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Joseph II. und Maria Theresia. Das Verhältnis zweier Herrscherpersönlichkeiten und die Themen ihrer Zeit beleuchtet anhand brieflicher Quellen unter besonderer Berücksichtigung des Religionsthemas

Título: Joseph II. und Maria Theresia. Das Verhältnis zweier Herrscherpersönlichkeiten und die Themen ihrer Zeit beleuchtet anhand brieflicher Quellen unter besonderer Berücksichtigung des Religionsthemas

Trabajo Escrito , 2016 , 13 Páginas

Autor:in: Katharina Fasch (Autor)

Historia - Otros
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Diese Proseminararbeit richtet ihren Fokus auf den Briefwechsel zwischen Mutter und Sohn, der im Zusammenhang mit dem „Toleranzpatent“ vom 13.10.1781, in dem der Kaiser die private Religionsausübung für Lutheraner, Calvinisten und Griechisch – Orthodoxe gewährte. Es gibt bereits im Vorfeld Briefkontakt zwischen den beiden Herrschern und zeigt die Diskrepanz zwischen beiden Persönlichkeiten. Für diese Unterschiedlichkeit der Ansichten wird es auch notwendig sein, das Leben und Wirken Kaiser Josephs zu beleuchten. Dazu gibt es ein umfassendes Werk von Derek Beales. Auch Francois Fejtö hat das Leben Josephs II. beleuchtet und ebenfalls interessante Aspekte davon hervorgehoben. Beales beschäftigt sich ausführlich in einem Aufsatz mit dem Thema Maria Theresia und ihrer Mitregentschaften. Auch dieser Aspekt ist wichtig für die Analyse der Briefquellen, weil es das persönliche und emotional-politische Umfeld hinter der Regentschaft beleuchtet. Die Briefkorrespondenz zwischen Maria Theresia, die ich ausgewählt habe, soll die emotionale Komponente zwischen Mutter und Sohn hervorheben zu einem Thema, das eigentlich jeglicher Emotionalität entbehrt, weil wir uns zu dieser Zeit bereits im europäischen Vernunftzeitalter befinden und Europa und andere Teile des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation bereits wesentlich aufgeklärter als Österreich waren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Inhalt

2. Einleitung

3. Joseph II.

3.1. Geburt und Regentschaft

3.2. Das Toleranzpatent von 1781

4. Der Religionskonflikt – Maria Theresia und Joseph II.

4.1. Die Briefwechsel 1775 und 1777

4.2. Gegen Toleranz – Die Kaiserin bezieht Position

5. Fazit, Ausblick, Gedanken

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert das komplexe Verhältnis zwischen Kaiserin Maria Theresia und ihrem Sohn Joseph II. anhand ihrer persönlichen Korrespondenz. Das zentrale Ziel ist es, die zwischenmenschliche Dynamik und die politischen Differenzen – insbesondere den Religionskonflikt vor dem Hintergrund des Toleranzpatents von 1781 – kritisch zu untersuchen und die historischen Mythen hinter den Herrscherpersönlichkeiten zu hinterfragen.

  • Analyse der Mutter-Sohn-Beziehung im Kontext der Koregentschaft.
  • Untersuchung des Toleranzpatents als politisches und praktisches Instrument.
  • Konfrontation der unterschiedlichen Weltanschauungen: Traditionell-religiös versus aufgeklärt-utilitaristisch.
  • Auswertung zeitgenössischer Briefquellen als primäres Forschungsmittel.
  • Reflektion der Machtverhältnisse zwischen Monarchin und Kaiser.

Auszug aus dem Buch

4.2. Gegen Toleranz – Die Kaiserin bezieht Position

„Ohne herrschende Religion ? Die Toleranz, der Indifferentismus sind gerade die richtigen Mittel, um alles zu untergraben, daß nichts Bestand hat […] Die unglücklichen Finanzpächter, die schlechte Verwaltung, schwache oder intrigante Minister haben dieses so vorteilhaft gelegene Königreich ausgesogen; der Mangel an Religion dieser Beamtenschaft, die nur ihre eigenen Interessen und Leidenschaften verfolgt, zerstört alles. Was für ein Zügel passt für diese Art Menschen? Keiner, weder Galgen noch Rad, nur die Religion […] Ich spreche nur politisch, nicht als Christin […]“

Für die Kaiserin eine Katastrophe waren die reformerischen Ideen ihres Sohnes. Sehr geschickt baut Maria Theresia diesen eigentlich persönlichen Brief an den Kaiser zu einem Dokument um, das die Schlechtigkeit der Religionsfreiheit im Lande untermauern soll. Ein Indiz, dass sie sehr aufgebracht war, ist, dass der Brief zwar in französischer Sprache geschrieben wurde, jedoch einige Wörter darin auf Deutsch zu lesen sind. Außerdem argumentiert sie mit der Staatsräson und nicht mit der Religion, denn sie selbst handle nicht als Christin, sondern als politische Regentin. Im nächsten Atemzug jedoch, will sie ihr Volk religiös unterjochen, sogar der Vergleich mit Foltermethoden wird gebraucht. Ich finde diese Passagen des Briefes sehr interessant. Denn sie zeigen einen Teil des wahren Gesichts einer Frau, die bis in die heutige Zeit mythisch verklärt verehrt wird.

Zusammenfassung der Kapitel

2. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Herrschaft von Joseph II. und Maria Theresia ein und betont die Bedeutung ihrer brieflichen Korrespondenz für das Verständnis ihrer persönlichen sowie politisch-religiösen Spannungen.

3. Joseph II.: Das Kapitel behandelt die frühen Jahre, die Geburt und den Beginn der Regentschaft von Joseph II. sowie die Einführung des bedeutenden Toleranzpatents von 1781.

4. Der Religionskonflikt – Maria Theresia und Joseph II.: Hier werden die inhaltlichen Differenzen zwischen Mutter und Sohn anhand der Briefwechsel von 1775 und 1777 analysiert, wobei besonders Maria Theresias Ablehnung des josephinischen Toleranzbegriffs hervortritt.

5. Fazit, Ausblick, Gedanken: Der Autor resümiert, dass die Briefe eine tiefgehende Nähe und zugleich unüberbrückbare weltanschauliche Distanz zwischen Maria Theresia und Joseph II. offenbaren, und zieht ein Fazit über die Bedeutung dieser Quellen für die heutige historische Betrachtung.

Schlüsselwörter

Maria Theresia, Joseph II., Toleranzpatent 1781, Briefwechsel, Reformabsolutismus, Religionskonflikt, Staatskirchenwesen, Habsburg, Aufklärung, Koregentschaft, Staatsräson, Monarchie, Wien, Briefquellen, Religionspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das vielschichtige Verhältnis zwischen der Kaiserin Maria Theresia und ihrem Sohn Joseph II. und fokussiert dabei auf deren Korrespondenz, um die politischen und persönlichen Spannungen ihrer Zeit abzubilden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit konzentriert sich auf die Dynamik der Mitregentschaft, das Toleranzpatent von 1781, den Konflikt zwischen traditionellem Katholizismus und aufgeklärtem Reformabsolutismus sowie die Analyse von Herrschermythen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der öffentlichen Wahrnehmung der beiden Herrscher und ihrer tatsächlichen, in Briefen dokumentierten Interaktion aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine quellenkritische Analyse historischer Briefwechsel, unterstützt durch die Einbeziehung biographischer und fachwissenschaftlicher Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Geburt und den Aufstieg Josephs II., die Einführung des Toleranzpatents sowie die konkreten inhaltlichen Auseinandersetzungen mit seiner Mutter Maria Theresia bezüglich religiöser Toleranz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Maria Theresia, Joseph II., Toleranzpatent, Reformabsolutismus, Religionskonflikt und Briefkorrespondenz.

Welche Rolle spielt Staatskanzler Kaunitz in der Korrespondenz?

Kaunitz agierte als Vermittler und Schiedsrichter zwischen Mutter und Sohn, wobei er sowohl Mentor des jungen Kaisers als auch loyaler Berater der Kaiserin war.

Wie reagierte Maria Theresia auf die Reformen ihres Sohnes?

Maria Theresia lehnte die Reformen, insbesondere das Toleranzpatent, aus tiefster religiöser Überzeugung ab und kritisierte den rational-utilitaristischen Ansatz ihres Sohnes scharf.

Warum wird das Toleranzpatent als un-ideologischer Akt beschrieben?

Der Autor argumentiert, dass Joseph II. das Toleranzpatent nicht aus reiner Menschenfreundlichkeit erließ, sondern aus pragmatischen, wirtschaftlichen Erwägungen, um den Staat effizienter zu gestalten.

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Detalles

Título
Joseph II. und Maria Theresia. Das Verhältnis zweier Herrscherpersönlichkeiten und die Themen ihrer Zeit beleuchtet anhand brieflicher Quellen unter besonderer Berücksichtigung des Religionsthemas
Autor
Katharina Fasch (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
13
No. de catálogo
V458849
ISBN (Ebook)
9783668893283
ISBN (Libro)
9783668893290
Idioma
Alemán
Etiqueta
joseph maria theresia verhältnis herrscherpersönlichkeiten themen zeit quellen berücksichtigung religionsthemas
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Katharina Fasch (Autor), 2016, Joseph II. und Maria Theresia. Das Verhältnis zweier Herrscherpersönlichkeiten und die Themen ihrer Zeit beleuchtet anhand brieflicher Quellen unter besonderer Berücksichtigung des Religionsthemas, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/458849
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