Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Auseinandersetzungen zwischen der deutschen Regierung und der CDU/CSU-Opposition im Bundestag. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei der Bundestagsdebatte vom 17.10.1974.
Als erstes soll die Vorgeschichte skizziert werden, um bedeutende Stationen vor der KSZE-Schlussakte aufzuzeigen. Im anschließenden Kapitel wird eine quellenbasierte Analyse durchgeführt, welche sich auf die Motive und Argumente der Opposition konzentriert. Ziel ist es, die Interessen der einzelnen Fraktionen im KSZE-Prozess herauszuarbeiten, um im nächsten Schritt die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und der sozialliberalen Regierung hervorzuheben. Im Anschluss dessen wird die Position der Union gegenüber der KSZE-Schlussakte erörtert, um das Gesamtkonzept der Arbeit abzurunden. Das abschließende Fazit beinhaltet zum einen die Beantwortung der obigen Fragestellung und trägt zum anderen die wichtigsten Ergebnisse der Quellenanalyse zusammen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Vorgeschichte
- Die Haltung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zum KSZE-Prozess in den 1970er-Jahren
- Ziele, Strategien und Interessen der sozial-liberalen Bundesregierung
- Motive und Argumente der Union
- Bundestagsdebatte zur KSZE-Schlussakte vom 17.10.1974
- Die Union und die KSZE-Schlussakte von Helsinki
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit untersucht die Haltung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zum KSZE-Prozess in den 1970er-Jahren. Sie analysiert die Motive und Argumente der Union in Bezug auf die Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) und ihre Kritik an der Entspannungspolitik der sozialliberalen Regierung.
- Die Rolle der KSZE im Ost-West-Konflikt
- Die Position der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zur KSZE
- Die Bundestagsdebatte zur KSZE-Schlussakte von 1974
- Die Bedeutung der Menschenrechte im KSZE-Prozess
- Die Unterschiede zwischen der KSZE-Politik der Union und der sozialliberalen Regierung
Zusammenfassung der Kapitel
- Die Einleitung stellt den historischen Kontext des Kalten Krieges und die Bedeutung der KSZE für die deutsche Außenpolitik dar. Sie führt in die Fragestellung der Arbeit ein und skizziert den Aufbau.
- Das Kapitel "Vorgeschichte" beleuchtet wichtige Stationen vor der KSZE-Schlussakte, um den historischen Hintergrund des Prozesses aufzuzeigen.
- Das Kapitel "Die Haltung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zum KSZE-Prozess in den 1970er-Jahren" analysiert die Motive und Argumente der Union in Bezug auf die KSZE. Es beleuchtet die Unterschiede zwischen der Position der Union und der sozialliberalen Regierung.
- Das Kapitel "Die Union und die KSZE-Schlussakte von Helsinki" erörtert die Position der Union gegenüber der KSZE-Schlussakte und ihrem Gesamtkonzept.
Schlüsselwörter
Die Arbeit befasst sich mit dem KSZE-Prozess, der Entspannungspolitik, der Rolle der Menschenrechte, der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, der sozialliberalen Regierung, der Bundestagsdebatte, der KSZE-Schlussakte, dem Ost-West-Konflikt und der deutschen Außenpolitik.
Häufig gestellte Fragen
Was war die zentrale Haltung der CDU/CSU zum KSZE-Prozess?
Die Union nahm eine kritische Oppositionsrolle ein und hinterfragte insbesondere die Motive der sozialliberalen Entspannungspolitik im Hinblick auf die Sicherheit und Menschenrechte.
Welche Bedeutung hatte die Bundestagsdebatte vom 17.10.1974?
In dieser Debatte wurden die gegensätzlichen Positionen zwischen der Regierung und der CDU/CSU-Opposition zur KSZE-Schlussakte besonders deutlich artikuliert.
Warum kritisierte die Union die Politik der sozialliberalen Regierung?
Die Kritik bezog sich auf unterschiedliche Interessen und Strategien im Ost-West-Konflikt sowie auf die Befürchtung, dass die Entspannungspolitik die Position des Westens schwächen könnte.
Welche Rolle spielten die Menschenrechte in der Argumentation?
Die Menschenrechte waren ein zentraler Aspekt des KSZE-Prozesses, den die Union nutzte, um die Einhaltung westlicher Werte im Ostblock einzufordern.
Was ist die KSZE-Schlussakte von Helsinki?
Es handelt sich um das Abschlussdokument der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, das 1975 unterzeichnet wurde und die Grundlage für die europäische Sicherheitsarchitektur bildete.
Welche Ziele verfolgte die sozialliberale Bundesregierung?
Die Regierung unter Brandt/Schmidt strebte durch die Entspannungspolitik eine Normalisierung der Beziehungen zum Osten und eine Erleichterung der deutschen Teilung an.
- Arbeit zitieren
- Laura Sophie Kersch (Autor:in), 2018, Die Haltung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zum KSZE-Prozess in den 1970er-Jahren, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/461375