, Interaktion, Beziehungszufriedenheit, Effizienz, Bindungsverhalten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Digitalisierung der partnerschaftlichen Kennenlernprozesse und untersucht, wie moderne Online-Dating-Plattformen die Art und Weise der Partnersuche beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Funktionsweise von Online-Dating-Portalen, den psychologischen Mechanismen der Kommunikation zwischen potentiellen Partnern sowie den Erfolgsfaktoren für eine gelungene Überführung in eine reale Beziehung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Online-Nutzer die spezifischen Chancen des Mediums für sich maximieren und Risiken, wie etwa unrealistische Idealisierungen, minimieren können.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die den aktuellen Stand der Forschung zur internetbasierten Partnerwahl und relevanten psychologischen Modellen analysiert und bewertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von technischem Zugang, der spezifischen Art der digitalen Kommunikation und der algorithmischen Matching-Verfahren, ergänzt durch eine Erfolgsfaktorenanalyse.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Kernbegriffe umfassen Online-Dating, digitale Partnersuche, Beziehungsanbahnung, Selbstoffenbarung und psychologische Aspekte der Internetnutzung.

Wie bewertet die Autorin die "Marktplatz-Atmosphäre" beim Online-Dating?

Die Autorin weist darauf hin, dass das Überangebot auf den Plattformen zu einer kognitiven Überforderung führen kann, wodurch Qualität oft durch Quantität ersetzt wird und die Bindungsbereitschaft sinkt.

Warum ist laut der Arbeit ein zeitnaher Übergang zum Offline-Treffen wichtig?

Um der Gefahr von sogenannten Projektionen und idealisierten Vorstellungen vorzubeugen, wird empfohlen, den rein schriftlichen Kontakt kurz zu halten, um stattdessen die "nonverbale Interaktion" in der persönlichen Begegnung zu fördern.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Online-Dating. Die Digitalisierung der Partnerschaft
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Frankfurt früher Fachhochschule
Note
1,7
Autor
Andrea Gigauri (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
30
Katalognummer
V458142
ISBN (eBook)
9783668895201
ISBN (Buch)
9783668895218
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Partnerschaft Beziehung Digitalisierung Psychologie Sozialpsychologie Online-Dating
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Andrea Gigauri (Autor:in), 2016, Online-Dating. Die Digitalisierung der Partnerschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/458142
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Leseprobe aus  30  Seiten
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