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Neologismenwörterbücher der Gegenwartssprache

Eine linguistische Untersuchung zur Wortschatzbereicherung

Titel: Neologismenwörterbücher der Gegenwartssprache

Hausarbeit , 2007 , 17 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Ekaterina Klaer (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Thema der Arbeit ist dem Problem der Wörterbuchbereicherung der deutschen Sprache durch die neuen lexikologischen Einheiten Neologismen gewidmet, die durch die Entlehnung, Wortbildung und Änderung der Wortbedeutung erfolgt. Dabei stellen sich Fragen: Anhand welcher Kriterien werden Stichwörter in Neologismenwörterbücher aufgenommen? Entsprechen die Neologismenwörterbücher den Erfordernissen der Lexikografie? Wie ist die Einstellung nichtdeutscher Muttersprachler zu Neologismen und ihre Verwendung in der Sprache?

Die Gesellschaftsentwicklung spiegelt sich in zahlreichen Wörtern wieder. Die Gesellschaftsbeziehungen und Veränderungen haben unvermeidlich lexikalische Innovationen und Umwandlungen in der Sprache zur Folge. Sprache ist ein kompliziertes Gesellschaftsphänomen. Man kann behaupten, sie sei ein Spiegel der Gesellschaft. Beispielsweise haben sich Ende des 20 Jahrhunderts, Anfang des 21. Jahrhunderts viele neue Wörter angesammelt, die Lexik hat sich durch neue Bedeutungen bereichert, einige Wörter haben aber an Aktualität verloren. Die vorliegende Arbeit ist dem Thema Wörterbücher im Allgemeinen und einem Wörterbuchtyp im Speziellen, dem Neologismenwörterbuch, gewidmet. Sie gibt einen Überblick über lexikografische Anforderungen an Wörterbücher und die Neologismenforschung in Deutschland.

In der heutigen Zeit erlebt die deutsche Sprache, wie auch viele andere Sprachen, einen "neologischen Boom". Das hängt mit radikalen Veränderungen in politischer, wirtschaftlicher, wissenschaftlicher, technischer und vielen anderen Sphären Deutschlands zusammen, weil die Sprache ein offenes System darstellt. Neologismen decken den Bedarf an Neubenennungen in einer Kommunikationsgemeinschaft. Das alles hat ihre Auswirkung auf die quantitative Erweiterung des modernen Wortschatzes. Als wichtiges Kommunikationsmittel ist Sprache ein unersetzlicher Bestandteil unseres Lebens. Sie befindet sich in ständiger Bewegung. Einige Wörter kommen, andere gehen. Unser Wortschatz wird von Lexikografen in Wörterbüchern aufgenommen, klassifiziert und auf vielfältige Art und Weise gegliedert. Die Aufgabe von Lexikografen ist nicht leicht, weil nicht alle neuen Wörter lexikalisiert und fester Bestandteil unseres Wortschatzes werden. Mit solchen Problemen werden Lexikografen dauernd konfrontiert, weil die Erneuerung des Wortschatzes der deutschen Sprache, wie auch jeder anderen Sprache, ununterbrochen erfolgt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Lexikografie und ihre Erfordernisse

2. Theoretische Grundlagen der Neologismenuntersuchung

2.1. „Neologismus“ – Versuch einer Definition

2.2. Neologismenwörterbücher. Kriterien der Klassifikation

2.3. Lexikografische Aspekte von Neologismenwörterbüchern

2.4. Deutsche Neologismen aus der Sicht von Nicht-Muttersprachlern

Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und die lexikografischen Anforderungen an Neologismenwörterbücher im Kontext der sich ständig wandelnden deutschen Sprache. Ein zentraler Fokus liegt dabei auf der Frage, wie diese speziellen Wörterbücher aufgebaut sind, welche Kriterien für die Aufnahme neuer Wörter gelten und wie Nicht-Muttersprachler die Verwendung und Bedeutung von Neologismen im deutschen Alltag wahrnehmen.

  • Lexikografische Grundlagen und Anforderungen an die Wörterbucherstellung
  • Definition und theoretische Einordnung des Begriffs Neologismus
  • Kriterien für die Klassifikation und Aufnahme von Stichwörtern
  • Analyse der Struktur von Neologismenwörterbüchern
  • Empirische Sichtweise von Nicht-Muttersprachlern auf neue lexikalische Einheiten

Auszug aus dem Buch

2.3. Lexikografische Aspekte von Neologismenwörterbüchern

Ziel eines Neologismenwörterbuches ist es, nicht nur große allgemeine Wörterbücher zu erfassen, sondern auch wie in der Einleitung erläutert: „wichtige wortgeschichtliche Quelle im Rahmen der Sprachgeschichtsschreibung“ zu gewährleisten. Herberg äußert, dass es bisher kein genuines, auf Prinzipien der wissenschaftlichen Lexikographie basiertes Neologismenwörterbuch gibt.

Entspricht das gegebene Neologismenprintwörterbuch den gesetzten Zielen und lexikographischen Erfordernissen?

Das Informationsprogramm dieses Typs von Wörterbüchern ähnelt dem allgemeinsprachlicher Gesamtwörterbücher. Und doch gibt es Unterschiede. Die geringe Anzahl der Stichwörter erlaubt es, eine Reihe zusätzlicher Informationen anzugeben. Die in Allgemeinwörterbüchern enthaltenen Informationskategorien werden durch Datentypen ergänzt, die für diese Art von Wörterbüchern typisch sind. Das Informationsprogramm wird um zusätzliche Angaben bereichert wie z. B. Angaben zur Art des Neologismus (Neubedeutung, Neulexem), zur Entstehungszeit bzw. zum Verbreitungsraum, zu der Wortbildungsproduktivität, zur Erstbuchung usw.

Jeder Wortartikel besteht aus sechs Bausteinen, die deutlich benannt werden: Artikelkopf, Schreibung und Aussprache, Bedeutung und Verwendung, Grammatik, Geschichtliches und Sachliches, Kritisches und Normatives. Obligatorisch sind für jeden Wortartikel der Artikelkopf sowie Textbausteine: „Bedeutung und Verwendung“ und „Grammatik“. Die übrigen Angaben sind fakultativ.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Es wird die ständige Bewegung der Sprache und die damit verbundene Herausforderung für die Lexikografie thematisiert, neue Wörter zu erfassen.

1. Lexikografie und ihre Erfordernisse: Dieses Kapitel erläutert das Handwerk der Lexikografen, die Auswahlkriterien für Stichwörter und die Bedeutung von Korpora für die Dokumentation.

2. Theoretische Grundlagen der Neologismenuntersuchung: Es wird der Begriff des Neologismus definiert und die terminologische Vielfalt sowie die Notwendigkeit einer wissenschaftlichen Systematisierung erörtert.

2.1. „Neologismus“ – Versuch einer Definition: Hier werden verschiedene Ansätze zur Definition von Neologismen gegenübergestellt und zeitliche sowie gesellschaftliche Faktoren analysiert.

2.2. Neologismenwörterbücher. Kriterien der Klassifikation: Das Kapitel behandelt die spezifische Einordnung und Abgrenzung von Neologismenwörterbüchern gegenüber allgemeinen Wörterbüchern anhand von Selektionskriterien.

2.3. Lexikografische Aspekte von Neologismenwörterbüchern: Die Struktur und das Informationsprogramm von Neologismenwörterbüchern werden detailliert analysiert und auf ihre Funktionalität geprüft.

2.4. Deutsche Neologismen aus der Sicht von Nicht-Muttersprachlern: Eine empirische Untersuchung zeigt auf, wie Fremdsprachler Neologismen wahrnehmen, verstehen und welche Herausforderungen bei deren Verwendung entstehen.

Zusammenfassung und Ausblick: Abschließend werden die Ergebnisse reflektiert und das Potenzial für zukünftige Vergleichsstudien zwischen verschiedenen Probandengruppen skizziert.

Schlüsselwörter

Lexikografie, Neologismen, Neologismenwörterbuch, Sprachwandel, Wortschatz, Lexem, Sprachkontakt, Stichwortauswahl, Nicht-Muttersprachler, Anglizismen, Sprachnorm, Dokumentation, Wortartikel, Wortbildung, Sprachverwendung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der lexicografischen Erfassung von Neologismen in der deutschen Gegenwartssprache und analysiert die speziellen Anforderungen an Wörterbücher, die neue lexikalische Einheiten dokumentieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Lexikografie als Handwerk, die theoretische Bestimmung dessen, was einen Neologismus ausmacht, und die empirische Untersuchung der Wirkung dieser Begriffe auf Nicht-Muttersprachler.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Neologismenwörterbücher strukturiert sind, welche Kriterien bei der Aufnahme von Wörtern greifen und wie Nutzer mit unterschiedlichem sprachlichem Hintergrund diese neuen Wörter interpretieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Neben einer theoretischen Fundierung durch Literaturrecherche und lexikografische Analysen wurde eine empirische Untersuchung mit zehn Personen nicht deutscher Herkunft durchgeführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen der Neologismenforschung, klassifiziert die Wörterbücher, beleuchtet ihre inneren Strukturen und präsentiert die Ergebnisse der Befragung von Nicht-Muttersprachlern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlagworte sind insbesondere Lexikografie, Neologismen, Wortschatzwandel, Sprachkontakt und die Herausforderung der Normunsicherheit bei neuen Begriffen.

Welche Schwierigkeiten haben Nicht-Muttersprachler mit Neologismen?

Nicht-Muttersprachler sind oft verunsichert durch fehlende Normvorgaben, Schwierigkeiten bei der Abgrenzung zu Fremdwörtern und ein begrenztes intuitives Sprachwissen gegenüber dem Standardwortschatz.

Welche Rolle spielen Anglizismen im Kontext der Neologismen?

Anglizismen bilden einen signifikanten Anteil der neuen lexikalischen Einheiten, werden jedoch von Nicht-Muttersprachlern teils als Bereicherung, teils als Gefahr für den Charakter der deutschen Sprache wahrgenommen.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Neologismenwörterbücher der Gegenwartssprache
Untertitel
Eine linguistische Untersuchung zur Wortschatzbereicherung
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Note
2,3
Autor
Ekaterina Klaer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2007
Seiten
17
Katalognummer
V458858
ISBN (eBook)
9783668900561
ISBN (Buch)
9783668900578
Sprache
Deutsch
Schlagworte
neologismen Lexikographie Lexikologie Wörterbücher gegenwartssprache
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ekaterina Klaer (Autor:in), 2007, Neologismenwörterbücher der Gegenwartssprache, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/458858
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Leseprobe aus  17  Seiten
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