Die Avantgarde ist eine politische und künstlerische Bewegung des frühen 20. Jahrhunderts. Avantgardistische Schriftsteller haben ein progressives Programm. Die Avantgarde ist sehr stark mit Kritik, Widerstand und Politik auf künstlerischer oder aktivistischer Ebene verbunden. Zur avantgardistischen Bewegung zählt man den Futurismus, den Dadaismus und den Surrealismus.
Inhaltsverzeichnis
1. Begriff
2. Epochengrenzen und historischer Hintergrund
3. Begriffserläuterung: Bedeutung, Herkunft, Tendenzen und Merkmale
3.1. Bedeutung und Herkunft
3.2. Merkmale der künstlerischen Avantgarde
3.2.1. Provokation
3.2.2. Innovation
3.2.2.1. Politische Aspekte
3.2.2.2. Gesellschaftliche Aspekte
3.3. Wer zählt zur Avantgarde?
3.3.1. Futurismus
3.3.2. Dadaismus: Was ist wichtig für diese Literatur?
3.3.2.1. Ursprung des Wortes „Dada“
3.3.2.2. Typische Kunstwerke des Dadaismus
3.3.2.3. Wie nennen Die Avantgardisten sich selbst?
3.3.2.4. Manifeste als künstlerische Ausdrucksform (den „Aufruf zum Manifestantismus“ August Stech)
3.3.2.4.1. Was ist ein Manifest?
3.3.2.4.2. Was ist der Manifestantismus?
4. Repräsentative Autoren und Werke
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit gibt einen strukturierten Überblick über die Avantgarde als interdisziplinäre Bewegung im frühen 20. Jahrhundert und untersucht deren historische Einordnung, zentrale Merkmale sowie die Rolle künstlerischer Manifeste.
- Historische Rahmenbedingungen und Epochengrenzen der Avantgarde.
- Die politische und gesellschaftliche Dimension künstlerischer Innovation.
- Die Entwicklung des Dadaismus als zentrale Bewegung der europäischen Exilkunst.
- Die Bedeutung und Funktion von Manifesten als künstlerische Ausdrucksform.
- Übersicht zu einflussreichen Vertretern und historischen Publikationsorganen.
Auszug aus dem Buch
3.3.2. Dadaismus: Was ist wichtig für diese Literatur?
Dada ist eine künstlerische und literarische Bewegung, die 1916 durch Tristan Tzara (Rumäne), Richard Huelsenbeck (Franzose) und Hugo Ball (Deutscher) im Cabaret Voltaire gegründet wurde.
1916 wütete fast in ganz Europa der Erste Weltkrieg. Für Kunst war wenig Platz. Viele Künstler und Intellektuelle begaben sich darum nach Zürich in die neutrale Schweiz → Exilkunst. Zürich war damals das Epizentrum der europäischen Avantgarde.
Diese Bewegung wird am 14. Juli 1916 gegründet, am Jahrestag der Französischen Revolution: Die Avantgardisten dachten wahrscheinlich „wir machen Revolution am Tag der Revolution“.
Sehr international.
Antikriegerischer Impetus: Die Künstler der Avantgarde protestierten auf ihre Art, mit Nonsens, Witz und Ironie, gegen die Unmenschlichkeit und Grausamkeit des Kriegs.
„Gegen dies Manifest sein, heißt Dadaist sein“ Letzter Satz des „Dadaistischen Manifestes“ von Richard Huelsenbeck, Berlin 1918→ Die Intention des Manifests wird unterlaufen, man kann nicht mehr gegen oder für etwas sein → die Logik wird aufgehoben. Selbstzerstörerisches Werk.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Begriff: Definition der Avantgarde als politische und künstlerische Bewegung des frühen 20. Jahrhunderts unter Einbezug von Futurismus, Dadaismus und Surrealismus.
2. Epochengrenzen und historischer Hintergrund: Darstellung des Zeitraums 1909–1925 vor dem Hintergrund des Ersten Weltkriegs und der Bedeutung der Schweizer Neutralität für die Kunstszene.
3. Begriffserläuterung: Bedeutung, Herkunft, Tendenzen und Merkmale: Analyse der militärischen Herkunft des Begriffs und Untersuchung der avantgardistischen Merkmale wie Provokation, Innovation und gesellschaftlicher Progressivität.
4. Repräsentative Autoren und Werke: Tabellarische Aufstellung bedeutender Akteure, ihrer Schlüsselwerke und der relevanten historischen Zeitschriften der Epoche.
Schlüsselwörter
Avantgarde, Dadaismus, Futurismus, Erster Weltkrieg, Manifest, Provokation, Innovation, Kunstgeschichte, Exilkunst, Expressionismus, Politische Kunst, Gesellschaftliche Emanzipation, Surrealismus, Europäische Moderne, Cabaret Voltaire
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet einen Überblick über die historischen, künstlerischen und politischen Grundlagen der avantgardistischen Bewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Zu den Kernpunkten zählen die Begriffsbestimmung, die historische Verortung im Umfeld des Ersten Weltkriegs sowie eine detaillierte Analyse des Dadaismus.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Avantgarde nicht nur als Stilrichtung, sondern als gesellschaftlich-künstlerisches Programm zu verstehen und die Rolle von Manifesten innerhalb dieser Epoche zu beleuchten.
Welche wissenschaftliche Methode wird hier angewandt?
Es handelt sich um eine strukturierte Protokollierung und Zusammenfassung kunstgeschichtlicher und historischer Daten, ergänzt durch eine tabellarische Aufarbeitung von Primärquellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition des Begriffs, die Analyse der Epochengrenzen sowie die Untersuchung spezifischer Bewegungen wie Futurismus und Dadaismus inklusive deren Manifeste.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Schlüsselbegriffe sind Avantgarde, Manifest, Dadaismus, gesellschaftliche Progressivität und die künstlerische Radikalisierung der Moderne.
Warum war Zürich für die Avantgarde im Jahr 1916 von so großer Bedeutung?
Aufgrund der Neutralität der Schweiz während des Ersten Weltkriegs wurde Zürich zum Zufluchtsort für pazifistische und kommunistische Künstler und entwickelte sich zum Epizentrum der europäischen Avantgarde.
Was hat es mit dem Begriff „Manifestantismus“ auf sich?
Der Begriff beschreibt eine spezifische Mode der Avantgardisten, ihre künstlerischen und politischen Grundsätze durch Manifeste publik zu machen, wobei der Akt des Schreibens selbst zum selbstreferentiellen Kunstwerk wird.
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- Charlotte Foucher de Brandois (Author), 2018, Die Avantgarde als politische und künstlerische Bewegung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/461769