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Konfliktbearbeitung im beruflichen Kontext

Ursachen und Methoden für die Lösung von Konflikten

Titel: Konfliktbearbeitung im beruflichen Kontext

Hausarbeit , 2016 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziologie - Arbeit, Ausbildung, Organisation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In der menschlichen Kommunikation sind Konflikte, privat wie im beruflichen Kontext, unvermeidlich. Wenn sie nicht eingedämmt oder geregelt werden, führen sie jedoch nicht selten zu Schwierigkeiten, im Ernstfall sogar zu Krankheiten der Beschäftigten und hohen Kosten für den Betrieb. In Anbetracht dieser bedeutenden Rolle von Konflikten liegt der Schwerpunkt dieser Arbeit auf der Konfliktbearbeitung im beruflichen Kontext.

Einleitend wird auf Konflikte im beruflichen Kontext im Allgemeinen eingegangen. Der Konflikt wird definiert und auch dessen unterschiedliche Phasen werden erläutert. Ebenfalls werden die Stufen der Konflikteskalation nach Glasl thematisiert. Im Anschluss werden Voraussetzungen und Ursachen sowie Gefahren und Nutzen von Konflikten in den Blick genommen.

Für die Bearbeitung und Lösung von Konflikten im Beruf gibt es zahlreiche Herangehensweisen und Instrumente, von denen einige in dieser Arbeit vorgestellt werden. Zunächst wird das Drama-Dreieck nach Karpman erläutert. Anschließend wird auf das Konfliktbearbeitungsgespräch eingegangen. Der dritte hier vorgestellte Ansatz ist die Vermeidung von Konflikten. In diesem Zusammenhang werden die Moderation, Mediation sowie die Lösung eigener Konflikte thematisiert. Nicht zuletzt wird auf häufige Fehler bei der Bearbeitung von Konflikten hingewiesen.

Konflikte sind notwendig für den sozialen Wandel in einer Gesellschaft. Daher ist das Ziel der Konfliktforschung nicht die Abschaffung von Konflikten, sondern das Erforschen von Möglichkeiten, wie diese konstruktiv und gewaltfrei von statten gehen können. Im beruflichen Kontext sind wir täglich in Kontakt mit anderen Menschen, wie z.B. Kollegen, Vorgesetzten, Kunden oder Lieferanten. Daher entstehen hier besonders häufig Konflikte. Mithilfe von Instrumenten der Konfliktbearbeitung können viele negative Begleiterscheinungen von Konflikten im alltäglichen Arbeitsbetrieb vermieden und die positiven Aspekte genutzt werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Konflikte im beruflichen Kontext

2.1 Definition

2.2 Stufen der Konflikteskalation nach Glasl

2.3 Voraussetzungen und Ursachen

2.4 Gefahren und Nutzen

3 Bearbeitung und Lösung von Konflikten

3.1 Das Drama-Dreieck nach Karpman

3.2 Konfliktbearbeitungsgespräch

3.3 Vermeidung von Konflikten

3.3.1 Konfliktmoderation

3.3.2 Mediation

3.3.3 Lösung eigener Konflikte

3.4 Häufige Fehler

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Konflikt im beruflichen Umfeld mit dem Ziel, Führungskräften praktische Strategien und Instrumente zur konstruktiven Konfliktbewältigung an die Hand zu geben, um negative Auswirkungen zu minimieren und Konflikte als Chance für den sozialen Wandel zu nutzen.

  • Definition und Dynamik von Konflikten im Arbeitsalltag
  • Theoretische Modelle zur Eskalation (Glasl) und Rollenkonstellationen (Karpman)
  • Methoden der Konfliktbearbeitung wie Moderation und Mediation
  • Präventive Maßnahmen zur Gestaltung eines motivierenden Betriebsklimas
  • Reflexion typischer Fehler bei der Konfliktintervention

Auszug aus dem Buch

3.1 Das Drama-Dreieck nach Karpman

Ende der 1960er Jahre entwickelte Stephen B. Karpman das sogenannte Drama-Dreieck. Dieses Modell veranschaulicht musterhaft, wie ein Konflikt zwischen zwei oder mehr Personen eskalieren kann. Es „zeigt typische Rollenkonstellationen in Konfliktsituationen auf“, die so erkannt und analysiert werden können und zur Findung einer Lösung beitragen (Hintz 2013: Abschnitt 9.2.5). Die Rollen, die typischerweise gelebt werden, sind die des Retters, des Opfers und des Verfolgers:

Sowohl in privaten als auch in arbeitsbezogenen Beziehungen nehmen die Beteiligten immer wieder eine der drei Rollen ein, jedoch nicht zwangsläufig dieselbe. Sie werden übernommen, weil sie in vergleichbaren Situationen bei anderen beobachtet und als adäquates Verhaltensmuster erlernt worden sind. Im Verlauf der Wechsel zwischen den Rollen werden Ursachen, Verantwortlichkeiten, Sachlichkeit, Ziele und Aufgaben schnell in den Hintergrund gedrängt. Aufgrund der gegenseitigen Zuschreibung von Verantwortung und Schuld kommt es auf beiden Seiten der Konfliktbeteiligten zu Ärger, Wut, Verzweiflung und Enttäuschung. (vgl. Hintz 2013: Abschnitt 9.2.5)

Das Opfer kann im Drama-Dreieck zwei psychologische Positionen einnehmen („Ich bin nicht o.k. – du bist o.k.“ oder „Ich bin nicht o.k. – du bist nicht o.k.“). Kennzeichnend für diese Rolle sind Jammern über scheinbar ausweglose Situationen und wiederholte Benachteiligungen seitens anderer. Sie übernimmt keine Verantwortung für sich und sein Handeln. Der Verfolger hingegen nimmt die psychologische Position „Ich bin o.k. – du bist nicht o.k.“ ein. Durch die Beschuldigung anderer steigert er sein Selbstwertgefühl und hinterfragt das eigene Verhalten nicht selbstkritisch. Der Retter wiederum geht von der gleichen Position aus und mischt sich in Konflikte oder Gespräche ein. Er denkt, dass er weiß, was für andere richtig ist und kann aus dieser Helfer-Position heraus Macht ausüben und andere von sich abhängig machen. (vgl. ebd.)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht die Unvermeidbarkeit von Konflikten im Berufsleben und betont die Notwendigkeit ihrer konstruktiven Bewältigung zur Vermeidung betrieblicher Schäden.

2 Konflikte im beruflichen Kontext: Dieses Kapitel definiert den Konfliktbegriff, analysiert Eskalationsstufen nach Glasl sowie Ursachen und Auswirkungen auf den Arbeitsbetrieb.

3 Bearbeitung und Lösung von Konflikten: Hier werden konkrete Instrumente wie das Drama-Dreieck, Gesprächstechniken, Moderation und Mediation vorgestellt, um Konflikte professionell zu steuern.

4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine erfolgreiche Konfliktbearbeitung sowohl organisatorische Maßnahmen als auch die Selbstreflexion der Führungskraft voraussetzt.

Schlüsselwörter

Konfliktmanagement, Konfliktbearbeitung, Konflikteskalation, Drama-Dreieck, Mediation, Konfliktmoderation, Führungskraft, Betriebsklima, Mitarbeiterführung, Kommunikation, Konfliktprävention, soziale Kompetenz, Selbstreflexion, Win-Win-Ergebnis, Arbeitsorganisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert Konflikte im beruflichen Alltag und erläutert, wie Führungskräfte diese wahrnehmen, deeskalieren und konstruktiv lösen können.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Konflikten, den Eskalationsstufen nach Glasl, Modellen wie dem Drama-Dreieck nach Karpman sowie Methoden der Moderation und Mediation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Führungskräften praktische Handlungsempfehlungen zu geben, um Konflikte nicht nur zu vermeiden, sondern sie als Motor für sozialen Wandel und Produktivität zu nutzen.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die etablierte psychologische und betriebswirtschaftliche Modelle der Konfliktforschung zusammenführt und für die Führungspraxis aufbereitet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Konfliktdefinition und Eskalation) und den praktischen Teil, der Instrumente zur Gesprächsführung, Vermeidung und Intervention bei Konflikten vorstellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Konfliktmanagement, Führungskompetenz, Mediation, Konfliktmoderation und Arbeitsklima.

Was besagt das Modell der „Treppe in den Abgrund“ von Glasl?

Das Modell beschreibt neun Eskalationsstufen in Konflikten, die von der Kooperation (Win-Win) über den Kampf (Win-Lose) bis hin zur gegenseitigen Vernichtung (Lose-Lose) führen.

Wie kann das Drama-Dreieck nach Karpman bei der Konfliktlösung helfen?

Es hilft Führungskräften, destruktive Rollenmuster wie Opfer, Täter und Retter zu erkennen, um durch Reflexion und gezielte Fragen auf die „Erwachsenen-Ebene“ zu gelangen und Dramen zu beenden.

Warum ist die „Integration“ als Konfliktbewältigungsmuster laut Hintz anzustreben?

Die Integration stellt das anzustrebende Ziel dar, da sie die Bedürfnisse beider Parteien vereint, beide Seiten zufriedenstellt und nachhaltig weitere Konflikte verhindert.

Welche Rolle spielt die Selbstreflexion für die Führungskraft?

Die Selbstreflexion ist essenziell, da die eigene Wahrnehmung und das eigene Verhalten maßgeblich darüber entscheiden, ob ein Konflikt eskaliert oder ob eine neutrale Mittlerrolle eingenommen werden kann.

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Details

Titel
Konfliktbearbeitung im beruflichen Kontext
Untertitel
Ursachen und Methoden für die Lösung von Konflikten
Hochschule
Hochschule für Musik und Theater Hamburg  (KMM)
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
14
Katalognummer
V460872
ISBN (eBook)
9783668908383
ISBN (Buch)
9783668908390
Sprache
Deutsch
Schlagworte
konfliktbearbeitung kontext ursachen methoden lösung konflikten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2016, Konfliktbearbeitung im beruflichen Kontext, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/460872
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Leseprobe aus  14  Seiten
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