In dieser Arbeit soll das antike Prinzip der Selbstsorge, welches Foucault zum Gegenstand einer Vorlesungsreihe am Collège de France (1982) gemacht hat, dargestellt werden.
In einem ersten Schritt wird das Prinzip der Epimeleia erläutert um dann in einem weiteren auf das Verhältnis von Philosophie und Spiritualität einzugehen. Auch das Verhältnis von Politik und Selbstsorge wird dargestellt. Daraufhin erfolgt eine Ausführung zum Prinzip der Enkráteia. Als abschließender Punkt erfolgt eine Darstellung der Homosexualität im foucaultschen Sinne und dem Zusammenhang der Selbstsorge und der politischen Einfluß-nahme mit diesem Thema.
Zu den ersten drei Teilen der Darstellung wird hauptsächlich der Text über die Vorlesun-gen am Collège de France, herausgegeben von Helmut Becker, herangezogen
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Darstellung
- Die Epimeleia
- Das Verhältnis von Philosophie und Spiritualität
- Die Enkráteia
- Das Verhältnis von Politik und Selbstsorge
- Die Homosexualität
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit zielt darauf ab, das antike Prinzip der Selbstsorge, welches Foucault in einer Vorlesungsreihe am Collège de France (1982) thematisierte, darzustellen.
- Erläuterung des Prinzips der Epimeleia
- Analyse des Verhältnisses von Philosophie und Spiritualität
- Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Politik und Selbstsorge
- Darstellung des Prinzips der Enkráteia
- Diskussion der Homosexualität im Foucaultschen Sinne und deren Verbindung zur Selbstsorge und politischen Einflussnahme
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung
Die Arbeit stellt das Prinzip der Selbstsorge im Kontext der Foucaultschen Vorlesungen am Collège de France vor. Sie skizziert die zentralen Bereiche, die im weiteren Verlauf behandelt werden.
Darstellung
Die Epimeleia
Der Begriff Epimeleia (Selbstsorge) wird in der Antike als Kernstück der Subjekt- und Wahrheitskonstitution dargestellt. Der Zusammenhang mit der Maxime des Orakels von Delphi („Erkenne dich selbst!“) und der daraus folgenden Aufforderung zur Selbstsorge wird erläutert.
Das Verhältnis von Philosophie und Spiritualität
Die Arbeit beleuchtet die Philosophie als Denkform, die nach dem Grund und Sinn sucht und zur Unterscheidung von Wahrem und Falschem führt. Die Philosophie wird als die Kraft dargestellt, welche die Parameter für den Zugang des Einzelnen zur Wahrheit festlegt.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht Michel Foucault unter dem Begriff "Selbstsorge"?
Die Selbstsorge (Epimeleia) ist ein antikes Prinzip der Subjektkonstitution, bei dem die Arbeit an sich selbst als Voraussetzung für den Zugang zur Wahrheit und das richtige Handeln gesehen wird.
Wie hängen Philosophie und Spiritualität laut Foucault zusammen?
Philosophie legt die Parameter für den Wahrheitszugang fest, während Spiritualität die Transformation des Subjekts beschreibt, die notwendig ist, um dieser Wahrheit teilhaftig zu werden.
Was bedeutet das Prinzip der "Enkráteia"?
Enkráteia bezeichnet die Selbstbeherrschung und die Herrschaft über die eigenen Lüste und Begierden, was ein zentraler Bestandteil der antiken Moral und Selbstführung war.
Welches Verhältnis besteht zwischen Politik und Selbstsorge?
In der Antike galt: Nur wer fähig ist, sich selbst zu regieren (Selbstsorge), besitzt die moralische Legitimation, auch andere im politischen Raum zu führen.
Wie wird Homosexualität im Kontext der Selbstsorge betrachtet?
Foucault untersucht Homosexualität als Feld ethischer Praktiken, in dem Fragen der Macht, der Lust und der politischen Einflussnahme durch die Gestaltung des eigenen Lebensstils verhandelt werden.
Was ist die Bedeutung der Maxime „Erkenne dich selbst“?
Foucault zeigt auf, dass das delphische „Erkenne dich selbst“ (Gnothi seauton) ursprünglich eng mit der praktischen Aufforderung zur Selbstsorge verknüpft war.
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- Thomas Grömling (Author), 2000, Grundzüge des Prinzips der Selbstsorge bei Foucault, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/4625