Die Verständigungspolitik von Gustav Stresemann in Bezug auf Frankreich und Polen

Eine geschichtliche Untersuchung


Bachelorarbeit, 2018
54 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Presentation des Themas
1.2 Kurzbiographie Gustav Stresemanns (1878-1929)

2. Entwicklungen vor der Ara Stresemann (1919-1923)
2.1 AuBenpolitische Belastungen und das deutsch-franzosische Verhaltnis bedingt durch den Versailler Vertrag (1919)
2.2 Deutschlands Ostpolitik im Kontext des Vertrags von Rapallo (1922)
2.3 Der Kampf um das Ruhrgebiet
2.4 Die Ruhrbesetzung durch Frankreich

3. Entwicklungen wahrend der Ara Stresemann (1923-1929)
3.1 Auftakt zur Ara Stresemanns (1923/24)
3.1.1 Amtsubemahme Stresemanns
3.1.2 Das Dawes-Abkommen
3.2 Die Bedeutung des Vertragswerks von Locarno und der Volkerbundeintritt Deutschlands im Kontext der Verstandigungspolitik Stresemanns (1925/26)
3.1.1 DasVertragswerk von Locarno
3.1.2 Der Volkerbundeintritt Deutschlands
3.3 Der „Kronprinzen-Brief ‘ (1925) und die auBenpolitische Ziele Stresemanns
3.4 Stresemanns Ostpolitik und die Bedeutung Polens

4. Das Ende der Ara Stresemanns (1927-29)

5. Fazit und Ausblick

6. Quellen- und Literaturverzeichnis
6.1 Quellenverzeichnis
6.2 Literaturverzeichnis
6.3 Intemetquellen

1. Einleitiiiig

1.1 Presentation des Themas

„Ich habe die Empfindung, daft wir Deutsche zu wenig oder kein Verstandnis haben fur das, was der Franzose die schone Geste nennt. Das ist uns uberhaupt nicht eigen, und das schadet uns auftenpolitisch ganz ungemein. Wir konnen nicht hoflich und liebenswurdig sein, ohne im eigenen Volk sofort angegrobst zu werden. Wir konnen nicht Weltpolitik treiben mit der Idee: es soll sich keiner mit den Kerlen irgendwie zusammensetzen.“1 (Gustav Stresemann, 1878-1929)

Diese Rede zeigt, dass sich der damalige deutsche AuBenminister Gustav Stresemann zu einem groBen Diplomaten entwickelte, der anders als seine Vorganger nicht nur von deutschen Machtanspruchen ausging, sondem auch die Perspektiven seiner Verhandlungspartner einbezog. Angesichts der besorgniserregenden protektionistischen sowie populistischen Tendenzen in der Weltpolitik wie beispielsweise den USA, GroBbritannien, Polen oder der Turkei2 wird die Notwendigkeit von Diplomatic deutlich, sodass Stresemanns AuBenpolitik auch heutzutage Aktualitat aufweist.

Gustav Stresemann gehort zu den pragenden Personlichkeiten der Weimarer Republik und die Auseinandersetzung mit seiner AuBenpolitik bildet eines der meist erforschten Themen dieser Zeit.3 Als Kanzler der „100 Tage“4 fuhrte er die Weimarer Republik wahrend der Ruhrbesetzung 1923 aus ihrer tiefsten Krise und wurde danach in wechselnden Regierungen sechs Jahre lang als AuBenminister bis zu seinem Tode 1929 zur Symbolfigurjener Stabilisierungsphase, in der es so aussah, als ob Deutschland eine friedliche Entwicklung nehmen konnte. Auf Grund seiner Erfolge wird seine Amtszeit von den meisten Historikern zu Recht als „Ara Stresemann“5 bezeichnet. Selten hat jedoch ein Politiker eine so kontroverse Beurteilung erfahren: vom opportunistischen Machtpolitiker bis zum frankreichhorigen Erfullungspolitiker, vom Visionar eines vereinigten Europas bis zum Wegbereiter Adolf Hitlers.6 Dem Bild des Friedenspolitikers, der auf die Verstandigung mit seinem franzosischen Nachbarn und Erzfeinds bedacht war7, steht das gerade nach Bekanntwerden des sogenannten „Kronprinzen-Briefes“ gegensatzliche Bild eines gewieften Taktikers entgegen.8 Sein fruher Tod, die darauffolgende auBenpolitische Katastrophe bedingt durch den Nationalsozialismus sowie der politische Werdegang und die scheinbar ambivalente Personlichkeit Stresemanns verstarken das groBe Interesse an seiner Person.

Zunachst beherrschten Publikationen das Feld, die uberwiegend von Stresemann- Anhangem stammten und somit zu einer Uberhohung seiner Person sorgten. Die 1953 erfolgte Freigabe des Stresemann-Nachlasses, der wichtigsten Quelle in Bezug auf Stresemann selbst, leitete eine Phase der kritischen Beschaftigung mit seiner AuBenpolitik ein, wobei sich die Quellengrundlage im Laufe der 50er Jahre um die Aktenbestande des Auswartigen Amtes erweiterte. Seit 1970 wurden hinsichtlich der Person Stresemann diverse Ansatzpunkte thematisiert und aus unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchtet.

Sehr ausfuhrliche Darstellungen der AuBenpolitik der Weimarer Republik, die automatisch mit dem AuBenpolitiker Gustav Stresemann verbunden werden und dieser Arbeit zu Grunde liegen, sind die Beitrage ,,Die Aussenpolitik der Republik Weimar“ von Peter Kruger und „Das vergangene Reich“ von Klaus Hildebrand. Im Hinblick auf die Problematik der Ost-West-Orientierung sind vor allem die Werke von Michael-Olaf Maxelon „Stresemann und Frankreich“, wie der Titel bereits sagt, liegt hier der Schwerpunkt auf Frankreich, und Martin Warlsdorffs „ Westorientierung und Ostpolitik“, der sich auf Russland fokussiert, zu nennen. Hinsichtlich der deutschen Ostgrenzen ist Georg Arnolds Forschungsbeitrag „Gustav Stresemann und die Problematik der deutschen Ostgrenzen“ kenntnisreich. Eine umfangreiche Gesamtdarstellung zur Stresemannforschung bildet der von Wolfgang Michalka und Marshall Lee herausgegebene Sammelband, der einen GroBteil der wichtigen Forschungsbeitrage beinhaltet. Nach den drei dicht nacheinander erschienen Stresemann-Biographien von Eberhard Kolb, John P. Birkelund (beide 2003) und Jonathan Wright (2004) sowie der neuesten Biographie von Karl Heinrich Pohl (2015), die im Fazit bezuglich der Bewertung seiner AuBenpolitik einen weitreichenden Konsens widerspiegeln, scheint das Stresemann-Bild heute recht gut durchleuchtet zu sein.

Dass die Person Gustav Stresemann jedoch heutzutage weiterhin umstritten ist und Diskussionen auslost, verdeutlicht das Vorhaben der AfD Ende letzten Jahres, ihre Stiftung nach Gustav Stresemann zu benennen.9 Angesichts der widerspruchlichen Werte, die Gustav Stresemann und die AfD vertreten - wie dem genannten Weltartikel oder Aussagen des aktuellen Bundestagsprasidenten Wolfgang Kubickis (auf der einen Seite ein europaischer Verstandigungspolitiker, auf der anderen Seite „europaische Spalter“10 ) zu entnehmen sind, liegt der Verdacht nahe, dass die AfD den Namen Stresemann instrumentalisieren will. Dies fuhrte meinerseits zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der Person Stresemann, die letztendlich in diese Arbeit mundete.

Auf den nachfolgenden Seiten soil die auBenpolitische Bedeutung Gustav Stresemanns kritisch hinterfragt und beurteilt werden. Den Rahmen dieser Arbeit bildet bewusst die Verstandigungspolitik Stresemanns im Spannungsverhaltnis zwischen Ost und West. Konkret soil dabei analysiert werden, warum Stresemann eine Verstandigung mit Frankreich anstrebte, diese aber gegenuber Polen ablehnte. Am Verhaltnis zu seinen beiden groBten Nachbarn in West und Ost, zu Frankreich und Polen, wird letztendlich auch heutzutage noch die Friedensfahigkeit Deutschlands gemessen und gerade im Hinblick auf die polnische Frage konnte man laut Joschka Fischer seit 1918 die hegemoniale oder antihegemoniale Tendenz der deutschen Politik ablesen.11

Zunachst werden die wesentlichen Entwicklungen vor der Ara Stresemann in Kapitel 2 dargestellt, um die auBen- sowie innenpolitischen Hindernisse, denen Stresemann ausgesetzt war, zu verdeutlichen und somit seine auBenpolitische Konzeption anhand seines realistischen Handlungsspielraums nachvollziehen zu konnen. Den Anfang bildet der Versailler Vertrag, der tiefe politische Graben sowie ein stark angespanntes deutsch- franzosisches Verhaltnis hinterlieB. Im Zuge dieser fast aussichtslosen Situation wird darauffolgend auf den Vertrag von Rapallo und der darin vereinbarten Aufnahme von intensiveren Beziehungen zur Sowjetunion eingegangen, die auch im Hinblick auf Frankreich und Polen eine wesentliche Rolle spielten und verbesserten auBenpolitischen Handlungsspielraum ermoglichten. Daraufhin sollen die im Kampf um das Ruhrgebiet zunehmend schlechteren Beziehungen zu Frankreich, die letztendlich in die Ruhrbesetzung mundeten, aufgezeigt werden, auf Grund derer Stresemann die Notwendigkeit einer deutsch-franzosischen Aussohnung erkannte. Hierbei werden vor allem die Forschungsbeitrage von Klaus Hildebrand und Michael-Olaf Maxelon untersucht.

Den Fokus der Arbeit bildet Kapitel 3, in dem die Amtszeit Gustav Stresemanns als Kanzler und AuBenminister analysiert wird. Nachdem angesichts der durch die Ruhrbesetzung bedingten inneren und auBeren Krise Deutschlands auf die enorme Bewahrungsprobe Gustav Stresemanns zu Beginn seiner Amtszeit eingegangen wird, sollen anschlieBend die Vorzuge des Dawes-Plans herausgearbeitet werden, der den Weg zu den Verhandlungen von Locarno ebnete. Da das Vertragswerk von Locarno und der damit verbundene Volkerbundeintritt Deutschlands zweifelsfrei den Hohepunkt der Ara Stresemanns bilden, wird diesen Meilensteinen ein GroBteil der Arbeit gewidmet. An dieser Stelle soil deutlich werden, warum es zu einem Westpakt gekommen ist, ein Ost-Locarno jedoch geschickt verhindert wurde. Hierbei soil auch kurz der quellenkritisch zu betrachtende „Kronprinzenbrief‘12 thematisiert werden, in dem Stresemann seine auBenpolitischen Ziele darstellt.

Im Kapitel 4 soil auf die letzten drei Amtsjahre Gustav Stresemanns eingegangen werden, in denen er nicht nur mit zunehmenden gesundheitlichen Problemen zu kampfen hatte, sondern vor allem auch mit seinen innenpolitischen Gegnern.

AbschlieBend soil im Kapitel 5 die eingangs vorgestellte Fragestellung, warum fur Stresemann eine Verstandigungspolitik mit Frankreich eminent war, diese aber in Bezug auf Polen abgelehnt wurde, beantwortet werden. Daruber hinaus soil angerissen werden, welche Bedeutung der fruhe Tod Stresemanns fur Deutschland hatte und eine Wurdigung seiner AuBenpolitik erfolgen.

1.2 Kurzbiographie Gustav Stresemanns (1878-1929)

Gustav Stresemann, der aus kleinburgerlichen Verhaltnissen stammte, wurde am 10. Mai 1878 als jungstes von acht Kindern von Ernst und Mathilde Stresemann geboren. Seine Eltern betrieben einen Bierhandel in der Luisenstadt. Als einziges Kind der Familie besuchte er mit dem Andreas-Realgymnasium eine hohere Schule, auf der er 1897 erfolgreich das Abitur ablegte. Aufgrund der beruflichen Belastung seiner Eltern blieb Gustav Stresemann haufig sich selbst uberlassen, sodass er sich zu einem „schuchternen, introvertierten Bucherwurm“13 entwickelte und von seiner 1895 fruh verstorbenen Mutter liebevoll „Traumjorg“14 genannt wurde.15 Bereits in der Schule zeigte er besonderes Interesse an Geschichte, Politik und Literatur, indem er schon als Schuler Zeitungsartikel veroffentlichte und sich nach der Reifeprufung relativ klar zu seinem Berufswunsch auBerte: „Ich will sofort Journalist und nichts anderes werden“16. Im Sommersemester 1897 schrieb er sich an der Philosophischen Fakultat Berlin neben den Fachern Germanistik und Geschichte auch fur Nationalokonomie ein. Nach drei Semestern wechselte Stresemann 1898 an die Leipziger Universitat, wo er sich vollstandig der Nationalokonomie widmete und 1900 seine Doktorarbeit verfasste.17

Den Aufstieg in die gehobene Mittelklasse schaffte er durch Studium, Eintritt in eine Burschenschaft18, Promotion sowie schlieBlich durch die Heirat mit Kate Kleefeld (1883-1970), einer getauften Judin aus sogenanntem gutem Hause, aus deren Ehe die beiden Kinder Wolfgang und Joachim zur Welt kamen.19 Nach seinem Studium war er als Syndikus im Verband sachsischer Industrieller tatig, wodurch er auch aus karrieretechnischen Grunden zur Politik kam.20 Bis zum Ende des Kaiserreiches war Stresemann Mitglied der Nationalliberalen Partei und grundete 1918 die Deutsche Volkspartei. Nachdem er von 1920 an Abgeordneter des Reichstages als Fraktionsvorsitzender seiner Partei war, wurde er 1923 Reichskanzler einer GroBen Koalition aus DVP, DDP, Zentrum und SPD. Als diese noch im selben Jahr gesturzt wurde, diente er bis zu seinem Tod verschiedenen Koalitionsregierungen als AuBenminister. Hierbei erhielt er unter anderem zusammen mit seinem franzosischen Amtskollegen Aristide Briand 1926 den Friedensnobelpreis fur die Neugestaltung des deutsch-franzosischen Verhaltnisses und seinen Einsatz in der europaischen Verstandigungspolitik. Gustav Stresemann, an denen die jahrelangen innerparteilichen Konflikte zehrten21, starb im Alter von 51 Jahren am 3. Oktober 1929 in Berlin an den Folgen eines Schlaganfalls.22

2. Entwicklungen vor der Ara Stresemann

2.1. Aufienpolitische Belastungen und das deutsch-franzosische Verhaltnis bedingt durch den Versailler Vertrag (1919)

Nach Abschluss des Versailler Vertrages am 28. Juni 1919 und den damit einhergehenden unterschiedlichen Vorstellungen der beteiligten Staaten uber eine Neuordnung Europas war abzusehen, dass dieser Vertrag fur groBe auBenpolitische Differenzen sorgen wurde, gerade in Bezug auf Deutschland und Frankreich. Die vorgesehenen Gebietsverluste, Souveranitatsbeschrankungen, Reparationen und vor allem die Zuweisung der Alleinschuld am Krieg losten in ganz Deutschland, quer durch alle politischen Lager und sozialen Schichten, einen Entrustungssturm aus.23 Frankreich hatte im westlichen und mittleren Teil Europas eine halbhegemoniale Stellung errungen, sodass von einem ausgewogenen europaischen Staatensystem keine Rede mehr sein konnte.24 Dieser sogenannte „Diktatfrieden“ bedeutete hingegen fur das Deutsche Reich eine militarische Degradierung und politische Entmachtung, der Deutschland daruber hinaus vor die Gefahr des wirtschaftlichen Bankrotts stellte, wie folgendes Zitat von Gustav Stresemannvom 12. Mai 1919 verdeutlicht:

„Meine Herren, wenn man den Friedensvertrag auf sich wirken lafit [...] dann sieht man, dafi er dreierlei beabsichtigt: unsere politische, unsere wirtschaftliche Vernichtung und unsere Entehrung.“25

Zwar ging Frankreich als europaische Fuhrungsmacht aus dem Ersten Weltkrieg hervor, jedoch war die Starkung Frankreichs zum groBen Teil von der Schwachung des wirtschaftlich und nach Bevolkerungszahl potentiell uberlegenen Deutschen Reiches abhangig, sodass Frankreich durch eine weitgehende Abrustung und vorerst nicht begrenzte Reparationsverpflichtung den wirtschaftlichen und politischen Aufstieg Deutschlands verhindern wollte.26 Auf franzosischer Seite wurde das Diktat von Versailles als zu harmlos, auf deutscher Seite als unzumutbar eingestuft. Die sich hieraus ergebende Divergenz, sorgte fur zunehmend angespanntere deutsch- franzosische Beziehungen. Der Versailler Vertrag nahm Deutschland nicht nur samtliche Kolonien, sondem auch 13 Prozent seines Territoriums und 10 Prozent seiner Bevolkerung, damit verbunden 50 Prozent der Eisenerzversorgung, 25 Prozent der Steinkohleforderung, 17 Prozent der Kartoffel- und 13 Prozent der Weizenernte.27 Der GroBteil dieser Gebiete fiel an Polen, welches die Alliierten auch als Bollwerk gegen den russischen Bolschewismus betrachteten und aus franzosischer Sicht ein starkes Gegengewicht zu Deutschland bilden sollte; die neue Grenzziehung im Osten fuhrte jedoch auf Grund der gemischtnationalen Siedlungsweise zu neuen Minderheitsproblemen.28 Dass es sich in der Tat um schwerwiegende Konsequenzen auf territorialer, militarischer, politischer und wirtschaftlicher Ebene fur die deutsche Bevolkerung und Regierung handelte, die sich zu einer „permanente[n] gesellschaftliche[n] Krise mit entsprechender aufienpolitischer Relevanz“29 entwickelte, wird anhand des Zitats des damaligen britischen AuBenministers Austen Chamberlain untermauert: ,,Einige der von den Siegern den Besiegten auferlegten Bedingungen waren unausfuhrbar und blieben unerfullt.“30 Nach Ansicht von Detlef J. Peukert scheiterte der Versailler Vertrag als Instrument einer europaischen Friedensordnung, da es sowohl unter den Siegern als auch Besiegten nur Revisionisten gab.31

Gustav Stresemann, der keinen Hehl aus der politischen sowie militarischen Ohnmacht des Reiches machte32, war stattdessen davon uberzeugt, nur durch die „Schubkraft des Okonomischen“33 AuBenpolitik betreiben zu konnen. Aus diesem Grund war sich Stresemann daruber bewusst, dass eine Verbesserung der deutsch-franzosischen Beziehungen elementare Bedingung dafur war, um sinnvoll AuBenpolitik betreiben zu konnen. Dies geht aus der Rede vor der Nationalversammlung am 08. Oktober 1919 hervor, in der Stresemann betont, dass Frankreich wisse,

„dafi unser wirtschaftlicher Untergang auch der wirtschaftliche Untergang Frankreichs sein wurde. Es hat das grofite Interesse daran, uns wirtschaftlich nicht zu solchen zerrutteten Verhaltnissen kommen zu lassen.“34

GemaB einer angemessenen „Realpolitik“35 sollte zunachst der Versailler Vertrag als notwendige Konsequenz des verlorenen Krieges anerkannt werden, um dann schrittweise die Revision desselbigen als wunschenswertes auBenpolitisches Ziel voranzutreiben.36

Das zentrale Problem in diesem Kontext lag also darin, dass die Schwachung Deutschlands durch den Versailler Vertrag fur Frankreich die Garantie ihres eigenen Sicherheitsbedurfnisses darstellte, fur Deutschland allerdings das Objekt der Revision.

2.2. Deutschlands Ostpolitik im Kontext des Vertrags von Rapallo (1922)

In Deutschland hoffte man durch die Erfullungspolitik, also durch die Annahme des Londoner Zahlungsabkommen und der damit verbundenen Einigung uber die Hohe der Reparationsleistungen auf 132 Milliarden Goldmark, auf ein Entgegenkommen der Alliierten bezuglich der deutschen Ostpolitik, denn man wollte Oberschlesien fur das Deutsche Reich zuruckgewinnen.37 Dies schien machbar, da sich auch in einer Volksabstimmung 60 Prozent der Oberschlesier fur Deutschland und nur 40 Prozent fur Polen ausgesprochen hatten.38 Doch im Versailler Vertrag war eine Teilung dieser beiden Gebiete festgelegt. Als der Volkerbundrat dann am 12. Oktober 1921, nachdem deutsche Freikorps ihre polnischen Widersacher besiegt hatten, dennoch eine Teilung beschloss, war Oberschlesien endgultig verloren und die Emporung gerade bei den Nationalsozialisten, die diese Entscheidung als Demutigung empfanden, groB.39 Dies sorgte dafur, dass sich das deutsch-polnische Verhaltnis zunehmend vergiftete.40

Erste Erfolge stellten sich dannjedoch am 16.04.1922 mit dem Vertrag von Rapallo ein. Mit diesem Vertrag verzichteten sowohl Deutschland als auch Russland auf den gegenseitigen Ersatz der Kriegskosten und Kriegsschaden. AuBerdem wurden eine Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen auf der Grundlage der Meistbegunstigung, welche die Vertragspartner verpflichtete, dem anderen alle handelspolitischen Vergunstigungen zu gewahren, die sie bereits anderen AuBenhandelspartnem eingeraumt hatten, und die Aufnahme voller diplomatischer Beziehungen vereinbart.41 Deutschland unterzeichnete diesen Vertrag, weil man darauf spekulierte, dass ein Vertragsabschluss mit der Sowjetunion die Chance bote, die Isolierung Deutschlands zu durchbrechen; denn zu diesem Zeitpunkt herrschte seitens der Westmachte, insbesondere Frankreichs, eine unfreundliche Haltung gegenuber Deutschland. Deshalb wurde dieser Vertrag auch von Frankreich und GroBbritannien mit Skepsis aufgenommen, da man durch ein solches Bundnis die eigene Machtstellung gefahrdet sah.42 Dies wird anhand des Zitates des franzosischen Ministerprasidenten Poincares an seinen Botschafter in Deutschland deutlich:

„Es liegt auf der Hand, dass ganz Deutschland den Bestimmungen des Vertrages von Rapallo viel weniger Wirklichkeit beilegt als seiner allgemeinen Bedeutung; dass es darin den ersten Schritt zu einer engen Annaherung an Russland sieht, die ihm helfen soll, die Westmachte in Schach zu halten und seine Revanche vorzubereiten.“43

Tatsachlich war fur Stresemann ein Bundnis mit dem bolschewistischen Russland nicht nur aus personlichen sowie ideologischen Motiven unvorstellbar44, sondem auch wegen der machtpolitischen Realitat, da die eminenten wirtschaftlichen Exportmarkte, auf die Deutschland angewiesen war, im Westen lagen.45 Dennoch erhoffte er sich durch die Vertiefung der diplomatischen Beziehungen mit Russland okonomische und strategische Vorteile, die sich vor allem langfristig auf seine revisionistischen Ziele hinsichtlich der Ostgrenzen auswirken und somit fur mehr auBenpolitische Bewegungsfreiheit sorgen sollten.46 Ralph Blessing bezeichnet die Beziehungen zur Sowjetunion lediglich als „taktische Reserve “47 der deutschen AuBenpolitik. Daruber hinaus wehrte das Rapallo-Abkommen drei Gefahren fur das Deutsche Reich ab: 1. ein russisch-franzosisches Bundnis; 2. die Anwendung des Artikels 116 des Versailler Vertrags; 3. eine Beteiligung Russlands an der Ausbeutung Deutschlands.48

Nicht nur das zunehmende international erstarkende Deutschland, sondern auch das deutsch-russische Abkommen wurde mit Sorge von Polen aufgenommen, da sich beide Staaten nicht mit den neuen polnischen Grenzen abfinden wollten49 und gerade vom Westen im Zuge eines wohlmoglich zukunftigen militarischen Bundnisses, fur dessen Idee es viele Sympathisanten in Deutschland gab, eine vierte Teilung Polens befurchtet wurde.50

2.3. Der Kampf um das Ruhrgebiet

Auf der einen Seite war Frankreich nach Abschluss des Versailler Vertrags in einer sehr starken politischen und militarischen Position, auf der anderen Seite konnte das franzosische Sicherheitsbedurfnis gegenuber Deutschland, das weiterhin bezuglich der Bevolkerungszahl und wirtschaftlicher Kompetenz potenziell uberlegen war, nicht befriedigt werden. Aus diesem Grund wurde jegliche Revision der Nachkriegsverhaltnisse, insofern sie Deutschland begunstigen wurde, von franzosischer Seite ausgeschlossen, um den Status quo in Europa zu festigen.51 Stresemann dagegen war davon uberzeugt, dass die Beseitigung der gegenwartigen bedruckenden weltwirtschaftlichen Verhaltnisse unter Rucksichtnahme auf die finanziellen Verhaltnisse Frankreichs „nur auf dem Wege einer internationalen Anleihe fur Deutschland“52 moglich sei. Eine solche Anleihe konne

„ihren Zweck aber nur dann erfullen, wenn sie Deutschland tatsachlich eine langjahrige Ruhepause in Bezug auf finanzielle Leistungen geben und ihre Verwendung [...] zu franzosischen Wiederaufbauzwecken, aber nicht zur Unterhaltung von Besatzungsarmeen in Deutschland“53

finden wurde. Hieran wird deutlich, dass Stresemann versuchte, die deutsche Frage wegen ihrer politischen und okonomischen Implikationen auf die Ebene weltwirtschaftlicher Angelegenheiten zu heben. Diese Haltung Stresemanns war im Sinne der beiden angelsachsischen Machte, England und USA, die eine Verflechtung der internationalen Wirtschaftsbeziehungen aus soziookonomischem Eigeninteresse begruBten, stieB aber in Frankreich auf Grund von politisch-militarischen Motiven auf wenig Gegenliebe. Unter der Regierung des „Hardliners“54 Poincare55 zogerte Frankreich nicht, den gesamten Spielraum des Versailler Vertrags auszunutzen, um die auferlegten Reparationszahlungen zu verlangen. Deshalb propagierte Stresemann ab Sommer 1922 verstarkt die Dringlichkeit deutsch-franzosischer Verstandigung auf Ebene wirtschaftlicher gleichberechtigter Partner; auch weil Deutschland uber keine realen Machtfaktoren verfugte.56 Da im September desselben Jahres weder ein Gesprach mit Louis Barthou, dem Prasidenten der Reparationskommission, fur eine Verbesserung der spannungsgeladenen Situation sorgte noch die deutschen Vorschlage bezuglich der Reparationsfrage von England unterstutzt wurden57, sah Stresemann „fast nirgends einen Ausblick, der uns auch nur vor dem Schwersten bewahrt.“58

Stattdessen stellte sich fur Stresemanns politische Konzeption, die auf das angelsachsische Interesse, vor allem das der Vereinigten Staaten, aufgebaut war, die Frage, wann die USA ihre macht- sowie wirtschaftspolitische Fuhrungsrolle zur Geltung bringen konnte. Er erhoffte sich durch die Vereinigten Staaten, ohne deren aktives Einwirken „die ganze Frage der Reparationen und der kunftigen Gestaltung der Dinge uberhaupt nicht definitiv zu regeln“59 sei, eine globale Regelung des Reparationsproblems unter Fuhrung der USA.60 Zu einer Entspannung der Lage konnte es nach Stresemann, wie sich unter anderem im Kronprinzenbrief vom 14. Mai 1922 zeigt, nur kommen,

„[...] wenn Amerika seinen Druck als Glaubigernation gegenuber Frankreich ausubt und sich zur Hergabe der internationalen Anleihe, die Frankreich dringend braucht, nur unter der Bedingung bereit erklart, daft die franzosische Politik gegenuber Deutschland geandert wird.“61

Auch Stresemanns Anekdote ,,von einem hochverschuldeten Dresdner, der der gesundeste Mensch der Stadt gewesen sei, weil ihm jeder Glaubiger sofort einen Spezialarzt geschickt habe, sobald er nur am Telefon hustete"62 verdeutlicht die Konzeption des AuBenpolitikers: Glaubiger sind ebenfalls von ihrem Schuldner abhangig. Eine Erkenntnis, die Bewegung in die festgefahrene Kontroverse zwischen Frankreich und Deutschland bringen sollte und zudem Chancen fur eine gunstige Entwicklung auf intemationaler Ebene bereithielt.

Laut Maxelon bildeten die finanziellen und handelspolitischen Interessen der USA die Eckpfeiler Stresemanns, um eine wirtschaftliche Entwicklung sowie die Wiederherstellung der politischen Gleichberechtigung zu erreichen.63

In Bezug auf Frankreich war sich Stresemann bewusst, dass von der Regierung Poincares kein Einlenken bezuglich der Reparationszahlungen zu erwarten war. Aus diesem Grund betonte er,

„dafi Deutschland [...] nicht in der Lage ist, die Zahlungen zu leisten, die man von ihm verlangt, wenn die Welt glauben mufi, dafi es Frankreichs Absicht ist, Deutschland immer weiter in dieses Elend hineinzutreiben durch Losreifiung von Gebieten, durch Zollgrenzen, durch irgendwelche neuen Auflagen, die man seiner Industrie und seiner Wirtschaft macht“64.

Stattdessen wurde Frankreich bei einem Niedergang Deutschlands „uberhaupt keine Aussicht haben, seine Reparationsforderungen zu erhalten“65 und einen ahnlichen Wahrungsverfall wie in West- und Osteuropa, der sich „auch nicht durch Flusse und politische Grenzen aufhalten“66 lasst, erleben.

Nach Meinung des Historikers Michael-Olaf Maxelons sah Stresemann die Reparationsforderungen der Siegerstaaten paradoxerweise als positiv an, da die Alliierten nur dann mit Reparationszahlungen rechnen konnten, solange die deutsche Wirtschaft und der deutsche Finanzmarkt intakt waren.

[...]


1 Gustav Stresemann. Rede vor dem Zentralvorstand der DVP am 22.11.1925, in: Wolfgang Elz. Stresemann-Reden 1925. s. https://neuestegeschichte.uni-mainz.de/files/2018/07/Text 1925,pdf (zuletzt geoffnetam 24.10.2018 um 11:09 Uhr). S. 399.

2 Vgl. beispielsweise Tobias Kaiser. Welt online. Wirtschaft. Schlechte Karten fur deutsche Firmen bei den neuen Patrioten. https://www.welt.de/wirtschaft/articlel72254145/Polen-Tuerkei-USA-China- Schlechte-Karten-fuer-deutsche-Firmen-bei-den-neuen-Patrioten.html (zuletzt geoffnet am 24.10.2018 um 13:44 Uhr).

3 Bastian Schot Leiden. Stresemann, der deutsche Osten und der Volkerbund. Stuttgart 1984. S.5.

4 Siehe Henry Bernhard. Gustav Stresemann. Vermachtnis. Band 1. Vom Ruhrkriegbis London. Berlin 1932. S. 81.

5 Vgl. KarlHeinrich Pohl. Gustav Stresemann. Biographie eines Grenzgangers. Gottingen 2015. S. 7.

6 Siehe Titel. Andreas Korber. Gustav Stresemann als Europaer, Patriot, Wegbereiter oder potenzieller VerhindererHitlers. Hamburg 1999.

7 Walter Gorlitz. Gustav Stresemann. Heidelberg 1947.

8 Annelise Thimme. Gustav Stresemann. Eine politische Biographie zur Geschichte der Weimarer Republik. Frankfurt a. M. 1957.

9 Sven Felix Kellerhoff. Gaulands Stiftungsplane. Funf Grande, warum Gustav Stresemann nicht zur AFD passt. Welt Home Geschichte. 20.12.2017.https://www.welt.de/geschichte/articlel7176682l/Gaulands-Stiftungsplaene-Fuenf-Graende-waram-Gustav-Stresemann-nicht-zur-AfD-passt.html (zuletzt geoffnet am 22.10.2018 um 17:55 Uhr).

10 Tagesschau online. Parteinahe Stiftung fur AFD. Gauland plant Stresemann-Stiftung. 19.12.2017. https://www.tagesschau.de/inland/afd-stiftung-105.html (zuletzt geoffnet 22.10.2018 um 18:33 Uhr).

11 Vgl. Fischer. Auhenpolitik im Widerspruch. S. 3. https://www.zeit.de/2000/06/200006.t- stresemann ,xml (zuletzt geoffnet am 11.10.2018 um 12:32 Uhr)

12 Gustav Stresemann an Kronprinz Wilhelm. 07. September 1925. Bernhard. Gustav Stresemann. Band 2. Locarno und Genf. S. 553-555.

13 BemdBraun. Die Weimarer Reichskanzler. Zwolf Lebenslaufe inBildem. Dusseldorf2011. S. 271.

14 Ebd.

15 Vgl. Bernhard. Gustav Stresemann. Band l.S. 2.

16 EberhardKolb. Gustav Stresemann. Munchen2003. S. 15.

17 Vgl. Braun. Die WeimarerReichskanzler. S. 271.

18 Bernhard. Gustav Stresemann. Band l.S. 2.

19 Vgl. Braun. Die WeimarerReichskanzler. S. 271.

20 Bernhard. Gustav Stresemann. Band 1. S. 8-12.

21 Vgl. Kurt Koszyk. Gustav Stresemann. Der kaisertreue Demokrat. Eine Biographie. Koln 1989. S. 257­258.

22 Vgl. Braun. Die Weimarer Reichskanzler. S. 272-273.

23 Vgl. Informationen zurpolitischen Bildung Nr. 261/2011. WeimarerRepublik. S.21.

24 Vgl. Michael-Olaf Maxelon. Stresemann und Frankreich. 1914-1929. Deutsche Politik der Ost-West- Balance. Band 5. Dusseldorf 1972. S. 83.

25 Verhandlungen der verfassungsgebenden Deutschen Nationalversammlung. Bd. 327. Stenogr. Berichte. Berlin 1920. S. 1100.

26 Vgl. Maxelon. Stresemann undFrankreich. S. 85.

27 Vgl. InformationenzurpolitischenBildung. WeimarerRepublik. S.21.

28 Vgl. Ralph Blessing. Der mogliche Frieden. Die Modemisierung der AuBenpolitik und die deutsch- franzosischen Beziehungen 1923-1929. Munchen2008. S. 35-36.In Bezug auf die Minderheitenprobleme ist vor allem Bastian Schot Leidens „ Stresemann, der deutsche Osten und der Volkerbund“ kenntnisreich.

29 Maxelon. Stresemann undFrankreich. S. 85.

30 Zitiert nach Austen Chamberlain. Ebd.

31 Detlef J. K. Peukert. Die Weimarer Republik. Krisenjahre der klassischen Modeme. 16. Auflage. Frankfurt a. M. 2016. S. 65.

32 Vgl. Maxelon. Stresemann undFrankreich S. 89.

33 Klaus Hildebrand. Das vergangene Reich. Deutsche AuBenpolitik von Bismarck bis Hitler 1871-1945. Stuttgart 1995. S. 440.

34 Verhandlungen der verfassungsgebenden Deutschen Nationalversammlung. S. 2911.

35 Vgl. Maxelon. Stresemann und Frankreich. S. 88-89.

36 Vgl. auch Klaus Megerle. Deutsche Auhenpolitik 1925. Ansatz zu aktivem Revisionismus. Frankfurt a. M. 1974. S. 9.

37 Vgl. InformationenzurpolitischenBildung. WeimarerRepublik. S. 29-30.

38 Vgl. Wolf Oschlies. Entscheidung fur Deutschland. Beitrag vom 20.03.2006. https://www.deutschlandfunkkultur.de/entscheidung-fuer-deutschland.932.de.html?dram:article id=129287 (zuletzt geoffnet am 16.10.2018 um 11:29 Uhr).

39 Vgl. InformationenzurpolitischenBildung. WeimarerRepublik. S. 29-30.

40 Vgl. Blessing. Der mogliche Frieden. S. 37.

41 Vgl. Karl Dietrich Erdmann. Das Problem der Ost- oder Westorientierung in der Locamo-Politik Stresemanns. S. 9, in: Wolfgang Michalka (Hg.), M. Lee Marshall (Hg.). Gustav Stresemann. Darmstadt 1982. S. 1-30.

42 Vgl. InformationenzurpolitischenBildung. WeimarerRepublik. S. 29-30.

43 Zitat nach Poincare. Karlheinz Dederke. Reich und Republik Deutschland 1917-1933. Stuttgart 1969. Seite 64.

44 Vgl. Maxelon. Stresemann undFrankreich. S. 114.

45 Vgl. Blessing. Der mogliche Frieden. S. 39.

46 Vgl. Maxelon. Stresemann undFrankreich. S. 114.

47 Blessing. Der mogliche Frieden. S. 39.

48 Vgl. Maxelon. Stresemann undFrankreich. S. 115.

49 Vgl. Blessing. Der mogliche Frieden. S. 38-39.

50 Vgl. Jonathan Wright: Gustav Stresemann, 1878-1929. Weimars grohter Staatsmann, ubersetzt von Klaus-Dieter Schmidt. Munchen. 2006. S. 270.

51 Vgl. Maxelon. StresemannundFrankreich. S. 113.

52 Zitat nach Stresemann. Ebd. S. 115.

53 Zitat nach Stresemann. Ebd.

54 Vgl. Kurt Koszyk. Gustav Stresemann. S. 251.

55 siehe ausfuhrlicher zu Raymond Poincare (1860-1934). Anne-Cecile Renouard. Gabriel Eikenberg. Deutsches Historisches Museum. Berlin 2014. https://www.dhm,de/lemo/biografie/ravmond-poincare (zuletzt geoffnet am 25.10.2018 um 16:58 Uhr).

56 Vgl. Maxelon. Stresemann undFrankreich. S. 115-118.

57 Vgl. Ebd. S. 118-119.

58 Verhandlungen des Reichstags. S 9156.

59 Ebd. 9157.

60 Vgl. Maxelon. Stresemann undFrankreich. S. 117-119.

61 Ebd. S. 116.

62 Manfred Berg: Gustav Stresemann. Eine politische Karriere zwischen Reich und Republik. Gottingen, Zurich 1992. S.93.

63 Vgl. Maxelon. Stresemann undFrankreich. S. 116.

64 Verhandlungen des Reichstags. S 9158.

65 Ebd.

66 Ebd.

Ende der Leseprobe aus 54 Seiten

Details

Titel
Die Verständigungspolitik von Gustav Stresemann in Bezug auf Frankreich und Polen
Untertitel
Eine geschichtliche Untersuchung
Hochschule
Universität Osnabrück
Note
2,0
Autor
Jahr
2018
Seiten
54
Katalognummer
V462568
ISBN (eBook)
9783668920019
ISBN (Buch)
9783668920026
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Gustav Stresemann, Weimarer Republik, Versailler Vertrag, Vertrag von Rapallo, Locarno, Aristid Briand, Poincaré
Arbeit zitieren
Thomas Peters (Autor), 2018, Die Verständigungspolitik von Gustav Stresemann in Bezug auf Frankreich und Polen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/462568

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