Diese Hausarbeit soll sich mit den möglichen Gestaltungen des Übergangs von der Primar – in die Sekundarstufe I beschäftigen. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, wie man insbesondere als Lehrkraft einer weiterführenden Schule allen SuS, trotz möglicher fehlerhafter Elternentscheidungen oder Schulformempfehlungen, den Übergang in die weiterführende Schule erleichtern oder positiv gestalten kann. Der Aspekt des fehlerhaften Selektierens und die Diskussion über das Elternrecht können in diesem Rahmen nur kurz angesprochen werden. Es soll mehr auf die sozialen Gestaltungsmöglichkeiten eingegangen werden.
Um einen multiperspektivischen Blick zu wahren sollen zwei verschiedene Beispielschulen aus Niedersachsen und ein Konzept aus Nordrhein – Westfalen vorgestellt und verglichen werden. Nach einer Begriffsbestimmung der allgemeinen Transition soll das Transitionsmodell nach Griebel und Niesel kurz vorgestellt werden. Anschließend folgt ein aktueller Blick auf den Forschungsstand in Hinblick auf die generelle schulische Transition und später im Zusammenhang mit der Fragestellung dieser Hausarbeit.
Der Hauptteil über die Übergangsgestaltung teilt sich in drei Kategorien auf. Zuerst sollen generelle Konzepte erarbeitet werden, die sich möglicherweise in zwei Praxisbeispielen wiederfinden könnten. Zum Abschluss soll aus einem anderen Bundesland noch ein Projekt vorgestellt und reflektiert werden.
Die Hausarbeit schließt mit einem zusammenfassenden Fazit. Aus meiner eigenen Schulzeit aber auch durch die bereits genannten schulischen Erfahrungen kenne ich ein paar Übergangsgestaltungen. Diese sollen im Fazit mit den neuen Übergangsgestaltungen der Hausarbeit verglichen werden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Transition
2.1. Begriffserklärung
2.2. Transitionsmodell nach Griebel und Niesel
3. Forschungsstand
4. Übergangsgestaltung
4.1. Konzepte
4.2. Praxisbeispiele aus Niedersachsen
4.3. Netzwerkprogramm „Schulen im Team“
5. Fazit
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Hausarbeit untersucht, wie der Übergang von der Primar- in die Sekundarstufe I gestaltet werden kann, wobei der Fokus auf den Handlungsmöglichkeiten von Lehrkräften weiterführender Schulen liegt, um diesen Prozess für Schülerinnen und Schüler trotz systemischer Herausforderungen positiv zu unterstützen.
- Grundlagen der Transitionsforschung und Modelle der Übergangsbewältigung
- Aktueller Forschungsstand zu Selektionsverfahren und elternrechtlichen Aspekten
- Vergleich von schulischen Gestaltungskonzepten in Niedersachsen
- Analyse des Netzwerkprogramms „Schulen im Team“
- Soziale Gestaltungsmöglichkeiten durch Lehrerteams und Kennenlernphasen
Auszug aus dem Buch
4.2. Praxisbeispiele aus Niedersachsen
Beide Praxisbeispielschulen liegen in der niedersächsischen Stadt Osnabrück. Es handelt sich dabei zum Einen um eine Oberschule (Schule A) mit insgesamt 940 SuS bei 95 Lehrkräften (Müller 2016: 93) und um ein Gymnasium (Schule B) mit 827 SuS bei 82 Lehrkräften (Willenbrock 2016: 73). Währenddessen die Schule A jährlich 150 neue Fünftklässler aus 40 verschiedenen Grundschulen auf sechs Klassen verteilt, nimmt Schule B aus ungefähr 13 Grundschulen etwa 90 neue Schülerinnen und Schüler auf.
Eine Maßnahme der Schule A, um den Kontrast zwischen wenigen Bezugslehrern in der Grundschule und den vielen Fachlehrkräften an der weiterführenden Schule zu verringern, sind Lehrerteams, welche pro fünfte Klasse aus zwei Lehrkräften bestehen. Mit Hilfe der Lehrerteams haben die Schülerinnen und Schüler zwei mögliche Ansprechpartner, die viele Unterrichtsstunden in der Klasse unterrichten. Einen weiteren positiven Aspekt innerhalb aller Lehrerteams der Jahrgangsstufe 5 stellt der mögliche Austausch zwischen jungen und älteren, neuen und erfahrenen Lehrkräften dar (Müller 2016: 94).
Drei weitere Maßnahmen beider Schulen, welche sich zu einer Rubrik festlegen lassen, sind das Kennenlernen der jeweiligen Lernkultur. Dabei gibt es einen Kennenlerntag vor den Sommerferien und der Einschulung, Kennenlerntage zu Beginn des neuen Schuljahrs und zuletzt Kennenlerntage außerhalb der Schule.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die persönliche Motivation durch Praktika und definiert die Forschungsfrage bezüglich der positiven Gestaltung des Übergangs an weiterführenden Schulen.
2. Transition: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Fundierung durch eine Begriffserklärung sowie die Vorstellung des Transitionsmodells nach Griebel und Niesel.
3. Forschungsstand: Hier wird der historische und aktuelle wissenschaftliche Kontext zu Selektionsverfahren, Elternrecht und Übergangsquoten in Niedersachsen beleuchtet.
4. Übergangsgestaltung: Dieses Hauptkapitel analysiert konkrete Kooperationskonzepte, Praxisbeispiele aus Osnabrück sowie das Netzwerkprogramm „Schulen im Team“.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung sozialer Aspekte sowie der institutionsübergreifenden Kooperation für ein erfolgreiches Übergangsmanagement.
Schlüsselwörter
Übergangsgestaltung, Transition, Primarstufe, Sekundarstufe I, Grundschule, weiterführende Schule, Lehrerteams, Kennenlerntage, Elternrecht, Schulentwicklung, Kooperation, Schulübergang, Lernkultur, Transitionskompetenz, Bildungsbiografie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Gestaltung des Übergangs von der Primar- in die Sekundarstufe I aus der Perspektive von Lehrkräften an weiterführenden Schulen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die theoretische Transition, der aktuelle Forschungsstand, verschiedene schulische Praxisbeispiele und Ansätze der Kooperation zwischen Grund- und weiterführenden Schulen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es zu ergründen, wie Lehrkräfte aktiv dazu beitragen können, den Übergang für Schülerinnen und Schüler positiv zu gestalten und Hürden abzubauen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Vergleich von Praxisbeispielen aus Niedersachsen und der Reflexion von Erfahrungen aus der Lehramtsausbildung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden generelle Konzepte, zwei konkrete Osnabrücker Praxisbeispiele (Oberschule und Gymnasium) sowie das Netzwerkprogramm „Schulen im Team“ analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Übergangsgestaltung, Transition, Kooperation, Lehrerteams, Elternrecht und Lernkultur.
Welche Unterschiede bestehen zwischen den untersuchten Schulen in Osnabrück?
Die Schulen unterscheiden sich primär in der Schulform, der Anzahl der SuS, der Herkunft der Schüler aus verschiedenen Grundschulen und der spezifischen Umsetzung der Kennenlernphasen und Hospitationen.
Warum ist laut der Autorin Kooperation so bedeutsam?
Die Autorin betont, dass Kooperation – sowohl intern in Lehrerteams als auch institutionsübergreifend mit Grundschulen – der wichtigste Faktor für ein unterstützendes Übergangsmanagement ist, um den Kontrast zwischen den Schulformen zu verringern.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2018, Wie kann der Übergang von der Primar– in die Sekundarstufe I, insbesondere von Lehrkräften einer weiterführenden Schule, gestaltet werden?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/462510