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Kurdistans Erwachen. Stabilität, Demokratie oder Flächenbrand?

Titel: Kurdistans Erwachen. Stabilität, Demokratie oder Flächenbrand?

Fachbuch , 2019 , 70 Seiten

Autor:in: Mehran Zolfagharieh (Autor:in)

Politik - Region: Naher Osten, Vorderer Orient
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Weltweit streben Völkergruppen seit dem Ende der Kolonialzeit nach politischer Unabhängigkeit. Auch die kurdische Bevölkerung in der Türkei, dem Irak, dem Iran und in Syrien wünscht sich mehr Autonomie. Ein unabhängiges Kurdistan würde jedoch nicht nur die Kurden selbst, sondern die gesamte Region des Nahen Ostens betreffen und zu grundlegenden Veränderungen führen.

Wie könnte ein solcher kurdischer Staat aussehen? Und welche Folgeerscheinungen für die ethnische und politische Situation der Region sind zu erwarten? Mehran Zolfagharieh beleuchtet in seinem Buch die komplexe Geschichte des kurdischen Volkes sowie die Chancen und Probleme, die eine Unabhängigkeit Kurdistans mit sich bringen kann.

Die Kurdenfrage führt bis heute zu Auseinandersetzungen im Nahen Osten. Insbesondere durch den Kampf gegen den sogenannten Islamischen Staat findet die Thematik auch im Westen wieder mehr Beachtung. Zolfagharieh zeigt, wie Kurdistan zum verlässlichen Verbündeten sowie Stabilitätsfaktor im Nahen Osten werden könnte. Bei seinen Untersuchungen lässt er aber auch das erhebliche Konfliktpotenzial nicht außer Acht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Autonome Region, Staat, Nation und Nation-Building

1.1 Autonome Regionen

1.2 Staat

1.3 Nation und Nation-Building

2 Das Sykes-Picot-Abkommen und die Neuordnung des Nahen Ostens

3 Die Kurden

3.1 Die Geschichte der Kurden

3.2 Bevölkerung, Religion, und Wirtschaft

3.3 Interne und externe Konfliktlinien

4 Länderanalysen

4.1 Die Kurden in der Türkei

4.2 Das kurdische Autonomiegebiet im Nord-Irak

4.3 Die Kurden in Syrien

4.4 Die Kurden im Iran

5 Die Kurden als Verbündete des Westens

5.1 Die Kurden im Kampf gegen Saddam Hussein

5.2 Die Kurden im Kampf gegen den Islamischen Staat (Daesh)

5.3 Die türkische Offensive und das Dilemma des Westens

6 Israel und die Kurden

7 Fazit – Die Zukunft eines kurdischen Staates

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die aktuelle Lage der Kurden im Nahen Osten, untersucht die historischen Hintergründe ihrer fehlenden staatlichen Unabhängigkeit sowie ihr komplexes Verhältnis zu westlichen Staaten, Israel und den regionalen Zentralmächten im Kontext regionaler Konflikte und geopolitischer Interessen.

  • Historische Genese der Kurdenfrage und Bedeutung des Sykes-Picot-Abkommens
  • Status der Kurden in der Türkei, im Irak, in Syrien und im Iran
  • Die strategische Rolle der Kurden als Verbündete des Westens im Kampf gegen den IS
  • Konfliktlinien zwischen kurdischen Bestrebungen und den Interessen der Regionalmächte
  • Die Bedeutung der Kooperation zwischen Israel und den Kurden

Auszug aus dem Buch

3.2 Bevölkerung, Religion, und Wirtschaft

Das Gebiet, das die Kurden seit jeher besiedeln umfasst eine Fläche von ca. 500.000 qkm und ist etwa so groß wie Frankreich. Das bedeutet, dass die Kurden in ihrem Siedlungsgebiet keine Minderheit, sondern die Mehrheit bilden.

Die Grenzen, die Kurdistan aufteilen, sind weder natürliche, wirtschaftliche noch kulturelle Grenzen, sondern künstliche Grenzen, die nach den Interessen der damaligen Kolonialmächte und des Machtgleichgewichts gezogen wurden. Der größte Teil Kurdistans, von der Einwohnerzahl und Fläche, ist Nord-Kurdistan, das innerhalb der Staatsgrenzen der Türkei liegt und zirka 18-20 Millionen Kurden beheimatet. Im Iran, in Ost-Kurdistan, leben ca. 8-10 Millionen Kurden. Innerhalb des Irak, in Süd-Kurdistan, ca. 5 Millionen und in den kurdischen Gebieten innerhalb der Grenzen Syriens zirka 1,5 bis 2,5 Millionen Kurden. Insgesamt beträgt die Zahl der Kurden in den vier Teilen Kurdistans etwa 35 Millionen und stellt somit, neben Persern, Arabern und Türken, die viertgrößte Bevölkerung im Nahen Osten dar.

Die Mehrheit der Kurden, ca. 75%, bekennen sich zum sunnitischen Islam, der auf der Sunna und somit auf dem Koran, den Lehren Mohammeds und den sechs Büchern religiöser Tradition basiert. Schiitische Kurden sind eher im Westen und im Südosten des kurdischen Siedlungsgebiets anzutreffen. Sie sind Anhänger von Imam Ali, dem Schwiegersohn des Propheten Mohammed und folgen somit der ersten Familien- und Verwandtschaftstradition nach dem Tod des Propheten Mohammed. Lediglich ca. 15% der Kurden sind Alawiten, die „mehrheitlich in den nördlichen und westlichen Gebieten Türkisch-Kurdistans sowie in der Region Chorasan im Iran“ angesiedelt sind. Der Begriff Alawiten ist jedoch eher eine Sammelbezeichnung verschiedener, schiitischer Glaubensvorstellungen, zu denen auch die Anhänger des Bektasi-Ordens und die Nusairier gehören.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Autonome Region, Staat, Nation und Nation-Building: Theoretische Definitionen und die Abgrenzung der Begriffe Autonomie, Staat und Nation sowie der Prozess der Nationenbildung werden erläutert.

2 Das Sykes-Picot-Abkommen und die Neuordnung des Nahen Ostens: Die historische Aufteilung des Nahen Ostens durch Frankreich und Großbritannien wird als maßgebliche Ursache für heutige regionale Konflikte und Grenzziehungen analysiert.

3 Die Kurden: Es wird ein Überblick über Geschichte, Demografie, Religion und die sozioökonomische Bedeutung der Kurden gegeben, inklusive der internen und externen Konfliktlinien.

4 Länderanalysen: Die spezifische Lage der Kurden in den Staaten Türkei, Irak, Syrien und Iran wird hinsichtlich politischer, ökonomischer und demografischer Faktoren untersucht.

5 Die Kurden als Verbündete des Westens: Der militärische Beitrag der Kurden im Kampf gegen Saddam Hussein und den Islamischen Staat sowie das daraus resultierende politische Dilemma der westlichen Staaten wird beleuchtet.

6 Israel und die Kurden: Die strategische Kooperation zwischen Israel und den Kurden in den Bereichen Sicherheit, Nachrichtendienst und Energie wird als Teil der israelischen Außenpolitik dargestellt.

7 Fazit – Die Zukunft eines kurdischen Staates: Die Arbeit resümiert die Chancen und Herausforderungen für eine kurdische Unabhängigkeit und ordnet die Kurden als bedeutenden geopolitischen Faktor im Nahen Osten ein.

Schlüsselwörter

Kurden, Naher Osten, Kurdistan, Sykes-Picot-Abkommen, Autonome Region, Nation-Building, Peschmerga, Islamischer Staat, Türkei, Irak, Syrien, Iran, Israel, Geopolitik, Unabhängigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die aktuelle politische und soziale Situation der Kurden in den verschiedenen Staaten des Nahen Ostens und analysiert ihre Rolle im regionalen Gefüge sowie ihre Beziehungen zu westlichen Bündnispartnern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die Geschichte der Kurden, die Bedeutung künstlicher Staatsgrenzen, die Auswirkungen von Konflikten auf die Kurdenfrage sowie die militärische Rolle der Kurden bei der Bekämpfung des Islamischen Staates.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Ziel ist es, das Selbstbewusstsein und den Wunsch der Kurden nach Souveränität in einem historischen und geopolitischen Kontext zu erklären und aufzuzeigen, wie sie sich als Akteure im Nahen Osten etabliert haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse historischer Abkommen, aktueller geopolitischer Entwicklungen, Länderanalysen sowie die Auswertung von Berichten internationaler Organisationen und politischer Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen der Staatsbegriffe die spezifischen nationalen Gegebenheiten für die Kurden in der Türkei, im Irak, in Syrien und im Iran sowie ihre militärische und diplomatische Zusammenarbeit mit dem Westen und Israel detailliert analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Kernbegriffe sind: Kurdenfrage, Kurdistan, Geopolitik, Naher Osten, Sykes-Picot, Autonomie, Peschmerga, PKK, Islamischer Staat und nationale Souveränität.

Warum ist die Kooperation zwischen den Kurden und Israel strategisch relevant?

Israel sieht in den Kurden einen Partner, um regionale Unsicherheiten auszugleichen und ein Gegengewicht zum wachsenden Einfluss des Irans und der regionalen Isolation Israels zu bilden.

Welches Dilemma haben westliche Staaten im Umgang mit den Kurden?

Westliche Staaten stehen vor dem Dilemma, dass sie einerseits militärisch auf die Kurden als effektive Verbündete gegen den Islamischen Staat angewiesen sind, andererseits aber ihre NATO-Partner (insbesondere die Türkei) nicht verärgern wollen, die kurdische Autonomiebestrebungen strikt ablehnt.

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Details

Titel
Kurdistans Erwachen. Stabilität, Demokratie oder Flächenbrand?
Autor
Mehran Zolfagharieh (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
70
Katalognummer
V462243
ISBN (eBook)
9783668899254
ISBN (Buch)
9783668899261
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kurden Kurdistan Türkei Iran Irak Syrien Naher Osten Unabhängigkeit Nahostkonflikt Kurdenfrage Politik IS Islamischer Staat
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mehran Zolfagharieh (Autor:in), 2019, Kurdistans Erwachen. Stabilität, Demokratie oder Flächenbrand?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/462243
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Leseprobe aus  70  Seiten
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