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Warum brauchen wir eine geschlechterbewusste Pädagogik in der Kita?

Titel: Warum brauchen wir eine geschlechterbewusste Pädagogik in der Kita?

Hausarbeit , 2018 , 13 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Braucht es eine geschlechterbewusste Pädagogik in der Kita? Diese Arbeit wird aufzeigen, weshalb eine größere Sensibilität in Kindertagesstätten notwendig ist in Bezug auf Genderstereotype. Dazu werden Methoden für genderreflexive Möglichkeiten in der sozialen Arbeit aufgezeigt.

Zuerst werden die Begriffe Gender und Sex definiert, sowie die die Konzepte Genderstereotype und doing gender erklärt. Außerdem wird auf Geschlecht als Strukturprinzip eingegangen. Im weiteren Verlauf wird die Thematik der genderbewussten Pädagogik aufgegriffen und die Frage diskutiert, welche Auswirkungen eine solche Pädagogik auf das Arbeitsfeld Kita hat.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Gender Definition

2.1 Geschlechterstereotype

2.2 Doing gender

2.3 Geschlecht als Strukturprinzip

3. Genderbewusste Pädagogik

3.1 Warum brauchen wir eine geschlechterbewusste Pädagogik in der Kita?

3.2 Gender Mainstreaming

3.3 Gendersensible Methoden und Möglichkeiten genderreflexiver Sozialer Arbeit in der Kita

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit der Bedeutung von Geschlecht in der pädagogischen Arbeit auseinander und erarbeitet Möglichkeiten, wie eine geschlechtersensible und genderreflexive Praxis im Kita-Alltag implementiert werden kann, um Kinder unabhängig von starren Geschlechterrollen in ihrer Identitätsentwicklung zu unterstützen.

  • Theoretische Fundierung der Begriffe Gender, Sex und Doing Gender
  • Analyse von Geschlecht als gesellschaftliches Strukturprinzip
  • Bedeutung und Umsetzung von Gender Mainstreaming in Kindertageseinrichtungen
  • Pädagogische Ansätze zur Förderung einer geschlechtergerechten Lernumgebung
  • Reflexion der Rolle der pädagogischen Fachkraft als Vorbild

Auszug aus dem Buch

2.3 Geschlecht als Strukturprinzip

Die Modelfunktion prägt und beeinflusst, neben Geschlechtsstereotypen, Erziehungs- und Bildungsvorstellung von Eltern und Pädagoge*innen, entscheidend die Entwicklung von Kindern schon in jungen Jahren. Kinder beobachten die Verhaltensweisen anderer und lernen dabei sehr viel über die Aufgaben- und Arbeitsteilung der Geschlechter. Dabei können sie beobachten, dass Frauen vermehrt in fürsorglicheren, pflegenden oder erzieherischen Berufen tätig sind. Männer hingegen in den Bereichen der Politik, Kultur oder Wirtschaft. In jeder Gesellschaft bedarf es bestimmter Strukturen damit das gesellschaftliche Miteinander funktioniert. So sind auch Geschlechterverhältnisse ein wesentlich prägender Bestandteil von gesellschaftlicher Ordnung. Das Geschlecht wird als Strukturkategorie beschrieben, denn es prägt Strukturen. (Vgl. Focks, 2016: 28) „Betont wird daher, dass Geschlecht kein individuelles Merkmal ist, das einzelne Personen beschreibt, sondern Vorstellungen über Geschlecht in Organisationen und gesellschaftlichen Verhältnissen und Regelsystemen eingeschrieben sind. Daher ist auch vielfach von „Geschlechterordnungen“ oder „Geschlechterverhältnissen“ die Rede.“ (Vgl. Smykalla 2006: 5) Strukturen sind wichtig bei der gesellschaftlichen Arbeitsteilung, für die geregelte Verteilung von Gütern und für eine legitime politische Vertretung. Ebenso für die Weitergabe gemeinsamer Werte und Normen und für die verbindlich zugewiesenen Verantwortungen bestimmter Personengruppen wie Kinder oder ältere Menschen. (Vgl. Focks 2016: 29)

Um diese gesellschaftlich zu leistenden Aufgaben zu verteilen benötigt man Kriterien. Neben der Möglichkeit nach Begabungen, Interesse und Fähigkeiten zu beurteilen kann man ebenso die geschlechtliche Zugehörigkeit als Strukturprinzip heranziehen. Diese Zugehörigkeit wird verbunden mit bestimmten sozialen Orten (u.a. Familie/Öffentlichkeit), Aufgaben und Zuständigkeiten. Das geschlechtliche bestimmte Strukturprinzip ist in unserer Gesellschaft vorherrschend. Ob jemand die Familien- oder Berufsarbeit übernimmt, wer welche berufliche Position einnimmt oder in welchem Arbeitsbereich tätig ist, wird durch das geschlechtlich zugewiesene Strukturprinzip vorgegeben. Das heißt, es besteht eine Rollenvorstellung darüber, wer Z.B. eher in technischen Berufen arbeitet und wer eher in sozialen. Zusammengefasst bedeutet das, mit der Geburt des Kindes ist das vorherrschende Geschlechterverhältnis schon da, es wird nicht erst erworben oder zugewiesen. (Vgl. Focks 2016: 29)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der geschlechtersensiblen Pädagogik ein und umreißt die zentralen Begriffe und Forschungsfragen der Arbeit.

2. Gender Definition: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Geschlechterforschung, wie die Unterscheidung von biologischem und sozialem Geschlecht sowie Konzepte wie Doing Gender, erläutert.

3. Genderbewusste Pädagogik: Dieser Hauptteil beleuchtet die praktische Relevanz von geschlechterbewusster Erziehung im Kita-Alltag sowie Strategien zur Implementierung von Gender Mainstreaming.

Schlüsselwörter

Gender, Sex, Doing Gender, Geschlechterstereotype, Genderbewusste Pädagogik, Kita, Gender Mainstreaming, Geschlechterverhältnisse, Sozialisation, Geschlechtsidentität, Identitätsbildung, Rollenklischees, Strukturprinzip, Selbstreflexion, Chancengerechtigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit und den Umsetzungsmöglichkeiten einer geschlechtersensiblen Pädagogik im Arbeitsfeld der Kindertageseinrichtungen (Kita).

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder sind die theoretische Definition von Gender, die Analyse von Geschlechterstereotypen, das Konzept des "Doing Gender" sowie die praktische Anwendung von Gender Mainstreaming und genderreflexiver Arbeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie pädagogische Fachkräfte Kinder jenseits von starren Geschlechterrollen in ihrer individuellen Identitätsentwicklung unterstützen und Benachteiligungen abbauen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Aufarbeitung aktueller sozialwissenschaftlicher Diskurse zum Thema Gender und Erziehung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Notwendigkeit geschlechterbewusster Pädagogik in der Kita, erläutert das Konzept des Gender Mainstreamings und stellt konkrete methodische Möglichkeiten für die Praxis vor.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Gender, Geschlechterstereotype, Doing Gender, Kita, Gender Mainstreaming und Identitätsbildung.

Warum ist das "Geschlechter-Dreieck" für die Praxis relevant?

Es verdeutlicht, dass nachhaltige genderbewusste Arbeit nur durch das Zusammenspiel von Geschlechtersymbolik, gesellschaftlichen Strukturen und individuellen Identitätskonstruktionen gelingen kann.

Welche Rolle spielt die Selbstreflexion für die Fachkräfte?

Die Selbstreflexion ist die Basis, da eigene Biografien, Werte und unbewusste Einstellungen zum Thema Geschlecht das Handeln im Kita-Alltag maßgeblich beeinflussen.

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Details

Titel
Warum brauchen wir eine geschlechterbewusste Pädagogik in der Kita?
Hochschule
Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie - Das Rauhe Haus
Note
2,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2018
Seiten
13
Katalognummer
V461416
ISBN (eBook)
9783668949942
ISBN (Buch)
9783668949959
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Doing Gender Geschlecht als Strukturprinzip gendersensible Methoden Möglichkeiten genderreflexiver Arbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2018, Warum brauchen wir eine geschlechterbewusste Pädagogik in der Kita?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/461416
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  13  Seiten
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