Diese Arbeit beschäftigt sich mit Führung in Konfliktsituationen. Nach einer Einleitung, die sich mit der Frage beschäftigt, was gute Führung in der heutigen Zeit ausmacht, folgt die Beschreibung des Aufbaus der Arbeit und eine kurze theoretische Definition des Begriffs Führung.
Im Anschluss wird ein Überblick zu der Entwicklung der Führungsansätze im Wandel der Zeit gegeben. Neben der Unterscheidung von drei traditionellen Ansätzen werden moderne Führungsansätze und das InLeaVe New Leadership Modellaufgezeigt. Im nächsten Abschnitt werden einzelne Modelle zur Konfliktlösung vorgestellt. Dabei handelt es sich um das übertragene Eisbergmodell auf Konflikte, die gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg und die klassischen Konfliktlösungsstrategien nach von Au.
Diese theoretische Ausarbeitung stellt die Basis für die nachfolgende Reflexion dar. Diese beginnt mit einer persönlichen Schilderung des erlebten Führungsverhaltens. Darauffolgend wird anhand eines Falleispiels aus der beruflichen Praxis die erlebte Führung in einer Konfliktsituation (aus Mitarbeitersicht) reflektiert. Den Schluss der Arbeit bilden eine kurze Zusammenfassung der gewonnenen Erkenntnisse der Autorin und eine Diskussion der aufgedeckten Limitationen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Führung im 21. Jahrhundert
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Fundierung von Führungsdefinitionen und Führungsansätzen
2.1 Begriffsdefinition Führung
2.2 Der Wandel von klassischen zu modernen Führungsansätzen
2.2.1 Personenzentrierte Führungsansätze
2.2.2 Verhaltensorientierte Führungsansätze
2.2.3 Situationsorientierte Führungsansätze
2.2.4 New Leadership – Führung im Wandel
3 Konflikte – eine besondere Herausforderung der modernen Führungskraft
3.1 Definition und Formen von Konflikten
3.2 Theoretische Ausarbeitung ausgewählter Konfliktlösungsmodelle
3.2.1 Klassische Konfliktlösungsstrategien nach von Au
3.2.2 Übertragenes Eisbergmodell auf Konflikte
3.2.3 Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg
4 Reflexionsteil
4.1 Reflexion des Verhaltens der Führungskraft
4.2 Reflexion einer persönlichen Konfliktsituation
5 Zusammenfassung der Ergebnisse
6 Diskussion der Ergebnisse
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit den Anforderungen an eine moderne Führungspersönlichkeit im 21. Jahrhundert auseinander, wobei der Schwerpunkt auf der theoretischen Fundierung von Führungsansätzen und der praktischen Bewältigung von Konfliktsituationen liegt.
- Historischer Wandel von klassischen zu modernen Führungsansätzen
- Analyse der Rolle von Konflikten als Führungsherausforderung
- Einsatz von Konfliktlösungsmodellen wie dem Eisbergmodell und gewaltfreier Kommunikation
- Persönliche Reflexion des Führungsverhaltens im beruflichen Kontext
- Gegenüberstellung von theoretischem Anspruch und praktischer Umsetzung
Auszug aus dem Buch
3.1 Definition und Formen von Konflikten
Der Begriff Konflikt und dessen Erscheinung sind allgegenwärtig, vor allem aber auch in der Berufswelt. Kurt Lewin lieferte dazu 1931 eine klassische, allgemeine Begriffsdefinition: „Ein Konflikt (…) ist psychologisch zu charakterisieren als eine Situation, in der gleichzeitig entgegengesetzt gerichtete, dabei aber annähernd gleich starke Kräfte auf das Individuum einwirken“ (Lewin, 1931, S. 11). Neben Lewins klassischer Definition bestehen zahlreiche weitere Definitionen, welche alle die Gegensätze zwischen den Zielen und Interessen der Parteien betonen.
Der Konfliktforscher Friedrich Glasl versucht daraus eine Synthese und versteht mit seiner detaillierten Begriffsdefinition unter einem Konflikt „…eine Interaktion zwischen Aktoren (Individuen, Gruppen, Organisationen usw.), wobei wenigstens ein Aktor Unvereinbarkeiten im Denken / Vorstellen / Wahrnehmen und / oder Fühlen und / oder Wollen mit dem anderen Aktor (den anderen Aktoren) in der Art erlebt, dass im Realisieren eine Beeinträchtigung durch einen anderen Aktor (die anderen Aktoren) erfolge" (Glasl, 2017, S. 24).Zusätzlich unterscheidet Mehring (2009) zwischen intrapersonellen, d. h. Konflikte innerhalb einer Personund interpersonellen Konflikten, d.h. Konflikte zwischen Personen. Ken Thomas (1976) nennt hierzu noch gegensätzliche Absichten und seelische Tätigkeiten wie Wahrnehmung, Gefühle, Verhalten für das Auftreten von Konflikten als ausschlaggebend.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die komplexen Anforderungen an Führungskräfte im 21. Jahrhundert und stellt den Aufbau der Arbeit sowie die theoretische Definition von Führung vor.
2 Theoretische Fundierung von Führungsdefinitionen und Führungsansätzen: Dieses Kapitel erläutert den Wandel von klassischen, eindimensionalen Führungsansätzen hin zu modernen Modellen wie dem New Leadership, die verstärkt auf Partizipation und Sinnorientierung setzen.
3 Konflikte – eine besondere Herausforderung der modernen Führungskraft: Hier werden Definitionen von Konflikten diskutiert und drei wesentliche Lösungsmodelle – das Eisbergmodell, die gewaltfreie Kommunikation und klassische Strategien nach von Au – theoretisch hergeleitet.
4 Reflexionsteil: Dieser Abschnitt dient der praktischen Anwendung des theoretischen Wissens durch die Reflexion des Führungsverhaltens einer Vorgesetzten sowie einer konkreten Konfliktsituation aus der Perspektive der Autorin.
5 Zusammenfassung der Ergebnisse: Die Ergebnisse der theoretischen Analyse und der persönlichen Reflexion werden hier strukturiert zusammengefasst.
6 Diskussion der Ergebnisse: Abschließend werden die Limitationen der Arbeit reflektiert, wobei insbesondere die subjektive Sichtweise und Generationenunterschiede kritisch hinterfragt werden.
Schlüsselwörter
Führung, Leadership, New Leadership, Konfliktmanagement, Eisbergmodell, Gewaltfreie Kommunikation, Führungskraft, Personalführung, Reflexion, Arbeitswelt 21. Jahrhundert, Motivation, Mitarbeiterführung, Teamführung, Win-Win-Strategie, Management.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Anforderungen an eine moderne Führungskraft und beleuchtet insbesondere den Umgang mit Konflikten im Arbeitsalltag anhand theoretischer Modelle und persönlicher Erfahrungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind der Wandel von Führungsstilen, die Bedeutung von Konfliktmanagement sowie die praktische Anwendung von Kommunikations- und Lösungsstrategien in der Führung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, durch die Verknüpfung von wissenschaftlicher Theorie und persönlicher Reflexion ein tieferes Verständnis für effektive Führung und Konfliktlösung in der modernen Berufswelt zu entwickeln.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu Führungs- und Konflikttheorien sowie einer qualitativen Reflexion der persönlichen beruflichen Erfahrungen der Autorin.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Darlegung von Führungsansätzen und Konfliktmodellen sowie einen umfangreichen Reflexionsteil, der diese Modelle auf ein konkretes Fallbeispiel anwendet.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie New Leadership, Konfliktmanagement, Gewaltfreie Kommunikation, Führung und Selbstreflexion beschreiben.
Wie hilft das Eisbergmodell bei der Konfliktlösung?
Das Eisbergmodell verdeutlicht, dass viele Konflikte ihre Ursache in sozioemotionalen Hintergründen haben, die unter der Oberfläche liegen. Durch deren Aufdeckung können Konflikte ganzheitlicher und nachhaltiger gelöst werden.
Was ist der Kern der "Gewaltfreien Kommunikation" nach Rosenberg?
Der Kern der GFK liegt in einer wertschätzenden Grundhaltung, die Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis und Bitte klar voneinander trennt, um Kommunikation ohne moralische Vorwürfe zu ermöglichen.
Welche Limitationen sieht die Autorin in ihrer Arbeit?
Die Autorin weist darauf hin, dass die Arbeit lediglich ihre subjektive Sicht als Mitarbeiterin widerspiegelt und die Interpretation der Motive der Vorgesetzten hypothetischen Charakter hat.
- Arbeit zitieren
- Susanne Hofbauer (Autor:in), 2018, Anforderungen an die moderne Führungskraft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/459454