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Ein Immersionslernmodell für Englisch an den beruflichen Schulen in Bayern

Über die Entwicklung von Fremdsprachenunterricht an Berufsschulen

Title: Ein Immersionslernmodell für Englisch an den beruflichen Schulen in Bayern

Master's Thesis , 2018 , 61 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Robert Trabandt (Author)

Didactics - Business economics, Economic Pedagogy
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit bietet einen Überblick und einen Abriss über das Immersionsmodell und seine Entwicklung an den beruflichen Schulen in Bayern. Der Unterricht in Fremdsprachen ist einem Wandel unterworfen. Über Generationen wurde Englisch nach einem einfachen Prinzip unterrichtet: dem einfachen Übertragen der Kompetenzen des Lehrers auf die Schüler. In den heutigen Zeiten ist dies aber nicht mehr genug, da die Welt immer weiter zusammenwächst. Auch die Integration von Flüchtlingen an den beruflichen Schulen stellt die Lehrerinnen und Lehrer vor neue Herausforderungen. Um diesen zu begegnen, erscheint die Immersion als einfache Lösung. Dabei wird der gesamte Unterricht auf Englisch abgehalten und eine natürliche Sprachumgebung imitiert. Welche Vorteile bietet dies? Welche Probleme treten dabei auf? Wie kann die Immersion gut eingesetzt werden?

Das berufliche Schulwesen in Bayern und im gesamten deutschen Bundesgebiet befindet sich in einem permanenten Wandel. Es waren vor allem die Berufsschulen, welche einer breiten Masse an Schülerinnen und Schülern über Jahrzehnte die Möglichkeit einer kaufmännischen, handwerklichen oder auch technischen Ausbildung angeboten haben. Waren es nach der Gründung der Berufsschulen noch die weitergehenden Beschulungsmöglichkeiten für solche Personengruppen, welche keine Ausbildung abgeschlossen haben und dennoch weiterhin der Regelschulpflicht unterlagen, wie bei der Berufsaufbauschule oder der Berufsfachschule, hat sich diese Rolle weitergewandelt zu einem Dienstleister auch für die Integration von Migrantinnen und Migranten, welche dem Schutzstatus als Flüchtling unterliegen. Beide Personengruppen unterliegen jedoch ähnlichen Beschulungsschwierigkeiten, welche durch kooperative, integrative und immersive Konzepte verbessert werden können.

Eine Lösungsmöglichkeit für eine nachhaltige und schnelle Anbietung von Sprachkompetenz kann hier das Immersionslernmodell sein. Dieses bedeutet, dass in der Klassengemeinschaft eine künstliche, fremdsprachliche Atmosphäre geschaffen wird und durch die Lehrkraft versucht wird, die Lernenden in diese Welt eintauchen zu lassen. Jedoch existiert an den Schulen nur ein limitiertes Zeitkontingent für den Englisch-Unterricht, was sich aus dem allgemeinen Curriculum begründet, aber die Umsetzung eines immersiven Unterrichtskonzepts jedoch zusätzlich mit erhöhten zeitlichen und organisatorischen Aufwendungen verbunden ist.

Excerpt


1. Einleitung

2. Das berufliche Schulwesen in Bayern

2.1 Die Berufsschulen

2.2 Die beruflichen und fachlichen Oberschulen

2.2.1 Entwicklung der beruflichen Oberschulen und Organisation

2.2.2 Entwicklung und Ausgestaltung der fachlichen Oberschulen

2.2.3 Kompetenzanforderungen im Fach „Englisch“ an beiden Schulformen

2.3 Die Wirtschaftsschule

3 Immersion

4. Englischsprachige Institutionen in Bayern

4.1 Deutsch-Amerikanisches Institut in Nürnberg

4.2 Das British Council

4.3 Die amerikanischen Schulen in Bayern

5. Immersionserfahrungen in anderen Ländern

6. Immersionsunterricht

6.1 Bedingungen

6.2 Methoden

7. Theorie eines immersiven Konzepts nach Schulformen

7.1 Leistungsheterogenität

7.2 Handlungsorientierung

7.3 Differenzierung

7.4 Kooperation mit externen Partnern

7.5 kontinuierliche Assessments

7.6 Lehrerperspektive

7.7 Schulversuch „Bilinguale Wirtschaftsschule“ in Bayern

8. Schluss und Bewertung

Zielsetzung & Themen

Die Master-Arbeit untersucht die Möglichkeiten zur Implementierung eines immersiven Unterrichtsmodells im Fach Englisch innerhalb der bayerischen beruflichen Bildung. Ziel ist es, unter Berücksichtigung der spezifischen Ausgangssituationen an verschiedenen Schulformen und unter Einbeziehung externer Kooperationspartner, Strategien zu entwickeln, um Sprachkompetenz nachhaltiger und schneller zu fördern sowie Sprachhemmungen abzubauen.

  • Analyse des beruflichen Schulwesens in Bayern und der dortigen Kompetenzanforderungen im Fach Englisch.
  • Untersuchung theoretischer Grundlagen des Immersionslernens und internationaler Erfahrungen.
  • Erprobung hypothetischer Implementierungsszenarien eines immersiv-orientierten Unterrichts.
  • Evaluation der Rolle externer Institutionen wie des British Council oder des Deutsch-Amerikanischen Instituts.
  • Kritische Reflexion der Methoden, Bedingungen und Differenzierungsmöglichkeiten für einen nachhaltigen Unterricht.

Auszug aus dem Buch

3 Immersion

Zum allgemeinen Verständnis wird die genaue Definition des Unterrichtens in immersiver Form benötigt. So bedeutet dies, ein vollständiges Eintauchen in die jeweilige Fremdsprache im Unterrichtsgeschehen zu ermöglichen und den Unterricht gänzlich in dieser Form abzuhalten. Die Geschichte hierbei geht bereits weit zurück. In den sechziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts erlangte diese Form der fremdsprachlichen Didaktik in Kanada eine enorme Bedeutung. Grund hierfür war, dass die Eltern im französischsprachigen Teil, in der Provinz Quebec, welche selbst Englisch als Muttersprache sprachen, ihren Kindern eine erhöhte Partizipation am gesellschaftlichen Leben bieten wollten. Hierzu war es notwendig, dass diese mit der französischen Sprache vollumfänglich vertraut waren. Sie bemühten sich darum, Immersionsklassen an bereits bestehenden Schulen einzurichten und dass Sachfächer, also alle nicht-sprachlichen Fächer, in Französisch unterrichtet wurden. Doch bereits zuvor, mit dem beginnenden achtzehnten Jahrhundert, ließen adlige Familien in den westlichen europäischen Ländern Hauslehrer anstellen, welche die Kinder und Jugendlichen in Sachfächern in anderen Sprachen unterrichteten, als in der eigenen Muttersprache (Thaler, 2012, S. 140). Allerdings kann bei einem solchen Verständnis von Immersionslernen, auch von bilingualem Unterricht ausgegangen werden, welcher durch das Konzept des „Content and Language Integrated Learnings“ (CLIL) am besten beschrieben werden kann. Dieser bezeichnet die Unterrichtung von nicht-fremdsprachlichen Fächern in Fremdsprachen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit analysiert den Wandel und die heterogenen Anforderungen im beruflichen Schulwesen in Bayern und stellt das Immersionslernmodell als eine potenzielle Lösung zur Stärkung der Sprachkompetenz vor.

2. Das berufliche Schulwesen in Bayern: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Strukturen, Traditionen und spezifischen Kompetenzanforderungen der Berufsschulen, der Oberschulen und der Wirtschaftsschulen.

3 Immersion: Hier werden Definition, historische Entwicklung und das theoretische Konzept der Immersion in Abgrenzung zu anderen bilingualen Ansätzen erläutert.

4. Englischsprachige Institutionen in Bayern: Das Kapitel untersucht das Unterstützungspotenzial von Institutionen wie dem Deutsch-Amerikanischen Institut, dem British Council und amerikanischen Schulen für den Fremdsprachenunterricht.

5. Immersionserfahrungen in anderen Ländern: Anhand von Beispielen aus der Schweiz, Finnland und den USA wird der Erfolg immersiver Ansätze für die Sprachkompetenzentwicklung aufgezeigt.

6. Immersionsunterricht: Es werden die notwendigen räumlichen und organisatorischen Bedingungen sowie spezifische didaktische Methoden für einen immersiven Unterricht erörtert.

7. Theorie eines immersiven Konzepts nach Schulformen: Dieses Kapitel analysiert die Herausforderungen wie Leistungsheterogenität und Lehrplanvorgaben und entwickelt Strategien zur Differenzierung und Kooperation.

8. Schluss und Bewertung: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Praktikabilität eines immersiven Konzepts unter den gegebenen Rahmenbedingungen des bayerischen Bildungssystems.

Schlüsselwörter

Immersion, Berufliche Bildung, Englisch-Unterricht, Sprachkompetenz, Bayern, Bilinguale Erziehung, Handlungsorientierung, Fremdsprachendidaktik, Leistungsheterogenität, Schulentwicklung, Interkulturelle Kompetenz, Sprachhemmung, Lernortkooperation, Bildungsabschluss, LehrplanPLUS

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Master-Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die theoretische Fundierung und die praktische Umsetzbarkeit eines immersiven Lernmodells für das Fach Englisch im Kontext der beruflichen Schulen in Bayern.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Studie?

Die Studie verknüpft die Strukturen des bayerischen beruflichen Schulwesens mit didaktischen Ansätzen der Immersion, der Handlungsorientierung, der Differenzierung sowie der Kooperation mit externen, englischsprachigen Institutionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, zu prüfen, inwieweit ein immersiv-orientierter Englischunterricht an bayerischen Berufsschulen, Fachoberschulen und Wirtschaftsschulen implementiert werden kann, um Sprachkompetenzen nachhaltig zu steigern.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung und Literaturanalyse, die aktuelle Lehrpläne, Studien zu immersiven Lernmodellen und institutionelle Rahmenbedingungen kritisch reflektiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der bayerischen Schullandschaft, die theoretische Erarbeitung des Immersionskonzepts, die Rolle externer Partner (wie des British Council) und die methodische Umsetzung, inklusive der Herausforderungen durch Leistungsheterogenität.

Durch welche Begriffe lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wesentliche Begriffe sind Immersion, berufliche Bildung, handlungsorientierter Unterricht, Sprachkompetenz, Binnendifferenzierung und Lehrplananpassung.

Inwieweit spielt die Leistungsheterogenität bei der Implementierung eine Rolle?

Die Heterogenität wird als zentrale Herausforderung identifiziert, da die unterschiedlichen Vorbildungen der Lernenden eine starke Binnendifferenzierung und angepasste Lernmethoden erfordern, um ein Über- oder Unterfordern zu vermeiden.

Können existierende Lehrpläne die Immersion einfach integrieren?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass starre Lehrpläne eine volle Immersion erschweren, weshalb teilimmersive Konzepte und handlungsorientierte Lernsituationen als praktikable Brückenlösung empfohlen werden.

Welche Bedeutung haben externe Kooperationspartner für dieses Modell?

Institutionen wie das Deutsch-Amerikanische Institut oder das British Council bieten wertvolle Ressourcen und authentische Lernumgebungen, die als Ergänzung zum Curriculum einen "immersiven Effekt" im Alltag der Schüler erzeugen können.

Wie ist der "Schulversuch Bilinguale Wirtschaftsschule" zu bewerten?

Der Autor bewertet diesen Versuch als eine gute Ansatzmöglichkeit, warnt jedoch vor einer reinen Übersetzung deutscher Unterrichtsinhalte und betont die Notwendigkeit spezifischer, auf die Zielsprache abgestimmter Materialien und fortgebildeter Lehrkräfte.

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Details

Title
Ein Immersionslernmodell für Englisch an den beruflichen Schulen in Bayern
Subtitle
Über die Entwicklung von Fremdsprachenunterricht an Berufsschulen
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Lehrstuhl für Fremdsprachendidaktik mit Schwerpunkt Didaktik des Englischen)
Grade
2,7
Author
Robert Trabandt (Author)
Publication Year
2018
Pages
61
Catalog Number
V462518
ISBN (eBook)
9783668919501
ISBN (Book)
9783668919518
Language
German
Tags
Englisch Didaktik Immersion Lernen Bildung Fremdsprachenunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Robert Trabandt (Author), 2018, Ein Immersionslernmodell für Englisch an den beruflichen Schulen in Bayern, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/462518
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