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Die Nachfolge Otto II im Vergleich mit der idealtypischen Königserhebung Ottos I

Title: Die Nachfolge Otto II im Vergleich mit der idealtypischen Königserhebung Ottos I

Seminar Paper , 2018 , 21 Pages , Grade: 1,2

Autor:in: Kathrin Meisinger (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Diese Arbeit thematisiert, inwiefern die Nachfolge Ottos III. tatsächlich strittig war. Dabei wird zunächst die Königserhebung Ottos I. analysiert, die mit ihren weltlichen und geistlichen Akten der Erhebung als idealtypisch gelten kann. Anschließend wird die Erhebung Ottos III. auf die idealtypischen Akte Otto I. untersucht und die innerfamiliäre Ausgangslage bestimmt. Darauf folgt ein Vergleich, der sich zunächst auf die Unterschiede bei den Königserhebungen konzentriert und daraufhin die Familien-Streitigkeiten analysiert. Kündigt sich der Konflikt um die Nachfolge bereits während der Erhebung Ottos III. an? Sind die Unterschiede bei der Erhebung Ottos III. im Vergleich zu Otto I. ausschlaggebend für den Zwist? Gibt es einen Ausgangspunkt für die innerfamiliären Streitigkeiten? Welche Motive und strategische Überlegungen werden von wem getroffen? Wie wird das Problem der Nachfolge innerhalb der Familie gelöst?

Otto II. konnte sich in seiner letzten Schlacht nicht behaupten, dennoch gelang es ihm, seinen Sohn Otto 983 vor seinem Tod 984 zum König in Verona zu bestimmen. Die Nachfolge des Kaisers gilt nichtsdestotrotz als strittig. Der ottonische Herrschaftsbereich befand sich in der genannten Zeitspanne im Ausnahmezustand. Die Niederlage gegen die Sarazenen sowie das Hereinbrechen der dänischen und slawischen Stämme wirkten bedrohlich. Dennoch waren es die innerfamiliären Machtkämpfe, die die Herrschaft Ottos III. zu Beginn ins Wanken brachten.

Auf die innerfamiliären Fehden zu Herrschaftsbeginn Ottos I. wird im Vergleich nur am Rande eingegangen. Allerdings war die Vorgehensweise nach den Fehden ähnlich wie bei Otto III.: Die innerfamiliären Streitigkeiten zogen eine stärkere Einbindung derselben „Unruhestifter“ in die Herrschaft nach sich.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Königserhebung Otto I.

3. Die Königserhebung Otto III.

4. Vergleich der Königserhebungen

5. Fazit

6. Quellen- und Literaturverzeichnis

6.1 Quellen

6.2 Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern die Nachfolge Ottos III. historisch betrachtet tatsächlich als strittig zu beurteilen ist. Durch einen systematischen Vergleich der Königserhebungen Ottos III. mit der als idealtypisch geltenden Königserhebung Ottos I. wird analysiert, ob die aufkommenden Konflikte primär in der Erhebungszeremonie begründet waren oder ob die Minderjährigkeit des neuen Königs und innerfamiliäre Machtansprüche die zentralen Faktoren für die krisenhafte Phase darstellten.

  • Analyse der fünf idealtypischen Akte der ottonischen Königserhebung.
  • Untersuchung der Rolle der "Individualsukzession" und der Designation durch den Vater.
  • Bewertung der Legitimation von Herrschaft bei Minderjährigkeit (Kinderkönigtum).
  • Analyse der innerfamiliären Konflikte um Heinrich "den Zänker" und dessen politische Strategien.
  • Vergleich der diplomatischen Vorgehensweise von Akteuren wie Erzbischof Willigis und den Kaiserinnen.

Auszug aus dem Buch

Die Königserhebung Otto I.

Widukinds Schilderungen über die Königserhebung Otto I. wahrscheinlich 30 Jahre nach dem Geschehen begannen damit, dass der patre patriae und regum maximo optimo Heinrico bereits vor seinem Tod für seine Nachfolge gesorgt hatte. Otto I. wurde bereits vor der sogenannten idealtypischen Erhebung in Aachen 936 von omnis populus Francorum atque Saxonum an einem nicht aus der Quelle hervorgehenden Ort electi. Zuvor wurde Otto I. allerdings designatum regem a patre. Diese Übertragung der alleinigen Herrschaft an einen bestimmten Sohn, in diesem Fall an den ältesten Otto, ist erstmalig und kann als „Individualsukzession“ bezeichnet werden. Demzufolge kann hierbei nicht von einer freien Wahl oder einer „Königswahl“ durch die Großen wie es häufig in der Literatur geschrieben wird, ausgegangen werden.

Die Entscheidung für die Nachfolge oblag Gott. Einzig Gott wählte, indem er nach ottonisch christlich geprägten Verständnis dem herrschenden König einen Sohn schenkte. Auch Widukind gibt die Worte des Erzbischofs von Mainz wieder, indem das Selbstverständnis der göttlichen Herrschaftslegitimierung enthalten ist: „En, inquit, adduco vobis a Deo electum et a domino rerum Heinrico olim designatum, […]“ Die „Wahl“ durch die principes war „nichts weiter als eine Proklamation, die an einem bereits zum Königtum Bestimmten vollzogen [wird] wurde.“ Demzufolge wird im Verlauf dieser Arbeit nicht von der „Königswahl“, sondern von der Königserhebung Ottos des Großen, sowie Otto III. gesprochen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt die Problematik der ottonischen Nachfolge dar und definiert das Ziel der Arbeit, die Königserhebungen von Otto I. und Otto III. vergleichend zu analysieren.

2. Die Königserhebung Otto I.: Dieses Kapitel beschreibt die fünf Akte der idealtypischen Königserhebung und die Bedeutung der Designation durch den Vater für die Herrschaftslegitimation.

3. Die Königserhebung Otto III.: Hier wird der Verlauf der Erhebung Ottos III. untersucht und aufgezeigt, wie trotz der "Teilelevatio" in Verona und der Minderjährigkeit des Königs die formalen Kriterien der Erhebung gewahrt wurden.

4. Vergleich der Königserhebungen: Dieses Kapitel stellt die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Erhebungen gegenüber und beleuchtet die Rolle der innerfamiliären Konflikte und des patronus legalis.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Nachfolge Ottos III. zwar einen schwierigen Start hatte, aber die rituelle Form der Erhebung nicht der eigentliche Grund für die strittige Wahrnehmung war.

6. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten mittelalterlichen Chroniken und der wissenschaftlichen Fachliteratur.

Schlüsselwörter

Königserhebung, Ottonen, Otto I., Otto III., Thietmar von Merseburg, Widukind von Corvey, Herrschaftslegitimation, Designation, Individualsukzession, Heinrich der Zänker, Minderjährigkeit, Aachen, Mittelalter, Kaiserin Theophanu, Erzbischof Willigis.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung der ottonischen Nachfolgeregelungen im 10. Jahrhundert, speziell der strittigen Nachfolge nach dem Tod von Kaiser Otto II.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die symbolischen und rechtlichen Akte der Königserhebung, die Bedeutung der Designation durch den Vater und der Umgang mit minderjährigen Thronfolgern im frühen Mittelalter.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass die Königserhebung Ottos III. rituell weitestgehend dem idealtypischen Vorbild Ottos I. entsprach und die "Strittigkeit" der Nachfolge eher durch politische Machtkämpfe als durch formale Fehler in der Erhebung begründet war.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine historisch-analytische Methode angewandt, die den Vergleich der Königserhebungszeremonien basierend auf zeitgenössischen Quellen (Thietmar von Merseburg, Widukind von Corvey) in den Fokus rückt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Erhebungsakte beider Könige, vergleicht diese miteinander und beleuchtet die innerfamiliären Feindseligkeiten, insbesondere durch Heinrich "den Zänker".

Welche Begriffe charakterisieren diese Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Königserhebung, Sakralkönigtum, Individualsukzession, Herrschaftslegitimation und ottonisches Herrschaftsverständnis charakterisiert.

Warum spielt die Person Heinrichs "des Zänkers" eine so große Rolle für die Argumentation?

Heinrich "der Zänker" wird als Hauptkontrahent dargestellt, dessen Bestreben nach Macht und seine Rolle als Schwertmage und Schutzherr das größte Risiko für die Akzeptanz der Nachfolge Ottos III. darstellten.

Welche Funktion erfüllte der Erzbischof Willigis im Kontext der Nachfolge von Otto III.?

Willigis agierte als genialer Diplomat, der durch sein politisches Geschick und die Einbindung der Kaiserinnen dazu beitrug, den innerfamiliären Konflikt zu deeskalieren und die Herrschaft Ottos III. abzusichern.

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Details

Title
Die Nachfolge Otto II im Vergleich mit der idealtypischen Königserhebung Ottos I
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
1,2
Author
Kathrin Meisinger (Author)
Publication Year
2018
Pages
21
Catalog Number
V461865
ISBN (eBook)
9783668913073
ISBN (Book)
9783668913080
Language
German
Tags
Otto III Otto II. Königserhebung 10. Jahrhundert Nachfolge
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kathrin Meisinger (Author), 2018, Die Nachfolge Otto II im Vergleich mit der idealtypischen Königserhebung Ottos I, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/461865
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