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Inklusion an Offenen Ganztagsschulen. Ist eine stärkere Integrationsassistenz im Nachtmittagsbereich sinnvoll?

Titel: Inklusion an Offenen Ganztagsschulen. Ist eine stärkere Integrationsassistenz im Nachtmittagsbereich sinnvoll?

Hausarbeit , 2019 , 16 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Lukas Funck (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Hausarbeit befasst sich mit der Inklusion an Offenen Ganztagschulen in NRW. Die möglichen Folgen eines verstärkt stattfindenden Einsatzes von Integrationsassistenz werden untersucht.

Mit der Unterzeichnung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen hat sich die Bundesrepublik Deutschland und somit auch das Land Nordrhein-Westfalen zu der Einhaltung der darin enthaltenen Rechte und Ziele verpflichtet . Der Begriff der Inklusion wird in diesem Kontext zunehmend in Politik, Wissenschaft und Gesellschaft diskutiert. Besonders im Bereich der Bildung gewinnt die Inklusion aktuell an Bedeutung.

Aktuell werden in Nordrhein-Westfahlen Kinder und Jugendliche mit einem diagnostiziertem sonderpädagogischem Förderbedarf während der Schulzeit von einer Integrationsassistenz begleitet, um so eine Teilhabe am Unterricht im Sinne der Inklusion zu ermöglichen. In seltenen Fällen wird denselben Kinder und Jugendlichen in der Zeit der Nachmittagsbetreuung eine Integrationsassistenz bewilligt. Dies zeigt, dass Inklusion für betroffene Schüler aktuell mit dem Schulende zu enden scheint.

Aus der zuvor beschriebenen Situation ergibt sich die Forschungsfrage auf die sich diese Seminararbeit bezieht. Wäre eine verstärkt stattfindende Integrationsassistenz im Nachmittagsbereich von Offenen Ganztagschulen als fördernd bzw. sinnvoll für Betroffene anzusehen? Um diese Frage ausreichend beantworten zu können, müssen verschiedene Punkte tiefergehend betrachtet werden.

Hierfür findet zuerst eine Begriffsbestimmung der Begriffe Integration bzw. Inklusion statt. Darüber hinaus werden die Aufgaben einer Integrationsassistenz erarbeitet, um diese mit der Vereinbarkeit eines verstärkten Einsatzes, im Nachmittagsbereich von Offenen Ganztagschulen, abzugleichen. Im nächsten Schritt wird erarbeitet weshalb eine Integrationsassistenz derzeit nur im schulischen Vormittagsbereich eingesetzt wird. Dazu muss die Gesetzeslage im Hinblick auf die Behindertenrechtskonvention, sowie deren Umsetzung in der Bildungspolitik des Landes NRW näher betrachtet werden.

Nachdem dieser Schritt erfolgt ist, wird die tatsächliche Situation der integrativen Bildung in NRW tiefergehend, mit Hilfe von Statistiken betrachtet. Darauf aufbauend wird das Meinungsbild zur derzeit stattfindenden Form von Inklusion aus Sicht der betroffenen Eltern und Lehrer anhand von Befragungen analysiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit

2. Integration und Integrationsassistenz

2.1 Definition von Integration/Inklusion

2.2 Definition der Integrationsassistenz (IASS)

3. Gesetzeslage im Bereich der Integration

3.1 UN-Behindertenrechtskonvention

3.2 Umsetzung der inklusive Bildung im Land NRW

4. Inklusion und Integrationsassistenz in NRW

4.1 Inklusionssituation an Offenen Ganztagsschulen

4.2 Ziele von Offenen Ganztagsschulen in NRW

5. Integrative Beschulung aus Sicht der betroffenen

5.1 Befragung von Lehrpersonal

5.2 Befragung von Eltern

6. Fazit

6.1 Zielerreichung

6.2 Perspektiven

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit, Integrationsassistenz verstärkt auch im Nachmittagsbereich von Offenen Ganztagsschulen einzusetzen, um eine echte Teilhabe für Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf zu gewährleisten.

  • Rechtliche Grundlagen und Diskrepanzen in der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in NRW.
  • Die aktuelle Inklusionssituation und die Belastungssituation an Offenen Ganztagsschulen.
  • Die Rolle und Aufgaben der Integrationsassistenz als unterstützendes Instrument.
  • Analyse der Haltungen von Lehrpersonal und Eltern zur Inklusion.

Auszug aus dem Buch

2.1 Definition von Integration/Inklusion

Um den Begriff der Integration existieren selbst in Fachkreisen verschiedene und sich teilweise wiedersprechende Auffassungen, dies behauptet zum Beispiel die Professorin für Linguistik und Literaturwissenschaft Petra Wagner. Da die Bundesrepublik Deutschland sich jedoch an die UN-Behindertenrechtkonvention (kurz: BRK) vertraglich gebunden hat, wird sich diese Seminararbeit an der in der Konvention getroffenen Definition orientieren. Die in der BRK festgehaltene Definition beschreibt Integration bzw. Inklusion als einen Prozess des Eingehens auf individuelle Bedürfnisse aller Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen. Dies würde erreicht durch verstärkte Partizipation bzw. Teilnahme dieser Personen an Lernprozessen, Kultur und Gemeinwesen. Außerdem durch die Abschaffung von Exklusion also dem Ausschluss aus der Bildung und den anderen zuvor genannten Bereichen. Der deutsche Kulturwissenschaftler Max Fuchs teilt diese Definition. Er fügt jedoch hinzu, dass Integration bzw. Inklusion nicht etwa als statisch zu erreichendes Ziel angesehen werden kann, sondern mehr als ein stetiger Prozess mit stetig wechselnden Herausforderungen angesehen werden muss. Inklusion kann somit als das Recht auf Teilhabe bzw. unterstützte Teilnahme, von Menschen mit Behinderung, in allen gesellschaftlichen Bereichen angesehen werden. Somit auch in der Bildung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Relevanz der Inklusion und Darstellung der Problematik, dass Integrationsassistenz aktuell meist nur am Vormittag bewilligt wird.

2. Integration und Integrationsassistenz: Theoretische Begriffsbestimmung von Inklusion und den Aufgaben der Integrationsassistenz im Schulalltag.

3. Gesetzeslage im Bereich der Integration: Untersuchung der rechtlichen Rahmenbedingungen der UN-Behindertenrechtskonvention und deren spezifische Umsetzung im Bundesland NRW.

4. Inklusion und Integrationsassistenz in NRW: Analyse der wachsenden Zahlen an Kindern mit Förderbedarf und der damit verbundenen Mehrbelastung des Personals in Offenen Ganztagsschulen.

5. Integrative Beschulung aus Sicht der betroffenen: Auswertung von Befragungen unter Lehrkräften und Eltern hinsichtlich der Akzeptanz und Erfahrungen mit inklusiven Bildungsmodellen.

6. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage mit dem Ergebnis, dass ein verstärkter Einsatz von Integrationsassistenz im Nachmittagsbereich sinnvoll und förderlich wäre.

Schlüsselwörter

Inklusion, Integration, Integrationsassistenz, Offene Ganztagsschule, OGS, UN-Behindertenrechtskonvention, Förderschwerpunkt, Schulbegleitung, Teilhabe, Bildungspolitik, NRW, Sozialverhalten, sonderpädagogischer Förderbedarf, Bildungsgerechtigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der aktuellen Praxis, Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf die Integrationsassistenz nur während der Unterrichtszeit, nicht aber im nachmittäglichen Betreuungsangebot der Offenen Ganztagsschule (OGS) zu gewähren.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die rechtliche Lage auf Basis der UN-Behindertenrechtskonvention, die spezifische Situation in Nordrhein-Westfalen sowie die pädagogischen Anforderungen an Inklusion im Ganztag.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu klären, ob ein verstärkter Einsatz von Integrationsassistenz im Nachmittagsbereich von Offenen Ganztagsschulen als sinnvoll und förderlich für die betroffenen Kinder zu bewerten ist.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung von vorliegenden repräsentativen Befragungen und amtlichen Daten zu Inklusion und Schulbegleitung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der Inklusion, die rechtlichen Aspekte in NRW, die konkrete Inklusionssituation in Ganztagsschulen sowie die Einstellungen von Eltern und Lehrpersonal analysiert.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Inklusion, Integrationsassistenz (IASS), Offene Ganztagsschule (OGS) und sonderpädagogischer Förderbedarf geprägt.

Warum wird Integrationsassistenz in der OGS aktuell selten bewilligt?

Die Landesregierung verweist auf das Sozialgesetzbuch, welches Hilfe primär zur Sicherung der allgemeinen Schulpflicht vorsieht; da die Teilnahme an der OGS freiwillig ist, werden die Kosten für eine Assistenz dort nur in Einzelfällen übernommen.

Wie bewerten Lehrkräfte die aktuelle Inklusionssituation?

Viele Lehrkräfte befürworten das Prinzip der Inklusion grundsätzlich, bewerten die personelle und finanzielle Ausstattung durch die Politik jedoch als mangelhaft.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Inklusion an Offenen Ganztagsschulen. Ist eine stärkere Integrationsassistenz im Nachtmittagsbereich sinnvoll?
Hochschule
FOM Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Neuss früher Fachhochschule
Veranstaltung
Einführung in die Soziale Arbeit
Note
1,7
Autor
Lukas Funck (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
16
Katalognummer
V461882
ISBN (eBook)
9783668915664
ISBN (Buch)
9783668915671
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Integrationsassistenz Inklusion Integration Offene Ganztagsschulen Behindertenrecht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lukas Funck (Autor:in), 2019, Inklusion an Offenen Ganztagsschulen. Ist eine stärkere Integrationsassistenz im Nachtmittagsbereich sinnvoll?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/461882
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Leseprobe aus  16  Seiten
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