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Ist die AfD rechtspopulistisch?

Eine Untersuchung zu ihrer Entstehung und ihren organisatorischen Merkmalen

Título: Ist die AfD rechtspopulistisch?

Trabajo Escrito , 2016 , 17 Páginas

Autor:in: Lukas Metzger (Autor)

Sociología - Individuo, grupos, sociedad
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Die vorliegende Hausarbeit versucht eine Einordnung der Partei "Alternative für Deutschland" AfD in das deutsche Parteienspektrum beziehungsweise die Zuordnung zu einer Parteienfamilie. Da die AfD oftmals mit dem Rechtspopulismus in Verbindung gebracht wird, ist die Frage nach der Zugehörigkeit der AfD zu diesem der thematische Schwerpunkt der Einordnung. Ausgangspunkt ist die Darstellung der rechtspopulistischen Parteienfamilie nach Decker.

Hierzu wird zunächst eine Definition des Rechtspopulismus angeführt. Im weiteren werden die Grundzüge Deckers Darstellung der rechtspopulistischen Parteienfamilie dargelegt und Kriterien aufgestellt, die die Zugehörigkeit zu einer solchen bedingen. Im Weiteren wird die AfD mit diesen Kriterien verglichen. Hierzu werden sowohl die Programmatik der AfD als auch Wählerstruktur und die Aussagen einiger Parteifunktionäre betrachtet. Zusätzlich erfolgt ein Vergleich der AfD mit einer anderen, in der Politikwissenschaft als klar rechtspopulistisch definierten Partei, dem Front National. Abschließend wird anhand der Kriterien eine Zuordnung der AfD zu der Parteifamilie des Rechtspopulismus oder gegebenenfalls einer anderen Parteifamilie vorgenommen. Relevant ist dies vor allem, um im Falle einer Zuordnung zur rechtspopulistischen Parteienfamilie oder eines anderen rechten Milieus angemessene Prävention leisten zu können.

Die AfD sorgt seit ihrer Gründung 2013 für großes mediales Aufsehen in der Gesellschaft. Innerhalb kürzester Zeit konnte sie in das Europaparlament sowie in mehrere Landtage einziehen. Den Einzug in den Bundestag verfehlte sie nur knapp.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rechtspopulismus

3. Parteienfamilien

3.1. Die rechtspopulistische Parteienfamilie

3.1.1. Organisatorische Merkmale

3.1.2. Wählerstruktur und Entstehungsgeschichte

3.1.3. Ideologische Merkmale

4. Die 'Alternative für Deutschland'

4.1 Entstehungsgeschichte der Alternative für Deutschland

4.2. Chronik der AfD

4.3 Analyse der Alternative für Deutschland im Bezug auf rechtspopulistische Merkmale

4.3.1. Programmatik und politische Leitlinien

4.3.2. Entstehungsgeschichte

4.3.3. Mitglieder

4.3.4. Wählerschaft

5. Vergleich mit anderen rechtspopulistischen Parteien Europas am gewählten Beispiel des Front National

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Einordnung der Partei 'Alternative für Deutschland' (AfD) in das deutsche Parteienspektrum mit dem zentralen Fokus auf die Frage, ob die AfD als rechtspopulistisch einzustufen ist. Dabei wird auf Basis definierter Kriterien eine Analyse der Programmatik, der Mitgliederstruktur sowie der Entstehungsgeschichte durchgeführt, um eine wissenschaftlich fundierte Einordnung vorzunehmen.

  • Definition und theoretische Grundlagen des Rechtspopulismus
  • Strukturanalyse der rechtspopulistischen Parteienfamilie nach Decker
  • Untersuchung der AfD hinsichtlich Programmatik, Ideologie und Wählerschaft
  • Vergleichende Analyse zwischen der AfD und dem Front National
  • Diskussion von Präventionsmöglichkeiten gegenüber rechtspopulistischen Tendenzen

Auszug aus dem Buch

4.3.1. Programmatik und politische Leitlinien

Die AfD ist als klar Euro- und EU- kritische Partei zu betrachten. In ihrer Programmatik zur Europawahl 2014 kritisiert sie u.a. die Europäische Finanzpolitik und die fortschreitende Supranationalisierung. Dennoch bekennt sie sich zur EU, unter der Voraussetzung, dass diese die „Wertegrundlagen des christlich-abendländischen Kulturkreises dauerhaft erhält“ (AfD Europawahlprogramm: 2-3).

Aus der Euro- und EU-kritischen Positionen der AfD heraus lässt sich jedoch keine dezidierte Analogie zu einer rechtspopulistischen Gesinnung der Partei ableiten. Euro- und EU-kritische Positionen finden sich in allen politischen Strömungen und sind daher kein alleiniges Merkmal rechter Parteien. Daraus folgt das allein die kritische Position der AfD keine Schlüsse auf die rechte Ausrichtung der Partei zulässt.

„Erst das Zusammenkommen von EU- und Euro-kritischen Positionen mit nationalistischen und wohlstandschauvinistischen Positionierungen sowie mit kulturalisierenden und diskriminierenden Zuschreibungen[...] bietet eine Grundlage zum Rückschluss auf rechtspopulistische Orientierung“ (Häusler 2013: 91).

Als Wohlstandschauvinismus versteht man einen überhöhten Patriotismus bzw. Nationalismus in Sachen nationaler Wirtschaft, sowie die Angst vor dem Verlust des nationalen Wohlstands durch Ausländer.

Wohlstandschauvinismus in der AfD zeigt sich beispielsweise in der Pauschalisierung der Flüchtlinge als 'Wirtschaftsflüchtlinge', welche in Deutschland vom Sozialsystem profitieren wollten (AfD Thesenpapier Asyl: 3f.).Weiter zeigt er sich in der Bereitschaft, nur qualifizierte Flüchtlinge aufzunehmen und der Forderung, die EU müsse unkontrollierte Zuwanderung verhindern (AfD Europawahlprogramm 2014: 15f.). Auch die Aussage „Die finanziellen Folgen im Süden der Eurozone müssen nun deutsche Steuerzahler tragen“ kann man als Wohlstandschauvinismus betrachten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der AfD und Zielsetzung der wissenschaftlichen Untersuchung zur Einordnung in eine Parteienfamilie.

2. Rechtspopulismus: Definition des Populismusbegriffs und Erläuterung der zugrundeliegenden sozialen sowie psychologischen Mechanismen.

3. Parteienfamilien: Theoretische Herleitung des Begriffs Parteienfamilie und Vorstellung des Typologisierungsvorschlags nach Frank Decker.

4. Die 'Alternative für Deutschland': Historische Darstellung der Entstehung sowie detaillierte Untersuchung der AfD anhand rechtspopulistischer Merkmale.

5. Vergleich mit anderen rechtspopulistischen Parteien Europas am gewählten Beispiel des Front National: Analyse von Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen der AfD und dem Front National als Referenzpartei.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der rechtspopulistischen Tendenzen der AfD und Diskussion präventiver Maßnahmen.

Schlüsselwörter

AfD, Rechtspopulismus, Parteienfamilie, Eurokritik, Anti-Establishment, Wohlstandschauvinismus, Pegida, Bernd Lucke, Front National, Identitätspolitik, Politische Prävention, Demokratiedefizit, Parteienspektrum, Ideologie, Wählerstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der politischen Verortung der 'Alternative für Deutschland' (AfD) innerhalb des deutschen Parteiensystems.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Mittelpunkt stehen die Ideologie der AfD, ihre Entstehungsgeschichte, ihre Organisationsstruktur sowie die Analyse ihrer Wählerschaft im Kontext rechtspopulistischer Merkmale.

Welches Ziel verfolgt der Autor?

Das primäre Ziel ist es, auf Basis politikwissenschaftlicher Kriterien zu prüfen, ob die AfD einer rechtspopulistischen Parteienfamilie zugeordnet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen komparativen Ansatz, bei dem die AfD anhand definierter Merkmale der rechtspopulistischen Parteienfamilie (nach Decker) untersucht und mit einer Referenzpartei, dem Front National, verglichen wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung theoretischer Konzepte, die chronologische Entwicklung der AfD, eine detaillierte Programmanalyse sowie eine Gegenüberstellung mit einer europäischen Rechtspopulismus-Referenz.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Neben dem Hauptbegriff 'Rechtspopulismus' sind Begriffe wie 'Wohlstandschauvinismus', 'Eurokritik' und 'Identitätspolitik' zentral für die Argumentation.

Welche Rolle spielt die Abspaltung des liberalen Flügels für das Ergebnis der Arbeit?

Die Abspaltung des Flügels um Bernd Lucke wird im Fazit als entscheidendes Ereignis gewertet, das die interne Verschiebung der AfD hin zu einer stärker rechtsorientierten Partei begünstigt hat.

Wie bewertet der Autor die mediale Diskussion als Präventionswerkzeug?

Der Autor argumentiert, dass eine kritische mediale Berichterstattung über die politische Ausrichtung einer Partei ein wirksames Werkzeug zur politischen Prävention darstellen kann.

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Detalles

Título
Ist die AfD rechtspopulistisch?
Subtítulo
Eine Untersuchung zu ihrer Entstehung und ihren organisatorischen Merkmalen
Universidad
University of Kassel
Autor
Lukas Metzger (Autor)
Año de publicación
2016
Páginas
17
No. de catálogo
V462558
ISBN (Ebook)
9783668919686
ISBN (Libro)
9783668919693
Idioma
Alemán
Etiqueta
eine untersuchung entstehung merkmalen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lukas Metzger (Autor), 2016, Ist die AfD rechtspopulistisch?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/462558
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