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Leistungen der Hilfe zur Erziehung gem. Paragraph 27 SGB VIII: Sozialpädagogische Familienhilfe und Soziale Gruppenarbeit

Title: Leistungen der Hilfe zur Erziehung gem. Paragraph 27 SGB VIII: Sozialpädagogische Familienhilfe und Soziale Gruppenarbeit

Term Paper , 2003 , 22 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Annegret Maas (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Meine Hospitation fand im Jugendamt der Stadt Wetzlar statt. Ich war dort für drei Tage Anfang Januar 2004 jeweils sechs Stunden in der Abteilung des ASD (Allgemeiner Sozialer Dienst) eingeteilt. Der erste Teil meiner Hausarbeit befasst sich mit der Vorstellung des Jugendamts der Stadt Wetzlar. Danach beschreibe ich den Verlauf der Hospitation. Die Anwendung der Methode in der Praxis, beschreibe ich im Vorgang des ASD des Jugendamts Wetzlar. In diesem Vorgang wird ein Hilfeplan entwickelt, der die Sozialpädagogische Familienhilfe als Maßnahme vorsieht. Ich hatte leider weder die Möglichkeit an einem Hilfeplangespräch teilzunehmen, noch konnte ich die Anwendung der Sozialen Gruppenarbeit in der Praxis erleben. Trotzdem habe ich mit allen MitarbeiterInnen ausführlich über diese Vorgänge gesprochen. Um den Zusammenhang der Maßnahme und Methode besser verstehen zu können, habe ich mich dazu entschieden, die Sozialpädagogische Familienhilfe ebenfalls kurz vorzustellen. Daraus ergibt sich die Methode der Sozialen Gruppenarbeit, die ich von der Geschichte bis zu einem Praxisbeispiel aufzeige. Vorher beschäftige ich mich kurz mit dem Methodenbegriff und zum Schluss kommt ein Fazit und Kritik an der Sozialen Gruppenarbeit.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Jugendamt der Stadt Wetzlar

3. Verlauf der Hospitation

4. Vom Problem zur Lösung

Der Vorgang im ASD des Jugendamts Wetzlar

5. Sozialpädagogische Familienhilfe gem. § 31 SGB VIII

5.1. Die Leistungen der SPFH

5.2. Anforderungen an die SPFHler

5.3. Ziele der SPFH

5.4. Methoden der SPFH

6. Der Methodenbegriff

7. Soziale Gruppenarbeit

7.1. Ein historischer Rückblick/Die fünf Phasen der S. Gruppenarbeit

7.2. Der methodische Dreischritt: Fakten, Diagnose, Behandlung

7.3. Die Prinzipien der Sozialen Gruppenarbeit

7.4. Ziele der Sozialen Gruppenarbeit

8. Soziale Gruppenarbeit in der SPFH

8.1. Ein Praxisbeispiel:

Familiennachmittag und erforderliche Rahmenbedingungen

9. Fazit und Kritik an der Sozialen Gruppenarbeit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die praktische Anwendung und den theoretischen Hintergrund von Hilfeleistungen des Jugendamtes – speziell der Sozialpädagogischen Familienhilfe und der Sozialen Gruppenarbeit – durch eine Hospitationsanalyse zu beleuchten und kritisch zu hinterfragen.

  • Arbeitsweise des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD)
  • Prozess der Hilfeplanung und Maßnahmenvermittlung
  • Theoretische Grundlagen der Sozialen Gruppenarbeit
  • Historische Entwicklung und methodisches Vorgehen in Gruppen
  • Integration von Gruppenarbeit in die Familienhilfe

Auszug aus dem Buch

7.1. Ein historischer Rückblick

Die Entwicklung der Sozialen Gruppenarbeit als Methode der Sozialen Arbeit fand erst am Anfang des 20. Jahrhunderts statt. Der Ursprung der Sozialen Gruppenarbeit lässt sich in den USA finden. Dort wurde Gruppenarbeit in den zwanziger Jahren eher zufällig, ohne theoretische oder methodische Kenntnisse, angewandt. Erst 1935 wurde Soziale Gruppenarbeit als Methode der Sozialen Arbeit durch die „National Conference for Social Work“ anerkannt. Etablieren konnte sie sich allerdings nur langsam und so wurde elf Jahre später ein erster Ausbildungskurs in sozialer Gruppenarbeit von Grace Longwell Coyle an der Western Reserve Universität in Cleveland durchgeführt.

Erste Ansätze von Gruppenarbeit in Deutschland ließen sich mit der Frauenbewegung im 19. Jahrhundert erkennen. Alice Salomon, die Gründerin der ersten deutschen „Sozialen Frauenschule“ im Jahre 1908 in Berlin, engagierte sich in der bürgerlichen Frauenbewegung und entwickelte erste gruppenpädagogische Methoden. Salomon fühlte sich nach mehreren Besuchen in Amerika mit der dortigen Sozialarbeit verbunden. Sie war bemüht, ihre in den USA erworbenen Erfahrungen und das dazugehörige Wissen, auch in Deutschland anzuwenden und salonfähig zu machen. Doch durch den Beginn des „Dritten Reichs“ in Deutschland wurden diese Bemühungen gestoppt. Alice Salomon musste in die USA auswandern und die Nationalsozialisten entwickelten ihre eigenen ideologisch angepassten Methoden, die in der „Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt“ umgesetzt wurden. Während der Zeit des „Dritten Reichs“ fand somit ein Stillstand in der Weiterentwicklung der Sozialen Gruppenarbeit in Deutschland statt. Nach dem Sturz Hitlers und dem Ende des Faschismus wurde die Soziale Gruppenarbeit von der Besatzungsmacht USA als Umerziehungsmaßnahme angewandt. Sie sollte aus den Deutschen demokratisch handelnde Menschen machen (vgl. Schmidt-Grunert 1997, S. 20 ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Hospitationsortes und der Zielsetzung der Hausarbeit sowie der geplanten methodischen Vorgehensweise.

2. Das Jugendamt der Stadt Wetzlar: Beschreibung der Aufgaben, Struktur und rechtlichen Rahmenbedingungen des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD).

3. Verlauf der Hospitation: Dokumentation der dreitägigen Praxiserfahrungen inklusive Beratungsgesprächen und Hausbesuchen.

4. Vom Problem zur Lösung: Erläuterung des standardisierten Hilfeplanverfahrens und der Rolle des ASD als Vermittler von Hilfsmaßnahmen.

5. Sozialpädagogische Familienhilfe gem. § 31 SGB VIII: Definition, Leistungen, Zielsetzungen und methodische Anforderungen an Familienhelfer.

6. Der Methodenbegriff: Theoretische Einordnung des Begriffs Methode im Kontext der Sozialen Arbeit.

7. Soziale Gruppenarbeit: Historischer Abriss, methodische Phasen, Prinzipien und Zielsetzungen der Arbeit mit sozialen Gruppen.

8. Soziale Gruppenarbeit in der SPFH: Analyse der Integrationsmöglichkeiten von Gruppenarbeit in die Familienhilfe anhand eines Praxisbeispiels.

9. Fazit und Kritik an der Sozialen Gruppenarbeit: Reflektion der Hospitation sowie kritische Auseinandersetzung mit Manipulationsrisiken in der Gruppenarbeit.

Schlüsselwörter

Jugendamt, Allgemeiner Sozialer Dienst, Hilfe zur Erziehung, Hilfeplan, Sozialpädagogische Familienhilfe, Soziale Gruppenarbeit, Gruppenpädagogik, Methoden der Sozialen Arbeit, Kindeswohl, Hospitation, Beratung, Soziale Kompetenz, Prävention, Selbsthilfe, Fallbeispiel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Leistungen des Jugendamtes gemäß SGB VIII, insbesondere der Sozialpädagogischen Familienhilfe und der Sozialen Gruppenarbeit, basierend auf einer Hospitation.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Abläufe im Allgemeinen Sozialen Dienst, das Hilfeplanverfahren sowie die methodische Herangehensweise in der Familien- und Gruppenarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die theoretische Aufarbeitung und praxisnahe Untersuchung von Methoden der Jugendhilfe zur Bewältigung von familiären Krisen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Hospitation, einer Literaturrecherche zu den Methoden der Sozialen Arbeit und der Auswertung von Fallbeispielen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Institution, die Dokumentation der Hospitation, die Erläuterung von Hilfearten und eine detaillierte theoretische Abhandlung der Sozialen Gruppenarbeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Jugendhilfe, SPFH, Soziale Gruppenarbeit, Hilfeplan, ASD, Erziehungshilfe und Methodenkompetenz.

Welche Herausforderungen identifiziert die Autorin bei der Arbeit im Jugendamt?

Die Autorin hebt den hohen emotionalen Druck, die schwierigen Rahmenbedingungen durch Kosteneinsparungen und den hohen Anspruch an die psychische Stabilität der Fachkräfte hervor.

Wie bewertet die Autorin das Manipulationspotential in der Gruppenarbeit?

Sie kritisiert, dass Soziale Gruppenarbeit aufgrund ihrer historischen Entstehung als Umerziehungsinstrument missbraucht werden kann und fordert daher ein hohes Maß an Selbstreflexion und Selbstdisziplin von Gruppenleitern.

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Details

Title
Leistungen der Hilfe zur Erziehung gem. Paragraph 27 SGB VIII: Sozialpädagogische Familienhilfe und Soziale Gruppenarbeit
College
University of Applied Sciences Frankfurt am Main  (Fachhochschule Frankfurt am Main)
Course
Berufsfeldspezifischer Einsatz von Medien und Methoden in Jugendhilfe und Schulsozialarbeit
Grade
1,0
Author
Annegret Maas (Author)
Publication Year
2003
Pages
22
Catalog Number
V46041
ISBN (eBook)
9783638433242
Language
German
Tags
Leistungen Hilfe Erziehung Paragraph VIII Sozialpädagogische Familienhilfe Soziale Gruppenarbeit Berufsfeldspezifischer Einsatz Medien Methoden Jugendhilfe Schulsozialarbeit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Annegret Maas (Author), 2003, Leistungen der Hilfe zur Erziehung gem. Paragraph 27 SGB VIII: Sozialpädagogische Familienhilfe und Soziale Gruppenarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46041
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