Im Rahmen des Zertifikatskurs "Gesundheitspädagogik in der Prävention" galt es, eine Fallaufgabe zu bearbeiten und einen Präventionskurs zum Thema "Cybermobbing" für Schüler/innen zu planen. Zunächst werden in der vorliegenden Arbeit die Grundlagen geklärt und das Cybermobbing und ähnliche Phänomene definiert und beschrieben. Als nächstes werden die Motive der Täter genannt und die Folgen des Cybermobbings bei den Opfern beschrieben. Im zweiten Kapitel wird das Medienutzungsverhalten von Kindern und Jugendlichen mit Bezugnahme auf die einschlägig bekannten Studien dargelegt. Im dritten Kapitel wird die Zielgruppe definiert und die Präventionsveranstaltung positioniert. Als nächstes wird dann ein Konzept für einen Präventioskurs zu Cybermobbing an Schulen samt Name und Slogan, Grob- und Feinzielen sowie Lerinhalten vorgestellt. Zum Schluss der Arbeit wird erläutert, wie die Evaluation des Präventionskurses erfolgen könnte.
Was ist eigentlich Cybermobbing? Cybermobbing unterscheidet sich in einigen Punkten vom herkömmlichen Mobbing. So sind die Cybermobbing-Attacken an keine Zeit gebunden, können also auch nachmittags oder nachts stattfinden, während das herkömmliche Mobbing eher während der Schul- oder Arbeitszeit vorkommt. Ein weiteres Kennzeichen des Cybermobbings ist, dass die Täter im Schutz der Anonymität keine Angst vor Sanktionen haben. Da aber auch der Angegriffene nicht körperlich anwesend ist, wird der Mobbende „nicht mit der Wirkung seiner Äußerungen konfrontiert“. So können auch Personen, die offline nicht in Mobbing-Handlungen involviert sind, im Netz zu Mobbern werden. An die Anonymität gekoppelt ist das Auseinanderfallen zwischen der Cyberidentität und der wirklichen Identität des Täters. Das zeigt sich an dem Nutzernamen, der selten mit dem Klarnamen übereinstimmt oder am Avatar, der sehr wahrscheinlich ganz anders als der Täter aussieht. Ebenfalls eine Nebenwirkung der Anonymität des Netzes ist es, dass es den „Cybermobbern häufig nicht bewusst“ ist, „was sie anderen durch das eigene Handeln im virtuellen Raum antun". Es kann also auch zu unbeabsichtigten Fällen von Cybermobbing kommen, also zu Fällen, bei denen der Täter gar nicht ahnt, was er dem Opfer antut, in dem er etwas über sie behauptet oder ein peinliches Foto von ihm hoch lädt. Cybermobing kann in wenigen Minuten viele Rezipient/innen erreichen.
Inhaltsverzeichnis
- Cybermobbing und ähnliche Phänomene
- Definition des Cybermobbings und artverwandter Phänomene
- Beschreibung des Cybermobbings
- Motive der Mobbing-Täter/innen
- Folgen des Cybermobbings bei den Opfern
- Medinnutzung von Kindern und Jugendlichen
- Zielgruppendefinition und Positionierung
- Kurskonzept
- Name und Slogan
- Grobziel und feinere Lernziele
- Lerninhalte
- Evaluation
- Formative Evaluation
- Summative Evaluation
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Fallaufgabe beschäftigt sich mit dem Thema Cybermobbing. Ziel ist es, ein Kurskonzept zu entwickeln, welches Kinder und Jugendliche über die Gefahren des Cybermobbings aufklärt und ihnen Strategien zum Umgang mit diesem Phänomen vermittelt. Der Fokus liegt auf der Definition und Beschreibung des Cybermobbings, der Analyse der Motive der Täter sowie der Folgen des Cybermobbings für die Opfer.
- Definition und Beschreibung des Cybermobbings
- Motive der Cybermobbing-Täter
- Folgen des Cybermobbings für die Opfer
- Entwicklung eines Kurskonzepts zur Prävention und Bewältigung von Cybermobbing
- Bewertung des Kurskonzepts
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel befasst sich mit der Definition und Beschreibung des Cybermobbings. Es werden die historischen Wurzeln des Begriffs "Mobbing" beleuchtet und die Unterschiede zwischen herkömmlichem Mobbing und Cybermobbing herausgestellt. Zudem werden verschiedene Erscheinungsformen des Cybermobbings wie Cyberstalking, Cyberthreats und Happy Slapping vorgestellt. Im zweiten Kapitel werden die Motive der Cybermobbing-Täter analysiert. Es wird deutlich, dass die Motivation für Cybermobbing vielfältig ist und von Langeweile und Spaß bis hin zu Rache und dem Wunsch nach Anerkennung reicht. Das dritte Kapitel beschäftigt sich mit den Folgen des Cybermobbings für die Opfer. Hier werden die psychischen, gesundheitlichen und sozialen Folgen des Cybermobbings beleuchtet, die zu Schamgefühlen, Angst, sozialem Rückzug und psychischen Belastungen führen können.
Schlüsselwörter
Cybermobbing, Mobbing, Online-Harassment, Internet-Harassment, Aggression, Bullying, Cyberstalking, Cyberthreats, Happy Slapping, Motivation, Opfer, Folgen, Prävention, Intervention.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen herkömmlichem Mobbing und Cybermobbing?
Cybermobbing ist zeitlich unbegrenzt (24/7), erreicht in kürzester Zeit ein riesiges Publikum und findet oft im Schutz der Anonymität statt, was die Hemmschwelle der Täter senkt.
Was sind die Motive von Cybermobbing-Tätern?
Die Motive reichen von Langeweile und Spaß über Rache bis hin zum Wunsch nach sozialer Anerkennung innerhalb einer Gruppe.
Welche Folgen hat Cybermobbing für die Opfer?
Opfer leiden häufig unter Schamgefühlen, Angstzuständen, sozialem Rückzug, psychischen Belastungen und körperlichen Symptomen.
Was versteht man unter "Happy Slapping"?
Dabei werden physische Angriffe auf Personen mit dem Handy gefilmt und anschließend im Internet oder per Messenger verbreitet, um das Opfer bloßzustellen.
Wie kann ein Präventionskurs an Schulen helfen?
Ein solcher Kurs klärt über die rechtlichen Folgen auf, stärkt die Medienkompetenz und vermittelt Schülern Strategien, wie sie sich als Opfer oder Zeugen richtig verhalten.
- Arbeit zitieren
- Markus Hieber (Autor:in), 2018, Planung eines Präventionskurses zu Cybermobbing an Schulen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/462705