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Doppelaufgabeninterferenz am Beispiel Slalomdribbeln im Handball

Titel: Doppelaufgabeninterferenz am Beispiel Slalomdribbeln im Handball

Projektarbeit , 2019 , 16 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Karsten Malarowski (Autor:in)

Sport - Bewegungs- und Trainingslehre
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Situationen im Alltag und in Sportspielen sind häufig von mehreren unterschiedlichen Einflüssen geprägt. Sowohl im Alltag als auch in Sportspielsituationen werden ständig externe Informationen über Sinneswahrnehmung und Propriozeption wahrgenommen und im zentralen Nervensystem (ZNS) verarbeitet. Situationen, bei denen mehrere exekutive Prozesse parallel ausgeführt werden, sind zum Beispiel das Überwinden von Hindernissen, wie einer Pfütze oder einem hohen Bordstein bei einem Spaziergang, führen einer Unterhaltung beim Autofahren oder, bezogen auf Sportspiele, das Ausdribbeln eines aktiven Gegenspielers und Erzielen eines Treffers. Verschiedenste Reize können die Hauptaufgabe, in den Beispielen das Gehen bzw. Dribbeln, dabei unterschiedlich stark beeinflussen.

In dieser Arbeit wird der Frage nachgegangen, welchen Einfluss jeweils eine kognitive und eine motorische Sekundäraufgabe auf die Leistung beim Slalomdribbeln im Handball hat.

In einer Studie mit Sportstudierenden (n=8) wurde die Zeit gemessen, in der die Probanden einen Slalomparcours mit einem Handball dribbelnd absolvierten. Als kognitive Zusatzaufgabe sollten die Studenten eine über Kopfhörer eingespielte Beatfolge mitzählen. Die motorische Aufgabe bestand darin, dass die Probanden beim Dribbeln mit der anderen Hand nacheinander Münzen in eine an der Hüfte des Teilnehmers platzierte Spardose stecken sollten. Bei der Durchführung sollten sie ihre Aufmerksamkeit gleichermaßen auf beide Aufgaben richten. Als Leistungsmessung wurde die Zeit mit und ohne Zusatzaufgaben gemessen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Methodik

2.1 Entwicklung des Studiendesigns

2.2 Intervention

3. Ergebnisse

4. Diskussion

4.1 Einflüsse von motorisch-kognitiven Doppelaufgaben auf jeweilige Aufgabenleistungen

4.2 Erhöhte Doppeltätigkeitskosten bei motorisch-motorischen Doppelaufgaben

4.3 Fazit und Ausblick

5. Literatur

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von kognitiven und motorischen Sekundäraufgaben auf die Leistungsfähigkeit bei einer motorischen Hauptaufgabe, konkret dem Slalomdribbeln im Handball. Ziel ist es, die Auswirkungen von Doppelaufgabenbedingungen (Dual-Task) auf die Ausführungsgeschwindigkeit und -qualität zu analysieren und theoretische Modelle zur Doppelaufgabeninterferenz zu prüfen.

  • Analyse der Leistungsbeeinträchtigung durch motorisch-kognitive Doppelaufgaben.
  • Untersuchung der Doppelaufgabenkosten bei motorisch-motorischen Anforderungen.
  • Vergleich der Belastungsgrenzen bei unterschiedlichen Sekundäraufgaben.
  • Überprüfung theoretischer Ansätze (Ressourcentheorien, Bottleneck-Theorie).
  • Ableitung von Empfehlungen für das Techniktraining im Sport.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Situationen im Alltag und in Sportspielen sind häufig von mehreren unterschiedlichen Einflüssen geprägt. Sowohl im Alltag als auch in Sportspielsituationen werden ständig externe Informationen über Sinneswahrnehmung und Propriozeption wahrgenommen und im zentralen Nervensystem (ZNS) verarbeitet. Situationen, bei denen mehrere exekutive Prozesse parallel ausgeführt werden, sind z. B. das Überwinden von Hindernissen, wie einer Pfütze oder einem hohen Bordstein bei einem Spaziergang, führen einer Unterhaltung beim Autofahren oder, bezogen auf Sportspiele, das Ausdribbeln eines aktiven Gegenspielers und erzielen eines Treffers. Verschiedenste Reize können die Hauptaufgabe, in den Beispielen das Gehen bzw. Dribbeln, dabei unterschiedlich stark beeinflussen.

Die Fähigkeit bzw. Eigenschaft mehrere unterschiedliche Aufgaben parallel auszuführen, bezeichnet man umgangssprachlich als Multitasking.

Ein weiteres Beispiel aus dem Alltag ist das Telefonieren am Steuer eines Autos. Kurz bevor ein Verbot eingeführt wurde, werteten Redelmeier und Tibshirani (1997) das Telefonverhalten von hundert Autofahrern aus, die in Verkehrsunfälle verwickelt waren. Auf Grund der erhobenen Daten schätzten sie das Risiko in einen Unfall verwickelt zu werden auf ein vierfaches höher ein, da der Fahrer seine Aufmerksamkeit nicht mehr nur auf das Steuern des Fahrzeuges richtet (Becker-Carus & Wendt, 2017, S. 274).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Doppelaufgabeninterferenz ein, erläutert grundlegende psychologische Theorien zur Informationsverarbeitung und definiert das Forschungsziel.

2. Methodik: Hier werden das Studiendesign, die Wahl der Aufgaben (Handballdribbling kombiniert mit Zählen bzw. Münzeinwurf) sowie die Vorgehensweise bei der Datenerhebung detailliert beschrieben.

3. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die erhobenen Daten, die aufzeigen, dass motorisch-motorische Doppelaufgaben zu signifikant höheren Leistungseinbußen führen als motorisch-kognitive Aufgaben.

4. Diskussion: Die Ergebnisse werden mit bestehenden Theorien zur Aufgabeninterferenz und Ressourcenverteilung in Beziehung gesetzt und hinsichtlich ihrer praktischen Relevanz für das Sporttraining bewertet.

5. Literatur: Auflistung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Studien.

Schlüsselwörter

Doppelaufgabeninterferenz, Multitasking, Slalomdribbeln, Handball, motorische Leistung, kognitive Zusatzaufgabe, Doppeltätigkeitskosten, Kapazitätstheorie, Ressourcen, Bottleneck-Theorie, Sportmotorik, Aufmerksamkeit, Leistungsbeeinträchtigung, Training, motorische Kontrolle.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie sich die gleichzeitige Ausführung einer Hauptaufgabe (Dribbeln) und einer Sekundäraufgabe (kognitiv oder motorisch) auf die Leistung auswirkt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die Doppelaufgabeninterferenz, Ressourcenmodelle der menschlichen Informationsverarbeitung und deren Anwendung in sportmotorischen Kontexten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist herauszufinden, ob eine motorische Zweitaufgabe einen stärkeren negativen Einfluss auf die sportliche Hauptaufgabe hat als eine kognitive Zweitaufgabe.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde ein empirisches Studiendesign gewählt, bei dem acht Sportstudierende einen Slalomparcours mit und ohne Zusatzaufgaben absolvierten, wobei die Zeiten und Fehlerquoten gemessen wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Konzeption, die Ergebnispräsentation der Messungen sowie eine theoretische Diskussion der Resultate basierend auf Modellen wie der Kapazitätstheorie oder dem Bottleneck-Ansatz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Doppelaufgabeninterferenz, Multitasking, Doppeltätigkeitskosten, motorische Kontrolle und Ressourcenverteilung.

Wie wurden die motorischen Anforderungen im Experiment konkret gestaltet?

Die Teilnehmer mussten einen 20 Meter langen Slalomparcours dribbelnd bewältigen und dabei entweder eine kognitive Aufgabe (Zählen von Beats) oder eine zweite motorische Aufgabe (Einwerfen von Münzen) ausführen.

Warum führen motorisch-motorische Doppelaufgaben zu stärkeren Einbußen?

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bei diesen Aufgaben identische oder ähnliche Ressourcen im zentralen Nervensystem beansprucht werden, was zu einer größeren Interferenz führt als bei kognitiven Aufgaben.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Doppelaufgabeninterferenz am Beispiel Slalomdribbeln im Handball
Hochschule
Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover
Note
1,7
Autor
Karsten Malarowski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
16
Katalognummer
V461915
ISBN (eBook)
9783668905795
ISBN (Buch)
9783668905801
Sprache
Deutsch
Schlagworte
doppelaufgabeninterferenz beispiel slalomdribbeln handball
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Karsten Malarowski (Autor:in), 2019, Doppelaufgabeninterferenz am Beispiel Slalomdribbeln im Handball, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/461915
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Leseprobe aus  16  Seiten
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