Die Standortanalyse als Entscheidungsgrundlage für die Errichtung eines Hotels

Eine Untersuchung zur Ferienhotellerie


Seminararbeit, 2018
18 Seiten, Note: 2,0
Anonym

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1.Einleitung

2. Begriffliche Abgrenzung
2.1 Standort
2.2 Standortfaktoren
2.3 Standortwahl

3. Standort
3.1 Makrostandort
3.2 Mikrostandort

4. Standortfaktoren
4.1 harte Standortfaktoren
4.2 weiche Standortfaktoren
4.2.1 weiche unternehmensbezogene Standortfaktoren
4.2.2 weiche personenbezogene Standortfaktoren
4.3 Nutzenwertanalyse

5. Marktanalyse
5.1 Die Analyse des vorhandenen Angebotes
5.3 Die Analyse des vorhandenen Beherbergungsangebotes
5.2 Die Nachfrageanalyse am Standort

Fazit und Ausblick

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1 Stärken und Schwächen- Profil

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Zusammenhang von Standort, Zielgruppe und Gestaltung des Angebotes

Abbildung 2: Zusammensetzung von Standortfaktoren

1.Einleitung

Schon Conrad Hilton antwortete im Jahr 1940 auf die Frage nach den drei wichtigsten Erfolgsfaktoren eines Hotels mit „erstens die Lage, zweitens die Lage und drittens die Lage.“1 Dieses Zitat beschreibt wie kaum ein anderes, welche Bedeutung dem Standort in der Hotellerie zukommt.

Deutschlandweit gibt es laut dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) 44.085 Beherbergungsbetriebe, die alleine im Jahr 2017 30,4 Mrd. Euro umgesetzt haben. Somit gehört der Tourismus mit insgesamt 85,4 Mrd. Euro

Jahresumsatz zu den wichtigsten Wirtschaftssektoren in Deutschland.Umso wichtiger ist es für die Hoteleigentümer, aus dem Überangebot an Hotels hervorzustechen. Die folgende Arbeit befasst sich mit der Standortanalyse als Entscheidungsgrundlage für die Eröffnung eines Hotels. Sie soll dem Leser einen Überblick über die wichtigsten Aspekte einer Standortanalyse und weiterer relevanter Faktoren der Standortwahl geben. Denn in kaum einer anderen

Branche ist der richtige Standort für den Erfolg oder Misserfolg einer Unternehmung so wichtig wie in der Hotellerie.

2. Begriffliche Abgrenzung

2.1 Standort

Der Standort eines Unternehmens ist der geographische Ort, an dem Produktionsfaktoren eingesetzt werden, um Leistung zu erstellen. Als optimaler Standort einer Unternehmung kann aus betriebswirtschaftlicher Sicht der Standort bezeichnet werden, an dem aufgrund des ökonomischen Prinzips ein möglichst günstiges Verhältnis zwischen Ertrag und Aufwand erzielt werden kann.2

2.2 Standortfaktoren

Standortfaktoren sind entscheidungsrelevante Kriterien, anhand derer die Eignung eines bestimmten geographischen Ortes für die Errichtung einer Betriebsstätte überprüft werden kann. Die Faktoren für eine Standortentscheidung hängen dabei von der betrieblichen Funktion, der Branche, der Art und der Größe des Unternehmens ab. Bereits 1909 prägte Alfred Weber den Begriff ,Standortfaktor‘ erstmals im Rahmen seines Werks ‚Über den Standort der Industrie‘.

Hier entwickelte der renommierte Nationalökonom Weber die erste systematische Darstellung einer Industriestandorttheorie. Ziel war es, mithilfe von betriebswirtschaftlichen Faktoren den optimalen Standort eines industriellen Betriebs analysieren zu können, sodass dem Betrieb eine Umsatzmaximierung gelingen kann. Den Begriff ‚Standortfaktor‘ definierte Weber als „einen seiner Art nach scharf abgegrenzten Vorteil, der für eine wirtschaftliche Tätigkeit dann eintrifft, wenn sie sich an einen bestimmten Ort, oder auch generellen Plätzen bestimmt Art vollzieht.“3 Jedoch betrachtete er in diesem Zusammenhang lediglich die Arbeitskosten, die Agglomerationsauswirkung und die Transportkosten und ging dabei von konstanten Arbeitslöhnen und konstanter Materialbeschaffenheit aus. Den Absatz ließ er hingegen außer Acht, was dazu führte, dass sein Modell unrealistisch war. Weber betrachtete den Standortfaktor als reinen Kostenvorteil, der an einem bestimmten Ort groß genug war, um für die Standortwahl des Betriebes ausschlaggebend zu sein.4 Bezogen auf die Hotellerie ergibt sich nach seinen Ausführungen ein optimaler Standort genau dort, wo die räumliche Nähe zu den entscheidenden ursprünglichen Angeboten gegeben ist.

2.3 Standortwahl

„Für die Unternehmensentwicklung ist die Wahl eines Standortes ein wichtiger betrieblicher Faktor, wenn nicht sogar der wichtigste überhaupt. Eine nachträgliche Standortveränderung ist in den meisten Fällen kaum oder nur mit einem hohen Kostenaufwand zu realisieren.“5

Die Standortwahl zählt aufgrund ihrer langfristigen Bedeutung zu den konstitutiven Entscheidungen. Gerade in der Hotellerie, in der der Gast das Hotel zur

Inanspruchnahme der Leistungen persönlich aufsuchen muss, anstatt dass das Produkt, wie in der Industrie üblich, zum Kunden transportiert wird, kommt ihr eine besondere Bedeutung zu.

Zudem richten sich der Betriebstyp und die Zielgruppe sowie deren Ansprüche an ein Hotel immer auch an die Gegebenheiten des Standortes,6 wie aus der

Abbildung 1 ersichtlich wird. Daraus ergibt sich, dass der Standort und der

Betriebstyp sich gegenseitig bedingen. Selten wird das Ziel einer Reise anhand eines Hotels festgelegt, vielmehr sind es Gegebenheiten wie das Klima, das Image oder das vorhandene Angebot eines Ortes. Bezogen auf Geschäftsreisende können auch ansässige Wirtschaftsbetriebe den Grund für die Wahl des Reiseziels darstellen.

Daher zählt die Art des Betriebstyps zu den Grundvoraussetzungen bei der Wahl eines Standortes.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Zusammenhang von Standort, Zielgruppe und Gestaltung des Angebotes (Hänssler, 2017 S. 5)

3. Standort

Hat ein Hotelbetreiber seine Hauptzielgruppe festgelegt und sich mit ihren spezifischen Bedürfnissen und Erwartungen beschäftigt, ist es seine Aufgabe, verschiedene Standorte auf ihre Eignung zu überprüfen. Da sich die Nachfrage nach Hotels, wie schon im vorherigen Absatz erwähnt, stark an der Nachfrage nach örtlichen touristischen Leistungen ableiten lässt, muss die Auswahl des Standortes unter strenger Absatzorientierung Gesichtspunkte erfolgen. Besonders diejenigen Standortfaktoren müssen geprüft werden, die sich stark auf die

Nachfrage nach Hotelleistungen auswirken. Zudem ist zu überprüfen, inwieweit die Bedingungen eines Standortes in das eigene Leistungsangebot passen bzw. wie sie sich nutzen lassen.

Die Erfassung der Standortfaktoren findet auf zwei Ebenen statt, dem Makrostandort und dem Mikrostandort. Sie werden in harte bzw. physische Faktoren und weiche bzw. psychologische Faktoren eingeteilt.

3.1 Makrostandort

Bei der Analyse auf der Makroebene werden übergeordnete und allgemeine Standortfaktoren und Anforderungen bewertet. Diese beziehen sich, je nach Umfang des Vorhabens, auf das Land, die Region oder die Stadt. Bewertet werden Leistungsbestandteile und Anforderungen, die zur Attraktivität eines Hotelstandortes beitragen können, wie bspw. Faktoren des ursprünglichen Angebotes (Klima, kulturelle Faktoren, Bauten) und des abgeleiteten Angebotes (touristische Infrastruktur, Kurörtliche Einrichtungen).7 Zudem sollten auch generelle touristische Entwicklungen, die sich auf die Nachfrage nach Hotelleistungen auswirken können, herangezogen werden. Hierzu zählen z. B. die

Entwicklung des Urlaubs- und Geschäftsreiseverkehrs oder die Entwicklung des Kur- und Fremdenverkehrsgeschehens.8

3.2 Mikrostandort

Die Mikroebene bezieht sich auf die engere Umgebung des Hotels und untersucht, inwieweit die unmittelbaren Rahmenbedingungen dazu beitragen können, das Produkt und das Marktkonzept zu unterstützen. Hierunter fallen beispielsweise die Parksituation, das Image des Standortes und die Wohnqualität.

4. Standortfaktoren

4.1 harte Standortfaktoren

Harte Standortfaktoren sind gut messbare Faktoren eines Standortes und dessen Umgebung. Sie bilden die elementare Basis zur Erfüllung der Nutzeranforderungen eines Standortes und setzen sich in erster Linie aus physischen Rahmenbedingungen wie der vorhandenen Infrastruktur, der geografischen Lage und den rechtlichen Bedingungen sowie Personalkosten zusammen.

4.2 weiche Standortfaktoren

Die weichen Standortfaktoren sind demgegenüber nur schwer messbar. Denn im Unterschied zu den harten Faktoren erhalten sie ihre Bedeutung erst durch die subjektive Einschätzung ihrer jeweiligen Ausprägungen. Ohne diese Einschätzung haben sie nur eine geringe Aussagekraft. Zu den weichen Standortfaktoren gehören z. B. die soziodemographische Struktur, das Image einer Region und die Wirtschaftsstruktur. Man unterteilt sie aufgrund ihrer spezifischen Bedeutung überdies in ‚weiche unternehmensbezogene Standortfaktoren‘ und ‚weiche personenbezogene Standortfaktoren‘.

[...]


1 Vgl. Schulz et al. 2013, S.39

2 Vgl. Kugler et al. 2007, S. 39

3 Weber, 1909, S.16

4 Vgl. Behrens, 1961, S.7

5 Dettmer et al. 2005, S.55

6 Vgl. Henschel. 2008, S. 386

7 Vgl. Gardini, 2006, S.417

8 Vgl. Dettmer et al. 1999, S. 148

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Die Standortanalyse als Entscheidungsgrundlage für die Errichtung eines Hotels
Untertitel
Eine Untersuchung zur Ferienhotellerie
Note
2,0
Jahr
2018
Seiten
18
Katalognummer
V461688
ISBN (eBook)
9783668912991
ISBN (Buch)
9783668913004
Sprache
Deutsch
Schlagworte
standortanalyse, entscheidungsgrundlage, errichtung, hotels, eine, untersuchung, ferienhotellerie
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Anonym, 2018, Die Standortanalyse als Entscheidungsgrundlage für die Errichtung eines Hotels, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/461688

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