Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Erlebnissen des französischen Diplomaten und Architekten des modernen Essays Michel de Montaigne, indem sie im berühmt gewordenen Reisetagebuch des von Nierenleiden Geplagten zeitsynchron verschiedene Aspekte der Darstellung von weltlicher und geistiger Macht und Herrschaft analysiert. Dabei zeigt sich auf erstaunliche Art und Weise, wie progressiv viele der Ansichten eines Mannes des 16. Jahrhunderts waren.
Inhaltsverzeichnis
- I.) Einleitung
- II.) Das Reisetagebuch – Manifest eines Globetrotters
- III.) Herrschaft im 16. Jahrhundert
- IV.) Aspekte der Machtbeschreibung
- IV.a) Religiöser Pluralismus und lokale Selbstverwaltung – Ein Konzept für Frankreich?
- IV.b) ,,Sie verliert mehr, als sie gewonnen hat“ – Montaigne und die Herrschaft der Signoria
- IV.c) Pontifex Maximus – Die Ewige Stadt
- IV.d) Fleur de lys - Vaterlandstreue
- V.) Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Darstellung politischer und geistlicher Herrschaft in Michel de Montaignes Reisetagebuch von 1580/1581. Sie analysiert einzelne Aspekte der Machtbeschreibung und ordnet sie in den historischen Kontext des 16. Jahrhunderts ein. Ziel ist es, Kontinuitäten, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Darstellung der politisch-ökonomischen und geistlich-kulturellen Herrschaftsstrukturen zu identifizieren.
- Die Rolle religiösen Pluralismus und lokaler Selbstverwaltung in Montaignes Reisetagebuch
- Die Wahrnehmung der Signoria und deren Machtstrukturen durch Montaigne
- Montaignes Beschreibung der Macht des Papstes und der Ewigen Stadt Rom
- Der Einfluss von Montaignes Vaterlandstreue auf seine Reise und seine Beobachtungen
- Die Auswirkungen von Montaignes humanistischen und frühaufklärerischen Ansichten auf seine Betrachtung der Machtverhältnisse
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Reisebeschreibung im 16. Jahrhundert ein und stellt Michel de Montaignes Reisetagebuch und seine Besonderheiten vor. Das Kapitel II behandelt die Biografie Montaignes und erläutert die Entstehung des Reisetagebuchs. Kapitel III bietet einen Überblick über die Herrschaftsformen und Machstrukturen im 16. Jahrhundert, insbesondere in den von Montaigne bereisten Gebieten. Die Kapitel IV.a-IV.d analysieren verschiedene Aspekte der Machtbeschreibung in Montaignes Reisetagebuch und stellen die Wahrnehmung von religiösem Pluralismus, lokalen Selbstverwaltungsstrukturen, der Signoria und des Papsttums durch Montaigne dar.
Schlüsselwörter
Die Hauptschlüsselwörter der Arbeit sind: Michel de Montaigne, Reisetagebuch, Herrschaft, Macht, 16. Jahrhundert, religiöser Pluralismus, lokale Selbstverwaltung, Signoria, Papsttum, Vaterlandstreue, Humanismus, Frühaufklärung.
Häufig gestellte Fragen
Worüber handelt Michel de Montaignes Reisetagebuch?
Es dokumentiert seine Reise durch Europa (1580/1581) und enthält detaillierte Beobachtungen über politische und geistliche Machtstrukturen der damaligen Zeit.
Wie bewertete Montaigne religiösen Pluralismus?
Montaigne zeigte sich erstaunlich progressiv und interessiert an Modellen des friedlichen Nebeneinanders verschiedener Religionen und lokaler Selbstverwaltung.
Was hielt Montaigne von der Herrschaft der Signoria in Italien?
Die Arbeit analysiert seine kritische Sicht auf die venezianische Signoria und seine Feststellung, dass diese Machtform oft mehr verliert, als sie gewinnt.
Wie beschreibt Montaigne die Macht des Papstes?
Er schildert seine Eindrücke von Rom und dem Pontifex Maximus sowohl als geistliches Oberhaupt als auch als weltlichen Herrscher der Ewigen Stadt.
War Montaigne ein früher Aufklärer?
Ja, seine humanistischen Ansichten und die sachliche Analyse von Herrschaftsverhältnissen weisen bereits viele Merkmale der späteren Aufklärung auf.
- Citation du texte
- Josh Fischer (Auteur), 2018, Montaigne und die Macht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/458990