Ist die Maschine des Menschen bester Freund? Vielleicht ja, wenn man auf die Logistik-Branche blickt: Gerade dort kann die Digitalisierung viele Prozesse beschleunigen.
Digitale Prozesse, digitale Speditionen, digitale Schnittstellen: Die Logistik 4.0 verspricht nicht nur mehr Flexibilität und Intelligenz, sondern auch eine höhere Transparenz. Neben diesen Veränderungen im Arbeitsablauf untersucht Ludwig Johannes Wolff auch die Auswirkungen auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
In seiner Publikation stellt er außerdem konkrete technische Systemlösungen vor, die noch mehr Effizienz und Anpassungsfähigkeit in der Logistik schaffen. Denn egal, ob nun Augmented Reality, Hub2Move oder autonome Nutzfahrzeugkonzepte: Die Zukunft ist digital, so viel steht fest.
Aus dem Inhalt:
- Technologisierung;
- Internet of Things;
- Künstliche Intelligenz;
- Arbeitsalltag;
- Cyber-Physische Systeme
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Begriffserklärung und Abgrenzung
2.1 Digitalisierung
2.2 Industrie 4.0
2.3 CPS
2.4 Big Data
2.5 Logistik 4.0
3 Logistik 4.0 als Branchentreiber
3.1 Veränderung von Arbeitsabläufen und Prozessen
3.2 Herausforderungen für Unternehmen und Personal
3.3 Übersicht aktueller technischer Anwendungen
4 Vorstellung ausgewählter technischer Systemlösungen
4.1 Augmented Reality
4.2 Hub2Move
4.3 Autonome Nutzfahrzeugkonzepte
5 Logistik ohne Mensch
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht, wie sich die Logistik durch den Megatrend Digitalisierung zur „Logistik 4.0“ wandelt und wie in diesem neuen technologischen Umfeld die zukünftige Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine gestaltet sein wird.
- Definition und theoretische Einordnung von Logistik 4.0 und Industrie 4.0
- Analyse der Auswirkungen von CPS (Cyber-Physischen Systemen) auf logistische Arbeitsprozesse
- Untersuchung moderner technischer Lösungen wie AR, Hub2Move und autonomer Nutzfahrzeugkonzepte
- Bewertung der Herausforderungen für Personal und Unternehmen durch den technologischen Wandel
- Ausblick auf Szenarien einer weitgehend automatisierten Logistik ohne menschliche Arbeitskraft
Auszug aus dem Buch
4.1 Augmented Reality
Im Rausch der Technisierung von Wirtschaft und Gesellschaft steigt sowohl der menschliche Wunsch, als auch die davon abgeleitete Anforderung, virtuelle Welten oder Szenarien möglichst realitätsnah simulieren zu können, kontinuierlich an. Die wahrgenommene qualitative Ausprägung der geschaffenen Simulation hängt dabei maßgeblich von der individuellen Höhe des Stimulationsgrades der beanspruchten menschlichen Sinnesorgane ab. Zur Schaffung einer perfekten Simulation gilt es also, den Seh-, Gehör, Geruchs- und Gleichgewichtssinn künstlich bzw. virtuell maximal zu beeinflussen und gleichzeitig alle realen Außeneinwirkungen zu eliminieren, wie beispielsweise in einem Flugausbildungs- und Trainingssimulator, in denen angehende Piloten innerhalb kürzester Zeit vollkommen vergessen, dass sie sich überhaupt in einem Simulator befinden. Die Schaffung dieser virtuellen Illusion ist die maximale Stufe der virtuellen Realität, der „virtual Reality“ bzw. „VR“, dessen Technik derzeitig besonders im Markt der Unterhaltungsmedien und Computerspiele Einzug hält, natürlich in einer weit weniger ausgeprägten Form.
Doch nicht nur Softwareentwickler haben das Potenzial dieser Technik erkannt, längst wird bei der Umsetzung von Industrie und Logistik 4.0 die vermehrte Nutzung eines abgeleiteten, aber ähnlichen Konzepts zur effizienzsteigernden Mitarbeiterassistenz forciert. Anstatt eine neue künstliche Realität zu schaffen, ist es für eine gewerbliche Anwendung das erklärte Ziel, die bestehende Wahrnehmung des Nutzers sinnvoll virtuell erweitern zu können. Die Antwort der Technologieunternehmen ist das seit den 1990er Jahren kontinuierlich weiterentwickelte „Augmented Reality“- bzw. „AR“-Konzept, die erweiterte Realität, gelegentlich auch „Mixed Reality“ genannt. Diese Technik ermöglicht dem Anwender durch den Einsatz spezieller cyber-physischer Hardware die effektive Vermischung von individuell steuerbaren, virtuell generierten Einflüssen mit der eigenen wahrgenommenen Realität.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung motiviert die Relevanz der Digitalisierung für die Logistikbranche und skizziert die wissenschaftliche Zielsetzung der Arbeit sowie deren methodischen Aufbau.
2 Begriffserklärung und Abgrenzung: Dieses Kapitel definiert zentrale Fachbegriffe wie Digitalisierung, Industrie 4.0, CPS und Big Data, um eine gemeinsame Wissensbasis für die weiteren Analysen zu schaffen.
3 Logistik 4.0 als Branchentreiber: Der Fokus liegt hier auf dem Wandel operativer Arbeitsabläufe durch intelligente Technik sowie auf den branchenspezifischen Herausforderungen für Unternehmen und Personal.
4 Vorstellung ausgewählter technischer Systemlösungen: Hier werden konkrete technologische Ansätze wie Augmented Reality, das Hub2Move-System und autonome Konzepte für den Straßengüterverkehr detailliert vorgestellt und analysiert.
5 Logistik ohne Mensch: Dieses Kapitel wagt einen theoretischen Ausblick auf langfristige Szenarien, in denen durch den Einsatz von KI und Vollautomation logistische Prozesse ohne menschliches Eingreifen bewältigt werden könnten.
6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und beantwortet die Kernfrage nach der zukünftigen Mensch-Maschine-Zusammenarbeit mit dem Leitbild einer kooperativen „Einheit“.
Schlüsselwörter
Logistik 4.0, Digitalisierung, Industrie 4.0, CPS, Cyber-Physische Systeme, Big Data, Mensch-Maschine-Kollaboration, Augmented Reality, Intralogistik, Transportlogistik, Vollautomation, Fachkräftemangel, Supply-Chain, Automatisierung, Assistenzsysteme
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der digitalen Transformation der Logistikbranche, dem Konzept der Logistik 4.0 und den Auswirkungen moderner technischer Lösungen auf die Arbeitswelt.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Zentrale Themen sind die Vernetzung von Systemen (CPS), der Einsatz von Robotik und Assistenzsystemen, die Herausforderungen durch den E-Commerce sowie die zukünftige Rolle des Menschen in automatisierten Logistikprozessen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Hauptziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, wie Mensch und Maschine im Konzept der Logistik 4.0 in Zukunft zusammenarbeiten werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse aktueller Fachliteratur und Trends, ergänzt durch die Untersuchung von Fallbeispielen aus der Intralogistik und dem Transportwesen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Grundlagen, die Analyse des Wandels von Arbeitsabläufen, die Vorstellung technologischer Innovationen (z.B. Hub2Move, AR) und einen Ausblick auf die Vollautomation.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen gehören insbesondere Logistik 4.0, CPS, Mensch-Maschine-Kollaboration, Digitalisierung und Intralogistik.
Was unterscheidet den „PostBOT“ von vollautonomen Robotern?
Der PostBOT ist als kollaboratives Assistenzsystem konzipiert, das den Menschen bei körperlich anstrengenden Tätigkeiten entlastet, anstatt ihn zu ersetzen, was seine Akzeptanz bei den Beschäftigten erhöht.
Warum spielt die Datenqualität bei CPS eine entscheidende Rolle?
Die Leistungsfähigkeit von CPS hängt maßgeblich von der Verfügbarkeit, Menge und Verarbeitungsqualität der Daten ab, da diese die Basis für intelligente Entscheidungen in Echtzeit bilden.
Welche Bedeutung haben Exoskelette für die Logistik?
Exoskelette sollen als Stützstrukturen die ergonomische Belastung bei manuellen Tätigkeiten wie dem Heben schwerer Güter deutlich reduzieren und somit körperliche Verschleißerscheinungen präventiv mindern.
Was bedeutet der Begriff „System of Systems“ in dieser Arbeit?
Er beschreibt ein langfristiges Szenario, in dem hochintelligente, dezentrale Einheiten (Logistikfraktale) autonom miteinander kommunizieren und den Logistikprozess nahezu vollständig ohne manuelle Steuerung durch Menschen abwickeln.
- Citation du texte
- Ludwig Johannes Wolff (Auteur), 2019, Die Logistik 4.0 und moderne technische Systemlösungen. Wie arbeiten Mensch und Maschine in Zukunft zusammen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/460784