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J.G. Mullens Memoiren. Authentische Arbeitsverhältnisse zwischen afrikanischen Angestellten und Kolonialmächten?

Afrika im frühen 20. Jahrhundert

Titre: J.G. Mullens Memoiren. Authentische Arbeitsverhältnisse zwischen afrikanischen Angestellten und Kolonialmächten?

Dossier / Travail , 2018 , 17 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Anna Pavlakoudis (Auteur)

Histoire - Afrique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Diese Hausarbeit soll der Beantwortung der Frage nach den Arbeitsverhältnissen zwischen afrikanischen Angestellten und den Kolonialmächten des frühen zwanzigsten Jahrhunderts dienen. Welche Bedeutung hatten Intermediäre, Übersetzer und Schreiber für die koloniale Politik? Und inwieweit haben sie diese beeinflusst?

Kolonialismus - ein wohlbekannter Begriff, der, bringt man ihn mit der Geschichte des afrikanischen Kontinents zusammen, stets Bilder von Vertreibung, Eroberung und Ausbeutung seitens der Europäer hervorruft. Der Fakt, dass bei der Interaktion zweier Parteien nicht nur eine der beiden eine gewisse Handlungsgewalt innehat, wird jedoch oft vernachlässigt. Dabei ist gerade die Rolle der afrikanischen Akteure im Zuge der Kolonialpolitik des 19. und 20. Jahrhunderts bedeutsam und interessant, präzise gesagt die Rolle der afrikanischen Angestellten für den kolonialen Apparat.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Überblick

2.1. A living man from Africa

2.2. Arbeitsverhältnisse und Autorität

3. Die Memoiren des J.G. Mullen

3.1. Äußere und innere Quellenkritik

3.2. Analyse

4. Schluss

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Rolle afrikanischer Angestellter innerhalb des kolonialen Apparats im frühen 20. Jahrhundert unter besonderer Berücksichtigung der Memoiren des ghanaischen Schreibers J.G. Mullen. Ziel ist es, die Authentizität und den Erkenntniswert dieser Quelle im Hinblick auf die tatsächlichen Arbeitsverhältnisse zwischen afrikanischen Angestellten und kolonialen Akteuren kritisch zu bewerten.

  • Rolle von Intermediären, Übersetzern und Schreibern in der Kolonialpolitik
  • Wechselseitige Machtverhältnisse und Abhängigkeiten zwischen Kolonialmächten und Einheimischen
  • Analyse und Quellenkritik autobiographischer Berichte (J.G. Mullen)
  • Motivation und soziale Aufstiegschancen afrikanischer Angestellter im Kolonialdienst
  • Vergleich unterschiedlicher Umgangsformen (Handelsfirmen vs. Militärbehörden)

Auszug aus dem Buch

3.2. Analyse

Was zunächst den sprachlichen Stil angeht stellt man fest, dass Mullen über eine sehr gut ausgebildete Rhetorik und einen großen Wortschatz verfügt, was sich mit den Erkenntnissen über gebildete Angestellte aus Kapitel zwei deckt. Stephanie Newell hält Mullens Level an Eloquenz allerdings selbst bei einem gebildeten jungen Clerk für außergewöhnlich:

„Mullen’s prose suggests a level of education which bears more in common with men in the upper echelons of Cape Coast society… “

Demnach gehörte Mullen innerhalb der nicht homogenen sozialen Gruppe der Clerks zu der besser ausgebildeten, gehobenen Schicht und war keinesfalls ein „typical, low ranking African clerk…“.

Wie oben schon erwähnt handelt es sich bei dem Artikel „Half Hours talk with Billy“ um eine im Stil eines Rückblicks geschilderte Erzählung. Während eines Abends im Winter 1919, nach dem Ende des Ersten Weltkrieges und weit nach Beginn der Erlebnisse Mullens, unterhält er sich mit einem nicht näher charakterisierten Kollegen namens Billy über seine Erfahrungen als Clerk in Kamerun und erklärt den Weg, der ihn dorthin geführt hat.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der afrikanischen Angestellten im Kolonialismus ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Memoiren von J.G. Mullen als historische Quelle kritisch zu analysieren.

2. Historischer Überblick: Dieses Kapitel beleuchtet die politische Geschichte Afrikas im frühen 20. Jahrhundert und verdeutlicht die essenzielle Rolle von Intermediären wie Jan Tzatzoe für den kolonialen Verwaltungsapparat.

2.1. A living man from Africa: Hier wird anhand des Beispiels von Jan Tzatzoe die komplexe Vermittlerrolle zwischen europäischer Mission und der indigenen Xhosa-Bevölkerung verdeutlicht.

2.2. Arbeitsverhältnisse und Autorität: Dieses Kapitel erörtert die Abhängigkeit der Kolonialmächte von gebildeten afrikanischen Angestellten und die oft prekären, von Misstrauen geprägten Arbeitsbeziehungen.

3. Die Memoiren des J.G. Mullen: Dieser Abschnitt bietet einen Einstieg in die Person und die Hintergründe der Quellentexte des ghanaischen Clerks James G. Mullen.

3.1. Äußere und innere Quellenkritik: Es erfolgt eine formale Einordnung der beiden Zeitungsartikel Mullens sowie eine Diskussion über die kaum bekannten Details zur Person des Autors.

3.2. Analyse: Das Kapitel analysiert den Schreibstil und Inhalt von Mullens Berichten und setzt diese in den Kontext der im zweiten Kapitel dargelegten historischen Erkenntnisse.

4. Schluss: Das Fazit fasst die Bedeutung der untersuchten Quelle zusammen und ordnet sie im Vergleich zu anderen afrikanischen Erfahrungsberichten der Epoche ein.

Schlüsselwörter

Kolonialismus, J.G. Mullen, afrikanische Angestellte, Intermediäre, Kamerun, Ghana, Gold Coast Leader, Arbeitsverhältnisse, Quellenkritik, Handelsgesellschaften, Militärverwaltung, Machtverhältnisse, Autobiographie, Migration, kolonialer Verwaltungsapparat

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Lebensrealität afrikanischer Angestellter, insbesondere Schreiber und Intermediäre, im kolonialen Afrika des frühen 20. Jahrhunderts.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die Rolle der Einheimischen im kolonialen Apparat, die Motivation für den Eintritt in den Kolonialdienst sowie die unterschiedlichen Umgangsformen von Handelsfirmen und Militärbehörden mit afrikanischen Angestellten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu prüfen, ob die Memoiren des ghanaischen Clerks J.G. Mullen ein authentisches Beispiel für die Arbeitsverhältnisse zwischen afrikanischen Angestellten und Kolonialmächten darstellen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine historisch-analytische Methode verwendet, die eine Quellenkritik (äußerlich und inhaltlich) der ausgewählten autobiographischen Zeitungsartikel mit dem Forschungsstand zur kolonialen Arbeitergeschichte verknüpft.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Mittelpunkt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen historischen Überblick über die Rolle afrikanischer Akteure und eine detaillierte Analyse der von J.G. Mullen verfassten Berichte.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Kolonialismus, Intermediäre, Arbeitsverhältnisse, Authentizität, Quellenanalyse und afrikanische Arbeitergeschichte.

Wie bewertet die Autorin die Glaubwürdigkeit von J.G. Mullen?

Die Autorin stellt fest, dass Mullen zwar ein gebildeter Schreiber war, seine Texte jedoch stark in einer „Abenteuererzählung“ gefangen bleiben, was eine tiefere Analyse der Arbeitsverhältnisse erschwert.

Welcher Unterschied besteht laut Text zwischen Handelsfirmen und Militär?

Während in den Berichten von Konzernen wie Krause & Fehrman stabile Arbeitsbedingungen und Aufstiegschancen erkennbar sind, ist die Interaktion mit dem deutschen Militär von Willkür und Gewalt geprägt.

Warum wird der Vergleich mit Amadou Hampâté Bâ herangezogen?

Amadou Hampâté Bâ dient als Vergleichsbeispiel für einen afrikanischen Angestellten, der ebenfalls Erfahrungen mit dem kolonialen Dienst sammelte und dessen Berichte helfen, die Situation Mullens historisch einzuordnen.

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Résumé des informations

Titre
J.G. Mullens Memoiren. Authentische Arbeitsverhältnisse zwischen afrikanischen Angestellten und Kolonialmächten?
Sous-titre
Afrika im frühen 20. Jahrhundert
Université
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Geschichtswissenschaften)
Cours
Seminar Arbeit in Afrika
Note
1,3
Auteur
Anna Pavlakoudis (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
17
N° de catalogue
V461983
ISBN (ebook)
9783668917224
ISBN (Livre)
9783668917231
Langue
allemand
mots-clé
Afrika Arbeit Afrikanische Angestellte Angestellte Afrikaforschung Kolonialismus Kolonien Imperialismus
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anna Pavlakoudis (Auteur), 2018, J.G. Mullens Memoiren. Authentische Arbeitsverhältnisse zwischen afrikanischen Angestellten und Kolonialmächten?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/461983
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Extrait de  17  pages
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