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Wie haben sich die emotionalen Reaktionen in Deutschland aufgrund der Flüchtlingskrise verändert?

Title: Wie haben sich die emotionalen Reaktionen in Deutschland aufgrund der Flüchtlingskrise verändert?

Term Paper (Advanced seminar) , 2018 , 26 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Sociology - Politics, Majorities, Minorities
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Folgende Fragestellung soll somit im Mittelpunkt der Betrachtung stehen: Wie haben sich die emotionalen Reaktionen in Deutschland aufgrund der Flüchtlingskrise verändert? Zunächst wird die historische Kontextualisierung verdeutlicht, hier wird der Begriff „Flüchtling“ definiert und abgegrenzt. Im Weiteren gehe ich auf wichtige geschichtliche Etappen Deutschlands in Bezug zur Flüchtlingspolitik ein. Der konzeptionelle Rahmen gibt einen Überblick über die Theorie von Emma Hutchison, die eine solide Grundlage zur Analyse bietet. Im nächsten Schritt erläutere ich meine Methode bezüglich der daraufhin folgenden Analyse. Der Hauptteil widmet sich dem emotionalen Wandel in Deutschland zu den Zeitpunkten 2015 und 2017. Um einen Überblick zu verschaffen, werden Zahlen und Fakten näher erläutert. Im Anschluss werde ich Stellungnahmen der Parteien CDU, AfD und Grüne auf Emotionen untersuchen.

Wie wurden Emotionen präsentiert um bestimmte Reaktionen zu erzielen? Wie haben sich die jeweiligen Parteien zu der Thematik der Flüchtlingssituation positioniert? Gab es tatsächlich einen emotionalen Wandel?

Die Flüchtlingskrise traf Deutschland 2015 unvorbereitet. Bilder gingen um die Welt, die Flüchtlingshelfer dabei zeigten, wie sie die Willkommenskultur auslebten. Doch langsam kamen Zweifel auf, ob die Flüchtlinge in der Lage seien, sich den deutschen Werten und Normen und der Rechtsordnung anzupassen. Die Terroranschläge in Europa und der Silvesterübergriff in Köln schürten Zweifel. Scheinbar änderte sich die Stimmung in Deutschland bis 2017, denn es gab Übergriffe auf Flüchtlinge und deren Unterkünfte, Rassismus machte sich breit und die Meinungen über die Flüchtlingsdebatte gingen stark auseinander. Die Flüchtlingssituation ist ein für Deutschland relevantes Thema, die Herausforderung, die unbegrenzte Zahl an Einwanderern zu meistern, war groß. Aufgrund dieser Aspekte ist die Fragestellung relevant.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historische Kontextualisierung

2.1. Definition und Abgrenzung

2.2. Die geschichtlichen Etappen Deutschlands im Bezug zur Flüchtlingspolitik

3. Konzeptioneller Rahmen

3.1. Theorie

3.2. Methode

4. Emotionaler Wandel im Vergleich von 2015 und 2017

4.1. Zahlen und Fakten

4.2. Emotionale Reaktion der Parteien zum Zeitpunkt 2015

4.2.1. CDU

4.2.2. AfD

4.2.3. Bündnis 90/Die Grünen

4.3. Emotionale Reaktionen der Parteien zum Zeitpunkt 2017

4.3.1. CDU

4.3.2. AfD

4.3.3. Bündnis 90/Die Grünen

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie sich die emotionalen Reaktionen in Deutschland im Kontext der Flüchtlingskrise zwischen den Jahren 2015 und 2017 verändert haben, und analysiert hierbei die Positionierung ausgewählter politischer Parteien anhand ihrer Stellungnahmen.

  • Analyse des emotionalen Wandels in der deutschen Flüchtlingspolitik
  • Untersuchung der Parteien CDU, AfD und Bündnis 90/Die Grünen
  • Anwendung der Theorie von Emma Hutchison zu Trauma und Emotionen in der Politik
  • Vergleichende Betrachtung der Jahre 2015 und 2017
  • Interpretation von medialen Darstellungen und offiziellen Stellungnahmen

Auszug aus dem Buch

3.1. Theorie

Emma Hutchison untersucht in ihrem Aufsatz „Trauma and the Politics of Emotions“, wie traumatische Ereignisse die Konstitution der Gemeinschaft in den internationalen Beziehungen beeinflussen (vgl. Hutchison 2010: 65) und erläutert näher, wie mediale Darstellungen private Emotionen zu einem Kollektiv werden lassen, sodass eine Gemeinschaft entweder tiefer verbunden oder stark gespalten wird (vgl. Hutchison 2010: 65).

Zudem beschäftigt Sie sich mit der Analyse von Emotionen in den internationalen Beziehungen, sie behauptet, dass Emotionen in verschärften Zeiten einen ausschlaggebenden politischen Part einnehmen und zu einem Dreh- und Angelpunkt für den Wandel von politischer Stabilität und sozialer Kontrolle werden (vgl. Hutchison 2010: 65). Durch die Konstituierung und Wiederherstellung der Gemeinschaft nach einem traumatischen Vorfall werden politische Ansichten gestaltet und geprägt (vgl. Hutchison 2010: 68). Um dies zu veranschaulichen, bezieht sich Hutchison auf die medialen Darstellungen australischer Zeitungen des Bombenanschlags vom 12.10.2002 auf Bali, bei dem 202 Menschen starben, unter ihnen 88 Australier (vgl. Hutchison 2010: 65).

Sie setzt sich mit der zentralen Bedeutung von Emotionen hinsichtlich des Verständnisses der Politik von Identität und Gemeinschaft in den internationalen Beziehungen auseinander und will dieses konzeptualisieren und empirisch veranschaulichen (vgl. Hutchison 2010: 66). Sie verdeutlicht, wie Darstellungen von Traumata ein Gefühl des kollektiven Empfindens vermitteln und zugleich die politische Gemeinschaft unterstützen (vgl. Hutchison 2010: 65). Sie postuliert, dass mediale Darstellungen ein singuläres Traumaereigniss so präsentieren, dass sie sich nicht mehr auf das Individuum beziehen, sondern in ein Kollektiv übergehen (vgl. Hutchison 2010: 65). Die Autorin vertritt die These, dass es durch Medien möglich ist, das ferne Leiden zu erleben (vgl. Hutchison 2010: 67), was in der der Soziologie und Politik als “distant survivor syndrome“ (Hutchison 2010: 68) bezeichnet wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Flüchtlingskrise ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Veränderung emotionaler Reaktionen in Deutschland zwischen 2015 und 2017.

2. Historische Kontextualisierung: Dieses Kapitel definiert den Begriff Flüchtling und beleuchtet wichtige geschichtliche Meilensteine und Entwicklungen der deutschen Flüchtlingspolitik.

3. Konzeptioneller Rahmen: Hier wird die theoretische Grundlage nach Emma Hutchison erläutert und die methodische Vorgehensweise für die nachfolgende Analyse dargelegt.

4. Emotionaler Wandel im Vergleich von 2015 und 2017: Dieser Hauptteil analysiert auf Basis von Zahlen, Fakten und parteispezifischen Stellungnahmen die emotionalen Reaktionen von CDU, AfD und Grünen in den Jahren 2015 und 2017.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und stellt fest, dass sich die emotionalen Reaktionen innerhalb der untersuchten Parteien kaum gewandelt haben, wohl aber eine Verschiebung in der Wahrnehmung der Bevölkerung stattfand.

Schlüsselwörter

Flüchtlingskrise, Emotionen, Politik, CDU, AfD, Bündnis 90/Die Grünen, Trauma, Willkommenskultur, politische Kommunikation, Deutschland, Angst, Verbundenheit, Zuversicht, Integration, gesellschaftlicher Wandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Veränderung emotionaler Reaktionen in Deutschland im Zuge der Flüchtlingskrise und deren politische Verarbeitung.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Mittelpunkt stehen die Flüchtlingskrise, die Rolle von Emotionen in der Politik sowie die unterschiedlichen Positionierungen der Parteien CDU, AfD und Grüne.

Was ist die primäre Forschungsfrage des Autors?

Die Arbeit geht der Frage nach, wie sich die emotionalen Reaktionen in Deutschland aufgrund der Flüchtlingskrise zwischen den Jahren 2015 und 2017 verändert haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Untersuchung verwendet?

Es wird eine systematische Analyse von Pressemitteilungen und offiziellen Stellungnahmen der Parteien vorgenommen, um die intendierte Verwendung von Emotionen darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung von Zahlen und Fakten zur Flüchtlingssituation sowie eine detaillierte Untersuchung der emotionalen Argumentation der CDU, AfD und der Grünen zu den Zeitpunkten 2015 und 2017.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Analyse?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Emotionen wie Angst, Wut, Verbundenheit und Zuversicht sowie das theoretische Konzept des kollektiven Traumas nach Emma Hutchison.

Wie unterscheidet sich die emotionale Reaktion der CDU von der AfD?

Die Analyse zeigt, dass die CDU primär mit Verbundenheit und Zuversicht argumentiert, während die AfD stark auf Angst, Wut und Enttäuschung setzt.

Welche Rolle spielt das Konzept der Willkommenskultur in der Untersuchung?

Die Willkommenskultur des Jahres 2015 dient als Referenzpunkt, um einen potenziellen emotionalen Wandel bis zum Jahr 2017 kontrastiv zu beleuchten.

Was schlussfolgert die Arbeit hinsichtlich des gesellschaftlichen Wandels?

Während die Parteien in ihren emotionalen Grundhaltungen stabil blieben, deutet das Wahlergebnis 2017 auf einen signifikanten Wandel innerhalb der Wählerschaft hin.

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Details

Title
Wie haben sich die emotionalen Reaktionen in Deutschland aufgrund der Flüchtlingskrise verändert?
College
University of Stuttgart  (Sozialwissenschaft)
Course
Emotionen in den internationalen Beziehungen
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2018
Pages
26
Catalog Number
V462724
ISBN (eBook)
9783668902237
ISBN (Book)
9783668902244
Language
German
Tags
Flüchtlingskrise
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2018, Wie haben sich die emotionalen Reaktionen in Deutschland aufgrund der Flüchtlingskrise verändert?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/462724
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