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Psychosoziale Therapien bei chronisch psychischen Erkrankungen. Über die Möglichkeiten der klinischen Sozialarbeit in der Sozialpsychiatrie

Título: Psychosoziale Therapien bei chronisch psychischen Erkrankungen. Über die Möglichkeiten der klinischen Sozialarbeit in der Sozialpsychiatrie

Trabajo Escrito , 2019 , 29 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Rebecca Rederer (Autor)

Trabajo social
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Moderne Entwicklungen und vor allem deren Etablierung in das Aufgabengebiet der Sozialpsychiatrie stehen trotz Psychiatrie-Enquete und häufiger Diskussionen erst am Anfang. Dennoch ist es wichtig, sich zunehmend mit moderneren Ansätzen sowie einer verstärkten Beachtung der sozialen Dimension hinsichtlich der Entstehung und Genese einer psychischen Erkrankung auseinanderzusetzen, um die Wirksamkeit von Behandlungen zu bewahren bzw. zu steigern.

Diese Arbeit beschäftigt sich daher vordergründig mit den Möglichkeiten der klinischen Sozialarbeit in der Sozialpsychiatrie in Bezug auf psychosoziale Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten chronisch psychischer Erkrankungen. Dabei wird in der Bearbeitung der Fokus auf die Vorbeugung von Chronifizierungsprozessen sowie der Minimierung der Auswirkungen solcher Prozesse gelegt.

Die theoretischen Erkenntnisse lassen darauf schließen, dass die klinische Sozialarbeit einen bedeutenden Beitrag angesichts der Behandlungsgrundlagen und der Wirksamkeit psychosozialer Therapien leisten kann, indem sie die bio-psycho-soziale Perspektive als Grundlage ihres Handelns sieht und somit der sozialen Dimension der Erkrankung mehr Aufmerksamkeit zukommen lässt. Ebenso die modernen Behandlungsansätze, wie Recovery und die bedürfnisangepasste Behandlung aus den skandinavischen Ländern, scheinen die Perspektive der klinischen Sozialarbeit einzuschließen. Anzumerken ist jedoch, dass der ausschließliche Einsatz psychosozialer Interventionen kein Ziel moderner Entwicklungen sein, sondern lediglich die Behandlungsmöglichkeiten der Sozialpsychiatrie durch die soziale und psychologische Dimension erweitern soll.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Chronisch psychische Erkrankungen im Überblick

2.1 Epidemiologie

2.2 Ätiologie und Komorbidität psychischer Störungen

2.3 Chronifizierung und deren Folgen

3 Grundlagen in der Behandlung chronisch psychischer Erkrankungen

3.1 Versorgungssystem in der Sozialpsychiatrie

3.2 Psychosoziale Therapie- und Behandlungsmöglichkeiten

3.3 Behandlungsansätze der klinischen Sozialarbeit

3.3.1 Recovery und Empowerment

3.3.2 Bedürfnisangepasste Behandlung (need-adapted treatment)

4 Der Beitrag der klinischen Sozialarbeit in der Sozialpsychiatrie

4.1 Die Wirksamkeit psychosozialer Therapien

4.2 Die Möglichkeit der Vorbeugung von Chronifizierung

5 Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Potenziale der klinischen Sozialarbeit innerhalb der Sozialpsychiatrie, um die Versorgung von chronisch psychisch erkrankten Menschen durch die Implementierung psychosozialer Therapie- und Behandlungsverfahren zu optimieren. Das primäre Ziel ist es, die bio-psycho-soziale Perspektive zu stärken, um Chronifizierungsprozessen präventiv entgegenzuwirken und die Lebensqualität sowie Teilhabemöglichkeiten der Betroffenen nachhaltig zu fördern.

  • Bedeutung der klinischen Sozialarbeit in der Sozialpsychiatrie
  • Prävention von Chronifizierung psychischer Erkrankungen
  • Analyse moderner Behandlungsansätze (Recovery, Empowerment, bedürfnisangepasste Behandlung)
  • Integration der bio-psycho-sozialen Perspektive in die psychiatrische Versorgung

Auszug aus dem Buch

3.3.1 Recovery und Empowerment

Der Recovery-Begriff „könnte mit ‚Genesung’ oder ‚Wiedererlangung der Gesundheit’ übersetzt werden, ein wirklich treffender deutschsprachiger Begriff ist noch nicht gefunden“ (Knuf 2016: 13). Zunächst waren es Betroffene selbst, die aufgrund chronischer oder schwerer psychischer Erkrankungen als „nicht therapierbar“ galten und diese defizitorientierte und negative Prognose nicht akzeptieren wollten (vgl. ebd.). Mittlerweile ist der Recovery-ansatz vor allem im sozialpsychiatrischen Versorgungssystem angekommen (vgl. Gruber, u.a. 2018c: 50). Im Folgenden soll aufgezeigt werden, was Recovery bedeutet und in welchem Zusammenhang dieser Ansatz mit dem Empowermentansatz steht.

„Die theoretische Grundlage der Recovery geht davon aus, dass sich Menschen mit psychischen Problemen (insbesondere Psychosen) eher durch soziale Rollen und Beziehungen sowie durch das Selbstkonzept neu definieren können als durch die Behandlung ihrer Symptome und Einschränkungen.“ (Dammann 2014: 1156). Ein zentrales und bedeutendes Prinzip des Recoveryansatzes ist es also, vor allem die vorherrschenden Annahmen über die Bedeutung von Gesundheit und Erkrankung zu hinterfragen, sich damit oftmals negativ behafteten psychiatrischen Diagnosen und Prognosen entgegenzustellen und vor allem Hoffnung und Zuversicht zu etablieren, mit der Aussicht, dass jeder Mensch zu einem für ihn zufriedendellenden Leben zurückfinden kann (vgl. Clausen, u.a. 2016: 41ff.; vgl. Knuf 2016: 15ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, beleuchtet den Paradigmenwechsel in der Psychiatrie hin zu einer stärkeren Berücksichtigung sozialer Faktoren und definiert den Fokus der Arbeit auf die Möglichkeiten der klinischen Sozialarbeit.

2 Chronisch psychische Erkrankungen im Überblick: Hier werden epidemiologische Daten, ätiopathogenetische Faktoren und der Verlauf chronischer Störungen, exemplarisch an der Depression, dargelegt.

3 Grundlagen in der Behandlung chronisch psychischer Erkrankungen: Dieses Kapitel analysiert das aktuelle Versorgungssystem und stellt moderne, ressourcenorientierte Behandlungsansätze wie Recovery und die bedürfnisangepasste Behandlung vor.

4 Der Beitrag der klinischen Sozialarbeit in der Sozialpsychiatrie: Hier wird die Rolle der klinischen Sozialarbeit als Schnittstelle für psychosoziale Therapien definiert und deren Beitrag zur Wirksamkeit der Behandlung sowie zur Chronifizierungsprophylaxe exploriert.

5 Diskussion: Das abschließende Kapitel reflektiert die theoretischen Ergebnisse kritisch hinsichtlich der praktischen Umsetzbarkeit und vernetzten Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams.

Schlüsselwörter

Klinische Sozialarbeit, Sozialpsychiatrie, Chronifizierung, Psychosoziale Therapie, Recovery, Empowerment, Bio-psycho-soziales Modell, Bedürfnisangepasste Behandlung, Psychische Erkrankungen, Komorbidität, Teilhabe, Versorgungslandschaft, Psychiatrie-Enquete, Prävention, Intervention

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Möglichkeiten und dem Beitrag der klinischen Sozialarbeit zur Behandlung chronisch psychisch erkrankter Menschen innerhalb der Sozialpsychiatrie.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den zentralen Themen gehören die Versorgungsstrukturen der Sozialpsychiatrie, die Bedeutung psychosozialer Therapieverfahren sowie Ansätze zur Prävention von Chronifizierung.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie die klinische Sozialarbeit durch eine bio-psycho-soziale Perspektive die bestehende psychiatrische Versorgung bereichern und chronischen Krankheitsverläufen entgegenwirken kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der theoretischen Auseinandersetzung mit aktuellen Fachkonzepten und Studienergebnissen aus der Sozialpsychiatrie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des aktuellen Versorgungssystems, die Vorstellung psychosozialer Behandlungsansätze wie Recovery und Empowerment sowie die Analyse des konkreten Beitrags der klinischen Sozialarbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Klinische Sozialarbeit, Sozialpsychiatrie, Recovery-Ansatz, Chronifizierung, Empowerment, bio-psycho-soziale Perspektive und psychosoziale Rehabilitation.

Was versteht man in dieser Arbeit unter dem Recovery-Ansatz?

Recovery beschreibt eine Grundhaltung, die nicht die bloße Symptombekämpfung, sondern die Wiedererlangung eines zufriedenen Lebens und die Stärkung des Selbstkonzepts der Betroffenen in den Fokus rückt.

Was ist das Ziel der bedürfnisangepassten Behandlung (need-adapted treatment)?

Dieser Ansatz integriert das soziale Umfeld und die Familie des Betroffenen, um durch kontinuierliche, an den individuellen Bedürfnissen ausgerichtete Maßnahmen Krisen zu bewältigen und Chronifizierung zu vermeiden.

Welche Rolle spielt das "Hamburger Modell" in der Analyse?

Das Hamburger Modell der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf dient als beispielhafte Referenz für eine gelungene integrierte Versorgung und die praktische Anwendung der bedürfnisangepassten Behandlung.

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Detalles

Título
Psychosoziale Therapien bei chronisch psychischen Erkrankungen. Über die Möglichkeiten der klinischen Sozialarbeit in der Sozialpsychiatrie
Universidad
University of Applied Sciences Landshut
Calificación
2,3
Autor
Rebecca Rederer (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
29
No. de catálogo
V459295
ISBN (Ebook)
9783668878594
ISBN (Libro)
9783668878600
Idioma
Alemán
Etiqueta
chronisch psychische Erkrankungen Klinische Sozialarbeit Sozialpsychiatrie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Rebecca Rederer (Autor), 2019, Psychosoziale Therapien bei chronisch psychischen Erkrankungen. Über die Möglichkeiten der klinischen Sozialarbeit in der Sozialpsychiatrie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/459295
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