Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Théologie - Divers

Hubert Knoblauchs "Populäre Religion"

Titre: Hubert Knoblauchs "Populäre Religion"

Exposé (Elaboration) , 2013 , 7 Pages

Autor:in: Marek Firlej (Auteur)

Théologie - Divers
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Hubert Knoblauch prägte den Begriff der "populären Religion". Erstmals in einem Aufsatztitel taucht dieser Begriff 1999 auf und
zieht sich seitdem bis heute durch die Publikationen Knoblauchs. 2009 erschien das bisher umfangreichste Werk zum Thema, eine Monographie mit dem Titel "Populäre Religion. Auf dem Weg in eine spirituelle Gesellschaft".
Was genau der Religionssoziologe unter diesem Begriff versteht, wird hier erklärt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Zur Person

2. Knoblauchs Aufsatz „Populäre Religion“

2.1 Religiöse Situation heute – unsichtbar oder populär?

2.2 Was ist populäre Religion und was nicht?

2.3 Die Verwicklung von Medien und Märkten

2.4 Drei Beispiele

2.5 Die Kulturbedeutung der populären Religion

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit analysiert Hubert Knoblauchs Konzept der „populären Religion“, welches die Wechselwirkung von Religion, Massenmedien und gesellschaftlichen Märkten in der modernen Welt untersucht. Ziel ist es, den Begriff theoretisch zu fundieren, von verwandten Phänomenen abzugrenzen und die strukturelle Transformation religiöser Praxis im 21. Jahrhundert nachzuvollziehen.

  • Die theoretische Einordnung des Begriffs der populären Religion.
  • Die Abgrenzung zu Begriffen wie Volksfrömmigkeit, Alltagsreligion und Medienreligiosität.
  • Die Rolle von Massenmedien und globalen Märkten als Treiber religiöser Transformation.
  • Die Darstellung praktischer Beispiele wie der „Electronic Church“ und der medialen Inszenierung von religiösen Würdenträgern.

Auszug aus dem Buch

2.1 Religiöse Situation heute – unsichtbar oder populär?

Zu Beginn seines Aufsatzes stellt der Autor fest, dass sich seit Jahrzehnten die Religion in zunehmenden Maße nicht in den Kirchen abspielt. Lange sei in der Religionssoziologie der Rückgang der Kirchengänger als Zeichen dafür angesehen worden, dass die Religiosität allgemein in der Bevölkerung schwindet. Dem sei aber nicht so, die Religion werde bloß – und hier bringt Knoblauch einen von seinem Doktorvater Thomas Luckmann geprägten Begriff ins Spiel – „unsichtbar“, d.h. Sie spielt sich woanders ab als in den institutionalisierten Kirchen.

Dies hat einen zweifachen Formverlust zur Folge: Der soziale Formverlust bedeutet, dass die Institutionen nun immer weniger Einfluss auf die individuelle Religiosität haben. Der inhaltlich symbolische Formverlust bedeutet, dass sich die Konkurrenz zu den Kirchen nicht nur in ihrer sozialen Ausdrucksform, sondern auch in ihren Inhalten von ihnen unterscheiden, sodass sie teilweise nur schwer als religiös identifiziert werden können.

Den Versuch der Religionssoziologie, diese unsichtbare Religion sichtbar zu machen, tut Knoblauch als wenig hilfreich ab und bringt seinen Begriff der populären Religion ein. Die heutige religiöse Landschaft fuße, so Knoblauch, auf zwei Säulen: zum einen dem wachsenden religiösen Markt und zum anderen der Entwicklung der Medien. Markt und Medien bedingen und beeinflussen sich gegenseitig und in Kombination generieren sie die populäre Religion. Diese ersetze aber nicht die bestehenden, traditionellen Religionsformen, so wie auch die populäre Kultur nicht die Hochkultur abgelöst habe. Vielmehr ist dieser Unterschied in den letzten Jahren dieser Gegensatz immer mehr verschwommen und so lässt sich „populär“ auch mit „massenkompatibel“ umschreiben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zur Person: Biografische Skizze von Hubert Knoblauch und Einordnung seiner akademischen Schwerpunkte in der Religionssoziologie.

2. Knoblauchs Aufsatz „Populäre Religion“: Einführung in das zentrale Werk des Autors und Einordnung in den zeitgeschichtlichen Kontext der Veröffentlichung.

2.1 Religiöse Situation heute – unsichtbar oder populär?: Diskussion des Formverlusts traditioneller Religion und die Etablierung des Begriffs „populäre Religion“ als Antwort auf veränderte Markt- und Medienbedingungen.

2.2 Was ist populäre Religion und was nicht?: Ex-negativo-Abgrenzung des Begriffs gegenüber Konzepten wie Alltagsreligion, Pop-Religion und Medienreligiosität.

2.3 Die Verwicklung von Medien und Märkten: Historische Herleitung der Verbindung von religiöser Lehre, Schriftsprache, Druckerpresse und moderner Marktorientierung.

2.4 Drei Beispiele: Anwendung des Konzepts anhand der Electronic Church, Nahtoderfahrungen und der öffentlichen medialen Inszenierung von Papst Johannes Paul II.

2.5 Die Kulturbedeutung der populären Religion: Fazit zur Bedeutung von Markt, Globalisierung und Entdifferenzierung für die heutige pluralistische Religionslandschaft.

Schlüsselwörter

Populäre Religion, Religionssoziologie, Hubert Knoblauch, Thomas Luckmann, Massenmedien, Markt, religiöse Transformation, Electronic Church, Nahtoderfahrungen, Medieninszenierung, Pluralisierung, Säkularisierung, unsichtbare Religion, Volksfrömmigkeit, spirituelle Gesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Hubert Knoblauchs soziologischem Konzept der „populären Religion“ und untersucht, wie sich religiöse Praxis durch den Einfluss von Medien und Märkten außerhalb traditioneller kirchlicher Strukturen verändert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Soziologie der Religion, die Funktion von Massenmedien als Mittler religiöser Inhalte, der Wandel von kirchlichen Institutionen und die Kommerzialisierung bzw. Medialisierung religiöser Phänomene.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Begriff der „populären Religion“ präzise zu definieren, ihn von anderen soziologischen Konzepten abzugrenzen und aufzuzeigen, wie er zur Erklärung der modernen, transformierten Religionslandschaft beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung und Analyse soziologischer Fachliteratur sowie eine diskursive Erörterung des Aufsatzes von Hubert Knoblauch, ergänzt durch exemplarische Fallbeispiele.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der „unsichtbaren“ versus „populären“ Religion, eine begriffliche Abgrenzung, die historische Entwicklung der Mediennutzung durch Religionen sowie die Anwendung des Konzepts auf praktische Beispiele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Populäre Religion, Markt, Medien, Religionssoziologie und mediale Inszenierung.

Wie unterscheidet sich populäre Religion von der „Electronic Church“?

Die Electronic Church dient als ein konkretes Beispiel für populäre Religion, da sie moderne Medien intensiv zur Verbreitung religiöser Botschaften nutzt, während der Begriff der populären Religion das übergeordnete soziologische Konzept darstellt.

Warum ist das Beispiel von Papst Johannes Paul II. für die These relevant?

Das Beispiel zeigt, wie selbst traditionelle Institutionen sich den Mechanismen der populären Kultur unterwerfen müssen, indem der Papst-Besuch zu einem medialen Event wird, das Parallelen zum Auftritt eines Popstars aufweist.

Fin de l'extrait de 7 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Hubert Knoblauchs "Populäre Religion"
Université
Ruhr-University of Bochum  (CERES – Centrum für Religionswissenschaftliche Studien)
Cours
Hubert Knoblauchs „Populäre Religion“
Auteur
Marek Firlej (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
7
N° de catalogue
V458663
ISBN (ebook)
9783668948181
Langue
allemand
mots-clé
Hubert Knoblauch Religionssoziologie Populäre Religion religiöser Markt
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marek Firlej (Auteur), 2013, Hubert Knoblauchs "Populäre Religion", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/458663
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  7  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint