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Ein komplexer Charakter zwischen Erfolg und Sehnsucht. Figurenanalyse des "Großen Gatsby"

Titel: Ein komplexer Charakter zwischen Erfolg und Sehnsucht. Figurenanalyse des "Großen Gatsby"

Hausarbeit , 2016 , 18 Seiten , Note: 1.3

Autor:in: Fiona Torke (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit stellt eine Figuranalyse des Gatsby aus der Neuverfilmung "Der Große Gatsby" aus dem Jahr 2013 dar. Ziel der Hausarbeit ist es, den komplexen Charakter der Hauptfigur sowie ihre eingeschränkte Glaubwürdigkeit zu analysieren. Im Zentrum der Analyse steht das kontroverse Bild des Protagonisten, welches durch die Wahl der Erzählperspektive beeinflusst wird.

"Er war der hoffnungsvollste Mensch, der mir jemals begegnet ist und wohl auch je begegnen wird. Er hatte etwas an sich, eine Sensibilität. Er war wie eins dieser raffinierten Geräte, die aus 10000 Meilen ein Erdbeben registrieren.“ [Nick Carraway, 00:02:34-00:02:59]

Mit dieser Beschreibung wird die Geschichte des GROßEN GATSBY eingeleitet: Eine Filmfigur, die eine so fesselnde Persönlichkeit und spannenden Lebensweg aufweist, dass ihrer Erzählung ein beinahe zweieinhalb Stunden langer Film gewidmet wird.

Gatsby stellt somit den geeigneten Gegenstand für die Figurenanalyse dieser Hausarbeit dar. Dazu wird zunächst die Theorie Jens Eders, die als Grundlage der Analyse dient, vorgestellt. Im Zuge dessen wird seine Annahme der „Uhr der Figur“ dargestellt und in ihren Einzelaspekten differenziert erläutert. Danach folgt die Erklärung seines Verständnisses der „[i]maginativen Nähe zu Figuren“. Die von Eder ausgeführten fünf Möglichkeiten, sich einer Figur nahe zu fühlen, werden dazu genauer beschrieben.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlage

2.1 Die Bedeutung der Figur im Film

2.2 Die Figurenanalyse nach Jens Eder

3. Analyse: DER GROßE GATSBY

3.1 Die Neuverfilmung Baz Luhrmanns

3.2 Gatsby: Ein komplexer Charakter zwischen Erfolg und Sehnsucht

3.3 Darstellung des Gatsby: Einfluss auf die Nähe und Glaubwürdigkeit der Figur

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Figurenanalyse von Jay Gatsby in der Neuverfilmung von Baz Luhrmann, wobei untersucht wird, wie sein komplexer Charakter und seine eingeschränkte Glaubwürdigkeit durch die Erzählperspektive von Nick Carraway sowie spezifische filmische Mittel beeinflusst werden. Dabei steht die Frage im Zentrum, inwiefern die Theorie von Jens Eder zur "Uhr der Figur" und zur "imaginativen Nähe" auf diese spezifische Inszenierung anwendbar ist.

  • Anwendung der filmtheoretischen Modelle von Jens Eder
  • Analyse der Darstellung von Jay Gatsby als Artefakt, fiktives Wesen, Symbol und Symptom
  • Untersuchung des Einflusses der Ich-Perspektive von Nick Carraway auf die Wahrnehmung des Protagonisten
  • Kritische Reflexion der "imaginativen Nähe" zwischen Zuschauer und Filmfigur

Auszug aus dem Buch

3.2 Gatsby: Ein komplexer Charakter zwischen Erfolg und Sehnsucht

Gatsby steht als zentrale Figur im Handlungsmittelpunkt. Jedoch wird er dem Zuschauer erst in der 29. Minute das erste Mal präsentiert. In dieser Sequenz [29:23-30:55] lernt der Erzähler Nick Carraway, der zu Jay Gatsbys Feier eingeladen wurde, ohne diesem zuvor begegnet zu sein, den Gastgeber kennen. Nick wird dem Zuschauer in dieser Szene aus der „Obersicht“ präsentiert, wodurch es scheint, als nähme man für einen Moment Gatsbys Perspektive ein. Diese wirkt durch den Kamerawinkel höher gestellt und lässt Nick Carraway untergeordnet und eingeschüchtert wirken. Der Blick von oben „kann narrativ begründet sein, wenn eine Figur im Verhältnis […] zu anderen Figuren als klein oder unterlegen erscheinen soll; sie werden dann von ihrer Umgebung dominiert.“ Gatsby wird somit in dieser Szene als übergeordnete Figur dargestellt. Die Kamera schwenkt erst um, als dieser sich vorstellt [00:29:49-00:29:54]. Diese ausschlaggebende Szene, in der das erste Mal das Gesicht des Protagonisten zu sehen ist, wird von lauter Musik und einem anschließenden Feuerwerk begleitet. Gatsby wird dem Zuschauer in einem „close shot“ präsentiert. Auffällig wird bereits in dieser ersten Präsentation der Ausdruck „Alter Knabe“ [29:31; 29:48; 30:14; 30:47], den er in ständiger Wiederholung verwendet. Dieser wirkt sowohl freundlich, als auch ein wenig herablassend. Gatsby tritt in dieser Sequenz als souveräner Geschäftsmann und selbstsicherer Gastgeber auf. Er wird sowohl charmant, als auch geheimnisvoll dargestellt, was sich darin äußert, dass der Erzähler Nick bewundernd und eingeschüchtert zugleich auf Gatsby reagiert [0:30:00-0:30:20].

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, stellt den Untersuchungsgegenstand (Gatsby) vor und definiert das Ziel der Arbeit, die Figur mittels Eders Theorie zu analysieren.

2. Theoretische Grundlage: Hier werden die theoretischen Konzepte von Jens Eder, insbesondere die "Uhr der Figur" und die "imaginative Nähe", als analytisches Rüstzeug erläutert.

3. Analyse: DER GROßE GATSBY: Dieser Hauptteil wendet die Theorie auf den Film an, untersucht die Inszenierung durch Baz Luhrmann sowie die Komplexität Gatsbys und den Einfluss der Erzählperspektive.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Anwendbarkeit der theoretischen Modelle auf die vielschichtige Figur des Gatsby.

Schlüsselwörter

Figurenanalyse, Jens Eder, Der große Gatsby, imaginative Nähe, Filmtheorie, Baz Luhrmann, Nick Carraway, Charakterentwicklung, amerikanischer Traum, Narration, Erzählperspektive, Filmanalyse, Identifikation, Filmfigur, Symbolik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit einer wissenschaftlichen Figurenanalyse des Protagonisten Jay Gatsby aus der 2013er Verfilmung von "Der große Gatsby" unter Zuhilfenahme filmwissenschaftlicher Theorien.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Felder sind die filmische Konstruktion einer Figur, die psychologische Tiefe eines Charakters sowie die Mechanismen, durch die ein Zuschauer eine emotionale Nähe zu fiktiven Personen aufbaut.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es herauszufinden, ob und an welchen Stellen die Theorie von Jens Eder zur "Uhr der Figur" und zur "imaginativen Nähe" auf Gatsby angewendet werden kann, um dessen komplexe und teils widersprüchliche Darstellung zu erklären.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine deskriptive Filmanalyse angewandt, die sich auf die theoretischen Kategorien von Jens Eder stützt, ergänzt durch narratologische Aspekte wie die Erzählperspektive.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die spezifische filmische Inszenierung, Gatsbys Wirkung als komplexer Charakter zwischen Erfolg und Sehnsucht sowie den Einfluss der Erzählperspektive von Nick Carraway auf die Glaubwürdigkeit der Figur.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Figurenanalyse, imaginative Nähe, Filmfigur, Erzählperspektive und den amerikanischen Traum geprägt.

Warum wird Gatsby erst so spät im Film dem Zuschauer präsentiert?

Die späte Einführung dient dazu, die mysteriöse Aura um Gatsby aufzubauen und den Fokus zunächst auf die Perspektive des Erzählers Nick Carraway zu legen, bevor der Zuschauer dem Protagonisten direkt begegnet.

Inwiefern beeinflusst Nick Carraway die Wahrnehmung von Gatsby?

Da Nick als Erzähler fungiert, ist der Blick des Zuschauers auf Gatsby subjektiv gefärbt; Nick teilt seine Bewunderung mit dem Zuschauer, was ein voreingenommenes, aber emotional geprägtes Bild des Protagonisten entstehen lässt.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ein komplexer Charakter zwischen Erfolg und Sehnsucht. Figurenanalyse des "Großen Gatsby"
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Medienwissenschaft)
Note
1.3
Autor
Fiona Torke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
18
Katalognummer
V459843
ISBN (eBook)
9783668909328
ISBN (Buch)
9783668909335
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Filmanalyse Figurenanalyse Gatsby Film Figur Hauptfigur Charakteranalyse Charakter Jens Eder Figur im Film Uhr der Figur Filmgeschichte Filmwissenschaft
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Fiona Torke (Autor:in), 2016, Ein komplexer Charakter zwischen Erfolg und Sehnsucht. Figurenanalyse des "Großen Gatsby", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/459843
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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