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Medien als Sozialisationsinstanz. Inwieweit beeinflussen Medien unsere Sozialisation?

Am Beispiel Darknet

Título: Medien als Sozialisationsinstanz. Inwieweit beeinflussen Medien unsere Sozialisation?

Elaboración , 2019 , 7 Páginas

Autor:in: Georg Spann (Autor)

Pedagogía - Pedagogía de los medios
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Digitale Medien werden schon früh im Alltag als "Abbildungsinstanz der Welt" von den heranwachsenden Kindern und Jugendlichen wahrgenommen. Die Heranwachsenden nehmen die Medieninformationen auf und verarbeiten diese, sowie können sie sich selbst aktiv in der Medienwelt inszenieren und an ihr teilhaben. Dadurch werden ihre Einstellungen und ihr Verhalten beeinflusst. Die Informationsbeschaffung sowie das Bedürfnis die eigene Neugier zu stillen um sich in der Umwelt orientieren zu können und dazuzulernen, sind wichtige Anhaltspunkte die für eine Mediennutzung sprechen. Jedoch ist die große Zahl an unterschiedlichen Meinungen gleichzeitig die größte Gefahr der Mediennutzung. So braucht es hierfür die Fähigkeit Medieninhalte kritisch zu analysieren. Diese Form von Medienkompetenz können Eltern und Lehrer aktiv begleiten und festigen.

Im Jugendalter geschieht die Ablösung von den Eltern und die Hinwendung zur Gruppe der Gleichaltrigen zu einem großen Teil über Medien. So nutzen Jugendliche digitale Medien zum Aufbau und zur Pflege von sozialen Beziehungen. Die Selbstdarstellung und gleichzeitig das Feedback von (virtuellen) Freunden trägt wesentlich zur Herausbildung und Formung der jugendlichen identitäten bei. Medien sind deshalb neben Familie, Schule und Peer-Group eine wichtige "Sozialisationsinstanz".

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Medien als Sozialisationsinstanzen für Jugendliche. Probleme, Gefahren für die sozialisatorische Entwicklung

2. Argumentation einer LehrerIn, einer VertreterIn einer bildungspolitischen Institution in einem Gremium, die Integration des Unterrichtsfachs Medienkompetenz (oder auch Medienerziehung) in den Lehrplan fordern.

3. BIG DATA. Bedeutung des zunehmenden Verlusts von Privatsphäre und die mehr und mehr forcierte Verhaltensteuerung (Big Nudging) für das einzelne Individuum (Sozialisation, Identitätsentwicklung) und die Gesellschaft

4. Nutzung sozialer Netzwerke. Folgen für die zwischenmenschliche Kommunikation und Interaktion

5. Nutzen im positiven Sinne (und zu legalen Zwecken) aus dem Gebrauch des Darknets

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die ambivalenten Auswirkungen digitaler Medien auf die Sozialisation von Jugendlichen, wobei ein besonderer Fokus auf den Gefahren der Mediennutzung, dem Bedarf an institutionalisierter Medienkompetenzvermittlung sowie den soziologischen Konsequenzen von Big Data und dem Darknet liegt.

  • Sozialisationsfunktion digitaler Medien und Identitätsentwicklung
  • Gefahrenpotenziale wie Internetsucht, Cybermobbing und Manipulation
  • Notwendigkeit schulischer Medienerziehung und Prävention
  • Folgen der digitalen Verhaltenssteuerung und des Privatsphärenverlusts
  • Differenzierte Betrachtung von Surface-Web, Deep-Web und Darknet

Auszug aus dem Buch

Nutzung sozialer Netzwerke. Folgen für die zwischenmenschliche Kommunikation und Interaktion

Eine Verschiebung der zwischenmenschlichen Kommunikation und Interaktion in den virtuellen Raum hat eine Verfremdung der allgemeinen Wahrnehmung zwischen Realität und den künstlich-erschaffenen virtuellen Welten zur Folge. Diese Verfremdung äußert sich im alltäglichen Verhalten ihrer Nutzer hauptsächlich in einer zunehmenden Distanz zur zwischenmenschlichen Nähe, welche zu einem Verlust von "natürlichen" Kommunikationsitten zur Folge hat. So wird sich nicht mehr in die Augen geschaut oder auch alltägliche Umgangsformen auf verbaler und nonverbaler Ebene flachen mehr und mehr ab. Die Kommunikation von Auge zu Auge erscheint mühselig und flach – während die Kommunikation über das Internet beziehungsweise die sozialen Medien als "Happening" erscheint. Die zwischenmenschliche Kommunikation verkommt mehr und mehr zu einer Vergnügungssucht, welche auf natürlichem Wege nicht mehr gestillt werden kann.

Aber auch das Cybermobbing, die Verunglimpfung von Mitmenschen im virtuellen Raum, ist nicht einfach zu sanktionieren, denn die Anonymität des Internets lässt auch negativen Emotionen freien Lauf und die Impulssteuerung im Bezug auf andere Menschen unterliegt nur wenig den sozialen Normen und dem alltäglichen zwischenmenschlichen Regeln. Es herrscht trotz einer riesigen Menge an privater Informationen eine Anonymität. Die Entwicklung der zwischenmenschlichen Kommunikation wird in die Richtung von kurzen und knappen Nachrichten verkommen, die Zeit für aufwändige Texte kann sich keiner mehr in einer schnelllebigen Welt erlauben. Die unmittelbare Belohnung hierbei ist das größte Problem. Das Belohnungssystem bevorzugt schnelle Belohnungen gegenüber den langfristigen Belohnungen. Das liegt in unserer Genetik aus der Steinzeit verankert und wird zum größten Problem auf der Kommunikationsebene in den nächsten 25 Jahren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Medien als Sozialisationsinstanzen für Jugendliche. Probleme, Gefahren für die sozialisatorische Entwicklung: Dieses Kapitel erläutert die Rolle digitaler Medien als moderne Sozialisationsinstanz und identifiziert Risiken wie Cybermobbing, Internetsucht und Manipulationsgefahren, die eine kritische Medienkompetenz erforderlich machen.

2. Argumentation einer LehrerIn, einer VertreterIn einer bildungspolitischen Institution in einem Gremium, die Integration des Unterrichtsfachs Medienkompetenz (oder auch Medienerziehung) in den Lehrplan fordern.: Der Autor argumentiert für die staatliche Fürsorgepflicht, durch gezielten Unterricht in Medienkompetenz präventiv gegen mediale Gefahren vorzugehen und die jugendliche "Naivität" durch kritische Bildung zu ersetzen.

3. BIG DATA. Bedeutung des zunehmenden Verlusts von Privatsphäre und die mehr und mehr forcierte Verhaltensteuerung (Big Nudging) für das einzelne Individuum (Sozialisation, Identitätsentwicklung) und die Gesellschaft: Es wird der Zusammenhang zwischen Datenverlust, digitaler Verhaltenssteuerung und dem drohenden Verlust der Mündigkeit diskutiert, wobei der Appell zur Aufklärung im Schulalltag hervorgehoben wird.

4. Nutzung sozialer Netzwerke. Folgen für die zwischenmenschliche Kommunikation und Interaktion: Dieses Kapitel thematisiert die Verfremdung menschlicher Kommunikation durch virtuelle Räume und warnt vor einer "Vergnügungssucht" sowie einer Abnahme grundlegender sozialer Umgangsformen.

5. Nutzen im positiven Sinne (und zu legalen Zwecken) aus dem Gebrauch des Darknets: Hier wird das Darknet jenseits krimineller Aspekte beleuchtet und als mögliches Werkzeug zur Umgehung von Zensur in autoritären Regimen sowie als Schutzraum für Privatsphäre gegenüber dem datensammelnden Surface-Web analysiert.

Schlüsselwörter

Medienkompetenz, Sozialisation, Cybermobbing, Internetsucht, Big Data, Big Nudging, Privatsphäre, Darknet, digitale Medien, Medienethik, Kommunikation, Jugendschutz, Aufklärung, Oberflächen-Web, Verhaltenssteuerung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der komplexen Rolle digitaler Medien in der Sozialisation von Jugendlichen und beleuchtet die damit verbundenen Risiken sowie die notwendigen Kompetenzen für einen verantwortungsvollen Umgang.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Mediensucht, Cybermobbing, der Einfluss von Big Data auf das Individuum, die Veränderung der zwischenmenschlichen Kommunikation sowie die Ambivalenz des Darknets.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Gefahren der digitalen Welt aufzuzeigen und zu argumentieren, warum eine institutionalisierte Medienbildung in Schulen unerlässlich ist, um Jugendliche vor Manipulation und Abhängigkeit zu schützen.

Welche wissenschaftliche Perspektive bzw. Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine pädagogisch-argumentative Herangehensweise, ergänzt durch soziologische Reflexionen und Bezüge zu philosophischen Konzepten wie der Aufklärung nach Immanuel Kant.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Gefahrenquellen wie Cybermobbing, die psychologischen Mechanismen hinter Suchtverhalten durch Apps und Spiele sowie die systemischen Risiken durch Big Data und den Verlust der Privatsphäre.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Medienkompetenz, Digitalisierung, Sozialisation, Privatsphäre und kritische Medienbildung charakterisiert.

Warum wird im Text der Fokus auf das Darknet gelegt?

Das Darknet wird als Gegenpol zum "Surface-Web" betrachtet, um aufzuzeigen, dass trotz der bekannten illegalen Nutzung auch positive Aspekte wie Schutz vor Zensur und Datensouveränität existieren.

Inwieweit wird das Konzept des "Big Nudging" kritisiert?

Der Autor kritisiert das "Big Nudging", da es die menschliche Mündigkeit untergräbt und den Nutzer durch Massenmanipulation in eine moderne Form der Unmündigkeit bzw. Sklaverei zurückführen kann.

Final del extracto de 7 páginas  - subir

Detalles

Título
Medien als Sozialisationsinstanz. Inwieweit beeinflussen Medien unsere Sozialisation?
Subtítulo
Am Beispiel Darknet
Universidad
University of Cologne  (Medie)
Curso
Sozialisation: partizipatives Aufwachsen in mediatisierten Lebenswelten
Autor
Georg Spann (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
7
No. de catálogo
V459303
ISBN (Ebook)
9783668973190
ISBN (Libro)
9783668973206
Idioma
Alemán
Etiqueta
Mediensozialisation Sozialisation: partizipatives Aufwachsen in mediatisierten Lebenswelten mediatisierte Lebenswelten Darknet Deep-Web Surface-Web Bildungswissenschaften Studium integrale
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Georg Spann (Autor), 2019, Medien als Sozialisationsinstanz. Inwieweit beeinflussen Medien unsere Sozialisation?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/459303
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