"Der glücklichste Moment in meinem Leben". Biografisch-narrative Gesprächsführung in Theorie und Praxis


Hausarbeit, 2017
26 Seiten, Note: 1,0
Anonym

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Biografie
2.1 Merkmale der Biografie

3 Biografiearbeit
3.1 Formen
3.2 Rahmenbedingungen

4 Methoden des Arbeitens mit der Biografiearbeit
4.1 Narrative Methoden

5 Interview „Der glücklichste Moment in meinem Leben“
5.1 Forschungsdesign
5.2 Forschungsprozess und Durchführung
5.3 Durchführung der Auswertung
5.4 Bewertung der Ergebnisse

6 Abschlussreflexion

Literaturverzeichnis

Anlagen

1 Einleitung

Die Biografiearbeit ist in allen Lebensphasen möglich, in dieser Arbeit soll es speziell um biografisch-narrative Gesprächsführung gehen. Die biografisch-narrative Gesprächsführung besitzt einen zentralen Stellenwert im Einsatzbereich der Sozialwissenschaften und der Sozialen Arbeit (Bauer 2011: 210).

Biographisches Erzählen kann eine „heilende Wirkung“ (Rosenthal 1995: 167) haben.

Die Interviewten haben durch die Rekonstruktion der Lebensgeschichte die Möglichkeit, ein Gefühl von Autonomie zu entwickeln und unbeschwert auf die Vergangenheit zurück zu blicken. Mit diesem ‚Instrument‘ ist es möglich die erzählende Person in vorhandenen Kompetenzen weiterzuentwickeln und sie in ihrer biografischen Ausführung zu verstehen.

Die vorliegende Hausarbeit ist daher auf Grundlage des Themas: „Der glücklichste Moment in meinem Leben“ – Biografisch-narrative Gesprächsführung in Theorie und Praxis“ verfasst. Zur Erläuterung des theoretischen Teiles werden zunächst Themenfelder zur biografischen Kommunikation (Biografie, Biografiearbeit und narrative Methode) aufgeführt. Die anschließende Darstellung des praktischen Teils der Arbeit bezieht sich auf die Bearbeitung eines qualitativen Interviews. Für das qualitative Interview wurde eine Person interviewt, die 40 Jahre alt ist.

Im Anschluss wird das Interview betrachtet, reflektiert und ausgewertet. Zuletzt folgt eine Abschlussreflexion, die die Ergebnisse zusammenfasst und die Bedeutung des biografisch-narrativen Interviews für die Soziale Arbeit erläutert.

2 Biografie

In einem Lebenslauf werden nur die wichtigsten zeitlichen Daten und Ereignisse des Lebens erfasst, während in der Biografie zusätzlich persönliche Gefühle, Meinungen und Bedeutungen in den Beschreibungen der Einzelteile eines Lebens einfließen. Beschreibungen bleiben Rekonstruktionen einer Realität, die vergangen ist. (Ruhe 1998:134)

2.1 Merkmale der Biografie

Laut Raabe „(beschreibt) Biografie einen Prozess, der mit der Geburt eines Menschen beginnt und mit dessen Tod endet.“ (Raabe 2004: 9). Ein biografisches Datum kann für die eine Person eine wichtige Bedeutung haben und für eine andere wiederum nicht. Erlebte Erfahrungen und Emotionen verleihen Eindrücke eine wichtige Bedeutung, um diese für die Biografie auszuwählen. Somit sind Biografien der jeweiligen Menschen von der Geburt an durch die Selektion von Eindrücken bedeutungsstrukturiert. Biografien basieren auf nacheinander folgenden Erfahrungsaufschichtungen. Demzufolge werden Entscheidungen vor dem Hintergrund dessen getroffen, was sich bis zu diesem Zeitpunkt an positiven und negativen Erfahrungen ereignet hat und der zu entscheidenden Person bekannt ist. Jeder Mensch bildet sich seinen eigenen Eindruck von der Umwelt. Daraus ergibt sich die Erkenntnis, dass Ereignisse und Erfahrungen individuell von der Person wahrgenommen sowie getrennt gedeutet, verarbeitet und erinnert werden können. Somit sind Biografien subjektive Konstruktionen, die prozesshaft sind. Sie unterliegen einem ständigen Prozess der Veränderung und Weiterentwicklung. Biografien erfassen Allgemeines und Spezielles, d.h. neben individuellen und subjektiven Erleben, werden gleichzeitig Auskünfte über das gesellschaftliche Umfeld der Person mitgeteilt, z.B. über die Kultur oder die soziale Schicht. (Miethe 2014: 11ff)

3 Biografiearbeit

In der Biografiearbeit geht es nicht nur um die Rekonstruktion der Geschichte der Biografie eines Menschen, sondern auch um seine geistliche und seelische Entwicklung. Kognitive, emotionale und körperliche Dimensionen spielen eine wichtige Rolle für das Erinnern von Ereignissen. Die Erinnerungen werden mit unterschiedlichen sinnlichen Wahrnehmungen verknüpft. (Miethe 2014: 21ff)

Im Folgenden werden verschiedene Einteilungen und Rahmenbedingungen der Biografiearbeit für Settings erläutert.

3.1 Formen

Es gibt informelle und formelle Formen der Biografiearbeit. Von formeller Biografiearbeit wird ausgegangen, wenn die Arbeit bewusst im Zusammenhang mit der Biografie steht. Zu solchen Settings gehören beispielsweise Kurse an der Volkshochschule, die zu festen Zeiten beginnen und enden. Das zentrale Kennzeichen der formellen Biografiearbeit ist es, dass das Thema und die Arbeit an und mit der Biografie eindeutig benannt werden muss. Im Gegensatz zur formellen findet die informelle Biografieabreit „nebenbei“ (vgl. Miethe 2014: 32) im Einsatzbereich von professionellen Settings statt. Dies bedeutet, dass diese Form der Settings beispielsweise in Alltagssituationen einer Wohngruppe in Gesprächen vorkommen können. Demzufolge wird mit dem Klienten an der Biografie gearbeitet, allerdings im Unterbewusstem. (Miethe 2014: 31ff)

Professionelle Settings können in Einzel- oder in Gruppenarbeit stattfinden.In der Regel wird von einer Gruppenarbeit bei einer Teilnehmeranzahl von drei Personen gesprochen. Beide Formen bringen spezifische Vor- und Nachteile mit sich.

Die Gruppengröße hängt nicht von der jeweiligen Zielgruppe ab, sondern auch von den Vorerfahrungen der Leitenden. Die geeignete Größe ist erreicht, wenn die Leitenden alle Mitglieder im Blick behalten und individuell auf jede einzelne Person und ihre Bedürfnisse eingehen können. (Miethe 2014: 32ff)

3.2 Rahmenbedingungen

Eine wichtige Bedeutung für das Gelingen von professioneller Biografieabeit gewährleisten ethische Rahmenbedingungen und Standards, wie sie Fachkräfte entwickelt haben (Hölzle/Jansen 2011, Miethe 2014).

In der biografischen Arbeit sollte alles auf freiwilliger Basis geschehen. Der Erzählende soll nicht gedrängt werden, er bestimmt selbst, was und wem er wann Geschehnisse anvertraut. Zuverlässigkeit, Vertrauen, Sensivität und Reflexivität sind sehr wichtige Komponente in der Zusammenarbeit mit Klienten. Biografiearbeit kann nur in einer gesonderten Atmosphäre gelingen, in der verlässliche Arbeitsstrukturen gemeinsam vereinbart werden und ein Vertrauensverhältnis zwischen den Beteiligten entsteht. Ein Vertrauensverhältnis zwischen zwei fremden Personen aufzubauen, braucht Zeit.

Sensivität bedeutet nicht nur das Angebot freiwillig wahrzunehmen, sondern auch bewusst mit sozialen, kulturellen, ethnischen und religiösen Zugehörigkeiten umzugehen. Die Grenzen der biografischen Arbeit im Hinblick auf überfordernde Lebenserfahrungen auf Seiten der Leitung werden durch Reflexivität erkannt (vgl. Morgenstern 2011: 25ff)

In Settings der Biografiearbeit können sich enge Vertrauensverhältnisse sowohl zwischen Teilnehmer als auch zwischen Teilnehmer und Leitenden ergeben. Hierbei ist es wichtig, dass die Grenzen durch den Leitenden zu Beginn der Veranstaltung deutlich gemacht werden, um professionelle Distanzen aufrecht zu erhalten. (Miethe 2014: 38)

4 Methoden des Arbeitens mit der Biografiearbeit

In den letzten Jahren ist eine Vielzahl an methodischen Übungen entstanden. Methodische Übungen ermöglichen eine andere Wahrnehmung von Menschen, Annäherungen zu erleichtern, sowie eine angemessene Intimität zu erwirken (Ruhe 2007: 8). In diesem Kapitel soll es speziell um narrative Methoden der Biografiearbeit gehen.

4.1 Narrative Methoden

In der qualitativen Sozialforschung ist die narrative Methode das häufigste angewendete Interviewverfahren. Besonders im Hinblick zur Erhebung von Lebensgeschichten eignet sich dieses Verfahren. (Przyborski/Wohlrab-Sahr 2008: 92)

- „Erzählen ist eine alltagsweltliche „Methode“, mit der Subjekte sich
- selbst und ihre Welt konstruieren, sich reflektieren, sich entwerfen, sich
- anderen mitteilen und mit anderen mitteilen und mit anderen einen
- Ausschnitt sozialer Wirklichkeit teilen.“ (Dausien 2005: 8)

4.1.1 Narrative Interviews>

Eine außergewöhnliche Form des offenen Interviews stellt das narrative Interview als Befragungsmethode dar. Bei dieser „Form non-direkter Gesprächsführung“ (Miethe 2014: 42) als Interviewmethode wird gemeinsam mit der erzählenden Person eine optimale Atmosphäre für das Gelingen des Interviews geschaffen (Bauer 2011: 210).

Eine wichtige Voraussetzung dabei ist die Wahl des richtigen Ortes, in welcher der potenzielle Erzähler „darum gebeten und darin unterstützt“ (Glinka 2003: 9) wird, seine Lebensgeschichte möglichst frei in einer Stegreiferzählung, die vorher nicht vorbereitet, verschriftlicht weder noch geübt werden können, wiederzugeben. Bei der Lebensgeschichte geht es gewöhnlicher Weise um Erlebnisse, von denen er selbst betroffen war. Diese Erlebnisse können durch relevante epochale Rahmenbedingungen, geschlechtsspezifische- oder räumliche Besonderheiten, ebenso wie durch soziale Rollen oder kritische Lebensereignisse geprägt worden sein. (Glinka 2003: 9)

Deshalb ist es wichtig, dass das Interview an einem Ort stattfindet an dem sich der Erzählende wohl fühlt und sich ungestört dem Interviewer öffnen kann. (Bauer 2011:210).

Die „Dynamik des Erzählvorgangs“ (Glinka 2003: 10) während des Interviews versetzt den Erzähler noch einmal in die vergangenen Handlungs- und Gefühlssituationen.Durch das narrative Interview sollen „die in die Gegenwart transportierten Erfahrungsaufschichtungen“ des Gedächtnisses (Glinka 2003: 9) von der erzählenden Person wieder „ins Gedächtnis zurückgerufen“ (Rosenthal 1995: 70)., konkretisiert und aufgefrischt werden. (Glinka 2003: 9)

5 Interview „Der glücklichste Moment in meinem Leben“

In der sozialwissenschaftlichen Biografieforschung wird die Biografie genutzt, um allgemein sozialwissenschaftliche Beurteilungen zu erlangen. (Miethe 2014: 25)

5.1 Forschungsdesign

Eine Untersuchung der Hypothese findet durch eine qualitative Befragung statt, um Hinweise auf die Beantwortung der Forschungsrage zu erhalten. Dazu wird ein qualitatives Interview in biografisch-narrativer Form durchgeführt. Die Ergebnisse werden im Anschluss an die Ergebnisdarstellung anhand des Theorieteils ergänzend interpretiert. Veranschlagt wird eine Interviewdauer auf eine Zeit zwischen 45 und 75 Minuten.

5.1.1 Erhebung und Auswertung

Die Erhebungs- und Auswertungsmethode machen es möglich zu zeigen, wie Menschen ihre Welt interpretieren und wie sie dadurch diese Welt interaktiv gestalten. Der Forschungsprozess zwischen diesen beiden Methoden verläuft in der qualitativen Forschung nicht linear ab, sondern verläuft zugleich und miteinander verzahnt ab. (Flick 1995: 56)

5.1.1.1 Festlegung der Erhebungmethode/ Messinstrument

Durch das Interview sollen die gesuchten Informationen gewonnen werden.

Je nachdem, welche Informationen aus dem Interview herausgefiltert werden sollen, gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Interview-Varianten. Im Hinblick der Forschungsfrage eignet sich die narrative Methode der qualitativen Sozialforschung zur Erhebung von Lebensgeschichten. (Przyborski/Wohlrab-Sahr 2008: 92)

Narratives Erzählen und Nachfragen wird als technische Unterstützung während der Durchführung des Interviews ausgewählt (Miethe 2014: 81). Für die Hausarbeit wurde das Interview zusammenfassend verschriftlicht (siehe Anhang, Verschriftlichung des Interviews).

5.1.1.2 Festlegung der Auswertungsmethoden

Die Gesichtspunkte für die Auswertung sind vielfältig. Es wird auf die erzählte und erlebte Lebensgeschichte, auf den lebensphasentypischen Verlauf sowie auf die Lebensthemen des Interviwten, der Generation und weiterer familialer Generationen eingegangen.

5.2 Forschungsprozess und Durchführung

Durchgeführt wird die Untersuchung durch biografisch-narratives Erzählen und Nachfragen. Hierbei wird auf ein klassisches Frage-Antwort-Schema verzichtet. Dadurch soll dem Interviewten ermöglicht werden, ungestört die Lebensgeschichte zu erzählen. (Miethe 2014: 81f). In den Nachfrageteilen werden auf besonders hervorgehobene oder weggelassenen Begebenheiten durch immanente oder exmanente Fragen eingegangen, die eine wichtige Bedeutung für die Auswertung darstellen. In der Bilanzierungsphase werden Fragen gestellt, die auf Erklärungen abzielen. Im Vorfeld vor Interviewbeginn werden Angaben zur Interviewsituation (zu Zeit, Ort und Anwesenden) festgehalten.

5.3 Durchführung der Auswertung

Im folgenden Teil der Hausarbeit wird die Auswertung des Interviews vorgenommen.

5.3.1 Sequenzanalyse

In der Sequenzanalyse findet eine Auswertung auf zwei Rekonstruktionsebenen statt (Küsters 2009: 83). Bei diesem sequenziellen Vorgehen sollen die zeitliche Strukturen von erzählter und erlebter Lebensgeschichte analysiert werden. (Rosenthal 1995: 208ff)

5.3.1.1 Biografische Fallrekonstruktion des Interviews mit Frau Bojan

An dieser Stelle werden die äußeren Daten aus der Geschichte des Lebens des Interviewten in einer Tabelle als Lebenszeitleiste zusammengestellt und in Zusammenhang mit den historischen, sozialen, kulturellen und politischen Ereignissen gebracht (siehe Anhang, Biografische Zeitleiste). (Rosenthal 2008: 174ff)

5.3.1.2 Hypothesenbildung

Erstes Datum

1991, Ausbruch Kroatienkrieg/ Ausbruch 10-Tage-Krieg

Die Interviewte lebt seit ihrer Geburt in Sarajevo, einer Stadt, die im Laufe der Jahre mit mehr Tragödien, als mit Sehenswürdigkeiten verbunden wird. Die erste Tragödie ist der Mord des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand im Jahre 1914, welcher den Ersten Weltkrieg auslöste. Der Ausbruch des Kroatienkrieges und des 10-Tage-Krieges (auch Slowenischer Unabhängigkeitskrieg genannt) ist im Jahre 1991 gewesen. Die Interviewte verbringt einen Teil ihrer späten Kindheit im Kriegsgeschehen und lebt mit ihrer Mutter und ihrer Schwester zusammen. Ihr Vater arbeitet in Russland als Bauführer. 1992 zieht sie zusammen mit ihrer Schwester ohne die Eltern durch die Hilfe des Caritasverbandes nach Zagreb zur Tante.

Hypothese 1

Die Interviewte kann sich an die Zeit des Kriegsausbruchs bewusst erinnern, da sie zu diesem Zeitpunkt bereits 12 Jahre alt war. Die späte Kindheit ist aufgrund der kritischen Lebensereignisse durch Entbehrung und Angst geprägt. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Interviewte durch die Kriegsjahre geprägt ist.

Hypothese 1.1

Im späteren Leben wird sich Frau Bojan mit der Lebenssituation im Krieg auseinandersetzen. Die Erinnerung an dem Verlauf ihrer späten Kindheit wird ihr Anlass geben, nach deren Entstehung zu fragen. Durch die Auseinandersetzung mit dem Krieg erhält sie detaillierte Informationen über die damaligen Lebensverhältnisse und die Umstände der Entstehung.

Hypothese 1.2

Die Erwähnung der Kriegsjahre zu Beginn des Interviews verdeutlichen die negative Erinnerung der Interviewten als Opfer an die damalige Zeit. Beide Geschwister wurden durch fremde Personen eines Verbandes aus der gewohnten Umgebung gerissen, um bei der Tante in Zagreb leben zu können. Der Bezugspersonenverlust und -wechsel wird die beiden Geschwister prägen.

Hypothese 1.3

Die Erzählerin wird zeitlebens hinterfragen, warum ihr Vater Bauführer in Russland gewesen ist, obwohl seine Familie im Kriegsgebiet gefangen gewesen ist. Ihre Mutter ist es nicht möglich gewesen das Land zu verlassen, da sie in einem kriegswichtigen Beruf (Krankenschwester) arbeitet. Die Beziehung zum Vater ist daher nicht so eng wie zu der Mutter.

Zweites Datum

1993, Umzug nach Russland

Von Zagreb ziehen die Interviewte und ihre Schwester zusammen zu ihrem Vater nach Russland um. Die beiden Schwestern kommen in ein neues Land, in welchem eine neue Sprache und neue Sitten herrschen. Beide wechseln mitten im Schuljahr die Bildungseinrichtung. Frau Bojan fällt es schwer, sich in der neuen Umgebung sowie in der Schule zu integrieren und neue Freunde zu finden. Sie verbringt ein verwirrendes Jahr in Russland. Im Anschluss zieht sie mit 15 Jahren alleine nach Zagreb in eine Wohnung neben der Oma einer Freundin, um dort eine Ausbildung zur Betriebswirtin zu absolvieren.

Hypothese 2

Die Interviewte ist durch ihre vielfältigen Erlebnisse in ihrer späten Kindheit immer noch traumatisiert und möchte sich der Nähe des Vaters und der Schwester entziehen. Die freiwillige Entfremdung zur Familie könnte auf die schlechte Beziehung zu ihrem Vater zurückzuführen sein. Frau Bojan hat trotz der traumatischen Erlebnissen keine Angst weder vor einer Trennung noch vor einem selbstständigen Leben.

Hypothese 2.1

Die Familie lebt noch immer getrennt. Frau Bojan leidet unter dem ständigen Orts- und Bezugspersonenwechsel. Sie kann keine engeren Bindungen, wie Freundschaften oder Partnerschaften eingehen.

Hypothese 2.2

Die Interviewte kann sich in Russland in ihr soziales Umfeld nicht integrieren. Sie geht zurück nach Zagreb zu ihren Freunden, um dort in einer gewohnten Umgebung zu leben und eine Ausbildung zu beginnen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten

Details

Titel
"Der glücklichste Moment in meinem Leben". Biografisch-narrative Gesprächsführung in Theorie und Praxis
Hochschule
Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach
Note
1,0
Jahr
2017
Seiten
26
Katalognummer
V461359
ISBN (eBook)
9783668904552
ISBN (Buch)
9783668904569
Sprache
Deutsch
Schlagworte
moment, leben, biografisch-narrative, gesprächsführung, theorie, praxis
Arbeit zitieren
Anonym, 2017, "Der glücklichste Moment in meinem Leben". Biografisch-narrative Gesprächsführung in Theorie und Praxis, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/461359

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