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Was macht ein Land zur Nation? Staatsbildung Australiens bis 1901

Título: Was macht ein Land zur Nation? Staatsbildung Australiens bis 1901

Trabajo , 2014 , 21 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Florian Ahlemeyer (Autor)

Historia - Australia, Oceanía
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Diese Arbeit betrachtet die Fragestellung, welche soziopolitischen Anstrengungen unternommen wurden, um die Bildung einer nationalen Identität - hier am Beispiel Australiens - zu ermöglichen, und wie erfolgreich diese waren. Es geht also vor allem um die Fragen, welchen Einfluss politische Entscheidungen auf die Nationsbildung haben und, vor allem, wo bei dieser Thematik die augenscheinlichen Grenzen der Politik liegen.

Hierzu bedarf es nicht nur einer Klärung der Unterschiede zwischen den Begriffen „Staat“ und „Nation“, sondern auch des Verständnisses des damaligen Zeitgeists sowie des politischen und kolonialen Kontextes. Am Anfang dieser Arbeit steht daher ein kurzer Überblick über die Entstehung der Kolonien Australiens.

Im Volksmund wird Australien gerne als der „jüngste Kontinent“ betitelt. Australien als das Land, wie wir es heute kennen, ist aber noch wesentlich jünger. Erst am 1. Januar 1901 trat die Verfassung des „Commonwealth of Australia“ in Kraft und löste damit die Verfassungen der sechs vorher eigenständigen britischen Kolonien New South Wales, Tasmanien, Queensland, Victoria, Süd- und Westaustralien ab. Ein neuer Staat war damit geschaffen worden, aber auch eine Nation geboren? Sahen sich die Siedler der ehemaligen Kolonien nun als Engländer oder gemeinsam als Australier? Liest man sich im Internet in die Frage zu der Schaffung einer nationalen Identität ein, liegt auf der Hand, dass eine Solche vor allem durch gemeinsam geschlagene Schlachten bzw. Kriege mit den daraus resultierenden Feier- und Trauertagen und dem damit verbundenen „Nationalgefühl“ einhergeht - auch Australien war unglücklicherweise in seiner jungen Geschichte bereits in einigen Kriegen wie den beiden Weltkriegen sowie dem Vietnamkrieg involviert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

1. DIE KOLONIENENTWICKLUNG

2. NATIONSBILDUNG

2.1 DIE GESELLSCHAFTLICHE STRUKTUR DER ANFANGSZEIT

2.2 DIE POLITISCHE EMANZIPATION DER KOLONIEN

2.3 DIE IDEE VON „AUSTRALIEN“

2.4 DIE POLITISCHE EINIGUNG

3. EIN LAND, ABER AUCH EINE NATION?

4. ZUSAMMENFASSUNG UND BEWERTUNG

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die sozio-politischen Prozesse der australischen Nationsbildung bis zum Jahr 1901. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie aus den ehemals eigenständigen britischen Kolonien eine Nation entstehen konnte und inwiefern politische Entscheidungen sowie gesellschaftliche Mythen – wie etwa die Gallipoli-Erfahrung – diesen Prozess beeinflussten oder förderten.

  • Historische Entwicklung der australischen Kolonien seit 1788
  • Strukturelle und soziale Bedingungen der Anfangszeit
  • Politischer Weg zur Gründung des Commonwealth of Australia 1901
  • Diskussion der Identitätsbildung jenseits rein politischer Institutionen
  • Bedeutung von Mythen und nationalen Symbolen für das australische Wir-Gefühl

Auszug aus dem Buch

Die Gesellschaftsstruktur in der Anfangszeit

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts hatten sich auf dem australischen Kontinent wie beschrieben die ersten Kolonien gebildet, die Bestandteile des britischen Empires waren. Im folgenden soll nun ein Blick auf die eingewanderte Bevölkerung geworfen werden. Deren Zusammensetzung lässt schnell Gemeinsamkeiten, aber auch gravierende Unterschiede erkennen. Für die ersten Bewohner war New South Wales alles andere als das gelobte Land. Der Großteil von ihnen kam als Sträflinge natürlich nicht freiwillig, die neue Heimat wurde als „land of no return“ gesehen, denn für das Mutterland England war Australien primär eine Strafkolonie. Die Lebensumstände waren schwierig, Australien bot kaum Reize, sich dort freiwillig niederzulassen. Wer es trotzdem tat, suchte vor allem in finanzieller Hinsicht sein Glück.

Unternehmer nutzten die Möglichkeiten, günstig an große Landflächen zu kommen. London kam ihnen entgegen, indem den Landbesitzern, den „Squatters“ oder „Pastoralists“, Sträflinge als billige Arbeitskräfte überlassen wurden. So wurde das Land schnell erschlossen, die Bevölkerung stieg in den ersten 50 Jahren der Besiedlung von 2000 auf etwa 190.000 an. Sträflinge machten aber immer noch den Großteil davon aus.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Entstehung Australiens als Staat sowie die damit verbundene, komplexere Frage nach der Entstehung einer nationalen Identität.

1. DIE KOLONIENENTWICKLUNG: Dieses Kapitel zeichnet die koloniale Erschließung Australiens beginnend mit der Ansiedlung von Sträflingen im Jahr 1788 nach und skizziert das langsame Aufkommen eines eigenen politischen Bewusstseins.

2. NATIONSBILDUNG: Hier wird der Prozess der gesellschaftlichen und politischen Formierung analysiert, von der anfänglichen Struktur der Sträflingskolonien über die Emanzipationsbestrebungen bis hin zur eigentlichen politischen Einigung.

3. EIN LAND, ABER AUCH EINE NATION?: Dieses Kapitel hinterfragt, ob die formale Gründung des Commonwealth 1901 bereits die Geburt einer Nation bedeutete, oder ob das nationale Selbstverständnis erst durch spätere Ereignisse wie den Ersten Weltkrieg geformt wurde.

4. ZUSAMMENFASSUNG UND BEWERTUNG: Die abschließende Betrachtung resümiert die Schwierigkeiten des Einigungsprozesses und bewertet die Rolle von Mythen und gesellschaftlichen Entwicklungen für das heutige Verständnis Australiens.

Schlüsselwörter

Australien, Nationsbildung, Commonwealth of Australia, Kolonialgeschichte, Sträflingskolonie, Föderation, Identität, Politik, White Australia-Policy, Gallipoli, Mythos, Einwanderung, Henry Parkes, Alfred Deakin, Sozialstruktur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung Australiens von den ersten britischen Sträflingskolonien bis zur Gründung des Commonwealth im Jahr 1901 und die damit verbundene Entstehung einer nationalen Identität.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die koloniale Erschließung, die sozio-politische Emanzipation der Kolonien, die Debatten um eine Föderation sowie die Rolle von Krisen und Mythen bei der Identitätsstiftung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu analysieren, welchen Einfluss politische Entscheidungen auf die Nationsbildung hatten und wo die Grenzen der Politik bei der Schaffung eines gemeinsamen nationalen Bewusstseins lagen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung von Fachliteratur sowie zeitgenössischen Quellen und Dokumenten basiert, um die Entwicklung der australischen Staatlichkeit zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert die Gesellschaftsstruktur der Anfangszeit, die Bestrebungen zur politischen Emanzipation, die Entwicklung der föderalen Idee und die Herausforderungen der Staatsgründung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Australien, Nationsbildung, Commonwealth, Kolonialgeschichte, Föderation, Identität und der Mythos von Gallipoli.

Welche Rolle spielten die Aborigines bei der Nationsbildung?

Das Dokument thematisiert die marginalisierte Rolle der Aborigines, die als „terra nullius“ betrachtet wurden, und weist darauf hin, dass diese tragische Komponente der australischen Geschichte oft ein kontroverser Teil des nationalen Diskurses ist.

Warum wird Gallipoli als Wendepunkt bezeichnet?

Gallipoli wird als psychologischer Wendepunkt gewertet, da das militärische Ereignis – trotz oder gerade wegen seines Scheiterns – als Mythos fungierte, der ein nationales „Wir-Gefühl“ stiftete, welches der Politik zuvor nicht gelungen war.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Was macht ein Land zur Nation? Staatsbildung Australiens bis 1901
Universidad
University of Münster
Calificación
1,3
Autor
Florian Ahlemeyer (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
21
No. de catálogo
V462084
ISBN (Ebook)
9783668900462
ISBN (Libro)
9783668900479
Idioma
Alemán
Etiqueta
Australien Nationenbildung Nation Commonwealth
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Florian Ahlemeyer (Autor), 2014, Was macht ein Land zur Nation? Staatsbildung Australiens bis 1901, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/462084
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