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Elitärer Minimalismus durch Reproduktion der Konsumgesellschaft

Título: Elitärer Minimalismus durch Reproduktion der Konsumgesellschaft

Trabajo Escrito , 2017 , 19 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Antonia Helesic (Autor)

Etnología / Folclore
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In dieser Hausarbeit soll gezeigt werden, dass der als Minimalismus bezeichnete Lebensstil das System der Konsumgesellschaft reproduziert und eine gesellschaftliche Strömung bildet, die Menschen aus niedrigeren Bildungsschichten im Moment nur schwer zugänglich ist.

Laut Zygmunt Bauman und Jean Baudrillard leben wir in einer Gesellschaft, in der wir unsere Bedürfnisse, Beziehungen und unsere Identität über Konsum definieren. Mitmenschen, Medien und Konzerne suggerieren ihren Konsument*innen, bestimmte Güter zu brauchen, um glücklich zu sein. Dennoch wollen aktuell immer mehr Menschen außerhalb der Konsumgesellschaft leben und ihre Identität und ihr Glück unabhängig von Gütern aufbauen, indem sie bewusst ihren Besitz und ihren Konsum reduzieren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definitionen

2.1 Konsumgesellschaft

2.2 Minimalismus

3 Reproduktion der Konsumgesellschaft durch den Minimalismus

3.1 Überfluss und Verschwendung und das Streben nach Glück

3.2 Verlust menschlicher Beziehungen

3.3 Zwang zur Freiheit und Identitätsbildung

4 Zugänglichkeit des Minimalismus

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit der Minimalismus als Lebensstil das System der Konsumgesellschaft unbeabsichtigt reproduziert und warum diese gesellschaftliche Strömung für Menschen aus niedrigeren Bildungsschichten derzeit nur schwer zugänglich ist.

  • Analyse der Begriffe Konsumgesellschaft und Minimalismus auf Basis soziologischer Theorien.
  • Untersuchung der Antriebskräfte der Konsumgesellschaft und deren Verbindung zum Minimalismus.
  • Kritische Betrachtung des Zusammenhangs zwischen Konsum, Identitätsbildung und Glück.
  • Evaluation der sozialen Exklusionsmechanismen innerhalb der minimalistischen Bewegung.
  • Diskussion über das Potenzial eines alternativen, postmateriellen Belohnungssystems.

Auszug aus dem Buch

3.1 Überfluss und Verschwendung und das Streben nach Glück

Ziel und Versprechen einer Konsumgesellschaft ist es, „im irdischen Leben [...] sofortiges und fortwährendes Glück“18 zu finden. Unglücklichsein in der Konsumgesellschaft wird als Abweichung von der Norm angesehen und gesellschaftlich sanktioniert.19 Kredite sollen Menschen zu einem ungehinderten Konsum befähigen, wodurch die Nachfrage reguliert und Sparen vermieden wird.20 Menschen, die sparen, und solche, die ihr Glück nicht in Konsum, Erwerb und Verschwendung sehen, gelten als Gegner des Systems.21

Der Grad des Glücks stellt den „ultimativen Test ihres Erfolgs oder Scheiterns“22 dar. Somit muss das Glück messbar gemacht werden. Dies geschieht über das Bruttosozialprodukt: Je größer das Bruttosozialprodukt (BIP) und je stärker das Wachstum, desto glücklicher sollen die Menschen sein.23 Da das BIP sämtliche Konsumvorgänge aufaddiert, wird Konsum als direkte Ursache des Glücks verstanden. Hier wird wieder die „Ökonomie der Täuschung“ deutlich, da auch die mit Naturkatastrophen, Umweltschäden und Unfällen einhergehende Arbeit als positiv im BIP verbucht werden, wohingegen z.B. die Arbeit von Hausfrauen und Kultur kaum oder gar keine Beachtung erfahren.24 Nach einer Studie der US-Universität Princeton25 gibt es keine Korrelation zwischen Glück und dem Besitz von viel Geld oder vielen Gütern, sofern die Grundbedürfnisse abgedeckt sind. In Gesellschaften mit großem wirtschaftlichen Wachstum herrschen sogar gegenteilige Tendenzen, da das Stresslevel steigt, Beziehungen gestört werden und psychische Krankheiten häufiger auftreten.26

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Definition von Konsumgesellschaft und Minimalismus ein und formuliert die Forschungsfrage zur systemreproduzierenden Wirkung des Minimalismus.

2 Definitionen: Hier werden die theoretischen Grundlagen zur Konsumgesellschaft nach Bauman und Baudrillard sowie zum Minimalismus als alternativem Lebensstil gelegt.

3 Reproduktion der Konsumgesellschaft durch den Minimalismus: Dieses Kapitel vergleicht die Ziele des Minimalismus mit der Konsumgesellschaft und zeigt auf, wie der Nicht-Konsum paradoxerweise bestehende Systemmechanismen stützt.

4 Zugänglichkeit des Minimalismus: Eine Untersuchung darüber, warum Minimalismus primär ein Lebensstil für privilegierte Schichten bleibt, basierend auf den Funktionen des Konsums.

5 Fazit: Die Arbeit resümiert, dass Minimalismus zwar ein Potenzial für eine ressourcenschonende Zukunft bietet, aber aufgrund sozioökonomischer Strukturen derzeit exklusiv bleibt.

Schlüsselwörter

Minimalismus, Konsumgesellschaft, Konsumismus, Identitätsbildung, Soziologie, Postmoderne, Gesellschaftsschichten, Überfluss, Glück, Kapitalismus, Status, Lebensstil, Ressourcenschonung, Bedürfnisbefriedigung, Exklusion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch den Lebensstil des Minimalismus und untersucht, ob dieser tatsächlich eine Abkehr von der Konsumgesellschaft darstellt oder deren Mechanismen unbewusst reproduziert.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des Konsums, der Zwang zur Identitätsbildung durch materielle Güter sowie die Barrieren, die den Zugang zum Minimalismus für verschiedene soziale Schichten bestimmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu belegen, dass der Minimalismus als Strömung trotz seines Anspruchs auf Unabhängigkeit tief in den Strukturen der Konsumgesellschaft verwurzelt bleibt und vorwiegend von privilegierten Schichten geprägt ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die soziologische Ansätze von Zygmunt Bauman, Jean Baudrillard und anderen heranzieht, um den Minimalismus im soziokulturellen Kontext zu reflektieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Reproduktion der Konsumgesellschaft, dem Verlust menschlicher Beziehungen durch Konsumzwänge sowie einer differenzierten Betrachtung der sozialen Zugänglichkeit minimalistischer Praktiken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Minimalismus, Konsumgesellschaft, Identitätsbildung, soziale Exklusion und postmaterielle Werte charakterisiert.

Inwiefern gilt Minimalismus als Statussymbol?

Die Arbeit argumentiert, dass der Verzicht auf Besitz in der Postmoderne selbst ein Statussymbol darstellt, da er Zeit und finanzielle Sicherheit voraussetzt, um diesen Lebensstil überhaupt praktizieren zu können.

Kann der Minimalismus laut Autorin eine gesamtgesellschaftliche Lösung sein?

Die Autorin sieht zwar Potenzial in einem Wandel hin zu immateriellen Werten, stellt jedoch in Frage, ob dies bei den aktuellen gesellschaftlichen Reproduktionsmechanismen für die breite Masse praktikabel ist.

Final del extracto de 19 páginas  - subir

Detalles

Título
Elitärer Minimalismus durch Reproduktion der Konsumgesellschaft
Universidad
University of Leipzig  (Institut für Ethnologie)
Calificación
1,0
Autor
Antonia Helesic (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
19
No. de catálogo
V462219
ISBN (Ebook)
9783668915541
ISBN (Libro)
9783668915558
Idioma
Alemán
Etiqueta
minimalismus konsumgesellschaft reproduktion gesellschaftsanalyse elite aufräumen youtube lebenstil image
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Antonia Helesic (Autor), 2017, Elitärer Minimalismus durch Reproduktion der Konsumgesellschaft, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/462219
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