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Funktion und philosophische Ausrichtung des ersten Canticums (V. 125-204) in Senecas Tragödie "Hercules Furens"

Titre: Funktion und philosophische Ausrichtung des ersten Canticums (V. 125-204) in Senecas Tragödie "Hercules Furens"

Dossier / Travail , 2018 , 31 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Mira Frank (Auteur)

Études latines - Néolatin et Latin contemporain
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Das Ziel dieser Ausarbeitung besteht darin, die Funktion und die philosophische Ausrichtung des ersten Chorliedes herauszuarbeiten. Dabei soll zum einen der Frage nachgegangen werden, inwiefern und zu welchem Zweck auf stoisches und epikureischen Gedankengut im Chorlied verwiesen wird. Zum anderen wird der Chor an sich und die Funktion des ersten Chorliedes untersucht. Als Textgrundlage dient die Textausgabe mit der deutschen Übersetzung von Margarethe Billerbeck aus
dem Jahre 1999. Viel Spaß beim Lesen!

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Senecas Lebensumstände und seine philosophische Ausrichtung

3. Chorlieder bei Seneca

4. Inhalt und kontextuelle Einbindung des ersten Canticums

5. Interpretation des ersten Canticums (V. 125-204)

5.1 Erster Abschnitt: Das Morgenlied (V. 125-158)

5.1.1 Darstellung der Morgendämmerung (V. 125-136)

5.1.2 Darstellung des ländlichen Lebens (V. 137-158)

5.2 Übergangsverse (V. 159-163)

5.3 Zweiter Abschnitt: Darstellung verschiedener Lebenswege (V. 164-201)

5.3.1 Darstellung des städtischen Lebens (V. 164-174)

5.3.2 Darstellung der Hinfälligkeit menschlicher Existenz (V. 175-191)

5.3.3 Aufruf zum epikureischen λάθε βιώσας (V. 192-201)

6. Funktion und philosophische Ausrichtung des ersten Canticums

7. Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Funktion und philosophische Ausrichtung des ersten Canticums (V. 125-204) in Senecas Tragödie Hercules Furens. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, inwiefern und zu welchem Zweck stoisches sowie epikureisches Gedankengut in das Chorlied einfließt, um eine alternative Perspektive auf die handelnden Figuren und die Geschehnisse der Tragödie zu bieten.

  • Analyse der philosophischen Grundlagen (Stoizismus und Epikureismus) in der Zeit Senecas.
  • Untersuchung der Struktur und Identität des Chores innerhalb der Tragödie.
  • Interpretation der thematischen Abschnitte des ersten Canticums: Morgenlied, Stadtleben und Vergänglichkeit.
  • Herausarbeitung der gegenheroischen Haltung und der Funktion des Chores als kritischer Beobachter.

Auszug aus dem Buch

5.1.1 Darstellung der Morgendämmerung (V. 125-136)

Zunächst, besingt der Chor, dass die matten Sterne nur noch vereinzelt am sich neigenden Firmament funkeln und die besiegte Nacht die schweifenden Sterne sammelt (V. 125-127). Phosphoros, der Morgenstern, treibt den glänzenden Zug zusammen und das Tageslicht wird nach der Drehung der Deichsel hervorgerufen (V. 128-131). Schon blickt der Titan nach seiner Ausfahrt aus bläulichen Fluten vom Gipfel des Oeta vorwärts; schon röten sich die Dornengestrüppe, übergossen vom Tageslicht, berühmt durch Cadmus Bacchantinnen, und die Schwester Phoebus flieht, um wiederzukehren (V. 132-136).

Der Aufgang der Sonne wird bereits in Junos Prolog angedeutet (clarescit dies V. 123). Die Darstellung der Morgendämmerung wird in Vers 125 durch das gliedernde und sich noch zweimal wiederholende iam fortgeführt. Gerade in den ersten Versen dominieren militärische Metaphern (vgl. micant V. 125, nox victa vagos contrahit ignes V. 126-127, cogit…agmen V. 128). Das Verb micare kann sowohl das Blitzen der Waffen als auch das Funkeln der Sterne bedeuten. Fitch verweist zudem auf den Aspekt, dass Sterne wie Feuerstellen in einem unbewachten feindlichen Lager schimmern. So sammelt die besiegte Nacht die schweifenden Sterne gleichwie versprengte Truppen zusammen. Durch das gliedernde dreifach wiederholte iam und durch die Militär-Metaphern wird zudem eine negative Konnotation in der Darstellung der Morgendämmerung deutlich: Der Tagesablauf ähnelt einem immer wiederkehrenden Krieg.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Forschungsfrage nach der Funktion und philosophischen Ausrichtung des ersten Canticums in Senecas Hercules Furens dar und erläutert das methodische Vorgehen.

2. Senecas Lebensumstände und seine philosophische Ausrichtung: Dieses Kapitel skizziert die stoischen und epikureischen Grundlagen sowie Senecas Verhältnis zur Philosophie als Instrument der Lebensbewältigung im politischen Kontext seiner Zeit.

3. Chorlieder bei Seneca: Hier wird der Chor als separates Element in der Tragödie eingeführt und seine Identität sowie seine Rolle als Kommentator im Hercules Furens näher beleuchtet.

4. Inhalt und kontextuelle Einbindung des ersten Canticums: Das Kapitel bietet eine inhaltliche Übersicht des ersten Chorliedes, das in anapästischen Dimetern verfasst ist und inhaltlich an Junos Prolog anknüpft.

5. Interpretation des ersten Canticums (V. 125-204): Dies ist der Hauptteil der Arbeit, der eine detaillierte Exegese der verschiedenen Abschnitte des Chorliedes, von der Morgendämmerung über das Stadtleben bis hin zum epikureischen Lebensideal, vornimmt.

6. Funktion und philosophische Ausrichtung des ersten Canticums: In diesem Kapitel werden die Analyseergebnisse gebündelt, um zu klären, welche Funktion das Chorlied als moralische Folie und kritischer Beobachter der Handlung einnimmt.

7. Fazit: Das Fazit reflektiert die Forschungsergebnisse und stellt fest, dass das Chorlied keine endgültige Interpretation vorgibt, sondern dem Publikum Alternativen zur Beurteilung der heroischen Figur anbietet.

Schlüsselwörter

Seneca, Hercules Furens, erstes Canticum, Stoa, Epikureismus, Chor, Tragödie, philosophische Ausrichtung, Morgendämmerung, Vergänglichkeit, Lebenswege, Moral, Lebensbewältigung, Identität, antike Philosophie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das erste Chorlied (Canticum) in Senecas Tragödie Hercules Furens unter Berücksichtigung seiner inhaltlichen, philosophischen und funktionalen Aspekte innerhalb des Dramas.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen umfassen die stoizistischen und epikureischen philosophischen Strömungen, die Darstellung der Natur und des Stadtlebens sowie die kritische Reflexion menschlicher Existenz und Vergänglichkeit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Funktion des ersten Chorliedes herauszuarbeiten und zu ergründen, welche Rolle die philosophischen Anspielungen für die Bewertung der Hauptfigur Hercules und der gesamten Tragödie spielen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verwendet eine philologische und textanalytische Methode, die auf Fachliteratur sowie der Interpretation des Primärtextes unter Berücksichtigung philosophischer Kontexte basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Interpretation des Chorliedes, unterteilt in die Darstellung der Morgendämmerung, des ländlichen sowie städtischen Lebens und schließlich den Aufruf zum epikureischen Lebensideal.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Seneca, Stoizismus, Epikureismus, Hercules Furens, Chorlied, Lebensphilosophie und tragische Dramatik charakterisieren.

Warum spielt der Epikureismus eine Rolle im ersten Canticum?

Der Chor nutzt epikureische Motive, wie den Rückzug in das Verborgene (lathe biōsas), als Kontrast zum überhasteten und ruhmsüchtigen Leben in der Stadt, was eine alternative Lebensweise zum heldenhaften, aber riskanten Leben darstellt.

Wie bewertet der Chor die Figur des Hercules?

Der Chor nimmt eine gegenheroische Position ein; er erkennt zwar die virtus des Helden an, kritisiert jedoch indirekt die damit verbundenen Risiken und die fehlende Einsicht des Helden in die Vergänglichkeit seiner hohen Stellung.

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Résumé des informations

Titre
Funktion und philosophische Ausrichtung des ersten Canticums (V. 125-204) in Senecas Tragödie "Hercules Furens"
Université
University of Bonn
Note
1,0
Auteur
Mira Frank (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
31
N° de catalogue
V462380
ISBN (ebook)
9783668919280
ISBN (Livre)
9783668919297
Langue
allemand
mots-clé
funktion ausrichtung canticums senecas tragödie hercules furens
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Mira Frank (Auteur), 2018, Funktion und philosophische Ausrichtung des ersten Canticums (V. 125-204) in Senecas Tragödie "Hercules Furens", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/462380
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Extrait de  31  pages
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