Der sächsische Widerstand im Spiegel des Bruno von Magdeburg


Hausarbeit (Hauptseminar), 2001
24 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. EINLEITUNG

2. BRUNONIS SAXONICUM BELLUM
2.1. Bruno von Magdeburg
2.2. Werk

3. URSPRÜNGE DES SÄCHSISCHEN WIDERSTANDES
3.1. Stammespartikularismus
3.2. lex Saxonum und sächsische libertas

4. AUSLÖSENDE ELEMENTE DER KONFRONTATION
4.1. Revindikationspolitk und Burgenbau
4.2. iniuriae und ”falsche” Berater
4.3. Die Verletzung des Gefolgschaftsverhältnisses

5. WIDERSTAND NACH DER EXKOMMUNIKATION HEINRICHS IV
5.1. Die Königswahl Rudolfs von Rheinfelden
5.2. Heinrich als communis omnium hostis

6. SCHLUßBETRACHTUNG

7. QUELLEN - UND LITERATURVERZEICHNIS
7.1. Quellen
7.2. Literatur

1. Einleitung

Gerade in Sachsen war ein staatlicher Dualismus zwischen König und Adel des mittelalterlichen Reiches besonders deutlich ausgepägt[1]. Die Wahrnehmung von Herrschaftsrechten, die der Adel eigenständig und nicht als ”Delegation königlicher Gewalt”[2] ausübte, hatte bereits seit Anfang des 11. Jahrhundert Spannungen zwischen dem salischen Königtum und den Sachsen zur Folge. Als Heinrich IV. versuchte, eine umfassende Neuordnung und insbesondere den Amtscharakter der Grafschaften in ihrem Gebiet durchzusetzen[3], kam es zu einer Aufstandsbewegung[4], die 15 Jahre andauerte. Der forcierte Landausbau ging gegen die ”sächsische Freiheit, gegen Stammesgewohnheiten bei Grund- und Bodenrecht”[5]. Mit dem Friedensschluß 1088 nahmen die Kämpfe ein Ende; der Einfluß der salischen Kaiser war jedoch in der Folgezeit in sächsischen Angelegenheiten gering[6].

Der Magedeburger Kleriker Bruno schildert in seinem einzigen Werk Bellum Saxonicum die ersten achteinhalb Jahre des Krieges Heinrichs IV. gegen die Sachsen, wobei er sich zwar im Wesentlichen an der Chronologie der Ereignisse orientiert, das Verhalten Heinrichs jedoch stets in den Vordergrund stellt: Fast jedes der 132 Kapitel liest sich wie ein ”Anklagepunkt gegen Heinrich IV. und jede der Anklagen prangert massive Verstöße gegen seine Verpflichtungen und Aufgaben als Herrscher”[7] an: Nach Meinung der sächsischen Fürsten hatte Heinrich durch die Verletzung seiner Pflichten als König und Lehnsherr aufgehört, König zu sein[8], die Sachsen sahen sich somit nicht mehr an die geleisteten Eide gebunden. Immer wieder ersuchten sie um Beratung und eine Entscheidung über die Frage, ob Heinrich noch rechtmäßig König sein könne oder nicht, immer wieder signalisierten sie ihre Bereitschaft, sich einem Schiedsgericht zu unterwerfen. In Brunos Buch erscheint der Sachsenkrieg als eine Kette von endlosen, gescheiterten Versuchen, die Eskalation des Streites mit den der Zeit gemäßen Mitteln beizulegen[9].

In der vorliegenden Arbeit werden - nach einem kurzen Abriß über das Leben Brunos von Magdeburg und sein Werk - die Ursachen, die er für den sächsischen Widerstand nennt, genauer untersucht und das Verhältnis des sächsischen Adels zu Heinrich IV. vor und nach dem Bannspruch Gregors VII. charakterisiert. Abschließend sollen noch einige Überlegungen zur Funktion des Werkes ausgeführt werden.

2. Brunonis Saxonicum Bellum

2.1. Bruno von Magdeburg

Über das Leben des sächsischen Klerikers und Geschichtsschreibers Bruno ist wenig bekannt. Er gehörte dem Kreis der wichtigsten geistlichen Gegner Heinrichs IV. an, diente zunächst Erzbischof Werner von Magdeburg und, nach dessen Tod in der Schlacht von Mellrichstadt im Jahre 1078, Bischof Werner von Merseburg. Seine jeweilige Amtsstellung ist unbekannt, möglicherweise war er in der bischöflichen Kanzlei tätig und dort vornehmlich mit der Wahrnehmung der Korrespondenz betraut[10]. Daß Bruno der in den beiden Urkunden Hermanns von Salm genannte Kanzler Bruno sei, ist nicht erwiesen[11]. Er starb nach 1082, wie aus dem letzten Datum in seinem einzigen Werk, dem 26.12.1081, geschlossen wird[12].

2.2. Werk

Das Bischof Werner von Merseburg gewidmete Buch Saxonicum bellum [13] entstand vermutlich 1082, doch sind spätere Abfassung und unvollständige Überlieferung nicht auszuschließen[14].

In die Darstellung der Auseinandersetzungen flossen Brunos eigene Erfahrungen sowie Briefe von Bischof Werner von Magdeburg und dem Magdeburger Klerus, den sächsischen Großen, aber auch von Heinrich IV. und Gregor VII. ein. Diese Briefe sind nicht immer in der richtigen chronologischen Reihenfolge inseriert, sondern oftmals nach Gesichtspunkten inhaltlicher Gleichartigkeit zusammengefaßt[15] und wurden zur Untermauerung der Darstellung als authentische Zeugnisse aufgenommen, ohne im Weiteren auf sie einzugehen[16]. Zwei der drei Briefcorpora (die sog. ”Magdeburger Briefe” aus dem Jahr 1075 und die ”Sachsenbriefe” von 1078/79) sind nur hier überliefert[17].

Darüber hinaus beruft sich Bruno auf genau bezeichnete, allerdings namentlich nicht genannte Königsgegner und unterscheidet zwischen dem, was er für sicher und bezeugt ansieht und dem, für dessen Wahrheitsgehalt er nicht bürgen will[18]. Er nennt Quellen manchmal absichtlich nicht, nimmt Gerüchte in seine Darstellung mit auf[19] und stellt manchen Berichten zum Schein der Unparteilichkeit ein ”fama fuit” oder ”fertur” voran[20]. Nicht nur aus diesem Grund ist eine kritische Perzeption des Werkes angebracht; auch ist Brunos Parteinahme für die Sachsen stets mit zu berücksichtigen.

3. Ursprünge des sächsischen Widerstandes

3.1. Stammespartikularismus

Die Ursachen des sächsischen Widerstandes wurzeln bereits in der Zeit Heinrichs III., als die Hauptlast für den Unterhalt des Königshauses bei den Sachsen lag. Die Spannungen wurden verschärft durch die Politik des Erzbischofs Adalbert von Bremen, der eine herzogähnliche Stellung anstrebte, und dadurch in in scharfe Gegnerschaft zu den Billungern geraten war[21]. Als einer der wichtigsten Ratgeber des Königs verkörperte er dessen Politik, was das Verhältnis der Sachsen zum Königshaus zusätzlich beeinträchtigte. Unmittelbar nach dem Tode Heinrichs III. im Jahr1057 brach die ”latente Feindschaft”[22] gegen das salische Königshaus aus:

”Principes Saxoniae crebris conventiculis agitabant de iniuriis, quibus sub imperatore affecti fuerant, arbitrabanturque pulchre sibi de his satisfactum fore, si filio eius, dum adhuc aetas oportuna iniuriae esset, regum eriperent; nec procul ab fide aberat filium in mores vitamque patris pedibus, ut aiunt, iturum esse.” [23]

In der zeitgenössischen Geschichtsschreibung wurden Mißstimmungen und coniurationes bereits für die Jahre 1067[24], 1069[25] sowie 1071[26] vermerkt. Der sächsische Stammespartikularismus[27] hatte sich während der Minderjährigkeit Heinrichs IV. offenbar neu belebt[28].

3.2. lex Saxonum und sächsische libertas

Eine Sonderstellung nahmen die Sachsen ferner aufgrund ihrer lex Saxonum [29] ein: Zweimal erwähnten Geschichtsschreiber im 11. Jh., daß Könige zu Beginn ihrer Herrschaft beim Königsumritt den Sachsen, die hier ein ausgesprochen ”selbstbewußtes, forderndes Auftreten einem bereits gewählten König gegenüber”[30] zeigten, ihr Recht bestätigen mußten: Thie tmar von Merseburg schildert für das Jahr 1002[31], daß Heinrich II. den Sachsen die Wahrung alten Rechts zusichern mußte: ”Legem igitur vestram non in aliquo corrumpere, sed [...] in omni- bus adimplere”. Parallel dazu schildert Wipo eine Art ”Nachwahl” Konrads II. zu Weihnachten 1024 in Minden, wo die anwesenden Adligen dem König offenbar erst nach Bestätigung ihrer lex huldigten: ” Reversus rex de Ribuariis ad Saxoniam venit; ibi legem crudelissimam Saxonum [32] secundum voluntatem eorum constanti auctoritate roboravit” [33]. Nach sächsischer

Meinung mußte das Königtum von den Sachsen ausgehen und verliehen werden[34]. Schon Thietmar von Merseburg schrieb ”Fremdherrschaft ist das größte Elend, die Unterdrückung und große Gefahr für die Freiheit bringt sie mit sich”[35]. Er identifizierte libertas mit Vorteilen und Privilegien für das Volk, aus dem die Königsfamilie stammte. Daneben wurde besonderer Wert darauf gelegt, daß die Sachsen niemals Tribut - bis auf den Zehnten - entrichten mussten[36].

Die Losung des großen Sachsenaufstandes gegen Heinrich IV. ist die libertas[37], die des Einzelnen sowie die aller Sachsen. In der Rede des Erzbischofs Gebhard von Salzburg wird als einziger Kriegsgrund Heinrichs der Wunsch, die Sachsen versklaven zu wollen, genannt: ”... cum nulla fuisset ei causa bellorum, nisi quod servos habere volebat filios hominum liberorum”[38] . Davon war auch Lampert von Hersfeld überzeugt:

”...magnum quiddam et a nullo maiorum suorum antehac temptatum machinari cepit, videli- cet ut omnes Saxones et Turingos in servitutem redigeret et predia eorum fisco publico adice- ret” [39], er berichtet sogar von dem Gerücht, Heinrich habe die Sachsen vollständig ausrotten wollen[40]. Untersucht man die sächsischen Beschwerden allerdings genauer, ist eher von den Freiheiten des Einzelnen in seinem Besitzstand, von individuellen Streitfällen und von Kränkungen die Rede, als von einer Bedrohung der Freiheit des ganzen Volkes[41]. Bei den Sachsen kam zum individuellen Widerstandsrecht die Vorstellung, die iniuria einzelner sei auch die iniuria aller: ” violatae regiae maiestatis iniuriam non ad se solum pertinere, publicam esse contumeliam omnium eoreum, qui se regem creassent” [42] . Als Heinrich zu Beginn seiner Alleinregierung begann, im östlichen Sachsen die königlichen Rechte durch Zeugenaussagen feststellen zu lassen und diese einforderte, entzündeten sich erste Auseinandersetzungen an

Erb- und Besitzfragen zwischen dem König und dem sächsischen Adel[43]. Die sächsischen Fürsten waren der Überzeugung, daß die besitzrechtlichen Maßnahmen auf den schmachvollen Verlust der von den ---Vätern ererbten Freiheit hinauslaufen würden[44].

4. Auslösende Elemente der Konfrontation

In der königsfeindlichen Historiographie[45] ist der Ausbruch des Konfliktes direkte Folge des auf Anraten Adalberts von Hamburg-Bremen begonnenen Burgenbaus[46] und der anschließenden Belegung dieser Bur gen mit Landesfremden. Die Übergriffe und Ausschreitungen der schwäbischen Besatzungen auf sächsischen Besitz wurden von Heinrich gedeckt[47]. Für königsfreundliche Quellen[48] war die ”Zügellosigkeit”[49] der Sachsen während der Regentschaft Grund für den König, Burgen errichten zu lassen, um ” neglectas leges restituere” [50], in der Vita Heinrici IV. imperatoris griffen die Sachsen sogar ohne erkennbares Motiv plötzlich zu den Waffen:

Igitur Saxones, gens dura, bellis aspera, tam preceps ad arma quam audax, vendicans sibi praerogativam laudis ex incepto furoris, repente super regem armis ruebant” [51].

[...]


[1] vgl. Jordan (1958) S. 3f. Das Problem, das aus der Entstehungs- und Entwicklungszeit der Herzogsgewalt in Sachsen stamme, wurde verschärft durch ein sächsisch geprägtes Reichsverständnis ostsächsischer Adliger, das noch aus ottonischer Königszeit herrührte.

[2] ebda.

[3] Weinfurter (1992) S. 120.

[4] Von Anfang an war nur das östliche Sachsen und das nördliche Thüringen beteiligt; auch die Führung lag in ostsächsischer Hand , vgl. Jordan (1970), S. 547.

[5] Giese (1991) S. 292.

[6] Vgl. Jordan (1970) S. 548. Selbst auf Bischofseinsetzungen übten die Salier in der Folge nur noch teilweise Einfluß aus; Heinrich IV. hatte Sachsen seit 1089 nicht mehr betreten.

[7] Althoff (1992) S. 104.

[8] in der fingierten Rede Ottos von Northeim heißt es: ”Dum michi rex erat et ea, quae sunt regis, faciebat, fidelitatem, quam ei iuravi, integram et impollutam servavi; postquam vero rex esse desivit, cui fidem deberem servare, non fuit.” s. Bruno c. 25, S. 29.

[9] Vgl. Althoff (1992) S. 97.

[10] Die zahlreichen Briefe in seinem Werk legen das jedenfalls nahe: Vgl. Buchner in der Einleitung der ”Ausgewählten Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters 12”, S. 28.

[11] Vgl. Kost (1962) S. 130f.

[12] bzw. nach 1100, falls er mit Kanzler Bruno identisch war.

[13] Lediglich eine einzige Handschrift ist in der Leipziger Universitätsbibliothek erhalten. Darüber hinaus existiert das Werk nur gekürzt um den Prolog und die Briefe, in den Gesta archiepiscoporum (1143/44 ) und im sogenannten Annalista Saxo aus dem Jahr 1152, verfaßt von Abt Arnold, der alle rhetorischen Ausschmückungen wegließ: Vgl. Schmale (1962) S. 236.

[14] Mit Sicherheit kann nur gesagt werden, daß Bruno das Werk nach dem 26. Dez. 1081 und vor dem Todestag Werners von Merseburg am 11. oder 12. Januar 1093 beendete. Die Widmung deutet auf die Zeit der ”politischen Gegnerschaft” des Bischofs hin, die lediglich bis zum Frühjahr 1088 andauerte: Vgl. Sprigade (1967) S.545 und Kost (1962) S. 13, Anm. 2.

[15] Zur Chronologie der Sachsenbriefe s. Kost (1962) S. 121f.

[16] ebda. S. 17

[17] ebda.

[18] ”Sed quia huius rei veritatem michi non contigit agnoscere, placui michi eam inter ambigua relinquere, quamvis paene omnibus versaretur in ore.” s. Bruno c.12, S. 20.

[19] ”... cuius vocabulum sicut aliorum multorum sponte praetereo...” s. Bruno c.14, S. 21. ”Fama fuit, quod quendam de familiaribus adolescentem nobilissimum sua manu, [...] interfecerit...”

[20] s. Bruno c. 12, S. 20.

[21] Jordan (1970) S. 545.

[22] Wilke (1970) S. 27.

[23] Lampert von Hersfeld, Annales ad a. 1057, S. 71. Giese sieht hierin einen Hinweis auf eine Schwurgemeinschaft aus ottonischer Zeit: Vgl. Giese (1991) S. 284.

[24] Berthold, Annales ad a. 1067, S. 273: ”Saxonia civili laborat discordia...”, zit. nach Giese (1991) S. 286.

[25] Annales altahenses maiores ad a. 1069, S. 77: ”Proxima etenim aestate duodecim Francorum et Saxonum principes contra regem coniuraverunt.. .”, zit. nach Giese (1991) S. 286.

[26] Berthold, Annales ad a. 1071, S. 275: ”Heinricus rex multas insidias a Saxonibus passus, viriliter omnes transivit”, zit. nach Giese (1991) S. 286.

[27] Vgl. hierzu: Jordan (1970) S. 530 - 548 sowie Anm. 1: Dieser gründet in den verfassungsmäßigen Strukturen in Sachsen, die seit der Eingliederung in das fränkische Reich im Unterschied zu den anderen Stämmen in Germanien keine monarchische Spitze ausgebildet hatten. Unter den Ottonen war Sachsen fast ein Jahrhundert lang die wichtigste Königslandschaft in Deutschland, mit dem sächsischen Klerus als wesentliche Stütze in der Reichsverwaltung. Heinrich I. und Otto I. behielten das herzogliche Amt in Sachsen auch als Könige bei; erst nach dem Tode Ottos I. ging die herzogliche Gewalt an die Billunger. Selbst dann war diese niemals so stark ausgeprägt wie bei den anderen Stämmen, denn daneben leitete eine große Zahl geistlicher und weltlicher Herrschaftsträger ihre Gewalt unmittelbar vom König ab und betrachtete sie teilweise als Ausübung eigener Rechte. Vgl. auch Giese (1979) S. 8f: Die Sachsen kannten eine monarchische Spitze nur im Kriegsfall, wenn ein dux lediglich für die Dauer eines Feldzuges gewählt wurde.

[28] Wilke (1970) S. 27.

[29] Das Sachsenrecht bestand ab der zweiter Hälfte des 10. Jh. bis Anfang des 13. Jh. nur in der Überlieferung durch Mündlichkeit und Verhaltensweisen. Wenn von ”Sachsenrecht” gesprochen wird, ist dieses nichtschriftlich überlieferte Recht gemeint. Vgl.. Theuerkauf (1991) S. 416.

[30] Giese (1991) 1991, S. 276.

[31] Thietmari Merseburgensis episcopi Chronicon V,16, zitiert nach Giese (1979) S. 29.

[32] Schlesinger versteht unter der lex crudelissima das Recht des sächsischen Stammes in Bezug auf beschnittene Rechte des Königtums; Boshoff sieht darin das sächsische Strafrecht Vgl. Boshof (1987) S. 40 und Schlesinger (1972) S. 29.

[33] Wipo, Gesta Chuonradi, cap. 6., zit. nach Giese (1979) 1979, S. 31.

[34] Leyser (1991) S. 75.

[35] Thietmari Merseburgensis episcopi Chronicon, I, 19, zit. nach Leyser (1991) S. 73.

[36] Leyser (1991) S. 70.

[37] ebda. S. 67. Eine präzise Definition dieser ”Freiheit” findet sich in den Quellen leider nicht. Vgl. auch Giese (1991) S. 292.

[38] Bruno c.127, S. 120.

[39] Lampert, Annales ad a. 1073, S.147.

[40] ebda: ”... volebat in Saxoniam exercitum ducere et deletis usque ad internicionem Saxonibus loco eorum gentem Suevorum constituere”.

[41] Vgl. die Gravamina der Fürsten nach der Rede Ottos von Northeim, Bruno c. 26, S. 30f. Folgerichtig schworen die Bischöfe daraufhin einen Eid, ganz Sachsen verteidigen zu wollen, während die Fürsten von ihrer Freiheit sprechen: ”... iuraverunt episcopi quidem ut, [...], totis viribus ecclesiarum suarum necnon et totius Saxoniae libertatem contra omnes homines defenderent, laici vero, ut, quamdiu viverent, libertatem suam non amitterent terramque suam nullum deinceps violenter praedari permitterent.”

[42] Lampert, Annales ad a. 1073, S. 157.

[43] Giese (1991) 1991, S. 287.

[44] ”... acceptam a parentibus libertatem per dedecus amittere”, s. Lampert, Annales ad a. 1073, S. 148.

[45] Brunonis Saxonicum Bellum und Lamperti Annales.

[46] ”... mox ut Adalbertum Bremensem episcopum nactus est consiliarium, ipsius suasionibus coepit in desertis locis altos et natura munitos montes quaerere et in his huiusmodi castella fabricare,...”: Bruno c. 16, S. 22. Vgl. auch Weinfurter (1992) S. 120: Adalbert habe seinen Einfluß geltend gemacht, diese Aktionen vorwiegend gegen die Sachsen zu richten. Nach Bruno sei Gleiches auch für Schwaben und Ostfranken geplant gewesen: Bruno c. 17, S. 24: ” Volebat enim rex etiam Suevos violenter opprimere ” und Bruno c. 30, S. 33: ”...praesertim quia eadem mala etiam Suevis et orientalibus Francis inferre voluerat.”

[47] Lampert, Annales ad a. 1073, S. 146: ”...dicente rege ista eos pro iniusta decimarum retentione pati...”.

[48] Carmen de Bello Saxonico und Vita Heinrici IV. Imperatoris

[49] s. Carmen de Bello Saxonico I, v.11-14, 22-23: ”Domni regis adhuc pueri gens effere laxis Dum fluit imperiis nec habebat iuratimoris, Non falsum vero nec iniquum segregat aequo. Quod fuerat libitum sibi quisque sectus eorum [...] Ante nimis laxas huic genti strinxit habenas, Iura dedit, leges statuit, cohibenda coercet,.[...]” und Vita Heinrici IV. imperatoris c 2, S. 14: Quod illi non iusticiam, sed iniuriam reputantes, et qui legem abiecerant, lege constringi, [...] frena pati respuentes...”.

[50] Vita Heinrici IV. imperatoris, c.2, S. 14.

[51] ebda. c.3, S. 14f.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Der sächsische Widerstand im Spiegel des Bruno von Magdeburg
Hochschule
Universität zu Köln  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Die Geschichtsschreibung der Salierzeit
Note
1,0
Autor
Jahr
2001
Seiten
24
Katalognummer
V45941
ISBN (eBook)
9783638432542
Dateigröße
739 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Widerstand, Spiegel, Bruno, Magdeburg, Geschichtsschreibung, Salierzeit
Arbeit zitieren
Elke Timme (Autor), 2001, Der sächsische Widerstand im Spiegel des Bruno von Magdeburg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/45941

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