Eine besondere Bindung durch Musik. Welche Identifikationsangebote liefert Taylor Swift ihren Fans?

Der Song "You Belong With Me" und das dazugehörige Musikvideo


Term Paper, 2019
18 Pages, Grade: 2,0

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hinleitung
2.1 Einführung - Identifikationsangebote in der Musik und den begleitenden
Musikvideos
2.2 Methodik der Analyse der Musikvideos
2.3 Der Zugang zu Musikvideos

3 Musikvideoanalyse
Musikvideo „You Belong With Me“
3.1 Beschreibung des Musikvideos
3.2 Analyse der Bildebene
3.3 Analyse der Textebene
3.4 Analyse der Tonebene

4 Schlussteil
4.1 Zusammenfassung
4.2 Fazit

5 Literaturverzeichnis

1 Einleitung

Musik verbindet. Es gibt nichts Vergleichbares auf der Welt, was die Menschen so zusammenbringt, wie die Musik. Musik transportiert Emotionen, lässt Erinnerungen wach werden und lässt Menschen unterschiedlicher Herkunft miteinander kommunizieren.

Durch Musik entstehen immer wieder viele neue Verbindungen in der Welt. Eine ganz besondere Verbindung ist dabei aber die, zwischen dem Musiker und seinen Fans.

In dieser Hausarbeit liegt der Fokus ganz besonders darauf, mit welchen Mitteln Musikstars es schaffen eine Bindung zu ihren Fans aufzubauen und diese über Jahre aufrechtzuerhalten. Am vorliegenden Beispiel „Taylor Swift“ lassen sich diese Phänomene sehr gut analysieren. Durch ihren jungen Ruhm hat Taylor Swift zu Beginn viele junge Fans. Ein Teil dieser Fans ist mit ihr und ihrer Musik erwachsen geworden. Mit zunehmender Entwicklung Swifts und dem Wandel ihrer Musik kamen jedoch auch immer mehr ältere Fans dazu und sie distanzierte sich vom Image des schüchternen Country Mädchens.

Ihr Erfolg spricht für Taylor. Fünf MTV Europe Music Awards, Sechs MTV Video Music Awards und Zehn Grammy Awards in einem Alter von gerade einmal 28 Jahren machen sie zu einer der erfolgreichsten Musikerinnen unserer Zeit.

Der Fakt, dass sie bereits sechs Auszeichnungen für ihre Musikvideos erhalten hat, zeigt dass sie neben ihren teilweise sehr persönlichen Texten auch viel Wert auf die entsprechende Verfilmung ihrer Musik legt und bietet somit ein gutes Beispiel, um ihre Musikvideos auf den unterschiedlichen Ebenen genauer zu analysieren.

Die vorliegende Hausarbeit ist eine Analyse des Musikvideos „You Belong With Me“ der US- amerikanischen Country-Pop-Musikerin Taylor Swift. Dieses Musikvideo ist besonders interessant, da es zu einem von Taylors bekanntesten Musikvideos zählt und sich in großem Maße von ihren heutigen Videos unterscheidet. Die Analyse des Videos wird jeweils sowohl auf der Songtext-Ebene sowie auf Bild- und Ton-Ebene stattfinden.

Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf Betrachtung und Analyse der Faktoren, welche für die Entstehung einer Identifikationsoberfläche verantwortlich sind, die Taylor Swift ihren Fans mit ihren Musikvideos und den dazugehörigen Songs liefert. Der Themenbereich Medienwirkung wird ebenfalls kurz beleuchtet.

Es muss jedoch angemerkt werden, dass im Umfang einer Hausarbeit nicht alle Aspekte vertieft aufgegriffen werden können.

Des Weiteren bieten Musikvideos eine enorme Interpretationsvielfalt und alle Ebenen lassen sich auf verschiedene Art und Weisen lesen. Somit stellt die in dieser Hausarbeit vorgestellte Analyse eine Lesart dar.

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im folgenden Text auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet. Geschlechtsbezogene Begriffe werden in ihrer männlichen Form verwendet, die selbstverständlich die weibliche Form impliziert.

2 Hinleitung

2.1 Einführung - Identifikationsangebote in der Musik und den begleitenden Musikvideos

Taylor Alison Swift, die in Pennsylvania geborene Country-Pop Sängerin, lässt seit Jahren die Herzen ihrer Millionen Fans durch ihre Songs höherschlagen. Auch ihre Musikvideos begeistern Menschen in der ganzen Welt. Sorgen jedoch auch immer wieder für Diskussionsbedarf. Taylors Grundsatz lautet jedoch, dass sie niemals Namen in ihren Songs oder Interviews nennt. Somit sind sämtliche scheinbaren Anfeindungen nur reine Interpretation und Spekulation sagt sie immer wieder.

Ebenso ist es bei ihren Musikvideos, in denen sie häufig aktuelle Gerüchte aufgreift und durch gezielte Darstellungen weitere Gerüchte und Diskussionen anheizt.

Musik kann beim Hörer unterschiedliche Emotionen frei werden lassen und zu verschiedenen Zwecken eingesetzt werden. Teilweise fungiert Musik wie beispielsweise im Radio als Nebenbei-Medium. Es gibt jedoch auch viele Situationen in denen Musik aus spezifischen Gründen eingesetzt wird.

Funktionen der Musik sind beispielsweise: Ausgleich der Gefühlswelt durch Musik, Erzeugung eines Gemeinschaftsgefühl durch Identifikationsangebote, Möglichkeit einer Art Entkommens aus problematischen Situationen durch berauschende Musik, Funktion der Erholung, Steigerung des körperlichen und geistigen Wohlbefindens durch ausgewählte Musik, Vergnügungsfunktion der Musik. (vgl. Lipp 1992, S.316)

Musik hat somit in gewisser Weise auch immer mit dem Thema Identifikation zu tun. Diese Tatsache nutzen Künstler für die gezielte Vermarktung ihrer Musik und setzen dies in Text, Ton und Bild ein. Besonders das Medium Musikvideo bietet eine gute Oberfläche zur Interpreten Darstellung und Möglichkeiten Identifikationsangebote zu liefern.

2.2 Methodik der Analyse des Musikvideos

Die Analyse eines Musikvideos stellt aufgrund vieler Faktoren eine Herausforderung dar. Aufgrund fehlender Analysewerkzeuge bedient sich die Musikvideoanalyse in Teilen an Aspekten der Spielfilmanalyse. Hierbei muss jedoch das besondere Zusammenspiel von Bild- /Ton- und Textebene bei einem Musikvideo beachtet werden.( vgl. Jost, Klug 2009, S.198) Anhand der beiden Musikvideos „You Belong With Me“ und „Shake it Off” erfolgt eine Bild- Text-Ton-Analyse, wobei auf strukturelle Auffälligkeiten und Identifikationsangebote in allen Ebenen eingegangen wird. Angelehnt ist diese Analyse an die Forschungsarbeit von Prof. Dr. Klaus Neumann-Braun mit dem Titel „Bild-Text-Ton-Analysen am Beispiel der Gattung Videoclip. Entwicklung eines integrierten Analyseinstrumentariums zur Interpretation von Musikvideos.“

In seiner Arbeit liegt der Fokus auf der „Spezifizierung der strukturellen und inhaltlichen Besonderheiten von Musikvideos.“ (Neumann-Braun, 2008-2011)

Des Weiteren beschreibt er die vorherrschende Problematik einer Musikanalyse, dass „weder [..] musikimmanente Strukturen resp. (pop-)musikalische Kontexte in ausreichendem Masse berücksichtigt [werden] noch wird dem Umstand Rechnung getragen, dass Musikvideos eigenen, mediengattungsspezifischen Strukturprinzipien folgen“ und somit „teilweise sehr heterogene Versuche, die Musik in der Analyse zu berücksichtigen, existieren, ein einheitliches Analyseinstrumentarium bisher jedoch fehlte.“ (Neumann-Braun, 2008-2011) Die Möglichkeit einer Beschreibung der materiellen Zusammensetzung in aller Vollständigkeit eines Musikvideos oder weiterer audiovisueller Medien ist somit das Ziel eines solchen

Werkzeuges. (vgl. Neumann-Braun, 2008-2011)

2.3 Der Zugang zu Musikvideos

Musikvideos haben seit dem Start des Musiksenders MTV im August 1981 eine neue Position im Alltag besonders von Heranwachsenden eingenommen. Diese, plötzlich einfach zugänglichen, Musikclips veränderten sowohl die Vermarktung der Musik als auch die Wahrnehmung der Rezipienten. (vgl. Neumann-Braun et al., 2006, S. 13) Von nun an war es ganz einfach möglich die Musikvideos bekannter Künstler im Fernsehen anzuschauen.

Zu Beginn war die Meinung zu MTV und dem 1993 veröffentlichten Sender Viva, welcher später von MTV übernommen wurde, noch sehr gespalten. Auf Grund teilweise ungewohnt provokativer Darstellungen reagierten viele Eltern und Pädagogen besorgt auf diesen Trend. Nach einigen Jahren etablierten sich die Sender jedoch in der Fernsehlandschaft und es folgte ein Umdenken und ein Wandel. Plötzlich wurden Überlegungen angestrengt, ob man das Musikvideo nicht sogar als Kunstform betrachten solle. (vgl. Neumann-Braun et al., 2006, S. 16) Dennoch ist die Kritik an einigen Formen der Darstellung im Musikvideo nicht völlig erloschen. Es entstehen immer wieder neue Clips, in denen Sex, Gewalt oder gesellschaftskritische Themen auf extreme Weise abgebildet werden.

Nach einigen Änderungen in den Programmstrukturen der Musiksender, welche nach und nach auch immer mehr Reality-TV ins Programm aufgenommen haben (vgl. Neumann-Braun et al., 2006, S. 115) war MTV von 2011 bis 2014 nur noch über Sky und somit im sogenannten Pay-TV empfangbar.

Das ist der Start für das Videoportal YouTube. Laut einiger Musikwissenschaftler sind es besonders die musikfernen Inhalte, welche dafür gesorgt haben, dass das Musikfernsehen mit der Zeit durch Portale wie YouTube ersetzt wurden. (vgl. Lilkendey, 2017)

Ein weiterer Vorteil YouTubes ist, dass sämtliche Inhalte jederzeit und überall frei abrufbar sind und eine Art Mitgestaltung durch das Hochladen eigener Inhalte erfolgen kann. (vgl. Lilkendey, 2017)

Der Zugang zu Musikvideos hat sich mittlerweile also geändert. Dies bringt selbstverständlich Vor- und Nachteile mit sich. Musikvideos sind heutzutage immer frei zugänglich und der Rezipient kann sich die Inhalte selbst auswählen. Das beinhaltet jedoch die Gefahr, dass alle Inhalte ungefiltert für jedes Alter verfügbar sind und somit eine gewisse Art von Kontrolle abgegeben wurde. Somit ist die Frage - Welchen Einfluss haben Musikvideos auf die Fans? – heutzutage noch bedeutsamer geworden.

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Details

Title
Eine besondere Bindung durch Musik. Welche Identifikationsangebote liefert Taylor Swift ihren Fans?
Subtitle
Der Song "You Belong With Me" und das dazugehörige Musikvideo
College
University of Cologne
Grade
2,0
Author
Year
2019
Pages
18
Catalog Number
V458635
ISBN (eBook)
9783668876071
ISBN (Book)
9783668876088
Language
German
Tags
Medien, Taylor Swift, Musikvideo, Analyse, Intermedia, Musik, Identifikation, Identifikationsangebote, Fanbindung, Popmusik, Medienkultur
Quote paper
Alina Ohrem (Author), 2019, Eine besondere Bindung durch Musik. Welche Identifikationsangebote liefert Taylor Swift ihren Fans?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/458635

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