Die Projektarbeit “Release Management als Teil des Softwarelebenszyklus” beschäftigt sich mit der Frage, ob und in welchen Aspekten des Softwarelebenszyklus sich die Disziplin Release Management widerspiegelt.
Zu Beginn der Arbeit wird die These aufgestellt, dass das Release Management verortet werden kann und durch seinen Verantwortungs- und Aufgabenbereich die Aspekte Implementierung, Installation und Außerbetriebnahme behandelt. Diese Fragestellung wird der Autor versuchen durch eine ausgiebige Literaturanalyse zu beantworten. Hierzu wird er zunächst den Softwarelebenszyklus, seine Aufgaben und Besonderheiten beschreiben. Anschließen wird er auf die Herkunft, Eigenschaften und Aufgaben des Release Managements eingehen und versuchen darzustellen, ob und an welchen Stellen dieses im Softwarelebenszyklus verortet werden kann.
Während der Produktlebenszyklus, ein Modell aus der Betriebswirtschaft, 1959 erstmals beschrieben, den Zeitraum zwischen Markteinführung und Marktaustritt eines Produkts beschreibt, so beschreibt der Softwarelebenszyklus,wenngleich auch Software ein Produkt ist, den Zeitraum von der ersten Idee zur Software, über die Erstellung, Einführung und deren Außerbetriebnahme. Jedes Softwaresystem durchläuft dieses Phasenmodell und auch bei der Erstellung von Software sollten die nachfolgenden Phasen und Ihre Anforderungen berücksichtigt werden - insbesondere gilt dies für architekturelle Entscheidungen.
In der Regel beginnt der Softwarelebenszyklus mit einer Spezifikationsphase, in der die grundlegenden fachlichen und nicht funktionalen Anforderungen des IT-Systems beschrieben werden und endet in der Regel mit der Abschaltung bzw. mit der Ablösung durch eine neue Version des IT-Systems. Je nachdem, welches Vorgehensmodell bei der Entwicklung von Software genutzt wird, können die einzelnen Phasen teilweise parallel oder in wiederkehrenden Schleifen öfter durchlaufen werden. Neben dem iterativen Vorgehensmodellen, beispielsweise Scrum, dem Spiralmodell und dem klassischen V-Modell, geht der Autor in der folgenden Beschreibung der einzelnen Phasen, sofern nicht explizit genannt, vom Wasserfall-Modell aus.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Softwarelebenszyklus
2.1 Spezifikation
2.2 Entwurf
2.4 Installation
2.5 Betrieb
3. Release Management
3.1 Aufgaben und Inhalt
3.2 Release planen
3.3 Release Inhalte zusammenstellen
3.5 Rollout planen
3.6 Rollout durchführen
3.7 Herkunft
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Verortung des Release Managements innerhalb des Softwarelebenszyklus und analysiert, inwieweit dessen Aufgabenbereiche die Phasen der Implementierung, Installation und Außerbetriebnahme abdecken.
- Analyse des Softwarelebenszyklus und seiner Phasenmodelle
- Untersuchung der Definition und Herkunft des Release Managements
- Bestimmung der Wechselwirkungen zwischen Release Management, Änderungs- und Konfigurationsmanagement
- Darstellung der Prozessphasen des Release Managements nach ITIL-Standard
- Bewertung der Rolle des Release Managements als Full-Circle-Disziplin
Auszug aus dem Buch
3.1 Aufgaben und Inhalt
Die Hauptaufgabe des Release Managements (im Kontext von ITIL auch Release & Deployment Management genannt) ist es, neue oder geänderte IT-Systeme, in der Regel Software, gegebenenfalls auch Hardwarekomponenten, einzuführen (Erst- oder Ersatzinstallation) und dabei die Qualität sicherzustellen, Ausfallzeiten und Risiken für die Produktionsumgebung zu minimieren und die Softwareversion so zusammenzustellen und zu dokumentieren, dass das Ergebnis reproduzierbar ist (Vgl. 1 - Seite 73ff; Vgl. 4 - Seite 318 ff; Vgl. 6 - Seite 103 ff).
Um Reproduzierbarkeit sicherzustellen, hat das Release Management eine hohe Interaktion und Wechselwirkung mit dem Änderungs- (Changemanagement) und dem Konfigurationsmanagement (Configuration Management System). Da das Release bereits im Vorfeld zusammengestellt und der Rollout entsprechend sichergestellt werden muss, aber auch, da Erkenntnisse aus dem Rollout und der Installation zurück in die weitere Entwicklung des Produktes fließen können. Im Release Management werden zudem Releaseinhalte und -änderungen beschrieben, welche in der Regel durch einen Request for Change (RFC) definiert werden und die Grundlage für das Änderungs- und Konfigurationsmanagement bilden (Vgl. 4 - Seite 318 ff;).
Darüber hinaus interagiert das Release Management auch mit den Disziplinen des Knowledge Management bezüglich der nachhaltigen Dokumentation des Releaseinhaltes und der Abläufe bezüglich des Rollouts des Releases, sowie mit dem Service Testing & Validation betreffend der finalen Abnahme des IT-Systems durch die Stakeholder (Vgl. 4 - Seite 318 ff;).
Die Phasen des Release Managements lassen sich wie folgt einteilen:
1. Release planen
2. Releaseinhalte zusammenstellen
3. Abnahmetests durchführen
4. Rollout planen
5. Rollout durchführen
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt die These auf, dass das Release Management die Aspekte der Implementierung, Installation und Außerbetriebnahme innerhalb des Softwarelebenszyklus abdeckt, und skizziert den methodischen Ansatz der Literaturanalyse.
2. Softwarelebenszyklus: Hier werden die Phasen des Softwarelebenszyklus – von der ersten Idee über die Erstellung bis zur Außerbetriebnahme – beschrieben und deren Bedeutung für architektonische Entscheidungen erläutert.
3. Release Management: Dieses Kapitel definiert das Release Management als Disziplin zur Zusammenstellung und Bereitstellung von Softwareprodukten und erläutert detailliert die einzelnen Teilphasen sowie die Einbettung in das ITIL-Framework.
4. Fazit: Das Fazit bestätigt die Ausgangsthese, dass das Release Management als Full-Circle-Disziplin alle Aspekte des Softwarelebenszyklus beeinflusst und maßgeblich in der Installationsphase verortet ist.
Schlüsselwörter
Softwarelebenszyklus, Release Management, ITIL, Deployment, Rollout, Change Management, Konfigurationsmanagement, Softwareentwicklung, IT-Systeme, Qualitätssicherung, Continuous Delivery, Versionsverwaltung, ITSM, Anforderungsmanagement, Produktionsumgebung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Disziplin des Release Managements und dessen Integration in den betrieblichen Softwarelebenszyklus.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind der IT-Lebenszyklus, die Aufgaben des Release Managements nach ITIL und die Schnittstellen zu angrenzenden Disziplinen wie dem Änderungsmanagement.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es zu klären, in welchen Bereichen des Softwarelebenszyklus das Release Management verortet ist und ob es durch seine Aufgaben die Bereiche Implementierung, Installation und Außerbetriebnahme abdeckt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor stützt seine Untersuchung auf eine fundierte Literaturanalyse bestehender IT-Konzepte und -Frameworks.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung des Softwarelebenszyklus und eine detaillierte Analyse der Prozessphasen des Release Managements.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Softwarelebenszyklus, Release Management, ITIL und Deployment charakterisiert.
Wie definiert das Dokument die Rolle von ITIL für das Release Management?
ITIL liefert den definitorischen Rahmen und die Best Practices, welche das Release Management als Disziplin innerhalb des IT Service Managements (ITSM) strukturiert.
Welche Bedeutung hat das Fazit für die Ausgangsthese?
Das Fazit bestätigt die These des Autors und ordnet das Release Management zusätzlich als eine "Full-Circle-Disziplin" ein, die den gesamten Softwarelebenszyklus durch ihre Einflüsse durchdringt.
- Citar trabajo
- Christian Lenze (Autor), 2018, Release Management als Teil des Softwarelebenszyklus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/458672