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Zum Verhältnis der GoB (HGB) und dem IAS-Framework

Title: Zum Verhältnis der GoB (HGB) und dem IAS-Framework

Seminar Paper , 2005 , 30 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Hermann Büttner (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Mit dem sich verschärfenden Wettbewerb auf den internationalen Kapitalmärkten, der zunehmenden Bedeutung der Informationsvermittlung für die internationalen Kapitalmarktteilnehmer und der immer stärkeren Vernetzung multinationaler Unternehmen, erlangt eine an internationalen Standards orientierte Rechnungslegung Weltweit immer mehr an Bedeutung. Der damit einhergehende Paradigmenwechsel in der Rechungslegung beschleunigt sich dabei mit der Ausbreitung der globalisierten
Kapitalmärkte.
War die Internationalisierung der Rechnungslegung in Deutschland bisher nur auf die
Möglichkeit einen befreienden Konzernabschluss nach § 292a aufzustellen beschränkt, so sind ab dem 01.01.2005 alle börsennotierten europäischen Mutterunternehmen verpflichtet einen Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards
(IFRS) - ehemals International Accounting Standards (IAS)3- aufzustellen. Ziel dieser EU-Verordnung ist es, eine transparente und vergleichbare Rechnungslegung innerhalb der europäischen Grenzen zu schaffen und mit ihr den Schutz der Kapitalanleger effektiver zu gewährleisten sowie die Wirtschaftlichkeit und Effizienz
des Kapitalmarktes zu verbessern.5Gleichzeitig soll es den Unternehmen auf diese Weise ermöglicht werden, „auf den Weltkapitalmärkten wie auf den gemeinschaftlichen Kapitalmärkten unter gleichen Wettbewerbsbedingungen um Finanzmittel zu konkurrieren.“ Der zentrale Zweck der Rechungslegung soll künftig einzig in der Informationsversorgung des Kapitalmarktes liegen. Die beschriebene Entwicklung ist damit vorerst an ihrem Höhepunkt angelangt.
Da die Aufstellung nach internationalen Standards für börsennotierte Mutterunternehmen somit bindend ist, gibt die aktuelle Situation Anlass, die deutschen Bilanzierungsnormen in Form der handelsrechtlichen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung mit denen der Rahmengrundsätze der International Financial Reporting Standards zu vergleichen. Da die EU-Kommission den Mitgliedstaaten weiterhin empfiehlt, „die Anwendung der IAS auch bei nicht börsennotierten Unternehmen und bei der Aufstellung von Einzelabschlüssen“ zu fördern bzw. vorzuschreiben, sind die Ergebnisse dieser Gegenüberstellung von entscheidendem Interesse.
Die angesprochene Aktualität rechtfertigt das Ziel dieser Arbeit, die grundlegenden Zielsetzungen der deutschen und die der internationalen Rechnungslegung anhand der GoB bzw. des Framework zu untersuchen, gegenüberzustellen und anschließend kritisch zu würdigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

E I N L E I T U N G

1. Die Rechnungslegungskonzeptionen im Überblick

1.1 Grundzüge der handelsrechtlichen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung

1.1.1 Allgemeines zu den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung

1.1.2 Die Systematik der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung

1.2 Grundzüge des IAS/IFRS-Framework

1.2.1 Allgemeines zum Framework

1.2.2 Die Systematik des Framework

2. Gegenüberstellung der beiden Rechnungslegungskonzeptionen

2.1 Weitgehend übereinstimmende Rechnungslegungsgrundsätze

2.1.1 Das Prinzip der Unternehmensfortführung

2.1.2 Das Prinzip der periodengerechten Erfolgsermittlung

2.1.3 Die qualitativen Merkmale

2.2 Problemrelevanten Unterschiede der beiden Rechnungslegungskonzeptionen

2.2.1 Der unterschiedliche Stellenwert des Vorsichtsprinzips

2.2.2 Immaterielle Vermögensgegenstände

2.2.3 Das Realisationsprinzip am Beispiel langfristiger Auftragsfertigung

2.2.4 Fair Value vs. Historical Cost

2.2.5 Unterschiedliche Gewinnausweisung bzw. Gewinnrealisierung im Kontext steuerlicher Aspekte

2.3 Resümee und Würdigung

S C H L U S S B E T R A C H T U N G

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Unterschiede zwischen den deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) und dem Framework der International Financial Reporting Standards (IAS/IFRS), um deren Kompatibilität und Auswirkungen auf die Rechnungslegung kritisch zu bewerten.

  • Rechnungslegungskonzeptionen im Vergleich
  • Gläubigerschutz versus Investoreninformation
  • Die Rolle des Vorsichtsprinzips
  • Realisationsprinzip und Fair-Value-Bewertung
  • Einfluss steuerlicher Aspekte auf die Bilanzierung

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Der unterschiedliche Stellenwert des Vorsichtsprinzips

Das die gesamte Bilanzierungsstruktur der deutschen Rechtsprechung prägende und in den GoB allgemein anerkannte Vorsichtsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB) findet seinen Hauptniederschlag in der Bildung von Rückstellungen und im Niederstwertprinzip. Durch das deutsche Vorsichtsprinzip sollen vorhersehbare Risiken und Wertverluste bei der Bilanzerstellung und bei der Bewertung berücksichtigt werden (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB). Im Sinne des Vorsichtsprinzips wird dann verlustantizipierend bilanziert, wenn bei Vorliegen von „Bewertungsspielräumen Vermögenswerte mit ihrem niedrigsten Wert (Niederstwertprinzip) und Schulden mit ihrem höchsten Wert (Höchstwertprinzip) in der Bilanz angesetzt werden.“ Zweck dieser Vorgehensweise ist es, den Gläubiger und den Bilanzierenden vor einem zu hohen Ergebnis durch eine zu euphorische Selbsteinschätzung zu schützen. Der Gesetzgeber folgt hier offenbar „dem Werturteil, dass die Gläubiger institutionell durch am Vorsichtsprinzip ausgerichtete Gewinnermittlungsvorschriften vor einer Gefährdung ihrer Zahlungsansprüche zu schützen sind.“ Auf der Grundlage des Realisations-, Imparitäts- und Vorsichtsprinzips sind dabei bilanzpolische Maßnahmen möglich, die die Bildung ausreichender stiller Reserven nach sich ziehen. In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass sich das handelsrechtliche Vorsichtsprinzip oftmals dem Vorwurf ausgesetzt sieht, dass sich der vorsichtige Kaufmann ärmer rechnet als er ist und damit die Forderung nach Objektivität des Jahresabschlusses auf Grund verschwimmender vorsichtiger und willkürlicher Bilanzierung nicht mehr gewahrt wird. Diese weite Auslegung des Vorsichtsprinzips kollidiert dabei offensichtlich mit anderen GoB.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Rechnungslegungskonzeptionen im Überblick: Dieses Kapitel erläutert die Grundlagen der deutschen GoB sowie des internationalen IAS/IFRS-Frameworks unter Berücksichtigung ihrer jeweiligen historischen Entwicklung und Systematik.

2. Gegenüberstellung der beiden Rechnungslegungskonzeptionen: Hier werden Gemeinsamkeiten sowie spezifische Unterschiede, insbesondere im Hinblick auf das Vorsichtsprinzip und die Gewinnrealisierung, detailliert gegenübergestellt und kritisch gewürdigt.

S C H L U S S B E T R A C H T U N G: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, wobei die Vor- und Nachteile der beiden Systeme hervorgehoben und ein Fazit zur zweckbestimmenden Berechtigung beider Konzepte gezogen wird.

Schlüsselwörter

Rechnungslegung, GoB, IAS/IFRS, Framework, Vorsichtsprinzip, Gläubigerschutz, Investorenorientierung, Bilanzierung, Realisationsprinzip, Fair Value, Jahresabschluss, Gewinnermittlung, Maßgeblichkeitsprinzip, Handelsrecht, Kapitalmarkt.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert und vergleicht das deutsche handelsrechtliche Rechnungslegungssystem (GoB) mit dem internationalen Rahmenkonzept der IAS/IFRS.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Schwerpunkte sind die unterschiedlichen Zielsetzungen der Rechnungslegung, das Vorsichtsprinzip, die Bewertungsmaßstäbe wie Fair Value versus Anschaffungskosten sowie der Einfluss steuerlicher Regelungen.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie sich die unterschiedlichen Konzeptionen der GoB und des IAS-Frameworks unterscheiden und welche Implikationen dies für die Informationsversorgung der Kapitalmarktteilnehmer hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deduktiven Methode, bei der die Rechnungslegungsgrundsätze aus den jeweiligen Zielsetzungen der Abschlüsse abgeleitet und anschließend vergleichend gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erläuterung der beiden Konzepte und eine systematische Gegenüberstellung, in der Übereinstimmungen und problemrelevante Unterschiede, etwa bei der Bilanzierung immaterieller Vermögensgegenstände, erarbeitet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Rechnungslegung, GoB, IAS/IFRS, Vorsichtsprinzip, Gläubigerschutz und Fair Value.

Welche Rolle spielt das Vorsichtsprinzip im Vergleich der beiden Systeme?

Während das deutsche Vorsichtsprinzip primär dem Gläubigerschutz dient und zur Bildung stiller Reserven führen kann, ist Vorsicht im IAS/IFRS-Framework nur nachgeordnet und darf die Neutralität der Information nicht beeinträchtigen.

Warum lehnt der Autor eine vollständige Umstellung auf internationale Standards für den Einzelabschluss ab?

Der Autor argumentiert, dass die Beibehaltung einer konservativen Bilanzierung nach GoB, die stille Reserven ermöglicht, zur Existenzsicherung des Unternehmens beitragen kann und gegenüber der Volatilität von Zeitwerten vorzuziehen ist.

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Details

Title
Zum Verhältnis der GoB (HGB) und dem IAS-Framework
College
University of Wuppertal
Grade
1,3
Author
Hermann Büttner (Author)
Publication Year
2005
Pages
30
Catalog Number
V46124
ISBN (eBook)
9783638433877
Language
German
Tags
Verhältnis IAS-Framework
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hermann Büttner (Author), 2005, Zum Verhältnis der GoB (HGB) und dem IAS-Framework, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46124
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