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Exegese 1 Kön 17, 17-24. Alttestamentliche Exegese mit mehreren Analysen

Title: Exegese 1 Kön 17, 17-24. Alttestamentliche Exegese mit mehreren Analysen

Term Paper (Advanced seminar) , 2016 , 19 Pages , Grade: 2.3

Autor:in: Ann Chef (Author)

Theology - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Die deutschen Übersetzungen der Erzählung 1 Kön 17, 17-24 weisen einige Differenzen auf, wobei im Folgenden die prägnantesten Unterschiede von den Übersetzungen der Zürcher Bibel, der Elberfelder Bibel sowie der Neuen Jerusalemer Bibel herausgearbeitet werden. Während in V. 17 die Hausherrin der Erzählung in der σeuen Jerusalemer Bibel als „Witwe“ eingefὸhrt wird, wird diese in der Zὸrcher sowie Elberfelder Übersetzung als „Frau“ bezeichnet. Mit diesem sprachlichen Unterschied wird deutlich, dass diese Frau eine andere ist, als in der vorherigen Erzählung. So grenzen sich die Übersetzungen sprachlich sowie inhaltlich von jener ab, wobei die Neue Jerusalemer Übersetzung den Eindruck erweckt, dass 1 Kön 17, 17-24 mit der voran gegangenen Erzählung verknüpft ist und somit eine abweichende Lesart entsteht. Denn der Leser könnte diese Erzählung mit dem vorhergehenden Text und dessen Inhalt verknüpfen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Übersetzung 1 Kön 17, 17-24

2. Übersetzungsvergleich

3. Sprachlich-sachliche Analyse

3.1. Sozialgeschichtliche und historische Fragen

3.2. Textlinguistische Fragestellungen

4. Literarkritik

5. Form- und Gattungskritik

5.1. Formkritik

5.2. Gattungskritik

6. Traditionskritik

7. Kompositionskritische Analyse

8. Redaktionskritik

9. Fazit

10. Literaturverzeichnis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die biblische Erzählung von 1 Kön 17, 17-24 und analysiert dabei schwerpunktmäßig die Struktur, die theologische Intention sowie die literarische Einbettung der Totenerweckung durch den Propheten Elia.

  • Vergleichende Analyse verschiedener deutscher Bibelübersetzungen.
  • Untersuchung der sozialgeschichtlichen Rolle der Witwe im Alten Testament.
  • Textlinguistische und literarkritische Analyse der Erzählstruktur.
  • Traditionsgeschichtliche Einordnung der Totenerweckung im Vergleich zu Elisa.
  • Redaktionskritische Betrachtung der Zielgruppe und des Wirkens Gottes.

Auszug aus dem Buch

3.2. Textlinguistische Fragestellungen

Auf textlinguistischer Ebene lassen sich zwei Basisoppositionen feststellen, die den Zustand A zu Beginn von 1 Kön 17, 17-24 und den Zustand B am Ende der Erzählung semantisch aufzeigen. Denn den Ausgangspunkt bildet der Sohn der Witwe, welcher aufgrund seiner schweren Krankheit tot ist.

Er wird jedoch von Elia auferweckt, sodass am Ende der Erzählung ein lebendiger Junge und eine dankbare Witwe vorzufinden sind. Leben und Tod bilden also in dieser Erzählung zwei konträre Zustände, welche sich im Sohn der Witwe vereinen. Die Totenerweckung als Wunder und das Unrecht der Witwe (τὰς ἀδικίας) bilden ein Gegensatzpaar, da der Frau trotz ihrem Unrecht, was sie einmal getan hat, etwas Gutes widerfährt in Form der Auferweckung ihres toten Sohnes.

Zudem bildet die Witwe anfangs einen Gegenpol zu Elia, da sie ihn kritisch fragt, was sie mit ihm zu schaffen habe und betitelt ihn als Mann Gottes. Dies deutet daraufhin, dass sie sich mit einem Mann Gottes selbst nicht in Verbindung bringt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Übersetzung 1 Kön 17, 17-24: Vorstellung der eigenen Übersetzung des biblischen Textes aus der Septuaginta inklusive einer Erläuterung zu schwierigen Begriffen.

2. Übersetzungsvergleich: Analyse der sprachlichen Unterschiede zwischen Zürcher, Elberfelder und der Neuen Jerusalemer Bibel hinsichtlich der Interpretation einzelner Begriffe.

3. Sprachlich-sachliche Analyse: Untersuchung des sozialen Hintergrunds der Witwe sowie der linguistischen Struktur der Erzählung, inklusive des Spannungsbogens.

4. Literarkritik: Prüfung der Abgrenzung des Textes von seinen Nachbarerzählungen sowie der internen Kohärenz und Einheitlichkeit.

5. Form- und Gattungskritik: Einordnung der Erzählung als Wundererzählung und Analyse der verwendeten epideiktischen und symbuleutischen Sprachelemente.

6. Traditionskritik: Vergleich der Totenerweckung durch Elia mit der durch Elisa in 2 Kön 4 sowie die Einbettung in alttestamentliche Traditionen.

7. Kompositionskritische Analyse: Untersuchung des literarischen Kontexts und die Schlussfolgerung, dass die Erzählung nachträglich in den Kontext der Dürre eingefügt wurde.

8. Redaktionskritik: Reflexion über die mögliche Zielgruppe und die Absicht des Redaktors, die Macht Gottes zu verdeutlichen.

9. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung, dass die Erzählung primär die Allmacht Gottes und Elias Rolle als Mittler hervorhebt.

10. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen, Fachliteratur und elektronischen Ressourcen.

Schlüsselwörter

1 Kön 17, Totenerweckung, Elia, Witwe, Gottesmann, Wundererzählung, Altes Testament, Exegese, Jahwe, literarische Analyse, Traditionskritik, Textlinguistik, Macht Gottes, Biblische Erzählung, Kohärenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer exegetischen Untersuchung der alttestamentlichen Erzählung von der Totenerweckung durch den Propheten Elia in 1 Kön 17, 17-24.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen der Übersetzungsvergleich, die sozialhistorische Einordnung der Witwe, die gattungskritische Klassifizierung als Wundererzählung und die traditionsgeschichtliche Verankerung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Erzählung trotz ihrer nachträglichen Einfügung in den literarischen Kontext die Allmacht Gottes und Elias Funktion als Mittler theologisch vermittelt.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt klassische Methoden der biblischen Exegese, darunter die Literarkritik, Form- und Gattungskritik, Traditionskritik, kompositionskritische Analyse und Redaktionskritik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte sprachliche Analyse, den Vergleich verschiedener Bibelübersetzungen und eine fundierte Untersuchung der Struktur und Einbettung des Wunders.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Totenerweckung, Elia, Gottesmann, Wundererzählung und Exegese definiert.

Wie unterscheidet sich die Totenerweckung durch Elia von der durch Elisa?

Der Text zeigt, dass der Kontakt zwischen Elisas Körper und dem Toten intensiver beschrieben wird und der Prozess der Erweckung methodisch variiert, wobei der älteren Überlieferung von Elisa Vorrang eingeräumt wird.

Warum wird die Witwe als "andere" Witwe im Vergleich zur vorangegangenen Erzählung gewertet?

Der Autor argumentiert dies durch die textliche Einleitungsformel und die semantische Abgrenzung der Erzählungen, um zu verdeutlichen, dass es sich nicht um denselben historischen Kontext handelt.

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Details

Title
Exegese 1 Kön 17, 17-24. Alttestamentliche Exegese mit mehreren Analysen
College
Christian-Albrechts-University of Kiel
Grade
2.3
Author
Ann Chef (Author)
Publication Year
2016
Pages
19
Catalog Number
V461361
ISBN (eBook)
9783668914537
ISBN (Book)
9783668914544
Language
German
Tags
Exegese Altes Testament Religion Bibel
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ann Chef (Author), 2016, Exegese 1 Kön 17, 17-24. Alttestamentliche Exegese mit mehreren Analysen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/461361
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