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Geschichte als Argument in der nationalsozialistischen Ideologie

Título: Geschichte als Argument in der nationalsozialistischen Ideologie

Trabajo Escrito , 2017 , 14 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Frederick Benjamin Hafner (Autor)

Historia de Alemania - Nazismo, Segunda Guerra Mundial
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Die Ideologie der Nationalsozialisten ist ein interessantes und deshalb auch in der Geschichtswissenschaft sehr ausgiebig bearbeitetes Thema. Davon zeugen nicht weniger als 226 Einträge unter dem Schlagwort „Ideologie des Nationalsozialismus“ in der im Jahr 2000 erschienenen Bibliographie zum Nationalsozialismus. Trotz dieser Vielzahl an Publikationen zur nationalsozialistischen Ideologie gibt es keine Veröffentlichungen, welche sich explizit und ausschließlich mit dem Thema dieser Arbeit beschäftigen, nämlich damit, wie Geschichte als Argument in der Ideologie der Nationalsozialisten gesehen und als Propagandainstrument genutzt wurde.

Um diese Frage beantworten zu können, musste viel Literatur gesichtet und nach Informationen zur Leitfrage dieser Arbeit durchforstet werden. Jene Aspekte, welche am häufigsten genannt wurden und an welchen die Instrumentalisierung der Geschichte für die nationalsozialistische Ideologie oder Propaganda am deutlichsten erkennbar war, wurden in diese Arbeit übernommen. Bei diesen handelt es sich um den Antisemitismus und die Berufung auf das Preußentum. Die bezogen auf den Antisemitismus rassenbiologische Argumentationsweise wird jedoch nicht behandelt, da es vom Thema der Arbeit abweichen würde.

In dieser Arbeit wird eher der Ansatz der sogenannten „Programmologen“ vertreten. Zu diesen zählen zum Beispiel Eberhard Jäckel, Klaus Hildebrand oder auch Karl Dietrich Bracher. Sie befürworten die These, dass Adolf Hitlers bereits in „Mein Kampf“ dargelegtes Weltbild sowohl die Ideologie als auch die Politik der NSDAP maßgeblich bestimmt hat. Im Gegensatz dazu stehen die „Revisionisten“ (z.B. Martin Broszat, Hans Mommsen oder Peter Hüttenberger), welche die Haltung vertreten, Adolf Hitler habe weder eine einheitliche Weltanschauung gehabt noch eine solche mit einer gezielten Politik verfolgt. Somit wären Katastrophen, wie der Holocaust, nicht von Hitler geprägt oder initiiert worden. Trotz dieser Einwände der „Revisionisten“ kann nicht verleugnet werden, dass sich grundlegende Ideen der NS-Ideologie sowie -Politik bereits in „Mein Kampf“ finden lassen. Deshalb wird in dieser Arbeit auch die Weltanschauung Hitlers als Informationsquelle für die nationalsozialistische Ideologie herangezogen und somit der Ansatz der „Programmologen“ vertreten.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Stellenwert und Betrachtungsweise der Geschichte bei Hitler

3 Hauptkomponenten der nationalsozialistischen Ideologie

4 Beispiele von Geschichte als Argument in der nationalsozialistischen Ideologie

4.1 Antisemitismus

4.2 Berufung auf das Preußentum

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Instrumentalisierung von Geschichte als Argumentations- und Propagandainstrument innerhalb der nationalsozialistischen Ideologie. Dabei wird analysiert, wie Adolf Hitler historische Narrative manipulierte, um rassenbiologische und politische Ziele zu rechtfertigen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf dem Antisemitismus und der symbolischen Aneignung preußischer Traditionen liegt.

  • Stellenwert und subjektives Geschichtsbild bei Adolf Hitler
  • Hauptkomponenten der NS-Ideologie: Sozialdarwinismus, Lebensraum und Antisemitismus
  • Antisemitismus als historisch begründete Propagandakonstruktion
  • Funktion der Berufung auf das Preußentum als politisches Legitimationsinstrument

Auszug aus dem Buch

4.1 Antisemitismus

Wie bereits im vorherigen Kapitel beschrieben, war der rassische Antisemitismus eine Hauptkomponente der nationalsozialistischen Ideologie. Es ist sicherlich nicht verwegen zu behaupten, dass dieser Aspekt der wichtigste in der NS-Ideologie war, welchem vieles untergeordnet wurde. Darüber hinaus war es nicht nur von Anfang an ein prägendes Merkmal des Nationalsozialismus, sondern vor allem für Hitler ein unbestreitbares, denn „er [hielt] bis zum Schluss an seinem fanatischen Hass gegen die Juden fest“.21 So sah auch Dieter Wisliceny, ein Mitarbeiter in Eichmanns sogenannten „Judenreferat“, den Antisemitismus als die Grundlage des Parteiprogramms der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) an.22

Neben der rassebiologischen Argumentation für den Antisemitismus beschrieb Hitler selbst in „Mein Kampf“, wie dieser aus der Geschichte begründet werden könne. So stellt er, nachdem er bereits über die „schöpferische“ Rasse des Ariers und die „zerstörerische“ Rasse des Juden geschrieben hat, fest: „Um den Juden kennenzulernen, ist es am besten, seinen Weg zu studieren, den er innerhalb der anderen Völker und im Laufe der Jahrhunderte genommen hat.“23 Hier wird erneut auf Lehren hingewiesen, welche man aus der Geschichte ziehen könne. Damit wird der Versuch getätigt, den eigenen Anmaßungen einen wissenschaftlichen und historisch begründeten Anspruch zu geben, obwohl dieser nicht gewährleistet ist, denn Hitler führt in weiterer Folge lediglich von ihm ersonnene, vereinzelte Beispiele aus der Geschichte an, die er als repräsentativ darstellt, obwohl sie es keineswegs sind.24 Außerdem ist seine Auffassung der Geschichte, wie im vorherigen Kapitel erläutert, fälschlicherweise bestimmt von einer Geschichtsmythologie, in welcher der Kampf zwischen dem „Arier“ und dem „Juden“ in den Vordergrund gestellt wird.25

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert das Forschungsinteresse an der Nutzung von Geschichte als Argumentationsinstrument und grenzt die methodische Vorgehensweise sowie den Fokus auf "Mein Kampf" ab.

2 Stellenwert und Betrachtungsweise der Geschichte bei Hitler: Dieses Kapitel zeigt auf, dass Geschichte für Hitler ein zentrales Element war, um politisches Handeln zu legitimieren, wobei sein Geschichtsbild stark von rassischem Denken geprägt war.

3 Hauptkomponenten der nationalsozialistischen Ideologie: Hier werden der Sozialdarwinismus, der Kampf um Lebensraum und der Antisemitismus als Kernbestandteile der NS-Ideologie identifiziert.

4 Beispiele von Geschichte als Argument in der nationalsozialistischen Ideologie: In diesem Kapitel wird die konkrete Anwendung historischer Bezüge auf den Antisemitismus und die preußische Tradition untersucht.

4.1 Antisemitismus: Analysiert wird, wie Hitler Geschichte instrumentalisierte, um den Antisemitismus historisch zu legitimieren und als Teil eines ewigen Rassenkampfes darzustellen.

4.2 Berufung auf das Preußentum: Dieses Kapitel verdeutlicht, dass die Anknüpfung an das Preußentum primär propagandistischen Zwecken diente, um politische Ziele zu stützen oder das Regime zu legitimieren.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die historische Argumentation der Nationalsozialisten ein Instrument zur Legitimierung ihrer Ideologie war, welches der Realität entbehrte.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Ideologie, Adolf Hitler, Geschichte als Argument, Antisemitismus, Preußentum, Mein Kampf, Propaganda, Sozialdarwinismus, Lebensraum, Geschichtsbild, Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei, Dolchstoßlegende, Rassenkampf, historische Legitimationsversuche

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Adolf Hitler und die Nationalsozialisten Geschichte als Werkzeug nutzten, um ihre ideologischen Ziele und politische Propaganda historisch zu rechtfertigen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind der Stellenwert der Geschichte für Hitler, die ideologischen Grundpfeiler des Nationalsozialismus sowie die konkrete Anwendung historischer Argumente in Bezug auf den Antisemitismus und die preußische Tradition.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage befasst sich damit, wie Geschichte als Argument innerhalb der nationalsozialistischen Ideologie instrumentalisiert wurde, um rassistische und machtpolitische Ziele als "historisch gewachsen" zu präsentieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche und historische Analyse vorgenommen, wobei insbesondere Hitlers "Mein Kampf" als primäre Quelle zur Offenlegung seines subjektiven Geschichtsbildes dient.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?

Der Hauptteil behandelt die Entlarvung der Geschichte als "Rechtfertigungsinstanz" Hitlers, die Analyse der drei Hauptkomponenten der NS-Ideologie und eine detaillierte Betrachtung des Antisemitismus und der Aneignung des Preußentums.

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit am besten?

Schlüsselbegriffe sind hierbei Instrumentalisierung, Geschichtsmythen, Propaganda, Antisemitismus, Preußentum und Sozialdarwinismus.

Warum wird im Dokument der Fokus speziell auf das Preußentum gelegt?

Das Preußentum diente den Nationalsozialisten in verschiedenen Phasen – etwa bei der Machtergreifung oder in der späten Kriegsphase – als notwendiges Propagandamittel, um sich legitimatorisch an Traditionen anzubinden, die in der Bevölkerung ein hohes Ansehen genossen.

Inwieweit widerspricht die historische Darstellung Hitlers der Realität?

Die Arbeit betont, dass Hitlers Geschichtsbild ein Konstrukt seiner eigenen Fantasie war, das Rassenkonflikte über komplexe historische Tatsachen stellte und somit keinen wissenschaftlichen oder faktischen Kriterien entsprach.

Final del extracto de 14 páginas  - subir

Detalles

Título
Geschichte als Argument in der nationalsozialistischen Ideologie
Universidad
Klagenfurt University
Calificación
1
Autor
Frederick Benjamin Hafner (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
14
No. de catálogo
V460898
ISBN (Ebook)
9783668908444
ISBN (Libro)
9783668908451
Idioma
Alemán
Etiqueta
Nationalsozialismus Ideologie Geschichte als Argument Nationalsozialistische Ideologie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Frederick Benjamin Hafner (Autor), 2017, Geschichte als Argument in der nationalsozialistischen Ideologie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/460898
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