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Konzepte zur Abbildung variabler Bankprodukte. Das Modell der gleitenden Durchschnitte

Titel: Konzepte zur Abbildung variabler Bankprodukte. Das Modell der gleitenden Durchschnitte

Bachelorarbeit , 2018 , 50 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Maximilian Kraus (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit werden einige Konzepte zur Abbildung variabler Produkte vorgestellt und bewertet. Der Fokus auf die variablen Produkte wird neben der aufsichtsrechtlichen Erfordernis durch das Niedrigzinsumfeld in der Weise forciert, als dass wirtschaftlicher Druck die Zinsüberschüsse, insbesondere durch negative Einstandssätze und Kundeneinlagenzinsen von null Prozent, abschmelzen lässt. Das Modell der gleitenden Durchschnitte erweist sich als geeignetes Konzept. Zudem ist ein großer Vorteil dieses Ansatzes, dass er grundlegend für weiterführende Modellierungen von Bestandsschwankungen ist.

Anhand alternativer Zinsszenarien wird analysiert, wie sich der Bewertungszins unter Volumenannahmen zukünftig entwickeln könnte. Unter Anwendung der Sockeldisposition ist sowohl ein fallender als auch ein steigender Bewertungszins möglich. Die Planungen und Prognosen der Banken sollten somit beide Entwicklungsmöglichkeiten berücksichtigen. Zudem ist es ratsam geeignete Maßnahmen für jede der unterschiedlichen Möglichkeiten parat zu haben. Klar ist auch, dass ein steigender Bewertungszins die Ertragslage entspannen und der Vertriebssteuerung mehr Möglichkeiten einräumen würde, als es die aktuelle Situation zulässt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen

2.1 Abgrenzung und Bedeutung variabler Produkte

2.1.1 Definition

2.1.2 Produkte mit rechtlichen Einschränkungen

2.1.3 Wirtschaftliche Bedeutung für Banken

2.2 Konzepte zur Ertragsermittlung in der Vertriebssteuerung

2.2.1 Grundlagen

2.2.2 Barwertig vs. Periodisch

2.3 Rechtliche Vorgaben zur Abbildung in der Banksteuerung

3 Modelle zur Abbildung

3.1 Modellüberblick

3.2 Modell der gleitenden Durchschnitte

3.2.1 Grundmodell

3.2.2 Mischungsverhältnisse

3.2.2.1 Festlegung im Grundmodell

3.2.2.2 Vergangenheitsorientierte Festlegung

3.2.2.3 Zukunftsorientierte Festlegung

3.2.2.4 Weitere Aspekte

3.2.3 Umgang mit Volumenschwankungen

3.2.3.1 Ausgleichszahlungen

3.2.3.2 Sockeldisposition

3.3 Dynamisches Replikationsportfolio

3.3.1 Grundidee

3.3.2 Vorgehensweise

3.3.3 Rechenbeispiel

3.4 Zwischenfazit

4 Empirische Analyse zur Entwicklung des Bewertungszinses bei alternativen Zinsszenarien

4.1 Status quo

4.2 Problemstellung und Untersuchungsdesign

4.3 Untersuchung von Volumenschwankungen bei alternativen Zinsszenarien im Modell der gleitenden Durchschnitte mittles Sockeldisposition

4.3.1 Analyse

4.3.2 Ergebnisauswertung

4.4 Würdigung

5 Schluss

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel der Arbeit ist es, in Zeiten der Niedrigzinsphase geeignete Konzepte zur Abbildung und Bewertung variabler Bankprodukte zu untersuchen und zu analysieren. Dabei steht die Forschungsfrage im Vordergrund, wie der Verlauf des Bewertungszinses unter Anwendung praxisnaher Modelle bei alternativen Zinsszenarien simuliert werden kann, um daraus Ansätze für eine zukunftsorientierte Banksteuerung und Vertriebssteuerung abzuleiten.

  • Analyse von Modellen zur Abbildung variabler Produkte (z.B. gleitende Durchschnitte, dynamische Replikation).
  • Bewertung der Konzepte anhand von Kriterien wie Komplexität, Disponierbarkeit und Realitätsnähe.
  • Untersuchung des Umgangs mit Volumenschwankungen (Ausgleichszahlungen, Sockeldisposition).
  • Empirische Simulation der Bewertungszins-Entwicklung unter verschiedenen Zinsszenarien.
  • Ableitung von Handlungsoptionen für Banken zur Ertragssteuerung im aktuellen Zinsumfeld.

Auszug aus dem Buch

3.2.3.2 Sockeldisposition

Eine Möglichkeit, um die nachträgliche Verrechnung von barwertigen AZ und somit die Problematik der Verrechnungsebene zu umgehen, ist die Sockeldisposition. Es wird der Bodensatz mit dem dazugehörigen MV, wie im Kapitel 3.2.2 erwähnt, festgelegt. Die Aufnahme bzw. Anlage des davon abweichenden Volumens wird mit sehr kurzen Zinssätzen, Tages- oder Monatszinssätzen, je nach Ertragsanrechnungsperiode, bewertet. Da hier der gleitende Durchschnitt nur aus einer einzigen Scheibe besteht, treten keine Kursdifferenzen auf und somit entfallen bei dieser Variante die AZ.

Wie schon in Kapitel 2.1.3 gezeigt wurde, verringern sich die Margen aufgrund der Niedrigzinssituation. Grund hierfür ist, dass Kundeneinlagen nur sehr eingeschränkt mit Strafzinsen belegt werden.

Bei der Sockeldisposition wird der Bewertungszins bei einer normalen Zinsstrukturkurve geringer, da der Betrag, der den Sockel übersteigt, mit kurzfristigen Zinssätzen bewertet wird und diese im normalen Umfeld kleiner sind als längerfristige Zinssätze. Bei Anpassung des Sockels kann die Thematik der AZ nicht umgangen werden. Bei einer Anpassung zum Jahreswechsel ist der Effekt der AZ für die Ertragsmessung weniger problematisch als bei einer unterjährigen Adjustierung. Für die Sockeldisposition spricht die Abbildung der Realität, da sich reagiblere Kunden in diese langfristigen Bewertungszinsen bewegen und somit von zu hoher Bewertung profitieren würden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Niedrigzinsumfelds für variable Bankprodukte ein und definiert das Ziel der Arbeit, Bewertungsmodelle für Banken zu untersuchen.

2 Grundlagen: Hier werden die begrifflichen Grundlagen, rechtliche Einschränkungen sowie die ökonomische Bedeutung variabler Produkte für Kreditinstitute erörtert.

3 Modelle zur Abbildung: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene Bewertungsmodelle wie das OAS-Modell, das Modell der gleitenden Durchschnitte und das dynamische Replikationsportfolio.

4 Empirische Analyse zur Entwicklung des Bewertungszinses bei alternativen Zinsszenarien: In diesem Teil wird die praktische Anwendung der Modelle anhand von drei Zinsszenarien für Sichteinlagen von Sparkassen simuliert und die Auswirkungen auf den Bewertungszins analysiert.

5 Schluss: Das abschließende Kapitel resümiert die Ergebnisse der Modellbewertungen und betont die Notwendigkeit flexibler Steuerungsansätze im aktuellen Marktumfeld.

Schlüsselwörter

Variable Produkte, Banksteuerung, Bewertungszins, gleitende Durchschnitte, Niedrigzinsphase, Sichteinlagen, Sockeldisposition, Ausgleichszahlungen, Vertriebssteuerung, Zinsänderungsrisiko, Margenkonstanz, Volumenschwankungen, dynamische Replikation, Bankkalkulation, Ertragssteuerung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der betriebswirtschaftlichen Bewertung von variablen Bankprodukten, insbesondere vor dem Hintergrund des aktuellen Niedrigzinsumfelds und der daraus resultierenden Ertragsdruck-Problematik für Kreditinstitute.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind die Abgrenzung variabler Produkte, die Darstellung verschiedener Bewertungsmodelle (wie das Modell der gleitenden Durchschnitte) und die Analyse von Volumenschwankungen bei verschiedenen Zinsszenarien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein praktikables Modell zur Abbildung variabler Produkte zu identifizieren und zu bewerten, um Banken fundierte Ansätze für eine zukünftige, ertragsorientierte Vertriebs- und Banksteuerung zu bieten.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Bewertung verwendet?

Der Autor nutzt eine Kombination aus einer theoretischen Aufarbeitung bestehender Modellansätze und einer empirischen Analyse, in der drei alternative Zinsszenarien simuliert werden, um die Auswirkungen auf den Bewertungszins darzustellen.

Welche Aspekte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Ertragsermittlung insbesondere Modelle wie die gleitenden Durchschnitte, die Sockeldisposition und das dynamische Replikationsportfolio detailliert erläutert und hinsichtlich ihrer Eignung bewertet.

Welche Schlüsselwörter beschreiben diese Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie variable Produkte, Bewertungszins, Niedrigzinsphase, gleitende Durchschnitte und Ertragssteuerung charakterisieren.

Was unterscheidet die Sockeldisposition von anderen Modellen?

Die Sockeldisposition zeichnet sich dadurch aus, dass sie zur Vermeidung komplexer Ausgleichszahlungen (AZ) den Bodensatz der Einlagen mit einem gleitenden Durchschnitt bewertet, während darüber hinausgehendes Volumen mit kurzfristigen Zinssätzen belegt wird.

Warum ist das "Modell der gleitenden Durchschnitte" laut Autor besonders empfehlenswert?

Der Autor empfiehlt dieses Modell, da es ein optimales Verhältnis zwischen geringer Komplexität und hoher Transparenz bietet und die Möglichkeit eröffnet, das Zinsanpassungsverhalten der Kunden realitätsnah über Mischungsverhältnisse abzubilden.

Welches Ergebnis liefern die simulierten Szenarien für die Planung?

Die Simulationen zeigen, dass ein einseitiges Denken in Richtung fallender Zinsen für Banken riskant ist. Banken müssen für verschiedene Zinsentwicklungen (auch steigende Kurven) Handlungsoptionen vorhalten, um Margen zu sichern.

Ende der Leseprobe aus 50 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Konzepte zur Abbildung variabler Bankprodukte. Das Modell der gleitenden Durchschnitte
Hochschule
Hochschule der Sparkassen-Finanzgruppe Bonn
Note
1,7
Autor
Maximilian Kraus (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
50
Katalognummer
V461107
ISBN (eBook)
9783668914001
ISBN (Buch)
9783668914018
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Variable Bankprodukte Sockeldisposition Niedrigzinsphase Gleitende Durchschnitte Mischungsverhältnisse Bewertungszins Zukunftsbetrachtung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Maximilian Kraus (Autor:in), 2018, Konzepte zur Abbildung variabler Bankprodukte. Das Modell der gleitenden Durchschnitte, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/461107
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  50  Seiten
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