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Abhängigkeit von psychotropen Substanzen frauenspezifisch betrachtet

Title: Abhängigkeit von psychotropen Substanzen frauenspezifisch betrachtet

Seminar Paper , 2004 , 23 Pages , Grade: 1

Autor:in: Markus Groß (Author)

Psychology - Clinical Psychology, Psychopathology, Prevention
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Hausarbeit handelt von der Abhängigkeit von psychotropen Substanzen, im Speziellen von Abhängigen Frauen. Zum Verständnis der besonderen Stellung der Frau im Kontext der Abhängigkeit wird deshalb in Teil A ein sachlicher Überblick über Psychotrope Substanzen selbst, ihre historische Bedeutung und gesellschaftliche Relevanz Heute gegeben. Ein Ziel war es hierbei, auch den durchaus vorhandenen nützlichen Charakter einzelner Substanzen herauszustellen, um einer destruktiv wirkenden allgemeinen “Verteufelung“ entgegenzuwirken.
In Teil B werden die nicht ganz klar voneinander abgrenzbaren Begriffe Konsum, Missbrauch und Abhängigkeit erläutert und medizinische Einteilungsschlüssel dargestellt. Dazu kommen diverse Erklärungsmodelle zur Entstehung von Abhängigkeit der verschiedenen Disziplinen, jeweils unter Berücksichtigung der frauenspezifischen Dimensionen. Unter B werden außerdem die gesellschaftlich und medizinisch relevantesten Substanzgruppen und deren Rahmenbedingungen, Folgen des Missbrauchs usw. näher betrachtet. Dabei sollen hauptsächlich die unterschiedlichen Motive und Muster des Konsums herausgestellt werden, also warum und wie Frauen konsumieren, missbrauchen oder gar abhängig werden. Der Bereich der illegalen Drogen wird absichtlich global gehalten. Aufgrund der mannigfaltigen Palette an vorhandenen Drogen und der damit einhergehenden Vielfalt an verschiedenen Motiven, Mustern,
Therapieansätzen und Folgen würde es meiner Ansicht nach den Rahmen dieser Hausarbeit sprengen, diesen Bereich detailliert darzustellen. Abschließend wird unter C auf unterschiedliche Therapieansätze eingegangen und die sich daraus ergebenden Anforderungen an den Sozialarbeiter im Suchthilfesystem erläutert.
Die nicht mit Literaturhinweisen gekennzeichneten Textkörper resultieren aus eigenen Erfahrungen im Umgang mit psychotropen Substanzen und Abhängigen im persönlichen und beruflichen Umfeld.

Excerpt


Gliederung

0 Vorbemerkungen

A Psychotrope Substanzen

A 1 Begriffsklärung

A 2 Historische Bedeutung

A 3 Substanzgruppen

A 4 Gesellschaftliche Bedeutung –Heute

B Konsum/ Missbrauch/ Abhängigkeit

B 1 Begriffsklärung

B 2 Modelle zur Entstehung

B 2. 1 Phasenmodelle

B 2. 2 Biologische Modelle

B 2. 3 Psychologische Modelle

B 2. 4 Salutogenetisches Rahmenmodell

B 3 Frauen & Alkohol

B 3. 1 Konsummuster & Konsummotive

B 3. 2 Faktoren für eine Abhängigkeitsentwicklung

B 3. 3 Auswirkungen & Folgen

B 3. 4 Therapie

B 4 Frauen & Medikamente

B 4. 1 Konsummuster & Konsummotive

B 4. 2 Der Beitrag der Pharmalobby

B 4. 3 Therapie

B 5 Frauen & Illegale Drogen

C Anforderungen an die Therapie aus sozialarbeiterischer Sicht

C 1 ...Abschließend

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Abhängigkeit von psychotropen Substanzen mit einem spezifischen Fokus auf die Lebensrealitäten und die besonderen Bedürfnisse betroffener Frauen. Zentral ist dabei die Frage, wie gesellschaftliche Rollenbilder, Konsummuster und mediale Einflüsse zur Entstehung von Sucht beitragen und welche Anforderungen sich daraus für eine geschlechtersensible sozialarbeiterische Therapie ableiten lassen.

  • Psychologische und soziale Entstehungsmodelle von Abhängigkeit unter Berücksichtigung frauenspezifischer Aspekte.
  • Analyse des unterschiedlichen Konsumverhaltens bei Alkohol, Medikamenten und illegalen Drogen bei Frauen.
  • Die Rolle gesellschaftlicher Stigmatisierung und der Pharmalobby bei der Entwicklung von Medikamentenabhängigkeit.
  • Bedarf an einer geschlechtersensiblen Suchthilfe, die individuelle Biographien und Traumata integriert.

Auszug aus dem Buch

B 2. 4 Aktuell – Das Salutogenesemodell

Das Salutogenesemodell wurde von Aaron Antonovsky entwickelt und wird erst in der jüngeren Abhängigkeitsforschung diskutiert. Es bildet quasi den Gegensatz zum vorherrschenden pathogenetischen Modell, in dem es sich hierbei um die Entwicklung von Gesundheit handelt. Gefragt wird nach Bedingungsfaktoren für ein Gleichgewicht zwischen den beiden Polen Gesundheit und Krankheit. Beide werden als natürlicher Bestandteil der menschlichen Existenz angesehen und sollten akzeptiert werden, die Idealvorstellungen von Gesundheit im pathogenetischen Modell gelten als irrealistisch und somit gefährlich, versucht man danach zu streben. Es handelt sich beim salutogenetischen um ein ganzheitlich-systemisches Modell, bei dem das Verstehen des Genesungsprozesses eine umfassende Kenntnis der inneren und äußeren Situation des Menschen voraussetzt. Wie bei den anderen Erklärungsmodellen auch, kann Abhängigkeit durch jeweils verschiedene Faktoren in unterschiedlicher Kombination entstehen, entsteht jedoch im Laufe einer langen Entwicklung.

Abhängigkeitsverhalten ist... „...qua Definition nicht abrupt einsetzendes “krankes“ Verhalten, es entsteht nicht in einem qualitativen Sprung, sondern im Rahmen einer graduellen Verhaltensänderung.“

In diesem Rahmen ist es möglich, individuelle Differenzierungen bei der Erklärung von Abhängigkeit vorzunehmen, verallgemeinernde Zuschreibungen und somit auch negative Stigmatisierungen zu vermeiden. Und, im Rahmen der Therapie, die individuellen positiven Ressourcen, die jeder Mensch in sich trägt, zu nutzen.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorbemerkungen: Einführung in die Thematik der frauenspezifischen Abhängigkeit und Erläuterung der gewählten wissenschaftlichen Vorgehensweise.

Psychotrope Substanzen: Überblick über Definitionen, historische Kontexte, Substanzgruppen und die gesellschaftliche Wahrnehmung psychoaktiver Stoffe.

Konsum/ Missbrauch/ Abhängigkeit: Darstellung medizinischer Einteilungskriterien und psychologischer Erklärungsmodelle für die Suchtentstehung unter besonderer Berücksichtigung der Salutogenese.

Frauen & Alkohol: Analyse von Konsummustern, geschlechtsspezifischen Risikofaktoren wie emotionalem Stress sowie den sozialen Folgen des Alkoholkonsums bei Frauen.

Frauen & Medikamente: Untersuchung des Phänomens der Medikalisierung weiblicher Lebensphasen und der Einflussnahme der Pharmalobby auf das Suchtverhalten.

Frauen & Illegale Drogen: Kurze Abhandlung über den Drogenkonsum von Frauen, die Rolle der Beschaffungskriminalität und den Einfluss der neueren Partydrogen-Kultur.

Anforderungen an die Therapie aus sozialarbeiterischer Sicht: Reflexion über die Notwendigkeit geschlechtsspezifischer Therapieansätze und die Rolle professioneller Begleitung im Suchthilfesystem.

...Abschließend: Fazit zur Notwendigkeit flexibler, individuell angepasster Therapiekonzepte in der Arbeit mit suchtkranken Frauen.

Schlüsselwörter

Abhängigkeit, Psychotrope Substanzen, Frauenspezifische Suchtforschung, Salutogenesemodell, Suchtprävention, Sozialarbeit, Medikalisierung, Pharmalobby, Konsummuster, Stigmatisierung, Therapie, Traumata, Rollenverständnis, Psychische Gesundheit, Suchthilfesystem.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Hausarbeit thematisiert die Abhängigkeit von psychotropen Substanzen und beleuchtet dabei die spezifische Lebenssituation und Problematik suchtkranker Frauen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt den Konsum von legalen und illegalen Substanzen, die Entstehungsmodelle von Sucht, die Rolle geschlechtsspezifischer Rollenbilder sowie therapeutische Anforderungen in der Sozialarbeit.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die besonderen Faktoren bei der Entstehung weiblicher Abhängigkeit aufzuzeigen und Ansätze für eine bedürfnisorientierte und geschlechtersensible Suchthilfe zu diskutieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse klinisch-psychologischer und soziologischer Fachliteratur, ergänzt durch die Verknüpfung mit praktischen Erfahrungen aus der Suchthilfe.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in Suchtmodelle, die detaillierte Betrachtung von Alkohol-, Medikamenten- und Drogenkonsum bei Frauen sowie eine Analyse der Therapieanforderungen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Begriffe wie Suchtdynamik, geschlechterspezifische Sozialisation, Salutogenese, Medikalisierung und eine kritische Auseinandersetzung mit therapeutischen Ansätzen im Suchthilfesystem stehen im Zentrum.

Warum spielt das Salutogenesemodell eine besondere Rolle?

Es dient dazu, Abhängigkeit nicht nur pathologisch zu betrachten, sondern den Fokus auf die individuellen Ressourcen der Frauen zu legen, um Stigmatisierungen entgegenzuwirken.

Warum sind Frauen besonders im Bereich Medikamentenabhängigkeit gefährdet?

Laut der Arbeit führt die Tendenz, Probleme zu somatisieren, sowie die oft kritische Bewertung von Frauen durch die Gesellschaft und die Einflussnahme der Pharmalobby dazu, dass Frauen öfter zu Medikamenten greifen.

Welche Herausforderungen nennt der Autor für die Therapie von Frauen?

Eine zentrale Herausforderung ist die Überlegenheit männlich geprägter Therapiekonzepte, die oft nicht auf die spezifischen Traumata oder sozialen Anforderungen von Frauen im Alltag abgestimmt sind.

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Details

Title
Abhängigkeit von psychotropen Substanzen frauenspezifisch betrachtet
College
University of Applied Sciences Mainz
Grade
1
Author
Markus Groß (Author)
Publication Year
2004
Pages
23
Catalog Number
V46204
ISBN (eBook)
9783638434423
Language
German
Tags
Abhängigkeit Substanzen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Groß (Author), 2004, Abhängigkeit von psychotropen Substanzen frauenspezifisch betrachtet, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46204
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