Das Kapitel „Leseförderung im sprachsensiblen Fachunterricht“ ist ein wichtiger Bestandteil in Fortbildungen für „Deutsch als Zweitsprache“. In diesem Kursabschnitt soll Lehrkräften die Bedeutung der Texte und deren Verständnis näher gebracht werden. Oft sollen die Schülerinnen und Schüler die ausgeteilten Texte „einfach nur Lesen“ und den Inhalt wiedergeben oder diskutieren. Den meisten Lehrkräften entgeht dabei die Tatsache, dass die Lesekompetenz und das Leseverständnis komplexe Prozesse sind, die erst in der Schule erlernt werden müssen. Besonders mehrsprachige Kinder haben beim Leseverständnis viele Nachteile, da sie nicht nur eine neue Sprache verstehen, sondern auch die Inhalte des Textes mit der Sprache verknüpfen müssen.
Inhaltsverzeichnis
1. Leseförderung im sprachsensiblen Fachunterricht als Thema einer Lehrerfortbildung?
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung der Leseförderung im sprachsensiblen Fachunterricht und analysiert, wie Lehrkräfte durch gezielte Methoden die Lesekompetenz ihrer Schülerinnen und Schüler – insbesondere in Hinblick auf mehrsprachige Lernende – effektiv unterstützen können.
- Grundlagen des Leseverstehens und des Leseprozesses
- Differenzierung zwischen verschiedenen Textsorten und deren fachspezifische Anforderungen
- Einflussfaktoren auf das Leseverständnis (Schüler- und Textmerkmale)
- Bedeutung von Lesezielen, Lesestilen und Lesestrategien
- Herausforderungen beim Verstehen diskontinuierlicher Texte in Schulbüchern
Auszug aus dem Buch
Leseförderung im sprachsensiblen Fachunterricht als Thema einer Lehrerfortbildung?
Das Kapitel „Leseförderung im sprachsensiblen Fachunterricht“ ist ein wichtiger Bestandteil in Fortbildungen für „Deutsch als Zweitsprache“. In diesem Kursabschnitt soll Lehrkräften die Bedeutung der Texte und deren Verständnis näher gebracht werden. Oft sollen die Schülerinnen und Schüler die ausgeteilten Texte „einfach nur Lesen“ und den Inhalt wiedergeben oder diskutieren. Den meisten Lehrkräften entgeht dabei die Tatsache, dass die Lesekompetenz und das Leseverständnis komplexe Prozesse sind, die erst in der Schule erlernt werden müssen. Besonders mehrsprachige Kinder haben beim Leseverständnis viele Nachteile, da sie nicht nur eine neue Sprache verstehen, sondern auch die Inhalte des Textes mit der Sprache verknüpfen müssen.
Texte vermitteln einen Großteil der Informationen, Fakten und Wertevorstellungen im Alltags-, Berufs- und Sozialleben. Die Fähigkeit zu Lesen, eröffnet einen Zugang zu Wissen, der den Bildungserfolg und die gesellschaftliche Teilhabe mit beeinflusst. Leider kann ein zu großer Anteil der Schüler in Deutschland nicht ausreichend lesen und schreiben, was an den PISA-Ergebnissen der letzten Jahre deutlich abzulesen ist, in denen vor allem Kinder mit Migrationshintergrund schlecht abschneiden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Leseförderung im sprachsensiblen Fachunterricht als Thema einer Lehrerfortbildung?: Dieses Kapitel beleuchtet die Notwendigkeit, Lesekompetenz als komplexen, zu erlernenden Prozess im Fachunterricht zu begreifen und thematisiert die besonderen Herausforderungen für mehrsprachige Lernende sowie die Bedeutung von Textsorten und Lesestrategien.
Schlüsselwörter
Leseförderung, sprachsensibler Fachunterricht, Deutsch als Zweitsprache, Lesekompetenz, Leseverständnis, mehrsprachige Kinder, PISA-Ergebnisse, Textsorten, Lesestrategien, Lesestile, diskontinuierliche Texte, Lesesozialisation, Fachsprache, Bildungserfolg.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es grundsätzlich in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit einer bewussten Leseförderung im sprachsensiblen Fachunterricht, um Schülern den Zugang zu Bildungsinhalten zu erleichtern.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zentrale Themen sind der komplexe Leseprozess, die Vermittlung von Lesestrategien, die Analyse verschiedener Textsorten und die Förderung von Schülern mit Migrationshintergrund.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Lehrkräften ein tieferes Verständnis für die Hürden des Leseverstehens zu vermitteln, um sie zu befähigen, gezieltere Förderkonzepte zu entwickeln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine fachdidaktische Analyse, die auf theoretischen Grundlagen der Sprachbildung und aktuellen Erkenntnissen aus der Leseforschung basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert Faktoren, die das Leseverständnis beeinflussen, sowie die Bedeutung von Lesezielen, Lesestilen und den speziellen Herausforderungen durch diskontinuierliche Texte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe umfassen Leseförderung, Sprachsensibilität, Lesekompetenz, Fachunterricht, Mehrsprachigkeit und Lesestrategien.
Warum stellt gerade die Wortebene beim Lesen eine Hürde dar?
Die Wortebene erfordert die Identifikation von Wörtern aus dem Gedächtnis und deren semantische Klärung; insbesondere Fachsprache kann hier den Lesefluss bei Schülern mit anderen kulturellen oder sprachlichen Hintergründen unterbrechen.
Was unterscheidet kontinuierliche von diskontinuierlichen Texten?
Kontinuierliche Texte bestehen primär aus Sätzen, während diskontinuierliche Texte (typisch für Schulbücher) Schrift, Bilder und Grafiken kombinieren, was eine spezielle visuelle Lesefähigkeit erfordert.
Welchen Einfluss haben Lehrer auf die Lesemotivation?
Lehrkräfte können durch gezielte pädagogische Eingriffe und das Stärken des Selbstkonzepts der Schüler die Lesemotivation positiv beeinflussen, da diese – anders als kognitive Grundfähigkeiten – formbar ist.
- Citation du texte
- Master of Education Laura Stöber (Auteur), 2015, Leseförderung im sprachsensiblen Fachunterricht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/460854