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Ökolabel - Instrumente zur besseren Konsumentenorientierung?

Título: Ökolabel - Instrumente zur besseren Konsumentenorientierung?

Trabajo , 2005 , 48 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Anja Conrad (Autor)

Ciencias ambientales
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Würde die Weltbevölkerung im Jahr 2050 zehn Milliarden Menschen umfassen und sich dem Lebensstil der USA anpassen, müssten allein neun Milliarden Tonnen Getreide für die Tiermast produziert werden, was der Ernte von vier Planeten entsprechen würde. Anhand dieses Szenarios wird deutlich, dass vor allem die Menschen in den Industrieländern ihre energie- und ressourcenverschwendenden Lebensstile ändern müssen, um zu einer nachhaltigen, also dauerhaft umweltgerechten Entwicklung beizutragen.
Dabei kann jeder Einzelne etwas zum Umweltschutz und zur Nachhaltigkeit beitragen, und sei es nur beim alltäglichen Einkauf auf umwelt- und sozialverträgliche Produkte und Dienstleistungen zu achten, und diese gegenüber den umweltbelastenden Varianten zu bevorzugen. Doch wie kann man die einen von den anderen unterscheiden? Eine Möglichkeit wäre anhand von Umweltkennzeichen, den so genannten „Logos“, von denen es mittlerweile eine ganze Reihe gibt. Diese sollen die VerbraucherInnen nicht nur auf umwelt-, sondern auch auf sozialverträgliche Produkte und Dienstleistungen hinweisen und das Bewusstsein für umweltverträgliche bzw. nachhaltige Produkte schärfen, um so die Nachfrage nach derartigen Waren zu verstärken. Aber Achtung: nicht alle Formulierungen weisen auf echte Öko-Produkte hin. Hinter einigen Logos verbergen sich Mogelpackungen, die das ökologische Bewusstsein der VerbraucherInnen ausnutzen, ohne dem erwarteten Anspruch gerecht zu werden. Doch wie kann man als VerbraucherIn erkennen, welches Logo etwas taugt und welches nicht? Wofür stehen die einzelnen Ökolabel? Was kann alles mit ihnen gekennzeichnet werden und wer entscheidet über die Vergabe und die zu erfüllenden Kriterien? Welche Zeichen sind die bekanntesten und inwieweit werden sie von den VerbraucherInnen akzeptiert und auch wirklich beim Einkauf beachtet? Sind Ökolabel also tatsächlich eine Hilfestellung oder sorgen sie doch eher für Verwirrung unter den KonsumentInnen?
Mit all diesen Fragen beschäftigt sich die vorliegende Hausarbeit. Sie soll einen kleinen Einblick in die große Welt der Ökolabel geben. Dabei werden zunächst theoretische Grundlagen erarbeitet, die sich auf wichtige Begriffsdefinitionen sowie auf allgemeine Einflussfaktoren für nachhaltiges Konsumentenverhalten beziehen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Begriffsdefinitionen

2.2 Allgemeine Einflussfaktoren für nachhaltiges Konsumentenverhalten

2.2.1 Das Umweltbewusstsein der VerbraucherInnen

2.2.2 Verschiedene Lebensstile

2.2.3 Weitere Einflussfaktoren

2.2.4 Verlässliche Umweltinformationen über Produkte

3. Die gebräuchlichsten Ökolabel in Deutschland

3.1 Textilien und Bekleidung

3.2 Wohnen und Versorgung

3.3 Reisen und Tourismus

3.5 Zeichen, die keine Umweltzeichen sind

4. Das deutsche Umweltzeichen: Der Blaue Engel

4.1 Das Logo

4.2 Historie und Hintergründe

4.3 Wer steckt hinter dem „Blauen Engel“?

4.4 Das Vergabeverfahren

4.5 Was kostet der Blaue Engel?

4.6 Die Akzeptanz des Blauen Engels unter den Verbrauchern

4.7 Kritik am Blauen Engel

5. Biosiegel

5.1 Ökologischer Landbau

5.2 Geschichte und Richtungen des ökologischen Landbaus

5.3 Dachorganisationen des ökologischen Landbaus

5.4 Anbauverbände des ökologischen Landbaus

5.5 Bio-Siegel

5.5.1 Kriterien und Rechtsgrundlagen für das Bio-Siegel

5.5.2 Bisher existierende Öko-Zeichen

5.5.3 Allgemeine Daten zum Bio-Siegel

5.6 Produktkennzeichnung

5.7 Nachfrage nach ökologischen Produkten

5.8 Bewertung der Biosiegel

6. Sozialsiegel

6.1 TransFair

6.1.1 Anforderungen

6.1.2 Ökologie und Fairer Handel

6.2 Rugmark

6.3 Nachfrage der Sozialsiegel

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle von Ökolabeln als Instrumente zur Orientierung für Verbraucher im Kontext nachhaltigen Konsums. Es wird analysiert, inwieweit verschiedene Kennzeichnungen (Umwelt-, Bio- und Sozialsiegel) bei Kaufentscheidungen tatsächlich eine Hilfe darstellen oder eher zur Verwirrung der Konsumenten beitragen.

  • Grundlagen nachhaltigen Konsumentenverhaltens
  • Analyse gebräuchlicher Umweltzeichen in Deutschland
  • Ausführliche Betrachtung des "Blauen Engels"
  • Systematik und Bewertung von Biosiegeln
  • Relevanz und Funktion von Sozialsiegeln

Auszug aus dem Buch

4.3 Wer steckt hinter dem „Blauen Engel“?

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit ist Zeicheninhaber des Blauen Engels und informiert regelmäßig über die Entscheidungen der Jury Umweltzeichen. Diese ist ein unabhängiges Beschlussgremium, das sämtliche technischen Anforderungen an Produkte und Dienstleistungen beschließt und sich aus VertreterInnen aus Umwelt und Verbraucherverbänden, Gewerkschaften, Industrie, Handel, Handwerk, Kommunen, Wissenschaft, Medien, Kirchen sowie Bundesländern zusammensetzt. Diese werden vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie dem Vorsitzenden der Umweltministerkonferenz für jeweils drei Jahre berufen. Die Jury trifft sich zweimal jährlich, um über neue auszuzeichnende Produktgruppen zu entscheiden sowie Vergabekriterien bzw. deren Verschärfungen festzulegen. Mit der Vergabe des Blauen Engels ist das RAL – Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e.V. betraut – unter Beteiligung des Umweltbundesamtes sowie des Bundeslandes, in dem der Hersteller bzw. Anbieter des jeweiligen Produktes oder der Dienstleistung seinen Sitz hat. Außerdem ist das Umweltbundesamt für die Entwicklung von Anforderungen für die Vergabe des Blauen Engels verantwortlich.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit nachhaltiger Lebensstile angesichts wachsender Bevölkerungszahlen und führt die Problematik der Unterscheidung echter Umweltkennzeichen von "Mogelpackungen" ein.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Ökolabel und Konsumverhalten und erörtert psychologische sowie soziale Einflussfaktoren, die nachhaltiges Kaufverhalten bestimmen oder hemmen.

3. Die gebräuchlichsten Ökolabel in Deutschland: Es wird ein Überblick über marktrelevante Label in den Bereichen Textilien, Wohnen und Tourismus gegeben und von Kennzeichnungen abgegrenzt, die fälschlicherweise für Umweltzeichen gehalten werden.

4. Das deutsche Umweltzeichen: Der Blaue Engel: Dieses Kapitel widmet sich detailliert dem Blauen Engel, seiner Entstehungsgeschichte, dem Vergabeverfahren, den Kosten und der kritischen Auseinandersetzung mit seiner Reichweite und Akzeptanz.

5. Biosiegel: Hier werden die Prinzipien des ökologischen Landbaus, die verschiedenen Anbauverbände und die Bedeutung des staatlichen Bio-Siegels im Vergleich zu anderen Zeichen analysiert.

6. Sozialsiegel: Das Kapitel behandelt die Bedeutung von Sozialstandards bei der Produktion und stellt beispielhaft die Initiativen TransFair und Rugmark dar, um ethischen Konsum zu beleuchten.

7. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion, die den Nutzen von Labeln als Instrumente unterstreicht, jedoch eine kritische Hinterfragung durch die Konsumenten einfordert.

Schlüsselwörter

Ökolabel, Nachhaltigkeit, Konsumentenverhalten, Blauer Engel, Biosiegel, Sozialsiegel, Umweltbewusstsein, TransFair, Rugmark, ökologischer Landbau, Produktkennzeichnung, Nachhaltiger Konsum, Zertifizierung, Umweltbundesamt, Verbraucherorientierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob Ökolabel ein effektives Werkzeug darstellen, um Konsumenten eine verlässliche Orientierung bei umwelt- und sozialverträglichen Einkaufsentscheidungen zu bieten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentral sind die verschiedenen Kategorien von Siegeln, konkret Umweltzeichen, Biosiegel und Sozialsiegel, sowie die psychologischen Faktoren, die hinter dem Konsumverhalten stehen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, dem Leser einen Überblick über die "Welt der Ökolabel" zu verschaffen und kritisch zu bewerten, ob diese Zeichen tatsächlich als Hilfestellung dienen oder eher zur Verwirrung führen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung und der Analyse bestehender Literatur, Marktstudien und offizieller Dokumente zur Vergabepraxis von Labeln.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung gängiger Labels, eine vertiefte Analyse des Blauen Engels, eine Erörterung des ökologischen Landbaus samt Biosiegeln sowie eine Darstellung von Sozialsiegeln.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen gehören Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein, Zertifizierung, Verbraucherorientierung sowie konkrete Beispiele wie Blauer Engel, Bio-Siegel und TransFair.

Warum gibt es beim "Blauen Engel" Kritik hinsichtlich der Produktgruppenabgrenzung?

Kritisiert wird, dass vorrangig Produkte ausgezeichnet werden, die in ihrer Produktgruppe "besser" sind, während konsequent umweltfreundliche Konzepte (wie das Fahrrad) keine Chance auf ein Label haben, da es keine passende Vergabegrundlage gibt.

Welche Rolle spielt das Preisleistungsverhältnis bei der Entscheidung für Bioprodukte?

Die Akzeptanz von Bioprodukten leidet oft unter einem schlechten Preisimage. Während kleine Preisaufschläge akzeptiert würden, liegen die realen Preisunterschiede meist deutlich höher, was viele Konsumenten abschreckt.

Final del extracto de 48 páginas  - subir

Detalles

Título
Ökolabel - Instrumente zur besseren Konsumentenorientierung?
Universidad
Berlin School of Economics
Curso
Wirtschaft und Umwelt
Calificación
1,7
Autor
Anja Conrad (Autor)
Año de publicación
2005
Páginas
48
No. de catálogo
V46282
ISBN (Ebook)
9783638435062
Idioma
Alemán
Etiqueta
Instrumente Konsumentenorientierung Wirtschaft Umwelt
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anja Conrad (Autor), 2005, Ökolabel - Instrumente zur besseren Konsumentenorientierung?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/46282
Leer eBook
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