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Auswirkungen der Industrie 4.0 auf die Arbeitsplätze. Die digitale Transformation im produzierenden Gewerbe

Título: Auswirkungen der Industrie 4.0 auf die Arbeitsplätze. Die digitale Transformation im produzierenden Gewerbe

Libro Especializado , 2019 , 88 Páginas

Autor:in: Natalie Stingl (Autor)

Economía de las empresas - Aprovisionamiento, producción, logística
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Kaum ein Begriff aus der Informations- und Produktionstechnik ist in den letzten Jahren so stark in das Zentrum des medialen Interesses gerückt wie Industrie 4.0. Seit der Hannover Messe 2011, der vermeintlichen Geburtsstunde von Industrie 4.0 in Deutschland, steigt das wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Interesse an der sogenannten vierten industriellen Revolution kontinuierlich.

Natalie Stingl erklärt, was sich hinter der vierten industriellen Revolution tatsächlich verbirgt. Wie könnte sich Industrie 4.0 auf die zukünftige Beschäftigung im produzierenden Gewerbe auswirken? Stingl beschreibt mögliche Szenarien der Beschäftigungsentwicklung und bewertet Interessenkonflikte zwischen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft.

Aus dem Inhalt:
- Digitalisierung;
- digitale Transformation;
- demographische Entwicklung;
- produzierendes Gewerbe;
- Arbeitsplätze

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Industrie im Wandel – Grundlagen und Gesamtzusammenhang

2.1 Abgrenzung und Bedeutung des produzierenden Gewerbes

2.2 Historie und Entwicklung der Industrie

2.3 Begriffliche Definition von Industrie 4.0

2.4 Darstellung digitaler Technologien

2.4.1 Ubiquitous Computing

2.4.2 Internet der Dinge und Dienste

2.4.3 Cloud Computing

2.4.4 Cyber-physische Systeme

2.5 Vision einer intelligenten Fabrik

2.5.1 Horizontale und vertikale Integration

2.5.2 Durchgängigkeit des Engineerings

2.5.3 Individualisierbarkeit von Produkten

2.6 Diskurs um Industrie 4.0 – Akteure und Interessen

2.6.1 Wirtschaft

2.6.2 Politik

2.6.3 Wissenschaft

2.7 Zwischenfazit

3 Analyse der Beschäftigungsstrukturen im produzierenden Gewerbe

3.1 Datenbasis und Vorgehensweise

3.2 Anzahl der Erwerbstätigen

3.3 Anforderungsniveau der Arbeitsplätze

3.4 Bildungsniveau der Beschäftigten

3.5 Demografische Entwicklung in Deutschland

3.6 Zwischenfazit

4 Szenarien der Beschäftigungsentwicklung im produzierenden Gewerbe

4.1 Szenario 1 – Negative Beschäftigungsentwicklung

4.2 Szenario 2 – Positive Beschäftigungsentwicklung

4.3 Szenario 3 – Ambivalente Beschäftigungsentwicklung

4.4 Zusammenfassung und kritische Würdigung der Ergebnisse

5 Schlussbetrachtung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der digitalen Transformation – unter dem Begriff Industrie 4.0 zusammengefasst – auf die Beschäftigungssituation im produzierenden Gewerbe in Deutschland. Dabei wird analysiert, wie sich technologische Neuerungen auf das Anforderungsniveau und die benötigten Qualifikationen der Arbeitskräfte auswirken und welche Beschäftigungsszenarien vor dem Hintergrund bestehender Interessenkonflikte zwischen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft wahrscheinlich sind.

  • Grundlagen der industriellen Entwicklung und Definition von Industrie 4.0
  • Analyse der aktuellen Beschäftigungsstrukturen im produzierenden Gewerbe
  • Einfluss des demografischen Wandels auf das Arbeitskräfteangebot
  • Diskurs der Akteure (Wirtschaft, Politik, Wissenschaft) zu Beschäftigungseffekten
  • Prognose möglicher Zukunftsszenarien der Beschäftigungsentwicklung

Auszug aus dem Buch

2.5.3 Individualisierbarkeit von Produkten

Heute kann der Kunde bei der Bestellung eines Produkts aus einem fest vorgegebenen Produktportfolio wählen. Die Produktvarianten sind i. d. R. begrenzt, sodass Einzelleistungen nicht frei kombinierbar sind. Selbst wenn aus produktionstechnischer Sicht die Möglichkeit bestünde, eine kundenindividuelle Anpassung vorzunehmen, bieten Unternehmen diesen Service häufig nicht an, da dies nicht rentabel wäre (vgl. Nutzfahrzeug Konfigurator).81

In einer digital vernetzten Fabrik mit einer flexiblen Produktionsinfrastruktur ist es dagegen denkbar, dass selbst die sogenannte „Losgröße 1“ produziert wird.82 Eine Losgröße bezeichnet die „Menge einer Produktart oder einer Baugruppe, die in einer Produktionsstufe als geschlossener Posten (Los) ohne Unterbrechung durch die Produktion anderer Produkte oder Baugruppen gefertigt wird.“83 Die Losgröße 1 bezeichnet damit die Einzelfertigung eines Produktes nach kundenindividuellen Wünschen.

In Industrie 4.0-Szenarien wird es möglich sein, selbst kurzfristige Änderungswünsche eines Kunden noch während der laufenden Produktion zu berücksichtigen.84 Neben einer erhöhten Kundenzufriedenheit sehen Unternehmen in einer kundenindividuellen Fertigung das Potential, die eigene Marktposition zu stärken bzw. neue Märkte durch neue Produktvarianten zu erschließen.85

In Bezug auf die Forschungsfrage – die Auswirkungen von Industrie 4.0 auf die Beschäftigung – ist festzuhalten, dass die vierte industrielle Revolution einen erheblichen Wandel innerhalb der Produktion hervorrufen wird. Das bedingt auch, dass es in Folge der technologischen Neuerungen zu humanorientierten Veränderungen kommen wird. Wie aufgezeigt werden Mensch und Maschine in der Zukunftsfabrik stärker miteinander vernetzt sein. Kritisch betrachtet wirft das die Frage auf, wo die Vernetzung und die zunehmende Automatisierung der Produktion ihre Grenzen finden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema Industrie 4.0 ein, verdeutlicht dessen wachsende Bedeutung im medialen Diskurs und definiert das Ziel der Arbeit, die Beschäftigungsfolgen kritisch zu untersuchen.

2 Die Industrie im Wandel – Grundlagen und Gesamtzusammenhang: Das Kapitel erläutert die technologischen Grundlagen, definiert den Begriff Industrie 4.0 und identifiziert die zentralen Akteure und Interessenkonflikte zwischen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft.

3 Analyse der Beschäftigungsstrukturen im produzierenden Gewerbe: Hier werden der Status quo der Beschäftigtenzahlen, das Anforderungsniveau der Arbeitsplätze und das Bildungsniveau unter Einbeziehung des demografischen Wandels detailliert analysiert.

4 Szenarien der Beschäftigungsentwicklung im produzierenden Gewerbe: Dieses Kapitel stellt verschiedene Forschungsszenarien – von negativen bis hin zu ambivalenten Prognosen – vor und würdigt die Ergebnisse kritisch im Hinblick auf deren methodische Grundlagen.

5 Schlussbetrachtung und Ausblick: Die Schlussbetrachtung fasst die Kernergebnisse zusammen, betont die Gestaltbarkeit der zukünftigen Arbeitswelt und weist auf zukünftigen Forschungsbedarf bezüglich Weiterbildungsstrukturen hin.

Schlüsselwörter

Industrie 4.0, digitale Transformation, produzierendes Gewerbe, Beschäftigungsentwicklung, Arbeitsmarkt, Automatisierung, Cyber-physische Systeme, Fachkräftebedarf, demografischer Wandel, Losgröße 1, Wissensintensität, Arbeitsvermögen, Industrie 4.0 Akteure, Qualifikationspotential.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Auswirkungen der digitalen Transformation, bekannt als Industrie 4.0, auf die Arbeitsplätze im produzierenden Gewerbe in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit umfasst technologische Grundlagen, Analysen der aktuellen Beschäftigungsstrukturen und des Bildungsniveaus, sowie die Prognose verschiedener Zukunftsszenarien für den industriellen Arbeitsmarkt.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, mögliche Szenarien der Beschäftigungsentwicklung durch Industrie 4.0 darzustellen und diese vor dem Hintergrund der Interessenkonflikte zwischen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft kritisch zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der Auswertung statistischer Daten des Statistischen Bundesamtes sowie der Bundesagentur für Arbeit zur Analyse der Beschäftigungs- und Bildungsstrukturen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Grundlagenanalyse der industriellen Transformation, eine quantitative und qualitative Untersuchung der aktuellen Beschäftigung sowie eine detaillierte Szenarioanalyse zur künftigen Arbeitsmarktentwicklung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Industrie 4.0, digitale Transformation, Beschäftigungsentwicklung, Automatisierung und Fachkräftebedarf charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die "Losgröße 1" von traditioneller Produktion?

Bei der traditionellen Produktion wählen Kunden aus festen Produktportfolios, während die "Losgröße 1" eine flexible Einzelfertigung nach individuellen Kundenwünschen unter Industrie 4.0-Bedingungen ermöglicht.

Warum kritisieren Pfeiffer und Suphan den Routineansatz?

Die Forscher kritisieren, dass eine pauschale Unterscheidung in "Routine" und "Nicht-Routine" der komplexen Realität industrieller Arbeit nicht gerecht wird, da kaum eine Tätigkeit vollständig ohne Routineanteile oder situative Entscheidungen auskommt.

Final del extracto de 88 páginas  - subir

Detalles

Título
Auswirkungen der Industrie 4.0 auf die Arbeitsplätze. Die digitale Transformation im produzierenden Gewerbe
Autor
Natalie Stingl (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
88
No. de catálogo
V463180
ISBN (Ebook)
9783960956136
ISBN (Libro)
9783960956143
Idioma
Alemán
Etiqueta
Industrie 4.0 Industrie 4.0 Digitalisierung Digitale Transformation Beschäftigung und Industrie 4.0 Leere Fabrik HR Digitalisierung Mensch Digitalisierung Wegfall von Arbeitsplätzen Produzierendes Gewerbe Industry 4.0 digitisation digitization digitalization Roboter demographische Entwicklung Arbeitsplätze Automatisierung Automation Automatik Künstliche Intelligenz
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Natalie Stingl (Autor), 2019, Auswirkungen der Industrie 4.0 auf die Arbeitsplätze. Die digitale Transformation im produzierenden Gewerbe, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/463180
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