Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Psychologie - Psychosociologie

Kann Papst Franziskus als Reformer gesehen werden?

Eine sozialpsychologische Analyse

Titre: Kann Papst Franziskus als Reformer gesehen werden?

Dossier / Travail de Séminaire , 2019 , 20 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Marius Rosenthal (Auteur)

Psychologie - Psychosociologie
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Trotz ihres Wachstums hat die katholische Kirche massive Probleme. Egal ob im Umgang mit den Missbrauchsskandalen, der Überalterung der Gemeinden im europäischen Raum oder den Reformbestrebungen einzelner Akteure, die katholische Kirche steht vor einer Zerreißprobe. Im öffentlichen Diskurs gilt Papst Franziskus oft als Hoffnungsträger, was die Bewältigung dieser Herausforderungen angeht. Die vorliegende Arbeit will mittels sozialpsychologischer Theorien versuchen zu beantworten, ob und in wie weit Franziskus tatsächlich für Reformen und einen Neuanfang steht.

Zunächst wird dargelegt, wer Papst Franziskus vor seiner Amtseinführung war und welche grundlegenden Eigenschaften und Handlungen ihn als neugewählten Papst charakterisieren. Im Anschluss wird der Unterschied zwischen den beiden Bezugsgruppen des Papstes, der Konklave und der katholischen Glaubensgemeinschaft, skizziert. Zur Beantwortung der Fragestellung wird eingehend auf die Themen Prototypikalität und Idiosynkrasie-Kredite eingegangen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Fragestellung

2 Zur Person und Gruppe(n)

2.1 Jorge Mario Bergoglio

2.2 Papst Franziskus

2.3 Gruppe I: Das Konklave

2.4 Gruppe II: Katholische Glaubensgemeinschaft

3 Theorie I: Prototypikalität

3.1 Anwendung

4 Theorie II: Idiosynkrasie-Kredite

4.1 Anwendung

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, die Rolle von Papst Franziskus als Reformer innerhalb der katholischen Kirche mittels sozialpsychologischer Theorien zu analysieren und zu bewerten, inwieweit er für einen tatsächlichen Neuanfang steht.

  • Analyse der Prototypikalität von Papst Franziskus gegenüber dem Konklave und der Weltkirche.
  • Untersuchung der Idiosynkrasie-Kredite als Grundlage für Reformbestrebungen.
  • Vergleich der demografischen Verteilung der katholischen Glaubensgemeinschaft mit der Zusammensetzung des Konklave.
  • Beurteilung des reformatorischen Potentials anhand von Handlungen und dem Umbau der Kardinalskreierungen.

Auszug aus dem Buch

4 Theorie II: Idiosynkrasie-Kredite

Die von Hollander entwickelte Idiosynkrasie-Kredit-Theorie behandelt die wechselseitigen Beziehungen zwischen Führungskraft und Mitarbeiter. Seine These lautet, dass die Führungskraft durch gute Leistungen und Kompetenzen sowie durch eine hohe Loyalität gegenüber den bestehenden Gruppennormen einen (Idiosynkrasie-)Kredit erwirbt. Diesen Vertrauensvorteil kann dann die Führungskraft nutzen, um im weiteren Führungsprozess zu einem von Gruppennormen abweichenden Verhalten zu kommen, sodass Umgestaltungen und Veränderungsprozesse durch die Führungskraft eingeleitet werden können. Der Idiosynkrasie-Kredit kann als „Vertrauensvorschuss“ interpretiert werden, den die Führungskraft mit einem von der Gruppe erworbenen Status erhält.

Die Theorie Hollanders war in der Geschichte nicht immer unumstritten. Vor allem in den 1970er Jahren regte sich Widerstand. So hinterfragten beispielsweise Wahrman & Pugh 1972 die Allgemeingültigkeit der Idiosynkrasie-Kredit-Theorie. Die Autoren fanden Belege dafür, dass auch frühe Abweichungen von Personen nicht zu einem Verlust an Einfluss führten. Im Gegensatz zu Hollanders Erkenntnissen legen die Autoren sogar dar, dass Konformität selbst den Einfluss einer Person mindert (vgl. Wahrman & Pugh 1972).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung legt die Relevanz der Untersuchung des Papstamtes unter Franziskus dar, trotz globaler Säkularisierungstendenzen im Westen.

2 Zur Person und Gruppe(n): Dieses Kapitel beleuchtet den Lebensweg von Jorge Mario Bergoglio und kontrastiert die Gruppenstrukturen des wählenden Konklaves mit der globalen katholischen Glaubensgemeinschaft.

3 Theorie I: Prototypikalität: Es wird erörtert, wie Führungskräfte durch Prototypikalität Vertrauen gewinnen und warum Papst Franziskus in diesem Kontext als nicht-prototypisch betrachtet werden kann.

4 Theorie II: Idiosynkrasie-Kredite: Dieses Kapitel führt das Konzept des Vertrauensvorschusses ein, um zu erklären, wie Franziskus durch langjährige Konformität Spielraum für Reformen gewinnen konnte.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Franziskus seine Wahl und seinen Spielraum für Reformen einer Kombination aus Krisenunsicherheit und erworbenen Idiosynkrasie-Krediten verdankt.

Schlüsselwörter

Papst Franziskus, Katholische Kirche, Sozialpsychologie, Führung, Prototypikalität, Idiosynkrasie-Kredite, Macht, Konklave, Reform, Glaubensgemeinschaft, Soziale Identität, Machtmissbrauch, Kardinäle, Kirchenreform, Konformität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Rolle von Papst Franziskus als Reformer innerhalb der katholischen Kirche unter Anwendung sozialpsychologischer Konzepte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Machtverhältnisse im Vatikan, die Demografie der katholischen Kirche sowie die Dynamiken von Führung und Vertrauen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll beantwortet werden, ob und inwieweit Papst Franziskus durch seine spezifische Herkunft und seine Handlungen tatsächlich für einen institutionellen Neuanfang steht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse mittels der Prototypikalitätstheorie und der Idiosynkrasie-Kredit-Theorie nach Edwin Hollander.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Biografie Bergoglios, die Struktur des Konklaves, die theoretischen Ansätze der Führungspsychologie und deren Anwendung auf das Wirken des aktuellen Papstes.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Papst Franziskus, Prototypikalität, Idiosynkrasie-Kredite, Kirchenreform und soziale Identität.

Wie unterscheidet sich die Herkunft von Franziskus vom klassischen Profil?

Franziskus ist der erste Papst seit langer Zeit, der nicht in Europa geboren wurde, was ihn in Bezug auf das europäisch dominierte Konklave als nicht-prototypisch kennzeichnet.

Nutzt Papst Franziskus seine Position für Reformen?

Die Arbeit deutet darauf hin, dass er seine durch jahrzehntelange Konformität erworbenen Idiosynkrasie-Kredite gezielt für strukturelle Veränderungen, wie den Umbau des Konklaves, einsetzt.

Fin de l'extrait de 20 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Kann Papst Franziskus als Reformer gesehen werden?
Sous-titre
Eine sozialpsychologische Analyse
Université
University of Mannheim
Note
1,3
Auteur
Marius Rosenthal (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
20
N° de catalogue
V463306
ISBN (ebook)
9783668917316
ISBN (Livre)
9783668917323
Langue
allemand
mots-clé
Franziskus Papst Vatikan Idiosynkrasiekredite Konformität Macht Prototypikalität Konklave
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Marius Rosenthal (Auteur), 2019, Kann Papst Franziskus als Reformer gesehen werden?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/463306
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  20  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint