Crowdfunding. Eine Finanzierungsalternative für Start-up-Unternehmen


Hausarbeit, 2019
35 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel und Gang der Arbeit

2. Einfluss der Crowdfunding Finanzierung
2.1 Begriffliche Grundlage und Einordnung
2.2 Auswirkungen des Crowdfundings auf den Shareholder Value
2.3 Beziehungskonstellationen beim Crowdfunding unter Berücksichtigung der Prinzipal-Agenten-Theorie
2.4 Chancen und Risiken einer Finanzierung über Crowdfunding

3. Überblick empirischer Befunde zum Crowdfunding

4. Analyse der Crowdfunding-Kampagne „Meine-Spielzeugkiste“

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Begriffsübersicht Crowdsourcing und Crowdfunding 3

Abbildung 2: Crowdfunding zur Schließung des Early-Stage-Gaps 5

Abbildung 3: Shareholder-Value-Netzwerk 7

Abkürzungsverzeichnis

Fraunhofer ISI Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung KMU Kleine und mittelständische Unternehmen WACC Weighted Average Cost of Capital

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

Die Digitalisierung hat die Welt verändert. Mit Durchdringung der Digitalisierung in alle Lebensbereiche wurde zum einen die Verfügbarkeit von Informationen deutlich erhöht, zum anderen wurden neue Möglichkeiten der Vernetzung geschaffen.1 Dies gilt sowohl für den privaten Bereich, als auch für das Unternehmertum. Blickt man zurück, so wurde in der analogen Welt der Gründungsprozess noch getrennt von der Öffentlichkeit durchgeführt. Durch die wachsende digitale Vernetzung hat sich dies geändert, sodass Ideen nicht nur kostengünstig und schnell über das Internet mit vielen Menschen geteilt werden können, es haben sich auch neue Möglichkeiten der Finanzierung von Unternehmen und Projekten entwickelt. Eine dieser Möglichkeiten stellt das Crowdfunding dar, wobei der Gründungsprozess oftmals transparent im Internet stattfindet.2 Crowdfunding, als Oberbegriff, kann in verschiedene Arten unterteilt werden. Allgemein beschreibt es die Beteiligung an einer Finanzierung einer Vielzahl an Menschen gemeinsam über das Internet.3 Da das Crowdfunding in der Gründungs- und Innovationsfinanzierung immer mehr an Bedeutung zunimmt, ergibt sich die zentrale Fragestellung, ob Crowdfunding eine wirtschaftlich günstige Finanzierungsalternative für Start-up-Unternehmen darstellen kann.

1.2 Ziel und Gang der Arbeit

Die Analyse sowie die kritische Beurteilung der Finanzierung über Crowdfunding, zunächst im theoretischen Kontext und anschließend anhand eines Überblicks der empirischen Befunde zu diesem Thema sowie einer eigens durchgeführten Analyse einer erfolgreich Crowdfunding-Kampagne, stellen das Ziel dieser Arbeit dar.

Zunächst werden im ersten Kapitel die Problemstellung sowie Ziel und Gang der Arbeit beschrieben. Darauffolgend beinhaltet das zweite Kapitel neben der begrifflichen Grundlage die Beschreibung und Anwendung zweier Theorien auf das genannte Thema. Das Kapitel endet mit der Erörterung der Chancen und Risiken des Crowdfundings. Im dritten Kapitel erfolgt zunächst ein Literaturüberblick um eine Übersicht der zugrundeliegenden Literatur zu erhalten. Anschließend wird das Crowdfunding anhand einer erfolgreich durchgeführten Kampagne analysiert, wodurch die in Kapitel zwei aufgeführten theoretischen Grundlagen untermauert werden sollen. Das vierte Kapitel bildet mit dem Fazit den Abschluss dieser Arbeit, in welchem die zentrale Fragestellung noch einmal aufgegriffen und beurteilt wird.

2. Einfluss der Crowdfunding Finanzierung

2.1 Begriffliche Grundlage und Einordnung

Der Begriff Crowdfunding findet seinen Ursprung im englischen Sprachraum und kann aus der Idee des Crowdsourcings abgeleitet werden.4 Crowdsourcing wird aus den Begriffen Crowd und Outsourcing zusammengesetzt und beschreibt die Auslagerung einzelner interner Aufgaben an eine Vielzahl von Nutzern oder Interessenten,5 beispielsweise über das Internet.6

Das Crowdfunding selbst kann mit dem deutschen Synonym der Schwarm-finanzierung übersetzt werden.7 Einfach ausgedrückt stellt es die Finanzierung einer Unternehmung durch eine Gruppe von Einzelpersonen anstelle professioneller Parteien, wie beispielsweise Banken, Risikokapitalgebern oder Business Angels dar. Es beschreibt somit eine Finanzierungsform, die mit dem Ziel der Erhaltung finanzieller Mittel für ein Projekt oder Unternehmen, über einen öffentlichen Aufruf, meist über das Internet, initiiert wird.8 Dabei kann das Crowdfunding sowohl als direkte oder indirekte Finanzierung stattfinden. Versucht die kapitalsuchende Partei durch einen eigenen Aufruf, wie beispielsweise das Verschicken von E-Mails an Kunden, selbst die Finanzierung zu erhalten, so spricht man vom direkten Crowdfunding.9 Bei der indirekten Finanzierung hingegen gibt es einen eingeschalteten Intermediär zwischen den zwei anderen Parteien, in der Regel eine Crowdfunding-Plattform.10 Das bedeutet, dass es im Crowdfunding-Prozess in der Regel drei verschiedene Hauptakteure gibt. Neben der Plattform als Intermediär sind dies zum einen die Kapitalnehmer in Form der Unternehmen oder Projekte und zum anderen die Einzelpersonen als Kapitalgeber, also die Crowdinvestoren.11 Mittlerweile sind zahlreiche Plattformen entstanden, die als Vermittler zwischen den Crowdfundern und den Einzelpersonen stehen.12 Das US-amerikanische Portal „Kickstarter“ stellt dabei die weltweit größte Crowdfunding-Plattform für kreative Projekte dar und bietet mit 15 verschiedenen Kategorien ein großes Angebot für potentielle Investoren. „Startnext“ mit Sitz in Berlin ist die größte Plattform im deutschsprachigen Raum.13 Daneben gibt es noch andere größere sowie zahlreiche kleinere Plattformen.

Hinsichtlich der Verwendung der finanziellen Mittel sowie der Rückflüsse an die Kapitalgeber können verschiedene Arten des Crowdfundings definiert werden. In der nachfolgenden Abbildung sollen der Ursprung des Crowdfundings sowie dessen Arten kurz dargestellt und anschließend näher erläutert werden:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Begriffsübersicht Crowdsourcing und Crowdfunding

Quelle: eigene Darstellung, in Anlehnung an Wikimedia

Die Idee der Schwarmfinanzierung ist ursprünglich aus dem künstlerischen Bereich entstanden. Vor einer Albumproduktion wurden Gelder der Fans von den jeweiligen Bands gesammelt und eine Gegenleistung, wie etwa ein Treffen oder eine signierte CD, versprochen.14 Das klassische Crowdfunding wird somit auch Reward-Based Crowdfunding oder Crowdsponsoring genannt.15 Typisch für diese Art ist, dass die Kapitalnehmer den Kapitalgebern eine Art der Belohnung bieten, beispielsweise das entwickelte Produkt anschließend zum Sonderpreis zu beziehen16 oder die namentliche Nennung der Investoren im Abspann eines erfolgreich finanzierten Filmes.17 Beim Donation-Based Crowdfunding stammen die zu finanzierenden Projekte oftmals ebenfalls aus dem künstlerischen Bereich, allerdings erfolgt die Investition nicht mit dem Ziel finanzieller Rückflüsse, sondern ausschließlich im Zeichen finanzieller Unterstützung.18 Daher wird es auch als spendenbasiertes Crowdfunding bezeichnet. Die Finanzierung von gemeinnützigen Zwecken oder Projekten durch Spenden steht im Vordergrund. Beim Lending-Based Crowdfunding, auch Crowdlending genannt, wird dem Unternehmen Fremdkapital über viele Privatanleger zur Verfügung gestellt, d.h. es werden Kleinkredite über die Internet-Plattform vergeben.19 Der risikofreie Zinssatz sowie der Zeitraum sind dabei zuvor festgelegt.20 Das Equity-Based Crowdfunding wird auch Crowdinvesting genannt und stellt das Pendant zum Donation-Based Crowdfunding dar.21 Anleger beteiligen sich durch ihre Investition am Unternehmen und erhalten im Erfolgsfall eine Beteiligung am Gewinn. Insbesondere in Deutschland erhält der Investor mittels Crowdinvesting aber keine echte Beteiligung am Unternehmen. Stattdessen handelt es sich oftmals um Nachrangdarlehen oder stille Beteiligungen, das heißt, dass es für die Investoren keine Mitbestimmung gibt.22 Mittlerweile findet das Crowdinvesting in den verschiedensten Bereichen Anwendung, neben der Anwendbarkeit in Start-up-Unternehmen ist das renditeorientierte Crowdfunding auch für mittelständische Unternehmen, die Immobilienbranche sowie im Bereich der erneuerbaren Energien interessant.23 Bezieht man das Crowdfunding auf Start-up-Unternehmen, so wird damit eine Möglichkeit der Verringerung der Finanzierungslücke in der Frühphase24 gesehen.25 In vielen Fällen muss innerhalb der Frühphase eines Unternehmens auf die finanziellen Mittel der Gründer bzw. der Mittel von Familie und Freunden oder Business Angels zurückgegriffen werden,26 insbesondere weil Venture Capital-Geber und Banken oftmals erst in späteren Entwicklungsphasen verfügbar sind.27 Sofern diese Mittel nicht ausreichen, entsteht eine Finanzierungslücke, welche auch Early-Stage-Gap genannt wird. In der nachfolgenden Abbildung wird die Schließung der Finanzierungslücke grafisch dargestellt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Crowdfunding zur Schließung des Early-Stage-Gaps

Quelle: eigene Darstellung, in Anlehnung an Hermer et al. (2011, S.31)

Abschließend kann festgehalten werden, dass die Art des Crowdfundings entscheidend von der Entwicklungsphase des Unternehmens abhängig ist.28

2.2 Auswirkungen des Crowdfundings auf den Shareholder Value

Um die Finanzierungsmöglichkeit über Crowdfunding für Start-Ups näher zu untersuchen, sollen im Folgenden nun zwei Theorien näher betrachtet, erläutert und auf das Crowdfunding bzw. zur Veranschaulichung insbesondere auf das Crowdinvesting angewendet werden. Die Theorien sollen eine Grundlage sowie ein theoretisches Rahmenwerk der Arbeit bilden. Zunächst wird dazu das Shareholder-Value-Konzept betrachtet.

Alfred Rappaport gilt als Begründer der modernen Shareholder-Value-Ansätze. Erstmals wurde das Konzept in seinem Werk „Creating Shareholder Value: The New Standard for Business Performance“ im Jahre 1986 umfassend definiert, erläutert und durch eine Neuauflage im Jahre 1998 erweitert.29 Im deutschsprachigen Raum wird der Shareholder-Value-Ansatz auch Aktionärsnutzenansatz30 und Wert-steigerungsanalyse31 genannt.

Betrachtet man die Definition des Shareholder Values nach Alfred Rappaport, so entspricht der Marktpreis des Eigenkapitals dem Wert eines Anteils. Somit kann der Shareholder Value auch als Marktwert des Eigenkapitals bezeichnet werden.32 Setzt man den Shareholder Value als Leitgedanken der Unternehmensführung so lässt sich festhalten, dass die langfristige Steigerung des Marktwerts des Eigenkapitals eine entscheidende Rolle spielt und als primäres Ziel angesehen werden kann.33 Die ökonomische Wertsteigerung bzw. die Steigerung des Shareholder Values kann demnach als oberstes Ziel der Unternehmung gesehen werden.34 Der Shareholder-Value-Ansatz fordert die Ausrichtung der Unternehmensführung an den Zielen der Unternehmenseigentümer.35 Die unternehmerischen Entscheidungen sollen also an den Interessen der Anteilseigner ausgerichtet werden, weshalb die Erfüllung der Renditeansprüche der Shareholder im Mittelpunkt steht.36 Diese Zielerreichung kann durch die Beeinflussung der Werttreiber erfolgen. Diese stellen diejenigen Faktoren dar, die Einfluss auf die Bewertungskomponenten des Shareholder-Value-Ansatzes haben, also auf den betrieblichen Cashflow, den Diskontierungssatz37 sowie auf das Fremdkapital. Rappaport hat insgesamt sieben Werttreiber definiert, die maßgeblichen Einfluss auf die Steigerung des Shareholder Values haben. Somit werden die Oberkategorien der drei genannten Werttreiber weiter in sieben spezifische Werttreiber heruntergebrochen, die sich wiederum grob einteilen lassen. Zum einen gibt es die operativen Entscheidungen, die in Umsatzwachstum, betriebliche Gewinnmarge sowie den Gewinnsteuersatz eingeteilt werden können. Zu den Investitionsentscheidungen gehört neben den Investitionen in das Anlage- und Umlaufvermögen die Umsatzwachstumsrate. Die Kapitalkosten können den Finanzierungsentscheidungen zugeordnet werden, welche insbesondere die Finanzierungsentscheidungen des Managements sowie das Risikoprofil des Unternehmens widerspiegeln. In der nachfolgenden Abbildung wird das sogenannte Shareholder-Value-Netzwerk dargestellt, welches von Alfred Rappaport entwickelt wurde, um die zuvor genannten Zusammenhänge des Shareholder-Value-Ansatzes grafisch aufzuzeigen.38

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Shareholder-Value-Netzwerk

Quelle: eigene Darstellung, in Anlehnung an Rappaport, 1986, S. 76.

Folgend sollen die Werttreiber näher erläutert werden und soweit möglich auf das Crowdfunding bzw. Crowdinvesting bezogen werden. Der Diskontierungssatz wird insbesondere durch die durchschnittlich gewichteten Kapitalkosten, auch WACC genannt, beeinflusst. Zum einen durch Erhöhung der Bonität und den damit verbundenen geringeren Risikoaufschlag bei Ermittlung der Fremdkapitalkosten.39 Zum anderen wird durch Differenzierung das spezifische Geschäftsrisiko reduziert.40 Insgesamt fallen die Kapitalkosten beim Crowdinvesting höher aus, als beispielsweise bei Venture Capital oder Bankkrediten.41 Geht man allerdings insbesondere auf die Risiken ein, so kann durch Crowdfunding ein positiver Einfluss auf den Shareholder Value festgestellt werden, da das Risiko durch die Finanzierung über Crowdfunding auf eine breitere Menge verteilt wird.

Der betriebliche Cashflow wird sowohl von operativen als auch von investiven Entscheidungen beeinflusst. Investitionen in das Umlaufvermögen und Anlage-vermögen sollten zur Erhöhung des Shareholder Values wertschaffend sein, beispielsweise durch die Erhöhung wertschaffender Lagerbestände oder die Beschaffung von effizienteren Produktionsmaschinen. Für das Crowdfunding bei Start-up-Unternehmen können die Investitionsentscheidungen zur Steigerung des Shareholder Values zunächst allerdings vernachlässigt werden. Eine größere Wertsteigerungsmöglichkeit kann hingegen bei den operativen Entscheidungen gesehen werden. Das Umsatzwachstum wird maßgeblich durch Entscheidungen im Bereich der Produkt-, Markt-, und Preispolitik beeinflusst. Dies beinhaltet beispielsweise die Erhöhung der Absatzmenge oder die Erschließung neuer Märkte. Da durch das Crowdfunding bei Start-up-Unternehmen insbesondere ein neuer Markt erschlossen wird und somit auch von einer Erhöhung der Absatzmenge ausgegangen werden kann, kann festgehalten werden, dass durch erfolgreich durchgeführtes Crowdfunding der Werttreiber Umsatzwachstum, vor allem zu Beginn, positive Auswirkungen auf den Shareholder Value hat. Gleiches gilt für die betriebliche Gewinnmarge, welche durch die Erhöhung der Produktions- und Absatzmenge ebenfalls aktiv beeinflusst wird.42

Insgesamt kann also festgehalten werden, dass die Finanzierung über Crowdfunding durchaus positive Auswirkungen auf den Shareholder Value haben kann. Es kann allerdings davon ausgegangen werden, dass Crowdinvestoren weniger Wert-schöpfung bieten, als Business Angels oder Risikokapitalgeber.43 Wie bereits angedeutet, kann auch das Risikomanagement zur Maximierung des Shareholder Values beitragen. Die Betrachtung der Risikobereitschaft kann somit bei der Auswahl der Finanzierungsform helfen. Das Crowdinvesting als Eigenkapitalfinanzierung ist eine Möglichkeit, das Risiko auf verschiedene Personen zu verteilen, d.h. dass die Manager zwar Risiken eingehen, die Anteilseigner dieser aber tatsächlich tragen.44 Ein weiterer Punkt der im Bereich des Risikomanagements zur Maximierung des Shareholder Values beitragen kann, ist die Reduktion der Agency-Kosten.

Daraus abgeleitet folgt somit nun die detaillierte Betrachtung der Prinzipal-Agenten-Theorie, welche im nachfolgenden Kapitel vorgestellt und erläutert wird.

2.3 Beziehungskonstellationen beim Crowdfunding unter Berücksichtigung der Prinzipal-Agenten-Theorie

Mit der Prinzipal-Agenten-Theorie werden Wirtschaftsbeziehungen untersucht, in denen einer der beiden Geschäftspartner Informationsvorsprünge aufweist, d.h. dass Prinzipal und Agent asymmetrisch informiert sind.45 Die Adverse Selektion beschreibt eine Ausprägung von Marktversagen, die aus der Informations-asymmetrie der Vertragsparteien vor Vertragsabschluss entsteht.46 Moral Hazard hingegen beschreibt die nachvertragliche Informationsasymmetrie.47

Bezieht man die Prinzipal-Agenten-Theorie allgemein auf das Crowdfunding, so lässt sich festhalten, dass ein Unternehmer in der Regel mehr Informationen über sein Projekt oder Vorhaben besitzt und beispielsweise über Vor- und Nachteile gegenüber Wettbewerbern mehr weiß, als der potentielle Investor. Es kann davon ausgegangen werden, dass eine Informationsasymmetrie sowohl vor, als auch nach Vertragsabschluss also nahezu immer gegeben ist.48 Die Menschen bzw. die Crowdinvestoren können ihre Entscheidungen nur auf Grundlage öffentlich zugänglicher Informationen treffen. Somit besitzen Sie nur die Möglichkeit, die Informationen auszuwerten, die von der anderen Partei öffentlich zugänglich gemacht werden. Behält das Unternehmen, welches die Finanzierung über die Crowd erhalten möchte beispielsweise Informationen zurück, können die Investoren diese nicht in Betracht ziehen, was ebenfalls eine Informationsasymmetrie zwischen den beiden Parteien verursacht.49

[...]


1 Vgl. Weser-Kurier, 2017.

2 Vgl. Huffingtonpost, 2015.

3 Vgl. Assenmacher, K., Crowdfunding als kommunale Finanzierungsalternative, 2017, S. 5.

4 Vgl. Howe, J., The Rise Of Crowdsourcing, in: Wired Magazine, Issue 14.06, 2006, S. 1ff.

5 Vgl. Gabler Wirtschaftslexikon, o.J., a.

6 Vgl. Gründerszene, o.J.

7 Vgl. Energieagentur.NRW, o.j.

8 Vgl. Schwienbacher, A., Larralde, B., Crowdfunding Of Small Entrepreneurial Ventures, Handbook of Entrepreneurial Finance, 2010, S. 4.

9 Vgl. Tomczak, A., Brem, A., A conceptualized investment model of crowdfunding, in: Venture Capital Journal, 2013 Vol. 15, Issue 4, S. 335-359.

10 Vgl. Moritz, A., Block, J., Crowdfunding und Crowdinvesting, in: Zeitschrift für KMU und Entrepreneurship, Vol. 62, No. 1, 2014, S. 57-89.

11 Vgl. Grichnik, D., Brettel, M., Koropp, C., Mauer, R., Entrepreneurship, 2017, S. 257.

12 Vgl. Schwienbacher, A., Larralde, B., Crowdfunding Of Small Entrepreneurial Ventures, Handbook of Entrepreneurial Finance, 2010, S. 4.

13 Vgl. Startplatz, o.J., a.

14 Vgl. shz, 20.11.2015.

15 Vgl. Crowdfunding, o.J. a.

16 Vgl. Crowdfunding-Hamburg, o.J., a.

17 Vgl. svenvonloh, o.J.

18 Vgl. Metrejean C. T., McKay, B. A., Donation-based crowdfunding and nontaxable gifts, in: Journal of Accountancy, 2018.

19 Vgl. Crowdfunding-Hamburg, o.J., a.

20 Vgl. Grichnik, D., Brettel, M., Koropp, C., Mauer, R., Entrepreneurship, 2017, S. 258.

21 Vgl. Geldanlage-Info, o.J.

22 Vgl. Crowd-Investment, o.J.

23 Vgl. Crowdfunding, o.J., b.

24 Die Frühphase wird auch Pre-Seed oder Seed-Phase genannt.

25 Vgl. Hemer, J., A Snapshot on Crowdfunding, Working Papers Firms and Region, No. R2/2011, Fraunhofer ISI, S. 28.

26 Vgl. Hornuf, L., Schwienbacher, A., Internet-Based Entrepreneurial Finance, in: California Management Review, Vol. 60, issue 2, 2017, S. 150-175.

27 Vgl. Berger, A. N., Udell, G. F., The economics of small business finance, in: Journal of Banking & Finance, 1998, Vol. 22, Issues 6-8, S. 613-673.

28 Vgl. Starting-Up, o.J.

29 Vgl. Bruhn, M., Lusti, M., Müller, W. R., Schierenbeck, H., Studer, T., Wertorientierte Unternehmensführung, 1998, S. 392.

30 Vgl. Janisch, M., Das Strategische Anspruchsgruppenmanagement, 1993, S. 61ff.

31 Vgl. Gomez, P., Weber, B., Akquisitionsstrategie, 1989, S. 29.

32 Vgl. Rappaport, A., Creating Shareholder Value, 1997, S. 39.

33 Vgl. Wirtschaftslexikon, o.J.

34 Vgl. Rappaport, A., Creating Shareholder Value, 1997, S. 67ff.

35 Vgl. Wirtschaftslexikon, o.J.

36 Vgl. Betriebswirtschaft-lernen, o.J.

37 Der Diskontierungssatz stellt den Risikofreien Zins dar

38 Vgl. Knecht, T. C., Hommel, U., Wohlenberg, H., Handbuch Unternehmensrestrukturierung, 2018, S. 124.

39 Vgl. Poeschl, H., Strategische Unternehmensführung, 2013, S. 115 ff.

40 Vgl. Rappaport, A., Shareholder-Value, 1995, S. 102.

41 Vgl. Hahn, C., Finanzierung und Besteuerung von Start-up-Unternehmen, 2014, S. 79ff.

42 Vgl. Poeschl, H., Strategische Unternehmensführung, 2013, S. 115 ff.

43 Vgl. Hornuf, L., Schwienbacher, A., Internet-Based Entrepreneurial Finance, in: California Management Review, Vol. 60, issue 2, 2017, S. 150-175.

44 Vgl. Schwienbacher, A., Larralde, B., Crowdfunding Of Small Entrepreneurial Ventures, Handbook of Entrepreneurial Finance, 2010, S.10.

45 Vgl. Gabler Wirtschaftslexikon, o.J., b.

46 Vgl. Gabler Wirtschaftslexikon, o.J., c.

47 Vgl. Gabler, Versicherungslexikon, o.J.

48 Vgl. Kortleben, H., Vollmar, B. H., Crowdinvesting – eine Alternative in der Gründungsfinanzierung?, Research Papers, No. 2012/06, S. 22ff.

49 Vgl. Moritz, A., Block, J., Crowdfunding und Crowdinvesting, in: Zeitschrift für KMU und Entrepreneurship, Vol. 62, No. 1, 2014, S. 57-89.

Ende der Leseprobe aus 35 Seiten

Details

Titel
Crowdfunding. Eine Finanzierungsalternative für Start-up-Unternehmen
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Marl früher Fachhochschule
Note
1,0
Autor
Jahr
2019
Seiten
35
Katalognummer
V459492
ISBN (eBook)
9783668906334
ISBN (Buch)
9783668906341
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Crowdfunding, Crowdsourcing, Crowdinvesting, Shareholder Value, Informationsasymmetrie, Prinzipal-Agenten-Theorie, Principal Agency Theory, MeineSpielzeugkiste, Crowd, Literaturüberblick
Arbeit zitieren
Jil Ewald (Autor), 2019, Crowdfunding. Eine Finanzierungsalternative für Start-up-Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/459492

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