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Mediation als moderne Methode in der Sozialen Arbeit

Titel: Mediation als moderne Methode in der Sozialen Arbeit

Hausarbeit , 2017 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Marcel Riepegerste (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Begriff der Mediation hat in Deutschland in den letzten Jahren einen hohen Bekanntheitsgrad erlangt. Obwohl Mediation also in immer mehr Fachwissenschaften und auch verschiedensten Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit Anwendung findet, kommt die Auseinandersetzung mit der Methode im Bachelorstudium der Sozialen Arbeit – nach eigener Erfahrung des Verfassers - häufig viel zu kurz und wird zumeist nur am Rande thematisiert.

Die vorliegende Hausarbeit soll deshalb dazu dienen, einen auf Grund des vorgegebenen Umfangs grob komprimierten Überblick über die Methode und deren Nutzen zu bieten. Sie beschäftigt sich dabei – im Hinblick auf das zu Grunde liegende Modul - auch mit der Fragestellung, inwiefern die moderne Methode der Mediation zur weiteren Professionalisierung der Sozialen Arbeit beitragen kann. Ausgeklammert werden in dieser Hausarbeit wegen des gewünschten Umfangs die vielfältigen theoretischen Hintergründe der Methode (z.B. Wissen über Konflikte) und weitestgehend die ebenfalls sehr umfassenden Methoden (z.B. Gewaltfreie Kommunikation).

Die Beantwortung der Fragestellung ist wichtig, weil in kaum einer Handlungswissenschaft die eigenen Mitglieder so konträr über den Professionsstatus diskutieren, wie in der Soziale Arbeit. Auch in der öffentlichen Betrachtung gehen die Meinungen auseinander, ob die Soziale Arbeit nun eine „echte Profession“ ist oder doch nicht eher nur eine „Semi- bzw. Quasiprofession“ (vgl. hierzu bspw. Herwig-Lempp, dessen Beitrag von 1997 nach wie vor aktuell ist). Um die Professionalisierung der Sozialen Arbeit weiter voranzutreiben, ist es notwendig, sich mit modernen Methoden auseinanderzusetzen und das eigene Handlungsrepertoire so zu erweitern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Mediation als Methode

2.1. Was ist Mediation?

2.2. Entstehungsgeschichte und aktueller Stand

2.3. Organisation der Mediation

2.4. Phasen der Mediation

2.5. Ziele der Mediation

2.6. Methoden der Mediation

2.7. Prinzipien und ethische Grundsätze der Mediation

2.8. Vorteile und Grenzen der Mediation

2.9. Mediation als Beruf

3. Mediation in der Sozialen Arbeit

3.1. Trennungs- und Scheidungsmediation

3.2. Mediation bei Familienkonflikten

3.3. Mediation in Erziehung und Bildung

3.4. Interkulturelle Mediation

3.5. Täter-Opfer-Ausgleich

3.6. Gemeinwesenmediation

3.7. Mediation im Gesundheitswesen

3.8. Konfliktmanagement in Behörden und Sozialen Organisationen

3.9. Elder Mediation

4. Beitrag zur Professionalisierung der Sozialen Arbeit

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial der Mediation als Methode für die Soziale Arbeit und analysiert, inwiefern diese zur Professionalisierung der Disziplin beitragen kann. Dabei wird Mediation als ein vertrauliches und strukturiertes Verfahren zur außergerichtlichen Konfliktbeilegung dargestellt, das durch seine Ressourcenorientierung und Zielgerichtetheit besonders für die Anforderungen moderner sozialer Arbeit geeignet ist.

  • Grundlagen und Definition der Mediation als alternatives Konfliktlösungsverfahren.
  • Detaillierte Darstellung des fünfphasigen Mediationsmodells.
  • Anwendungsbereiche der Mediation innerhalb verschiedener Felder der Sozialen Arbeit.
  • Diskussion der Rolle des Mediators als neutrale Instanz und die Notwendigkeit fachlicher Weiterbildung.
  • Bewertung der Mediation als Beitrag zur Professionalisierung und Ressourcenstärkung der Sozialen Arbeit.

Auszug aus dem Buch

2.4. Phasen der Mediation

Die Mediation ist eine sehr strukturierte Methode und wird anhand eines Phasenmodells durchgeführt. Je nach Fachliteratur werden hier unterschiedliche Phasen formuliert bzw. mehr oder weniger ausdifferenziert und hervorgehoben (vgl. Schäfer 2017, S.26). Die vorliegende Hausarbeit folgt dabei den Ausführungen von Rabe und Wode, die sich am klassischen „5-Phasen-Modell“ orientieren.

Die erste Phase nennen sie „Arbeitsbündnis schließen“. Hier kommt es zur ersten Kontaktaufnahme mit dem Mediator, welche meist einseitig von einem der Konfliktpartner initiiert wird, der Vereinbarung und Durchführung eines Erstgesprächs und schließlich der Formulierung eines Arbeitsauftrages an den Mediator. Dieser verschafft sich hier einen ersten groben Überblick über Konfliktparteien und Sachverhalt, informiert diese über die Grundprinzipien und den Ablauf eines Mediationsverfahrens und prüft, ob eine Mediation im jeweiligen Konfliktfall eine geeignete Methode ist. Schließlich werden gemeinsame „Spielregeln“ aufgestellt und um das Rechtsverhältnis zwischen dem Mediator und den Konfliktparteien, sowie zwischen den Auftraggebern selbst, zu regeln, ein „Mediationsvertrag“ und eine „Mediationsvereinbarung“ ausgehandelt. Es folgt der Einstieg in die gemeinsame Arbeit (vgl. Rabe/Wode 2014, S.9f.).

Die zweite Phase ist die „Themensammlung“. Hier wird im Gespräch mit den Konfliktparteien eine Liste der zu bearbeitenden Punkte bzw. zu klärenden Konflikte erstellt. Die Themen werden dabei in eine zeitliche Bearbeitungsreihenfolge gebracht, wobei sich die Mediation durch Flexibilität und nachträgliche Veränderbarkeit auszeichnet. So kann die Reihenfolge der Themenbearbeitung im Laufe des Verfahrens verändert und auch neue Punkte ergänzt werden (vgl. Rabe/Wode 2014, S.10).

Als dritte Phase schließt sich die sogenannte „Bedürfnisermittlung“ an. Diese ist das Kernstück einer jeden Mediation, weil hier die eigentliche Problembearbeitung erfolgt und erfordert von allen Beteiligten viel Zeit und Energie. Die Konfliktparteien schildern jeweils ihre eigene Sicht auf das Geschehen; also ihre Position. Gemeinsam mit dem Mediator wird herausgearbeitet, welche Bedürfnisse und Interessen hinter den einzelnen Themen stehen; also worum es den Konfliktparteien eigentlich geht und welche Kriterien eine gemeinsame Lösung erfüllen muss (vgl. Rabe/Wode 2014, S.10).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Relevanz der Mediation für die Soziale Arbeit und formuliert die Hypothese, dass die Methode einen signifikanten Beitrag zur Professionalisierung der Disziplin leisten kann.

2. Mediation als Methode: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, das Phasenmodell, die Prinzipien sowie die Vorteile und Grenzen der Mediation.

3. Mediation in der Sozialen Arbeit: Hier werden diverse Handlungsfelder wie Trennungsmediation, Täter-Opfer-Ausgleich und Elder Mediation im Kontext der Sozialen Arbeit praxisnah dargestellt.

4. Beitrag zur Professionalisierung der Sozialen Arbeit: Das Kapitel diskutiert die Kompatibilität der Mediation mit Paradigmen der Sozialen Arbeit wie Ressourcenorientierung und Empowerment.

5. Fazit: Das Fazit resümiert, dass Mediation eine essenzielle Kompetenz für Sozialarbeiter darstellt und deren Status als eigenständige Profession stärken kann.

Schlüsselwörter

Mediation, Soziale Arbeit, Konfliktlösung, Professionalisierung, Ressourcenorientierung, Empowerment, Phasenmodell, außergerichtliche Streitbeilegung, Lebensweltorientierung, Allparteilichkeit, Konfliktmanagement, Sozialwesen, Handlungsfelder, Beratung, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Eignung und den Nutzen der Mediation als Methode für die Soziale Arbeit und analysiert deren Beitrag zur weiteren Professionalisierung der Profession.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen der Mediation, ihr fünfphasiger Ablauf, spezifische Anwendungsbereiche im sozialen Kontext sowie die ethischen Prinzipien der Vermittlung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu belegen, dass Mediation eine äußerst geeignete Methode für Sozialarbeiter ist und deren Handlungsrepertoire sowie professionellen Status stärken kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, um die theoretischen Aspekte der Mediation in den Kontext der Sozialen Arbeit zu setzen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen der Mediation (Methodik, Phasen, Prinzipien) dargelegt und anschließend deren Anwendung in konkreten Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit (z.B. Erziehung, Gesundheitswesen, Familienkonflikte) illustriert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Mediation, Soziale Arbeit, Professionalisierung, Konfliktlösung und Ressourcenorientierung charakterisiert.

Warum wird Mediation als besonders ressourcenorientiert hervorgehoben?

Sie setzt einerseits bei den Stärken der Klienten an und spart andererseits durch die außergerichtliche und lösungsorientierte Arbeitsweise wertvolle finanzielle Ressourcen von Institutionen und dem Staat.

Inwiefern unterscheidet sich die Mediation von therapeutischen Ansätzen?

Mediation ist zielgerichtet auf eine zukunftsorientierte Konfliktlösung ausgelegt und deutlich weniger zeitintensiv als therapeutische Verfahren, die oft eine tiefere Aufarbeitung der Vergangenheit fokussieren.

Warum ist die "Neutralität" für Sozialarbeiter eine besondere Herausforderung?

Sozialarbeiter sind in der Regel eine parteiliche Unterstützung ihrer Klienten gewohnt (sozialanwaltschaftliche Rolle), während Mediation zwingend eine neutrale und allparteiliche Haltung des Vermittlers erfordert.

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Details

Titel
Mediation als moderne Methode in der Sozialen Arbeit
Hochschule
Hochschule Koblenz (ehem. FH Koblenz)
Veranstaltung
(De-)Professionalisierungstendenzen Sozialer Arbeit
Note
1,0
Autor
Marcel Riepegerste (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
19
Katalognummer
V461113
ISBN (eBook)
9783668909540
ISBN (Buch)
9783668909557
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziale Arbeit Mediation Methoden Professionalisierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marcel Riepegerste (Autor:in), 2017, Mediation als moderne Methode in der Sozialen Arbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/461113
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Leseprobe aus  19  Seiten
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