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Globalisierung und Transnationalisierung als Spielball rechtspolitischer Akteure in Deutschland

Título: Globalisierung und Transnationalisierung als Spielball rechtspolitischer Akteure in Deutschland

Trabajo Escrito , 2018 , 25 Páginas

Autor:in: Nadine Schmitt (Autor)

Sociología - Política, Mayorías, Minorías
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In dieser Arbeit soll am Beispiel zweier rechtspolitischer Akteure verdeutlicht werden, inwiefern Globalisierung und Transnationalisierung bei der Durchsetzung der jeweiligen politischen Agenda eine Rolle spielen und wo sich diese beiden Akteure selbst im globalen Geschehen anhand ihrer innerpolitischen Konstitution wiederfinden lassen.

Zum einen soll zu diesem Zweck die traditionale Rechte, wie beispielsweise die Nationalsozialistische Partei Deutschlands, und die moderne Rechte, die Identitäre Bewegung, in Bezug zueinander gesetzt werden. Ziel wird es sein herauszuarbeiten, inwiefern kulturelle Globalisierung und Transnationalisierung für die politische Arbeit beider Akteure zum Tragen kommt und worin sich die klassische und die moderne Rechte in Bezug auf ihr Verständnis dahingehend unterscheiden.

Um einen Einstieg in das Thema gewähren zu können, sollen zunächst einige Begrifflichkeiten aufgegriffen und beleuchtet werden, so dass die Verwendung dieser für die vorliegende Arbeit einheitlich geklärt ist. Daraufhin soll kurz umrissen werden, welcher generellen Ausrichtung der politischen Rechten die Identitäre Bewegung und die Nationalsozialistische Partei Deutschlands anhängen und wie sich diese im politischen Alltag manifestiert. Anschließend wird dargestellt, welche Bedeutung die kulturelle Dimension der Globalisierung und Transnationalisierung im politischen Alltag beider Akteure einnimmt und wie mit ebensolcher umgegangen wird. Abschließend soll im Fazit die Arbeitsthese belegt oder verworfen werden, die auf der Annahme gründet, dass rechtspolitische Akteure, auch wenn sie der politischen Agenda zufolge die globalisierte Welt mit all ihren (multikulturellen) Transnationalisierungsprozessen völlig ablehnen, nicht auf diese verzichten können, da sie als grundlegend für die Legitimation der politischen Rechten angesehen werden kann. Ohne die Besonderheiten, die mit Globalisierungs- und Transnationalisierungsprozessen einhergehen, verliert der rechte politische Flügel einen wichtigen Arbeitsschwerpunkt, der ihn von anderen politischen Parteien oder Bewegungen grundlegend unterscheidet und ihn somit in der politischen Landschaft exponiert. Außerdem soll kurz umrissen werden, dass die politischen Akteure der Rechten selbst in Transnationalisierungsprozesse verwickelt sind, weshalb sie ihren Kampf gegen die Globalisierung auch ein stückweit gegen sich selbst führen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begrifflichkeiten

2.1 Globalisierung

2.2 Transnationalisierung

2.3 Ethnozentrismus

2.4 Eurozentrismus

3. Globalisierungskritik von rechts

3.1 Klassische Globalisierungskritik von rechts

3.2 Moderne Globalisierungskritik von rechts

4. Die Bedeutung von Globalisierungs- und Transnationalisierungsprozessen für rechtspolitische Akteure

4.1 Die transnationale Infrastruktur der klassischen politischen Rechten

4.2 Die transnationale Infrastruktur der modernen politischen Rechten

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern Globalisierungs- und Transnationalisierungsprozesse von rechtspolitischen Akteuren instrumentalisiert werden und welche Rolle diese Phänomene für deren politische Agenda spielen. Dabei wird analysiert, wie sich sowohl die traditionelle als auch die moderne Rechte in einer globalisierten Welt verorten und ob sie trotz ihrer vordergründigen Globalisierungsablehnung auf transnationale Strukturen angewiesen sind.

  • Verhältnis rechtspolitischer Akteure zur Globalisierung und Transnationalisierung.
  • Gegenüberstellung klassischer (z.B. NPD) und moderner (z.B. Identitäre Bewegung) rechter Akteure.
  • Bedeutung von Begriffen wie Ethnozentrismus und Eurozentrismus im rechtspolitischer Kontext.
  • Analyse transnationaler Kooperationsstrukturen innerhalb der politischen Rechten.
  • Die Instrumentalisierung von Angst vor kultureller Überfremdung als Wahlkampfstrategie.

Auszug aus dem Buch

3.1 Klassische Globalisierungskritik von rechts

Nachdem bereits im Kapitel über die Globalisierung angedeutet wurde, welche eventuellen Probleme rechtspolitische Akteure mit der Globalisierung verbinden könnten, ist es kaum mehr überraschend, dass der Kampf gegen Globalisierungsprozesse innerhalb der rechten Szene maßgeblich bestimmend für deren politische Agenda ist. Gerade die klassische politische Rechte, die oftmals mit rechtsextremen Bewegungen in Verbindung gebracht werden kann, lehnt alle drei Dimensionen der Globalisierung nach Greven ab. Sie erklären den Globalisierungsprozess als ganzheitliches Phänomen zur globalen Macht des jüdischen Großkapitals und dem amerikanischen Kulturimperialismus und prophezeien den „multirassischen Genozid“ (vgl. Grumke 2006: 131). Grumke verweist zurecht darauf, dass die rechtspolitische Szene in Deutschland zwischen der Globalisierung und dem Globalismus unterscheidet. Ihre Kritik an einer global vernetzen Welt bezieht sich auf ebendiesen Globalismus. Die Globalisierung ist nach Ansicht der NPD und ihren „12 Thesen zum Globalismus“ aus dem Jahr 2006 nur der Prozess, der durch die Globalisten zur Durchsetzung ihrer Ziele angestoßen wird (vgl. Grumke 2006: 131). Leider sind diese Thesen nicht mehr auf der Website der Nationalsozialistischen Partei Deutschlands aufrufbar. Nichtsdestotrotz kann man sie immer noch an anderer Stelle im Netz nachverfolgen, da sich NPD-nahe Plattformen wie „Sache des Volkes“ weiterhin mit der alten Thematik befassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Globalisierungsablehnung durch rechtspolitische Akteure ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Ambivalenz zwischen Agitation und praktischer Nutzung dieser Prozesse.

2. Begrifflichkeiten: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe Globalisierung, Transnationalisierung, Ethnozentrismus und Eurozentrismus definiert und für den Kontext der Arbeit operationalisiert.

3. Globalisierungskritik von rechts: Das Kapitel differenziert zwischen der klassischen Globalisierungskritik, die stark antisemitisch geprägt ist, und der modernen Kritik der Identitären Bewegung, die einen eurozentristischen Fokus setzt.

4. Die Bedeutung von Globalisierungs- und Transnationalisierungsprozessen für rechtspolitische Akteure: Hier wird aufgezeigt, dass rechte Akteure trotz ihrer Rhetorik transnationale Netzwerke und Strukturen für die Umsetzung ihrer politischen Agenda nutzen.

5. Fazit: Das Fazit bestätigt die Arbeitsthese, dass rechtspolitische Akteure ohne die durch Globalisierung verursachten Transformationsprozesse ihren politischen Fokus verlieren würden und sie diese Prozesse in der Praxis aktiv für ihre Ideologie instrumentalisieren.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Transnationalisierung, Rechtsextremismus, Identitäre Bewegung, NPD, Ethnozentrismus, Eurozentrismus, Antisemitismus, Kulturimperialismus, Remigration, Großer Austausch, Nationalismus, Islamisierung, Neue Weltordnung, Identitätspolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie rechtspolitische Akteure in Deutschland das Thema Globalisierung nutzen, um ihre politische Agenda zu legitimieren, obwohl sie diese Prozesse öffentlich vehement ablehnen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Spannungsfeld zwischen Nationalismus und Globalisierung, die Rolle von Identität, die Abgrenzung zum "Anderen" sowie die transnationalen Verbindungen rechter Gruppierungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es herauszuarbeiten, wie Globalisierungs- und Transnationalisierungsprozesse die politische Arbeit rechter Akteure beeinflussen und warum sie trotz ihrer Ideologie auf eben diese globalen Prozesse angewiesen sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine kultursoziologische Analyse, die auf einer Literaturrecherche und der Auswertung von Primärquellen (Webseiten und Publikationen rechter Akteure) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Fundierung, eine Analyse der Globalisierungskritik der klassischen und modernen Rechten sowie eine Untersuchung ihrer jeweiligen transnationalen Infrastrukturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Globalisierungskritik, Identitäre Bewegung, Rechtsextremismus, ethno-kulturelle Identität und transnationale Netzwerke.

Wie unterscheidet sich die "klassische" von der "modernen" Rechten in ihrer Globalisierungskritik?

Während die klassische Rechte (z.B. NPD) stark antisemitisch und nationalistisch gegen den "Globalismus" argumentiert, fokussiert sich die moderne Rechte (z.B. Identitäre Bewegung) stärker auf einen eurozentristischen Ethno-Differentialismus.

Welche Rolle spielt die "Remigration" in der Argumentation der Identitären Bewegung?

Die Remigration dient als politisches Schlagwort, um die rigorose Abschiebung von MigrantInnen zu fordern und den sogenannten "großen Austausch" der europäischen Bevölkerung umzukehren.

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Detalles

Título
Globalisierung und Transnationalisierung als Spielball rechtspolitischer Akteure in Deutschland
Autor
Nadine Schmitt (Autor)
Año de publicación
2018
Páginas
25
No. de catálogo
V458229
ISBN (Ebook)
9783668893085
ISBN (Libro)
9783668893092
Idioma
Alemán
Etiqueta
globalisierung transnationalisierung spielball akteure deutschland
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Nadine Schmitt (Autor), 2018, Globalisierung und Transnationalisierung als Spielball rechtspolitischer Akteure in Deutschland, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/458229
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