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Optimale Versicherungsnachfrage bei Risiken mit geringer Wahrscheinlichkeit und hohem Verlust als Folge

Titel: Optimale Versicherungsnachfrage bei Risiken mit geringer Wahrscheinlichkeit und hohem Verlust als Folge

Masterarbeit , 2019 , 66 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Didaktik - BWL, Wirtschaftspädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit bietet eine strukturierte Literaturanalyse, welche die optimale Versicherungsnachfrage im Rahmen von Risiken mit geringer Wahrscheinlichkeit, die aber einen hohen Verlust verursachen, untersucht.

Das damit intendierte Ziel ist, einen systematischen Überblick über den Stand der Literatur zu geben, um zu verdeutlichen, wie das Problem in den letzten Jahren thematisiert wurde und welche Erkenntnisse festgestellt wurden. Daneben wird das Ziel verfolgt, eine Vorstellung darüber zu geben, wie Studien und Experimente im Rahmen der Versicherungsnachfrage gestaltet werden können und welche positiven und negativen Aspekte mit den verschiedenen Gestaltungsaspekten verbunden sind.

Hierbei erfolgt eine Literaturanalyse, bei der elementare Studien im Rahmen von Risiken mit geringer Wahrscheinlichkeit und hohem Verlust als Folge dargestellt und kritisch hinterfragt werden. Eine Reihe von Studien stellen nämlich fest, dass Individuen über eine geringe Versicherungsbereitschaft gegen unwahrscheinliche Risiken verfügen. Hierbei untersuchen viele dieser Studien das Versicherungsverhalten im Rahmen von Entscheidungstheorien.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagen der Entscheidungstheorie

2.1 Normative vs. deskriptive Entscheidungstheorie

2.2 Grundmodell der Entscheidungstheorie

3 Wahrnehmung von Risiken und Wahrscheinlichkeiten

3.1 Erwartungsstrukturen

3.2 Katastrophenrisiko

3.3 Objektive vs. subjektive Wahrscheinlichkeiten

3.4 Versicherungstechnische Risiken

4 Theorien zur Analyse der Versicherungsnachfrage

4.1 Relevanz von Theorien für die Versicherungsnachfrage

4.2 Versicherungsnachfrage im Rahmen der Erwartungsnutzentheorie

4.2.1 Erwartungsnutzentheorie

4.2.2 Anwendungsbezug der Erwartungsnutzentheorie zur Versicherungsnachfrage

4.3 Versicherungsnachfrage im Rahmen der (kumulativen) Prospect-Theorie

4.3.1 Prospect-Theorie

4.3.2 Kumulative Prospect-Theorie

4.3.3 Anwendungsbezug der Prospect-Theorie zur Versicherungsnachfrage

5 Versicherungsnachfrage in der Literatur

5.1 Literaturübersicht der analysierten Studien

5.2 Beschreibung der analysierten Studien

5.3 Überprüfung der Studien im Rahmen von Entscheidungstheorien

5.4 Überprüfung der Studien unter Einfluss von Erfahrungen

5.5 Überprüfung der Studien unter Einfluss sonstiger Determinanten

5.6 Diskussion der analysierten Studien

6 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit analysiert die optimale Versicherungsnachfrage bei Risiken mit geringer Eintrittswahrscheinlichkeit, aber hohem potenziellen Schadensausmaß (LPHC-Risiken), um systematisch zu verstehen, warum Individuen sich gegen solche Gefahren oft nicht ausreichend absichern.

  • Grundlagen der normativen und deskriptiven Entscheidungstheorie
  • Wahrnehmung von Risiken und Wahrscheinlichkeiten bei Katastrophenereignissen
  • Kritische Analyse von Erwartungsnutzen- und Prospect-Theorie in Bezug auf Versicherungsentscheidungen
  • Empirische Literaturanalyse zum Versicherungsverhalten und Einflussfaktoren wie Erfahrungen
  • Diskussion von Anomalien und verhaltensökonomischen Erklärungsansätzen

Auszug aus dem Buch

3.2 Katastrophenrisiko

Weltweit stellt das Risiko von Naturkatastrophen eine erhebliche Gefahr für das Eigentum einer Vielzahl von Menschen dar. Eine Menge von Experten hält die Höhe des Versicherungsschutzes für Naturgefahren, wie z. B. Hochwasser, für nicht ausreichend. Insgesamt unterschätzen Menschen die Wahrscheinlichkeiten von Naturkatastrophen, die in den meisten Fällen mit geringer Wahrscheinlichkeit auftreten.

In den letzten Jahren ist ein Anstieg von Schäden aus Naturkatastrophen weltweit zu beobachten. Im Jahr 2017 können 93 % der weltweiten Schäden auf wetterbedingte Katastrophen zurückgeführt werden. Durch den Klimawandel steigt die Gefahr vor Naturkatastrophen noch weiter an. Die Schäden wurden hierbei größtenteils durch Stürme sowie Dürren, Waldbrände oder Hitzewellen verursacht.

Bei einer genaueren Betrachtung der Verteilung der weltweiten Katastrophenschäden im Jahr 2017 nach Regionen wird ersichtlich, dass sich mit einem Versicherungsschaden von 119,1 Milliarden US-Dollar in Nordamerika und mit einem Versicherungsschaden von jeweils 5 Milliarden US-Dollar in Zentralamerika und Asien, in diesen Ländern fast zwei Drittel der gesamten Naturkatastrophen ereigneten. Europa verzeichnete mit Schäden von etwa 12 Milliarden US-Dollar die zweithäufigsten Naturkatastrophen. Zudem zeigt eine Betrachtung des Versicherungsanteils in 2017, dass nur ein geringer Teil der Schäden versichert ist, trotz des hohen Anteils der Schäden aus Naturkatastrophen in diesen Regionen. So sind in Nordamerika sowie in Zentralamerika und der Karibik lediglich 46 % der Schäden versichert. Europa hingegen zeigt lediglich versicherte Schäden in Höhe von 32 % auf.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass bei Naturkatastrophen trotz hoher Schadenspotenziale eine geringe Versicherungsdichte herrscht, und legt die Zielsetzung der Literaturanalyse fest.

2 Grundlagen der Entscheidungstheorie: Das Kapitel differenziert zwischen normativen und deskriptiven Ansätzen und führt das Grundmodell der Entscheidungstheorie als Basis für die Analyse von Versicherungsentscheidungen ein.

3 Wahrnehmung von Risiken und Wahrscheinlichkeiten: Hier werden die menschliche Risikowahrnehmung, die Verzerrung von Wahrscheinlichkeitsurteilen und das spezielle Phänomen von Katastrophenrisiken (LPHC) beleuchtet.

4 Theorien zur Analyse der Versicherungsnachfrage: Dieses Kapitel erläutert die Erwartungsnutzentheorie sowie die (kumulative) Prospect-Theorie und deren Anwendung auf Versicherungsentscheidungen.

5 Versicherungsnachfrage in der Literatur: Das Kernkapitel bietet eine strukturierte Literaturanalyse von empirischen Studien zur Versicherungsnachfrage und diskutiert den Einfluss von Entscheidungstheorien sowie persönlichen Erfahrungen.

6 Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, dass Menschen bei LPHC-Risiken oft unterversichert sind und die klassische Erwartungsnutzentheorie hier oft an ihre Grenzen stößt.

Schlüsselwörter

Versicherungsnachfrage, Entscheidungstheorie, Erwartungsnutzentheorie, Prospect-Theorie, Risikowahrnehmung, Naturkatastrophen, Katastrophenrisiko, LPHC-Risiken, Wahrscheinlichkeitsverzerrung, Zahlungsbereitschaft, Versicherungsschutz, Verhaltensökonomie, Schadenserfahrung, Risikoaversion, Entscheidungsmatrix.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das ökonomische Phänomen, dass Menschen sich bei Risiken mit geringer Eintrittswahrscheinlichkeit, aber extrem hohem Schadenspotenzial (z. B. Naturkatastrophen), häufig nicht ausreichend versichern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder sind die Entscheidungstheorie, die Risiko- und Wahrscheinlichkeitswahrnehmung durch Individuen sowie die verhaltensökonomische Analyse der Versicherungsnachfrage anhand empirischer Studien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, einen systematischen Überblick über den Stand der Literatur zu geben, um zu klären, warum Individuen sich oft gegen LPHC-Risiken unterversichern, und wie Studien dieses Verhalten durch verschiedene Theorien erklären.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit verwendet eine strukturierte Literaturanalyse, in der empirische Studien (Laborexperimente, Umfragen, Makrostudien) systematisiert und kritisch hinsichtlich ihrer theoretischen Basis und Ergebnisse ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen (Entscheidungstheorien), die Wahrnehmung von Risiken, die Anwendung dieser Theorien auf die Versicherungsnachfrage sowie eine detaillierte Auswertung von Fachliteratur und Experimenten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Versicherungsnachfrage, Prospect-Theorie, Erwartungsnutzentheorie, Risikowahrnehmung und Katastrophenrisiko charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Prospect-Theorie von der Erwartungsnutzentheorie bei Versicherungsfragen?

Die Prospect-Theorie ist ein deskriptives Modell, das besser erklärt, warum Menschen in der Realität bei Verlusten oft risikofreudig handeln oder kleine Wahrscheinlichkeiten übergewichten, was die normative Erwartungsnutzentheorie oft nicht korrekt vorhersagen kann.

Welche Rolle spielen Erfahrungen der Menschen bei ihrer Versicherungsentscheidung?

Die Literaturanalyse zeigt, dass Erfahrungen einen signifikanten Einfluss haben; oft sinkt die Versicherungsnachfrage direkt nach einer Katastrophe (Verdrängungseffekt), während andere Studien einen langfristig positiven Zusammenhang zwischen Schadenserfahrung und Versicherungsbereitschaft feststellen.

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Details

Titel
Optimale Versicherungsnachfrage bei Risiken mit geringer Wahrscheinlichkeit und hohem Verlust als Folge
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
2,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
66
Katalognummer
V462374
ISBN (eBook)
9783668901681
ISBN (Buch)
9783668901698
Sprache
Deutsch
Schlagworte
LPHC
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Optimale Versicherungsnachfrage bei Risiken mit geringer Wahrscheinlichkeit und hohem Verlust als Folge, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/462374
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Leseprobe aus  66  Seiten
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