Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Pédagogie - Pédagogie curative, Pédagogie spécialisée

Beziehungsarbeit mit zwangsmigrierten traumatisierten Kindern und Jugendlichen in der Schule

Titre: Beziehungsarbeit mit zwangsmigrierten traumatisierten Kindern und Jugendlichen in der Schule

Thèse de Master , 2014 , 95 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Nicole Wipperfuerth (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie curative, Pédagogie spécialisée
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Welche Anforderungen stellen zwangsmigrierte traumatisierte Kinder und Jugendliche an die pädagogische Praxis? Wie spiegeln sich die traumatischen Erlebnisse der Kinder und Jugendlichen in Interaktionen im schulischen Setting? Welches Wissen und welche Angebote braucht es, um diesen Schüler_innen ein adäquates Ankommen zu ermöglichen und sie im Kontext Schule zu halten? Unter welchen Bedingungen leben diese Kinder und Jugendlichen mit ihren und auch ohne ihre Familien in Deutschland? Und nochmals bezogen auf den schulischen Kontext: Wie viel Bindung ist nötig, damit der Weg zur Bildung möglich wird und welche Rolle spielt dabei die individuelle Peergroup?

Mit diesen und weiteren Fragen setze ich mich in dieser Forschungsarbeit auseinander und leiste einen Beitrag zur pädagogischen Reflexion von Beziehungsarbeit mit zwangsmigrierten traumatisierten Kindern und Jugendlichen in der Schule. Dieser wird in Form zweier Interviews mit Lehrkräften sogenannter Sprachlernklassen und der interpretativen Auswertung des kommunikativ gewonnenen Datenmaterials durch das Verfahren des Zirkulären Dekonstruierens dargeboten.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

2. Einleitung

3. Theoretische Grundlagen

3.1 Migration

3.1.1 Migrationsformen

3.1.2 Welchen Namen geben wir dem 'Kind'?

3.1.3 Andere Realitäten: Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

3.1.4 Schulische Rechte minderjähriger Flüchtlinge

3.1.5 Zwischenfazit

3.2 Migration und Trauma

3.2.1 Über den psychoanalytischen Zusammenhang von innen und außen

3.2.2 Wenn vergangene und gegenwärtige traumatische Erlebnisse miteinander interagieren: Zur Konzeption der Sequenziellen Traumatisierung übertragen auf die Erlebens- und Erfahrungswelt zwangsmigrierter Kinder und Jugendlicher

3.2.3 Zentrale Erfahrungs- und Erlebensbereiche zwangsmigrierter Kinder und Jugendlicher

3.2.3.1 Familiäre Interaktionsstörungen

3.2.4 Zwischenfazit

3.3 Traumapädagogik

3.3.1 Was kann Schule tun? Zur Pädagogik des sicheren Ortes

3.3.2 Was können Pädagog_innen tun? Über den pädagogischen Zusammenhang von innen und außen

3.3.2.1 Vom Szenischen Verstehen

3.3.2.2 … zum Fördernden Dialog

3.3.2.3 Zum Konzept des Guten Grundes

3.3.2.4 Zur Sicherheit der Gruppe

3.3.3 Beziehungs- und Bindungsorientierung in der Traumapädagogik

3.4 Resultat der theoretischen Grundlagen

4. Die qualitative Untersuchung

4.1 Das themenzentrierte Interview

4.1.1 Erhebung

4.1.2 Auswertung

4.2 Zirkuläres Dekonstruieren

4.2.1 Erhebung

4.2.2 Auswertung

4.3 Beobachtungen nach dem Tavistock-Konzept

4.4 Zum Vorgehen in der Forschungsgruppe

4.5 Gütekriterien

5. Forschungsergebnisse

5.1 Exkurs: Das Modell der Sprachlernklassen für Schüler_innen mit Deutsch als Zweitsprache in der Sekundarstufe I

5.2 Fallvignette 1: männliche Lehrkraft Matthias

5.2.1 Zum Setting des Interviews

5.2.2 Zentrale Themenfelder

5.2.2.1 Der eigene Anspruch und der Versuch, zu verstehen

5.2.2.2 Unsicherheit

5.2.2.3 Bindung und Trennung

5.3 Fallvignette 2: weibliche Lehrkraft Karin

5.3.1 Zum Setting des Interviews

5.3.2 Zentrale Themenfelder

5.3.2.1 Beziehungen und Bedürfnisse

5.3.2.2 Grenzüberschreitung

5.3.2.3 Peergroup

5.3.2.3 Kolleg_innen

6. Ergebnisse für die Beziehungsarbeit mit zwangsmigrierten traumatisierten Kindern und Jugendlichen in der Schule

6.1 Reflexion der erhobenen Daten

6.2 Bedingungen entwicklungsfördernder Aufgaben im Kontext Schule

6.3 Mein persönliches Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Masterarbeit untersucht die pädagogischen Anforderungen an die Beziehungsarbeit mit zwangsmigrierten, traumatisierten Kindern und Jugendlichen in schulischen Kontexten, insbesondere in Sprachlernklassen. Ziel ist es, durch eine psychoanalytisch-pädagogische Perspektive zu verstehen, wie traumatische Erfahrungen die Beziehungsgestaltung beeinflussen und welche Rolle Lehrkräfte bei der Schaffung eines sicheren Lernortes spielen können.

  • Traumapädagogische Ansätze und der "sichere Ort" in der Schule.
  • Analyse der sequenziellen Traumatisierung im Migrationsprozess.
  • Die Rolle der Peergroup für traumatisierte Schüler_innen.
  • Professionelle Reflexion pädagogischer Beziehungsdynamiken (Übertragung/Gegenübertragung).
  • Die Bedeutung von Sprachlernklassen für das Ankommen geflüchteter Kinder.

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Wenn vergangene und gegenwärtige traumatische Erlebnisse miteinander interagieren: Zur Konzeption der Sequenziellen Traumatisierung übertragen auf die Erlebens- und Erfahrungswelt zwangsmigrierter Kinder und Jugendlicher

Der Psychologe David Becker, der sich aufgrund seiner eigenen deutsch-französischen Herkunft schon in jungen Jahren mit Traumata beschäftigte, nutzt und erweitert die Rahmenkonzeption von Keilson auf insgesamt sechs Sequenzen internationaler Flucht und politischer Verfolgung zugunsten eines größeren Verständnis innerer und äußerer Wirkungsfaktoren (vgl. Becker 2006, ebd.). Zimmermann wendet die Konzeption von Becker als „Folie … für die Analyse der äußeren und inneren Welt zwangsmigrierter Jugendlicher in Deutschland“ an (Zimmermann 2012b, S. 351) und überträgt diese sechs Sequenzen auf deren Lebenssituation. In Anlehnung an die Autoren Becker und Zimmermann gebe ich, mit eigenen Ergänzungen, die sechs Sequenzen im Folgenden wieder:

Sequenz 1 - Vom Beginn der Verfolgung bis zur Flucht: Die Flucht wird aufgrund von Zwängen und aus der Not heraus entschieden. Die dominierenden Gedanken und Gefühle sind die des Aufgebens, die Akzeptanz der Ausweglosigkeit, aber auch der Wunsch nach Rettung. Es geht insbesondere um den Verlust eines Heimatgefühls und für viele auch um die Trennung von der Herkunftsfamilie. Aufgrund meiner langjährigen Arbeit mit (zwangs-) migrierten Kindern und Jugendlichen, ergänze ich, dass das Gefühl des Verlassens beziehungsweise des Zurücklassens von Angehörigen in Kriegs- und Krisengebieten eine ebenso bedeutende und schwerwiegende Rolle im Hinblick auf Gefühle des Sich-verantwortlich-Fühlens für deren weiteres Schicksal spielt.

Zusammenfassung der Kapitel

2. Einleitung: Die Autorin begründet ihr Interesse am Thema durch die biographische Erfahrung mit einem unbegleiteten minderjährigen Flüchtling und formuliert die zentrale Fragestellung zur pädagogischen Praxis.

3. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel verknüpft die Konzepte von Migration, Traumatisierung und Traumapädagogik und legt den Fokus auf die psychoanalytische Sichtweise von Beziehungsarbeit.

4. Die qualitative Untersuchung: Hier wird das methodische Forschungsdesign erläutert, das auf Interviews mit Lehrkräften und der Auswertung durch das Verfahren des Zirkulären Dekonstruierens basiert.

5. Forschungsergebnisse: Basierend auf zwei Fallvignetten wird das subjektive Erleben von Lehrkräften in Sprachlernklassen analysiert, wobei besonders Themen wie Unsicherheit, Bindung und Grenzüberschreitung hervortreten.

6. Ergebnisse für die Beziehungsarbeit mit zwangsmigrierten traumatisierten Kindern und Jugendlichen in der Schule: Die Autorin reflektiert die erhobenen Daten und leitet daraus notwendige Rahmenbedingungen für eine entwicklungsfördernde pädagogische Praxis ab.

Schlüsselwörter

Zwangsmigration, Traumatisierung, Traumapädagogik, Sprachlernklassen, Beziehungsarbeit, Sequenzielle Traumatisierung, Pädagogische Praxis, Bindungstheorie, Psychoanalytische Pädagogik, Flucht, Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, Szenisches Verstehen, Projektive Identifizierung, Lehrkraft, Schulisches Setting.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das übergeordnete Thema der Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der pädagogischen Beziehungsarbeit mit traumatisierten, zwangsmigrierten Kindern und Jugendlichen in deutschen Schulen.

Welche wissenschaftliche Perspektive nimmt die Autorin ein?

Der Fokus liegt auf einer psychoanalytisch-pädagogischen Sichtweise, um unbewusste Antriebe und Beziehungsdynamiken zwischen Lehrkräften und Schülern besser zu verstehen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Es soll untersucht werden, welche spezifischen Anforderungen traumatisierte geflüchtete Kinder an die pädagogische Praxis stellen und wie Lehrer ihre Rolle in diesem sensiblen Kontext gestalten.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Zentrum der theoretischen Arbeit?

Zentrale Themen sind die verschiedenen Phasen der Migration (Sequenzielle Traumatisierung), die Bedeutung eines sicheren Ortes in der Schule und die Rolle der Traumapädagogik.

Welche Methode wird für die qualitative Untersuchung verwendet?

Die Autorin nutzt themenzentrierte Interviews mit Lehrkräften sowie Beobachtungen, die mittels Zirkulärem Dekonstruieren tiefenhermeneutisch ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Neben theoretischen Grundlagen präsentiert die Autorin zwei Fallvignetten von Lehrkräften, um konkrete Herausforderungen wie Unsicherheit, Bindung und die Interaktion in der Peergroup zu beleuchten.

Welche besondere Herausforderung ergibt sich für Lehrkräfte in Sprachlernklassen?

Lehrkräfte müssen häufig ohne ausreichendes biographisches Hintergrundwissen agieren und gleichzeitig intensive emotionale Projektionen der traumatisierten Schüler aushalten.

Warum spielt die Supervision laut Autorin eine so große Rolle?

Supervision wird als notwendige Bedingung gesehen, um eigene Überforderung zu reflektieren und um professionell zu bleiben, ohne in Reinszenierungen der traumatischen Erlebnisse der Kinder gefangen zu werden.

Fin de l'extrait de 95 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Beziehungsarbeit mit zwangsmigrierten traumatisierten Kindern und Jugendlichen in der Schule
Université
University of Hannover  (Institut für Sonderpädagogik)
Note
1,3
Auteur
Nicole Wipperfuerth (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
95
N° de catalogue
V463224
ISBN (ebook)
9783668906013
ISBN (Livre)
9783668906020
Langue
allemand
mots-clé
Migration Traumapädagogik Szenisches Verstehen Zirkuläres Dekonsturieren
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Nicole Wipperfuerth (Auteur), 2014, Beziehungsarbeit mit zwangsmigrierten traumatisierten Kindern und Jugendlichen in der Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/463224
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  95  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint