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Modellierungsaufgaben. Eine Chance für einen sprachsensiblen Mathematikunterricht?

Title: Modellierungsaufgaben. Eine Chance für einen sprachsensiblen Mathematikunterricht?

Term Paper , 2018 , 15 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Didactics - Mathematics
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Inwiefern Modellierungsaufgaben als Chance für einen sprachsensiblen Mathematikunterricht genutzt werden können, soll in der vorliegenden Arbeit dargestellt werden. Hierfür ist es zunächst notwendig, den Zusammenhang der Sprache und Mathematik zu erarbeiten sowie eine Definition des mathematischen Modellierens als theoretische Grundlage vorzustellen. Darauffolgend sollen Ziel und (sprachliche) Kompetenzen von Modellierungsaufgaben dargestellt werden, um herauszuarbeiten, inwiefern sie einen sprachsensiblen Mathematikunterricht ermöglichen.

Der Rahmenlehrplan Mathematik formuliert, dass die Sprache als zentrales Verständigungsmittel auch im Mathematikunterricht der Grundschule eine entscheidende Rolle spielt . Die Sprache als eine Form der Kommunikation wird auch im Mathematikunterricht genutzt, um Grundvorstellungen zu vermitteln sowie Fachbegriffe zu erklären, die nur mithilfe von Umschreibungen durch sprachliche Hilfsmittel den Schülerinnen und Schülern (SuS) näher gebracht werden können. Darüber hinaus müssen Kinder Arbeitsaufträge entschlüsseln, Textaufgaben verstehen und diese abstrahieren können.

Allerdings müssen die Heranwachsenden bestimmte Wortschatzkenntnisse, Grammatik- und Kontextwissen vorweisen, um überhaupt mathematische Texte und Anweisungen verstehen zu können. Dies geschieht über die Gestaltung eines sprachsensiblen Mathematikunterrichts, der besonders in der Grundschule von Bedeutung ist. Hierfür sind besonders Aufgaben geeignet, die ausgehend von der Alltagssprache mathematische Fähigkeiten fördern und eine gemeinsame Bearbeitung durch alle Kinder der Klasse ermöglichen. Eine Möglichkeit ist das mathematische Modellieren. Mathematische Modellierungsaufgaben bieten demnach Sprachanlässe und fördern damit die Kommunikation über alltägliche Probleme sowie den Wechsel der Sprachregister.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Theoretische Grundlage

1.1 Sprache und Mathematik

1.2 Modellierungsaufgaben im Mathematikunterricht

1.2.1 Modellierungskreislauf

2 Sprachsensibler Unterricht durch mathematisches Modellieren in der Grundschule

2.1 Bedeutung und Ziele für Heranwachsende

2.2 Sprachlicher Kompetenzerwerb durch mathematisches Modellieren

3 Umsetzungsmöglichkeiten in der Grundschule

3.1 Modellierungsaufgaben für Kinder?

3.2 Beispielaufgabe

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern Modellierungsaufgaben als wirksames Instrument für einen sprachsensiblen Mathematikunterricht in der Grundschule fungieren können. Dabei wird der Fokus auf die Verbindung zwischen mathematischem Problemlösen und der notwendigen sprachlichen Kompetenzentwicklung der Kinder gelegt.

  • Zusammenhang von Sprache und Mathematik als zentrales Element im Unterricht
  • Definition und Funktion des mathematischen Modellierungskreislaufs
  • Bedeutung sprachlicher Kompetenzen beim Bearbeiten von Modellierungsaufgaben
  • Konkrete Umsetzungsmöglichkeiten und didaktische Anforderungen in der Grundschule

Auszug aus dem Buch

1.2 Modellierungsaufgaben im Mathematikunterricht

Seit den Beschlüssen der Kultusministerkonferenz 2003 bekommt das mathematische Modellieren im Mathematikunterricht einen besonderen Stellenwert. Sie stellt neben dem mathematischen argumentieren, dem Verwenden mathematischer Darstellungen, dem mathematischen Lösen von Problemen, dem mathematischen Kommunizieren sowie dem symbolischen, formalen und technischen Umgehen mit Mathematik eine der sechs zentralen Kompetenzen dar, die als Kern der Standards für den Mathematikunterricht formuliert wurden.9

Unter mathematisches Modellieren wird ein idealisierter Arbeitsprozess verstanden, der die Bearbeitung von Fragestellungen beinhaltet, die aus der realen und außermathematischen Welt stammen 10 . Demnach kommt man dem internationalen Ziel Realitätsbezüge in den Mathematikunterricht stärker zu etablieren und den Bereich der Anwendung von Mathematik zu erweitern näher11. Der Begriff des Modellierens stellt demnach den Prozess des Problemlösens aus der Realität in den Vordergrund und nicht mathematische Inhalte. Geht man von der allgemein bekannten Definition des Begriffs ‚Modell’ aus, welches eine vereinfachte Darstellung der Realität beschreibt12, so wird im Mathematikunterricht ein realistisches und vor allem authentisches Problem aus der Wirklichkeit entnommen, welches nicht ‚mathematisiert’ ist. Damit unterscheiden sich Modellierungsaufgaben von anderen Sachaufgaben, da sie nicht die Anwendung und Ausführung von bestimmten (meist von der Lehrkraft intendierten) mathematischen Verfahren in den Fokus stellt. Hier ein Beispiel: „Max will an seinem 8. Geburtstag mit seinen Gästen Schokoküsse essen. Wie viele Schachteln muss er mit seiner Mutter einkaufen?“13 Im Fokus steht der Kontext des Problems, welches Fragen wie, ‚Wie viele Gäste kommen überhaupt?’ etc., hervorbringt und demnach das Modellieren verlangt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die unterschätzte Rolle der Sprache im Mathematikunterricht und führt in das mathematische Modellieren als Lösungsansatz für einen sprachsensiblen Unterricht ein.

1 Theoretische Grundlage: Es werden die Grundlagen zur Bedeutung von Sprache im mathematischen Kontext sowie der Prozess des Modellierens als theoretisches Fundament dargelegt.

1.1 Sprache und Mathematik: Dieses Kapitel erörtert, warum Mathematik als "erste Fremdsprache" gelten kann und welche Rolle die Fachsprache neben der Alltagssprache im Unterricht einnimmt.

1.2 Modellierungsaufgaben im Mathematikunterricht: Hier wird das mathematische Modellieren als zentrale Kompetenz definiert und von herkömmlichen Sachaufgaben abgegrenzt.

1.2.1 Modellierungskreislauf: Dieser Abschnitt erläutert den idealisierten Prozess des Modellierens, bestehend aus der Realität und der Welt der Mathematik.

2 Sprachsensibler Unterricht durch mathematisches Modellieren in der Grundschule: Das Kapitel verknüpft die theoretischen Modellierungsaspekte mit den Anforderungen eines sprachsensiblen Fachunterrichts.

2.1 Bedeutung und Ziele für Heranwachsende: Es werden inhaltliche, prozessbezogene und allgemeine Ziele für Schülerinnen und Schüler bei der Arbeit mit Modellierungsaufgaben definiert.

2.2 Sprachlicher Kompetenzerwerb durch mathematisches Modellieren: Dieser Teil analysiert, wie Modellierungsaufgaben die sprachliche Kompetenz fordern und fördern, insbesondere durch den Wechsel des Sprachregisters.

3 Umsetzungsmöglichkeiten in der Grundschule: Hier werden praktische Wege aufgezeigt, um Modellierungsprozesse in der Primarstufe sprachsensibel zu gestalten.

3.1 Modellierungsaufgaben für Kinder?: Dieser Abschnitt diskutiert die Voraussetzungen und die notwendige Anpassung von Modellierungsaufgaben an den Lernstand von Grundschulkindern.

3.2 Beispielaufgabe: Eine konkrete Beispielaufgabe aus dem Schwimmverein veranschaulicht das Potenzial von Modellierungsaufgaben für Kommunikation und Argumentation im Unterricht.

Schlüsselwörter

Mathematikunterricht, Sprachsensibilität, Modellierungsaufgaben, Grundschule, Sprachregister, Fachsprache, Problemlösefähigkeit, Modellierungskreislauf, Sprachbildung, Mathematisieren, Realitätsbezug, Kommunikation, Argumentation, Kompetenzerwerb, Sachaufgaben.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Potenzial von Modellierungsaufgaben, um einen sprachsensiblen Mathematikunterricht in der Grundschule zu ermöglichen und zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Verknüpfung von Sprache und Mathematik, die Definition und Anwendung des mathematischen Modellierungskreislaufs sowie die didaktische Gestaltung von Unterricht für Grundschulkinder.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch mathematisches Modellieren nicht nur fachliche Inhalte, sondern auch sprachliche Kompetenzen gezielt entwickelt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung fachdidaktischer Literatur und Rahmenlehrpläne sowie der Analyse von Modellierungsaufgaben als didaktisches Instrument.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Analyse von Lernzielen im Kontext von Modellierungen und die Diskussion praktischer Umsetzungsmöglichkeiten für den Grundschulbereich.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Modellierungsaufgaben, Sprachsensibilität, Grundschule, Fachsprache und mathematische Kompetenzentwicklung.

Warum wird Mathematik in dieser Arbeit als "erste Fremdsprache" bezeichnet?

Dies bezieht sich darauf, dass im Mathematikunterricht eine Vielzahl an neuen Fachbegriffen eingeführt wird, die über den alltäglichen Wortschatz hinausgehen und für Schülerinnen und Schüler erst erlernt werden müssen.

Welche Rolle spielt der Modellierungskreislauf bei der sprachlichen Förderung?

Der Kreislauf zwingt die Lernenden, zwischen dem realen Kontext und der mathematischen Welt zu wechseln, was ständige Sprachregisterwechsel und eine präzise Kommunikation über den Lösungsweg erfordert.

Welche Bedenken werden bei der Beispielaufgabe zum Schwimmverein geäußert?

Es wird kritisch hinterfragt, ob die Komplexität der geforderten Begründungen ("Was findest du gerecht?") den Authentizitätsgrad der Aufgabe mindert oder Kinder überfordern könnte.

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Details

Title
Modellierungsaufgaben. Eine Chance für einen sprachsensiblen Mathematikunterricht?
College
Free University of Berlin
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2018
Pages
15
Catalog Number
V463122
ISBN (eBook)
9783668925762
ISBN (Book)
9783668925779
Language
German
Tags
modellierungsaufgaben eine chance mathematikunterricht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2018, Modellierungsaufgaben. Eine Chance für einen sprachsensiblen Mathematikunterricht?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/463122
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